Mobilfunk

21
Aug
2004

Mobilfunk "Ja", Antenne "Nein" ?

Viele Menschen wollen mit dem Handy telefonieren, möchten aber selber keine Sender in ihrer Nähe haben. Ohne Sender funktionieren jedoch die Handys nicht. Wer also den Sender vom eigenen Haus weg haben will, handelt nach dem St. Florians-Prinzip, denn dann bekommen den für das Handy zwingend notwendigen Sender eben andere. Und ist der Handynutzer unterwegs, so braucht er zusätzlich noch viele weitere Sender entlang seines Weges, mit denen auch wieder andere belastet werden.

Oft hört man von Mastengegnern das Argument, sie würden ihr Handy unbedingt brauchen. Irgendeinen “wichtigen Grund“ werden aber auch alle anderen Millionen Menschen haben und damit auch den Anspruch auf ein Handy. Also was tun?

Es ist wohl klar, dass ein Mastengegner konsequenterweise auch sein eigenes Verhalten überdenken sollte. Denn die Handynutzer sorgen selbst dafür, dass immer mehr Masten gebaut werden müssen.

Wir sehen aus diesen Ausführungen, dass es nicht möglich ist, ein Mobilfunknetz mit der zur Zeit noch erlaubten Technologie aufzubauen und gleichzeitig den Gesundheitsschutz für die Menschen zu sichern.

Bei der heute verwendeten Technologie wird bewusst eine unübersehbare Schädigung der Volksgesundheit in Kauf genommen.

Wir müssen sicherstellen, dass unsere Gesundheit wieder zum höchsten Gut wird.

http://www.buergerwelle.de/pdf/mobilfunksender_raus_aus_reinen_wohngebieten.rtf



Ja zum Handy – Nein zu den Sendemasten?
http://omega.twoday.net/stories/284285/

Jeder will ein Handy, keiner eine Antenne
http://omega.twoday.net/stories/318302/

Jeder hat ein Handy, keiner will Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/325535/


http://omega.twoday.net/search?q=Jeder+will+ein+Handy%2C+keiner+will+eine+Antenne

18
Aug
2004

17
Aug
2004

Hier geht der Funk ab

ÖKO-TEST Februar 2004

Test: Telefone, DECT

Ohne Stolperfallen und Kabelbrüche im ganzen Haus telefonieren - Schnurlostelefone machen es möglich. Doch seit unserem letzten Test vor knapp anderthalb Jahren hat sich kaum etwas getan: Alle getesteten Geräte und Basisstationen strahlen immer noch sehr stark - und gefährden die Gesundheit der Benutzer.

Digitale Schnurlostelefone nach DECT-Standard (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) sind nach wie vor ein Verkaufsschlager. In Europa wurden knapp 27 Prozent mehr DECT-Apparate verkauft als im Vorjahr. Die Schnäppchenjäger locken günstige Preise von rund 40 Euro, andere Kunden verlieben sich in elegante Designerstücke.

Hinter der schicken Fassade verbirgt sich allerdings ein Funkstandard, auf dessen problematische Eigenschaften ÖKO-TEST in den vergangenen Jahren immer wieder hingewiesen hat. DECT hat drei wesentliche Nachteile. Erstens sind die Basisstationen von DECT-Telefonen Dauersender, die auch funken, wenn nicht telefoniert wird. Zweitens strahlen sie ungeregelt mit Spitzenwerten von 250 Milliwatt, obwohl meistens eine geringere Intensität ausreichend wäre. Drittens senden DECT-Telefone wie Mobiltelefone mit gepulster Strahlung. Dies birgt die gleichen Risiken.

