13
Feb
2005

Rindersterben auf Bauernhöfen und die Untätigkeit der Politiker

Zur Information und weiteren Verwendung/Verbreitung, siehe Anhang.

Dieses Schreiben wurde - samt Anhang - auch an die überregionale Presse verteilt.

Hans Schmidt
Sprecher der Bürgerinitiative Wofratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog



Dr.-Ing. Hans Schmidt Sprecher der Bürgerinitiative Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog
Gebhardtstr. 2d, 82515 Wolfratshausen, WOR, den 06.02.05
Tel: 08171/29751, Fax: 08171/911035


An den Bayerischen Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen, Herrn Dr. Werner Schnappauf, Rosenkavaliersplatz 2, 81925 München



cc: an den Bayerischen Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Edmund Stoiber
an die Fraktionen im Bayerischen Landtag
an den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags


Betr.: Gesundheitsgefährdung durch gepulste Mobilfunkstrahlung - Ergebnisse der Rinderstudie – Schweigen der Verantwortlichen

Bezug: unser Brief vom 02.01.01
Ihre Antwort vom15.02.01
unsere Antwort vom 24.02.01


Sehr geehrter Herr Minister,

nach dem äußerst unbefriedigenden Ausgang unseres letzten Briefwechsels (siehe oben) haben wir uns lange überlegt, ob es überhaupt Sinn macht, nochmals auf die Angelegenheit zurückzukommen. Sie schreiben zwar immer wieder, „dass die Bayerische Staatsregierung die Zweifel und Ängste zum Thema Mobilfunk überaus ernst nimmt“, aber Ihre konkreten Reaktionen sehen anders aus: Sie antworten einfach nicht mehr und lassen die Bürger mit ihren Sorgen allein.

Was sollen die Bürger von einer Wissenschaft halten, die sagt, sie findet keine ursächlichen Zusammenhänge zwischen Mobilfunkstrahlung und Gesundheitsstörungen, wenn viele Menschen am eigenen Leib spüren, dass ihre Beschwerden deutlich zurückgehen, wenn sie sich aus der massiven Strahlenbelastung entfernen? Muss sich die Realität dem wissenschaftlichen Kenntnisstand anpassen oder sollte die Wissenschaft nicht eher demütig sagen, sie weiß hier momentan nicht weiter, anstatt kategorisch zu behaupten, es gäbe „im Ergebnis keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise dafür, dass die Strahlung von Mobilfunksendern in der Umgebung außerhalb des Sicherheitsabstandes zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt“? Und was sollen die Bürger von einer Politik halten, die das Vorsorgeprinzip so interpretiert, dass Forschung ausreicht, obwohl Feuer unterm Dach und dringender Handlungsbedarf gegeben ist? – Wenn in der Geschichte der Menschheit die Verantwortlichen sich ebenso unverantwortlich verhalten hätten mit dem Hinweis, man wisse nicht die Ursache für Pest, Cholera, Typhus oder andere tödliche Epidemien, wäre die Menschheit vielleicht ausgestorben. Früher wurde auf Verdacht gehandelt, um Schlimmeres zu verhüten – heute gibt es offensichtlich keine Verantwortlichen mehr.

Aber zurück zur Bayerischen Rinderstudie: In Ihrem Antwortschreiben vom 15.02.01 verwiesen Sie für weitere Details auf die Auftragnehmer der Studie. Herr Prof.Löscher von der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat in der Monatsschrift „Der praktische Tierarzt“ vom November 2003 sehr deutlich gegen die offizielle abwiegelnde Haltung Ihres Ministeriums Stellung bezogen: „Zusammenfassend bedarf die Frage, ob und unter welchen Umständen die erhöhte Exposition von landwirtschaftlichen Nutztieren in hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Mobilfunksendeanlagen negative Auswirkungen auf Gesundheit, Leistung oder Verhalten ausübt, der weiteren wissenschaftlichen Untersuchung. Nach Einschätzung des Autors lassen die bisher vorliegenden Fallberichte und Untersuchungen den Schluss zu, dass derartige Auswirkungen wahrscheinlich sind, die expositions- und bestandsspezifischen Faktoren, die derartige Auswirkungen begünstigen, aber bisher weitestgehend unbekannt sind. Die Aufklärung dieser Faktoren könnte dazu beitragen, die möglichen Risiken elektromagnetischer Feldexposition zu minimieren und sollte deshalb sowohl im Interesse der Politik, der Gesundheitsbehörden als auch der Mobilfunkindustrie liegen.“

Nun ist bekannt geworden, dass auf einem weiteren Bauernhof, diesmal im Donauried, ein rätselhaftes Rindersterben stattfand (siehe Anhang), ebenso wie in der Rinderstudie nach Installation von Mobilfunksendern. Auch hier das gleiche Bild, Schweigen bei den Verantwortlichen: „Doch bekomme ich seit nunmehr knapp 2 Jahren (vom Bayerischen Umweltministerium) auf meine Briefe keine Antwort mehr. Das Dilemma wird totgeschwiegen. Von politischer Seite erhoffen wir uns keine Hilfe mehr.“ „Auch das Bundesamt für Strahlenschutz, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Umweltminister Jürgen Trittin und den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber haben wir um Stellungnahme gebeten. … Zur Bekräftigung unseres Hilferufs wiesen wir auf die vielen tierärztlichen Untersuchungsergebnisse hin, die den Adressaten vorlägen. Doch leider blieben bis heute alle erhofften Stellungnahmen von verantwortlicher Stelle aus.“

Wir meinen, die Öffentlichkeit hat ein massives Interesse, zu erfahren, wie die Blutwerte der Rinder sind, wie die Blutwerte sich mit veränderter Strahlungsstärke verhalten und wie der Gesundheitszustand der Rinder war.

Tiere können nicht simulieren. Auf dem Stengel-Hof wie auch in Schnaitsee hat sich der Gesundheitszustand der Rinder, die aus der Strahlungszone auf einen anderen Hof gebracht worden sind, deutlich gebessert und erst wieder verschlechtert, nachdem sie zurück in die Strahlung gebracht wurden. Doch dies interessiert weder die Wissenschaft noch die verantwortlichen Politiker.

Wir fordern Sie, Herr Dr. Schnappauf, deshalb auch unter Hinweis auf das Umweltinformationsgesetz auf, die von Ihren Mitarbeitern festgestellten Befunde und Messwerte vom Stengel-Hof vollständig zu veröffentlichen, auch die Ergebnisse der Untersuchungen des Amtstierarztes, der beim Landwirt Altenweger in Schnaitsee tätig war.

Insbesondere sind wir daran interessiert, den zeitlichen Zusammenhang von Blutbildwerten, allgemeinem Gesundheitszustand und Strahlungsbelastung (unterschieden nach Mobilfunkfeldern und anderen Strahlungsquellen) zu erfahren.

Für eine baldige Antwort bedanken wir uns im Voraus und verbleiben mit freundlichen Grüßen




Rätselhaftes Rindersterben in Oettingen
//omega.twoday.net/stories/519454/

Die "Rinderstudie"
//omega.twoday.net/stories/350564/
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