20
Feb
2005

Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen

Mit meinem Mann und meinem Sohn bin ich letztes Jahr weggezogen, da auf einem Nachbardach in unmittelbarer Nähe zu uns ein Mobilfunkmast aufgestellt wurde (UMTS). Der war noch nicht in Betrieb. Aber alle meine Mühen gegen diesen Mast (Unterschriftenliste, Inigründung, Mobilisierung durch Flugblätter...) erschienen mir wie ein Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen. Denn als ich auf das Dach unseres Hauses kletterte, erkannte ich, dass wir umringt waren von solcherlei Masten, die in der letzten Zeit wohl wie die Pilze aus dem Boden gewachsen sein mussten. Die Ini war so wenig besucht, die Leute zuckten die Achseln, es ist doch alles voll, was sollen wir denn tun? Ich spreche hier von der Hamburger Innenstadt. Also Wegzug. Da wir nicht mit Reichtum gesegnet sind, kam natürlich nur eine Mietswohnung in frage. Jedoch stellte ich bei der Wohnungssuche schon fest, die Dinger sind überall. Jetzt haben wir eine Wohnung, erstens EG, zweitens ist der nächste Mast ca. 500m entfernt (nicht so nah) und die Wohnung ist der anderen Richtung zugewandt. Seit wir ausgezogen sind, leidet mein Sohn unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Vielleicht hat der Nachbar ein DECT-Telefon (oder alle Nachbarn), vielleicht ist es die neue digitale Fernsehtechnik, oder jemand hantiert mit W-Lan herum. Vielleicht ist es auch der entferntere Mast, der schon in Betrieb ist im Gegensatz zu dem nahen bei unserer alten Wohnung....

Wir sind ratlos. Dieses Schulhalbjahr kann mein Sohn in vielen Fächern nicht bewertet werden, wegen Fehlzeiten. In der Schule stehen auch solche Masten in der Nähe. Außerdem ist die Schule stolz auf ihre W-Lan Technik. Die Physiklehrer sehen kein Problem. Es ist so zermürbend! Wie können wir herausfinden, ob es an Elektrosmog liegt, dass mein Sohn nicht schläft?

Und wisst Ihr was? Ich leide selbst noch unter den Folgen einer Amalgamvergiftung und habe in unmittelbarer Nähe zu meinem Arbeitsplatz ganz viele Masten auf den Dächern.

Ich bin heilfroh, dass ich nur 1 Kind habe. Denn nicht mal das kann ich schützen und für weitere Kinder (die dann krank sind) habe ich auch gar nicht die Kraft wegen eigener Umweltbelastung. Das ist kein Leben, das ist nur Überleben. Wie viele Eltern verzichten aus solchen Gründen auf (weitere) Kinder?!?! Die Politiker müssten doch alles tun, um uns und die Kinder zu schützen, sie wollen doch mehr Kinder in Deutschland haben.

Und wenn nicht mal Rot-Grün uns schützt, wer denn dann?!!!!!! Nur soviel dazu. Seid gegrüßt und uns allen hoffentlich viel Erfolg im Kampf gegen das Esmogchaos.

Sabine


Aus: Elektrosmognews vom 20.02.2005



Liebe Sabine und Leser bzw. Leserinnen des „Sabine – Briefes“ !

Es tut gut, von Erfahrungen zu lesen, die andere – wenn auch bedauerlicherweise – machen, die ebenfalls in der Nähe von Mobilfunksendern wohnen. Als wir in unserer Familie mit gewissen Gesundheitsproblemen anfingen und daraufkamen, diese könnten sehr wahrscheinlich mit dem Sendemasten, der hinter unserem Haus in ca. 70m Entfernung (unverbaubarer Blick, 32m hoch) steht, zusammenhängen, fiel für uns erst einmal eine Welt zusammen und wir dachten, es ginge wohl nur uns so, da wir uns von allen anderen nur ausgelacht vorkamen ! Wir leben seit April 1999 mit dem Masten, April 2000 kam unser Sohn zur Welt und ich selbst als Mutter war seit diesem Zeitpunkt mehr oder weniger ständig auf unserem Grundstück bzw. im Haus. Bereits im selben Jahr fingen Beschwerden an wie schwere Seh-Behinderungen (ich konnte kaum mehr Autokennzeichen auf dem Parkplatz gegenüber erkennen), einseitige Kieferschmerzen (für die der Arzt aber keine Ursache finden konnte), Gelenkschmerzen (Knie und Hüfte, die nach einiger Zeit wieder verschwanden), Herzschmerzen sowie Herzrythmusstörungen (für die auch nach 24 Std. EKG ebenfalls keine Ursache gefunden werden konnte), Störung der Hypophyse mit starker Schwankung des Schilddrüsenwertes (wurde eingehendst untersucht, ging aber dann zurück), extrem starkem Haarausfall jedes Jahr in der „Freiluftperiode“ von April bis November (der sich dann zumindest bis jetzt immer im Winter wieder regulierte) sowie Regelprobleme bis hin zu einer Fehlschwangerschaft im September 2002. Prinzipiell oder unausgesprochen entschlossen auch wir uns aufgrund aller Umstände, gegebenenfalls auf ein weiteres Kind zu verzichten. Da es uns aus diversen Gründen nicht möglich war, von dem Grundstück wegzuziehen und es eventuell woanders auch nicht viel besser sein würde, bauten wir ein neues Haus, dessen Mauern, neue Fenster und ein Teil-Abschirmputz zum Sender hin uns die Strahlenbelastung erheblich senken konnte. Wir und unser Sohn schlafen unter einem Baldachin und wir haben jegliche weitere Strahlenquelle (Mikrowelle, schnurloses Telefon, Handy etc.) aus unserem Hause verbannt. Momentan können wir wieder relativ gut schlafen und haben gelernt, mit der Gefahr hinter unserem Haus zu leben – aber es ist mehr ein momentanes Überleben, wie es auch schon Sabine in Ihrem Brief nannte – es dauerte eine ganze Weile, bis wir uns mit der Situation abfinden konnten, Lösungen finden konnten und einsahen, unsere Familienplanung derart äußeren Umständen unterwerfen zu müssen ! Wir kämpfen gegen neue Sendemasten in unserer Umgebung und können eventuell und hoffentlich den nächsten, zustäzlichen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft verhindern. Wir hoffen sehr, dass sich in absehbarer Zeit in Sachen Mobilfunk etwas tut und das wird es, da die Beschwerden und Proteste immer lauter werden. In unserem unmittelbaren Bekanntenkreis (Nachbarorte) gibt es zwei weitere Familien, die gleiche Erfahrungen gemacht haben, angefangen über Schlafstörungen mit Schweißausbrüchen bis hin zu 1 Fehlgeburt in der einen Familie sowie 4 Fehlschwangerschaften in Folge in der anderen Familie. Beide wohnen ganz nah zu Mobilfunksendeanlagen.

Ich selbst habe mir ein Messgerät gekauft, um die Situation bei uns weiter verfolgen zu können, sowie möglichst vielen anderen Menschen, die zwar nicht unbedingt neben einem Sendemasten wohnen, zu zeigen, welche immense Strahlungsquelle sie sich mit schnurlosen DECT-Telefonen bzw. Handys in ihr Haus holen.

Ich freue mich über den Erfahrungsaustausch in den Elektrosmognews, er mag vielleicht sehr nützlich sein.

Aus: Elektrosmognews vom 27.02.2005
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