Während beim Mobilfunk Behörden und Bürgerinitiativen die Lage sehr unterschiedlich bewerten, räumen bei DECT auch Behörden ein, dass der Standard Nachteile hat. Nach unserem Test im September 2002 hieß es in einer Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS): "Beispielsweise könnte die DECT-Technik nachgebessert werden, um ein Senden im Stand-by-Betrieb und damit eine unnötige, zusätzliche Strahlenbelastung zu vermeiden." Im "Freiburger Appell" vom Oktober 2002, der von mehr als 1000 Ärzten unterzeichnet wurde, wird gefordert: "Überarbeitung des DECT-Standards mit dem Ziel, die Strahlungsintensität zu reduzieren und auf die tatsächliche Nutzungszeit zu begrenzen sowie die biologisch kritische Pulsung zu vermeiden." Der Appell verlangt gleichzeitig eine Verbannung von DECT aus öffentlichen Gebäuden analog zum Rauchverbot. Auch das BfS empfiehlt aus Vorsorgegründen, einen Daueraufenthalt in unmittelbarer Nähe zur DECT-Basisstation zu vermeiden und keine Basisstation ins Kinder- oder Schlafzimmer zu stellen.

Doch noch werden aus diesen Erkenntnissen nicht die nötigen Konsequenzen gezogen. Im Oktober 1999 war die Forderung nach einem DECT-Verbot an das Bundesministerium für Umwelt (BMU) herangetragen worden. Die Strahlenschutzkommission kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass die bestehenden Grenzwerte ausreichend seien, deshalb sieht das BMU derzeit keinen Anlass für ein Verbot des Standards.

Um zu testen, ob die Hersteller in der Zwischenzeit freiwillig ihre Produkte verbessert haben, hat ÖKO-TEST erneut 14 aktuelle DECT-Modelle von rund 40 bis 295 Euro in die Labore geschickt. Dabei wurde geprüft, ob sich die Telefone in ihrer Strahlungsintensität unterscheiden, ob es mittlerweile Apparate mit unbedenklichen Strahlungswerten gibt und wie ihre Materialeigenschaften sind.

Das Testergebnis

Das Testergebnis ist ernüchternd: Acht DECT-Telefone sind "mangelhaft", die restlichen sechs "ungenügend". Alle Geräte senden permanent eine erhebliche Dosis gepulster elektromagnetischer Strahlung aus. Dies liegt an dem zugrunde liegenden DECT-Standard.

Die Basisstationen der Telefone strahlen im Schnitt eine Nuance schwächer als bei unserem letzten Test im Jahr 2002. Lagen die Werte in einem Meter Entfernung damals bei 8800 - 20500 Mikrowatt pro Quadratmeter (µW/m²), liegen sie nun im Bereich von 7600-18200 µW/m². Dabei liegt bei sechs Geräten die Strahlung über 10000 µW/m², sodass wir sie um drei Stufen abwerten, während die anderen acht Telefone um zwei Stufen abgewertet werden. Ein Meter Abstand entspricht etwa der Entfernung zwischen Mensch und Basisstation, wenn sie auf dem Schreib- oder Nachttisch steht. In dieser Entfernung erzeugt die Basis eine höhere Strahlenbelastung als in der Regel durch umliegende Mobilfunkmasten hereindringt. Der gesetzliche Grenzwert liegt zwar bei neun Watt pro Quadratmeter (9000000 µW/m²). Dieser Grenzwert wird von Experten jedoch als viel zu hoch angesehen, weil er nur die Auswirkungen durch eine Erwärmung des Gewebes (thermische Effekte) berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Hinweise, dass es bereits bei wesentlich niedrigeren Werten zu Störungen des Hormon-, Immun- und Nervensystems kommt, die Fortpflanzung beeinflusst wird und es zu Gen- und Zellschäden kommen kann.

Das Ecolog-Institut aus Hannover fordert deshalb, das Gesetz um Vorsorgegrenzwerte zu erweitern. ÖKO-TEST kritisiert eine Strahlungsstärke von mehr als 100 µW/m² in einem Meter Abstand. Dabei stützen wir uns auf einen Vorsorgewert, den Professor Gerard Hyland, University of Warwick, in einem von der Wissenschaftsdirektion des Europäischen Parlamentes veröffentlichten Papier formuliert hat.

Alle DECT-Telefone im Test enthalten halogenorganische Flammschutzmittel auf der Platine, die ein Umweltproblem darstellen. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe finden sich in allen Modellen. Sie stecken beispielsweise in den Kabeln, in den Kondensatorhüllen oder in der Hülle der Akkus.

Es geht auch anders: CT1+

Auch wenn DECT der am weitesten verbreitete Standard bei den schnurlosen Telefonen ist, gibt es noch harmlosere Alternativen am Markt. CT1+-Telefone arbeiten mit ungepulster Strahlung mit einer Sendeleistung von zehn Milliwatt und funken nur, wenn telefoniert wird. CT2-Telefone senden ebenfalls nur beim Telefonieren mit maximal zehn Milliwatt, allerdings ist es hier gepulste Strahlung. Geräte beider Standards dürfen noch bis Ende 2008 betrieben werden, allerdings müssen sich beide Standards ihren Frequenzbereich seit Anfang 2003 mit anderen Anwendungen teilen, sodass es zu Funkstörungen kommen kann. Während CT2-Geräte gänzlich aus den Regalen verschwunden sind, konnten wir folgende CT1+-Telefone in Handel und Internet noch ausfindig machen:

Commodore CT 400 von Rulag, iHear CT1+ von Tele2 (nur in Verbindung mit einem Tele2-Vertrag), Toscana von Olympia, CDL 971G von Audioline, Cocoon 80, 85 und 115 von Topcom , Alpha 1600 CT und 1610 CT von MBO. Bei Ebay werden zahlreiche Schnurlostelefone aller Standards angeboten. Zum Nachschlagen, welches davon CT1+-Modelle sind, ist folgende Liste hilfreich: http://www.oekotest.de/oeko/ser/ser-ct1.html

Autor: Doris Eddelbüttel

http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?suchtext=&doc=31129&pos=0&splits=0:1928:3011:4602:6375 (Auszug)


Nachricht von der BI Bad Dürkheim


Schnurlose Telefone DECT
http://omega.twoday.net/stories/464204/

DECT - Gesundheitsschäden durch DECT-Telefone
http://omega.twoday.net/stories/322063/

16
Aug
2004

Mobilfunk und Gesundheit

Bestimmt haben Sie als am Mobilfunk Interessierte, u.a. auch von den neuesten erschreckenden Studien Kenntnis erhalten. Danach ist die Gefährdung durch Mobilfunksender und überhaupt durch die derzeitig ausnahmslos genutzte Technik mit niederfrequent pulsmodulierten hochfrequenten Mikrowellenstrahlen nicht mehr nicht nur auszuschließen, sondern explizit zu belegen. (Beispielhaft seien nur vier Studien genannt: Reflex, TNO, Naila, Murcia/Spanien; des weiteren kommen dazu spezifische Blutreihenuntersuchungen mit dramatischen Blutveränderungsbeweisen) ... (Auszug)

Hessischer Landesverband mobilfunksenderfreie Wohngebiete e.V.,
Prof. inv. Dr. med. H.-J. Wilhelm gez. Dr. E. Braun

Öffentlichkeitsarbeit
Alfred Tittmann, Kettelerstr.3 – 63486 Bruchköbel


Wissenschaft zu Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/293807/

Mobilfunk wesentliche Bedrohung für öffentliche Gesundheit
http://omega.twoday.net/stories/336927/

Mobilfunk macht krank!
http://omega.twoday.net/stories/186306/

Krank durch Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/352040/

Ärzteappelle gegen Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/1064751/

Mobilfunk und Tumore
http://omega.twoday.net/stories/284939/

Mobilfunk und Krebs
http://omega.twoday.net/stories/284796/

Krebs und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/327725/

Zunehmende Krebserkrankungen bei Jugendlichen
http://omega.twoday.net/stories/173871/

Krebs-Risiko doppelt so hoch?
http://omega.twoday.net/stories/283423/

Zunahme von Hirntumoren durch Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/303598/

Schlaganfall bei Kindern
http://omega.twoday.net/stories/228659/

Schlaganfälle bei Kindern
http://omega.twoday.net/stories/261468/

Mobilfunk und Epilepsie
http://omega.twoday.net/stories/298071/

Mobilfunk und Tinnitus
http://omega.twoday.net/stories/284568/

Mobilfunk, Elektrosmog und Fehlgeburten
http://omega.twoday.net/stories/350614/

Dokumentierte Gesundheitsschäden unter dem Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder
http://omega.twoday.net/stories/669003/

Berichte von schweren Gesundheitsschädigungen in der Nähe von Mobilfunkbasisstationen
http://omega.twoday.net/stories/368150/

Krebs und Krankheit um Mobilfunksender
http://omega.twoday.net/stories/601641/

Häufungen von Allergien in der Nähe von Mobilfunkantennen
http://omega.twoday.net/stories/369332/

Mobilfunk-Strahlenschäden
http://omega.twoday.net/stories/336660/

Mikrowellen sind keinesfalls nur eine Sache von Elektrosensiblen, jeder kann betroffen sein
http://omega.twoday.net/stories/739923/

Handys, schnurlose Telefone harmlos?
http://omega.twoday.net/stories/369505/

Viele Patienten haben psychische Beschwerden
http://omega.twoday.net/stories/614284/

Berichte von schweren Schädigungen in der Nähe von Mobilfunk Basisstationen
http://omega.twoday.net/stories/368150/

BRUMMTON und TINNITUS durch MOBILFUNK-STRAHLEN
http://omega.twoday.net/stories/193948/

Risiko Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/293811/

Angst vor Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/277625/

Signifikante DNA-Schäden
http://omega.twoday.net/stories/185508/

Ein Millionstel Watt Mobilfunkstrahlung kann bereits eine menschliche Nervenzelle abtöten
http://omega.twoday.net/stories/296800/

Freiburger Appell
http://omega.twoday.net/stories/261421/

Ärzte aus Bayern schlagen Alarm
http://omega.twoday.net/stories/290539/

Die Naila-Mobilfunkstudie
http://omega.twoday.net/stories/283426/

Naila-Mobilfunkstudie
http://omega.twoday.net/stories/281505/

Petition von Naila
http://omega.twoday.net/stories/288807/

Bamberger Appell
http://omega.twoday.net/stories/265206/

Erste statistische Ergebnisse aus dem großen Freilandversuch mit lebenden Menschen
http://omega.twoday.net/stories/325557/

TNO-Report zu UMTS
http://omega.twoday.net/stories/238994/

Replikationsstudie des TNO-Reports
http://omega.twoday.net/stories/235410/

Umweltmediziner Dr. med. univ. Gerd Oberfeld - Gesundheitsstörungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder
http://omega.twoday.net/stories/163199/

Mobilfunk und Herzinfarkt
http://omega.twoday.net/stories/414454/

Beobachtungen zum Mobilfunk aus einer psychotherapeutischen Praxis
http://omega.twoday.net/stories/303930/

Wissenschaft und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/293807/

Gefährdung der Volksgesundheit
http://omega.twoday.net/stories/262611/

Unfreiwillige Objekte eines Massenexperimentes
http://omega.twoday.net/stories/176088/

Der Mensch verwandelt die Erde in einen Mikrowellen–Ofen
http://omega.twoday.net/stories/189709/

Grenzwerte und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/242821/

Der Salzburger Vorsorgewert
http://omega.twoday.net/stories/302147/

Gefährlicher Pulsschlag – Der Mobilfunk boomt
http://omega.twoday.net/stories/365639/

Fast jede Erkrankung kann durch Mobilfunk verursacht oder vestärkt werden
http://omega.twoday.net/stories/426700/

Strahlenalarm im Bremer Süden
http://omega.twoday.net/stories/383367/

Mobilfunk-Sender strahlen kaum
http://omega.twoday.net/stories/299017/

Unverträglichkeit von hochfrequenten, gepulsten Mikrowellen nicht bewiesen
http://omega.twoday.net/stories/368012/

Auswirkungen von Elektrosmog
http://omega.twoday.net/stories/295984/

Ökotipp Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/336891/

Quasseln bis zum bitteren Ende
http://www.zeitenschrift.ch/magazin/zs_29_01/mobilfunk.htm

Was jeder über gesundheitliche Wirkungen von Handys und Sendestationen wissen sollte
http://omega.twoday.net/stories/328531/

Unter den Antennen weniger Strahlung?
http://omega.twoday.net/stories/328529/

Mehr Antennen, weniger Strahlung?
http://omega.twoday.net/stories/328525/

Teure Tore via Telefon
http://omega.twoday.net/stories/293932/

Informations-Faltblätter der Bürgerwelle e.V.:

Risiko Mobilfunk
http://www.buergerwelle.de/pdf/risikomobilfunk.pdf

Handy - Mensch wenn ich das gewußt hätte
http://www.buergerwelle.de/pdf/handyneindanke.pdf

ELECTROMAGNETICS FIELDS AND CANCER: QUOTATIONS
http://omega.twoday.net/stories/507624/

Levels of Microwaves in Brighton and Hove extreme cause for concern
http://omega.twoday.net/stories/390881/


http://omega.twoday.net/search?q=Mobilfunk+und+Gesundheit

Strahlende Aussichten

Test: Mobilfunk-Sendemasten

http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=19445

14
Aug
2004

13
Aug
2004

Der Salzburger Vorsorgewert

Salzburger Empfehlungsgrenzwerte für Mobilfunksender deutlich gesenkt

Quelle: Dr. Gerd Oberfeld, Landessanitätsdirektion Salzburg; Nachricht von Jörg Wichmann, Umrechnungen in V/m durch Hans-U.Jakob

Senkung beruht auf empirischen Ergebnissen der letzten Jahre

Salzburg. Der bekannte Salzburger Vorsorgewert von 0.6V/m(Volt pro Meter), der deutlich unter den Grenzwerten der meisten Länder liegt, ist in diesem Jahr auf der Grundlage empirischer Forschungsergebnisse deutlich gesenkt worden.

Im Februar 2002 wurde von der Landessanitätsdirektion Salzburg für Innenräume ein Wert von 1Mikrowatt/m² (0.02V/m) vorgeschlagen und den GSM-Netzbetreibern und der Politik in Salzburg mitgeteilt. Für das Freie wird derzeit ein Höchstwert von 10Mikrowatt/m² (0.06V/m) herangezogen. Der Vorschlag basiert auf empirischen Erkenntnissen der letzten Jahre.

Die Salzburger Vorsorgewerte liegen damit nur noch leicht über den baubiologischen Richtwerten und sehr deutlich unter den gültigen Grenzwerten der meisten Länder (Deutschland: 4,5 bzw. 9 Millionen Mikrowatt/Quadratmeter (41 resp 58V/m) für das D- und E-Netz).

Durch die Senkung überschreiten die meisten Mobilfunksender jetzt den Salzburger Vorsorgewert deutlich. Die Einhaltung dieser Werte ist jedoch relativ problemlos möglich, wie viele Beispiele zeigen (sehr hohe Standorte außerhalb von Ortschaften und Wohnbebauung).

Österreichische Umweltmediziner arbeiten zur Zeit an einer Zusammenstellung von Kasuistiken. Das Land Salzburg, konkret die Landessanitätsdirektion, Bereich Umweltmedizin führt derzeit eine epidemiologische Untersuchung in einer Salzburger Landgemeinde zur Fragestellung Elektromagnetische Felder und Gesundheit durch.

Anmerkung Hans-U.Jakob
Mit 60V/m (bei 1800MHz) liegt die Schweiz neu an der Stelle der höchsten (schlechtesten) Grenzwerte Europas. Die auf 10% gesenkten Innenraumwerte (Vorsorgewerte) von 6V/m ergeben sich automatisch durch die Dämpfung der Gebäudehülle und durch die vertikale Dämpfung aus der Senderichtung (unterhalb Downtilt) Die in den Konzessionsbedingungen festgeschriebenen Mindestfeldstärken zur Erfüllung einer Mobilfunkkonzession betragen laut Schweiz. Bundesgericht nur 0.00035V/m.

http://www.gigaherz.ch/533/

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Aktuelles Interview mit Dr. Oberfeld

Aber kommen wir zurück auf die eingangs erwähnten Halbwahrheiten, die über das Salzburger Vorsorgemodell in Umlauf sind. Um hier gezielt mehr Klarheit zu schaffen, befragte das izgmf Dr. Oberfeld Anfang November 2003:

izgmf: Lassen Sie uns zunächst klären, was unter “Landessanitätsdirektion” zu verstehen ist. Was halten Sie von dieser Definition: Jedes der neun österreichischen Bundesländer hat eine Sanitätsdirektion. Der jeweiligen Landesregierung unterstellt, sind sie für fachliche Angelegenheiten des Gesundheitswesens und für den öffentlichen Gesundheitsdienst verantwortlich. Die am ehesten vergleichbare Institution in Deutschland sind die Gesundheitsministerien der Bundesländer.

Dr. Oberfeld: Ja, die Landessanitätsdirektionen in Österreich entsprechen den Gesundheitsministerien Ihrer Bundesländer in Deutschland. Im englischsprachigen Raum wird unsere Dienststelle als Public Health Office mit dem Schwerpunkt Environmental Health bezeichnet.

izgmf: Ist es richtig, dass der "neue" Salzburger Vorsorgewert von 1 µW/m² auf Ihre persönlichen Erfahrungen mit Elektrosmog in Salzburg zurückzuführen ist?

Dr. Oberfeld: Der Vorschlag für eine Neubewertung von GSM-Dauerexpositionen wie sie bei Basisstationen auftreten, basiert auf empirischen Erkenntnissen, wie ich sie in meiner Tätigkeit als für den Bereich Umwelt und Gesundheit verantwortlicher Umweltmediziner der Salzburger Landesregierung gewonnen habe.

izgmf: Ist der "neue" Salzburger Vorsorgewert von 1 µW/m² eine Empfehlung von Ihnen (als Mediziner), oder ist er eine amtliche Empfehlung der Landessanitätsdirektion Salzburg? Hat er für die ortsansässigen Mobilfunkbetreiber irgendeine bindende Wirkung?

Dr. Oberfeld: Der "neue" Salzburger Vorsorgewert ist eine offizielle Empfehlung der Landessanitätsdirektion Salzburg. Eine bindende Wirkung kann er mangels bundesrechtlicher Möglichkeiten nicht entfalten.

izgmf: Die Konferenz mobilfunkkritischer Wissenschaftler im Juni 2000 in Salzburg war seinerzeit für die 1-mW/m²-Grenzwertfindung richtungsweisend und ein großer Erfolg. Sie haben die Konferenz gemeinsam mit Prof. Kundi vorbereitet und geleitet. Planen Sie für absehbare Zeit eine Neuauflage der Salzburger Konferenz, um neuen Erkenntnissen Rechnung zu tragen?

Dr. Oberfeld: Eine Neuauflage der Salzburger Konferenz ist derzeit nicht geplant – jedoch nicht ausgeschlossen.

izgmf: Zwischen welchen Beteiligten wurde das "Salzburger Vorsorgemodell (1 mW/m²)" vereinbart, wann genau trat es in Kraft und ist die Laufzeit befristet?

Dr. Oberfeld: Am 12. Oktober 1998 wurde zwischen dem GSM-Netzbetreiber Connect Austria GmbH und den Vertretern der Salzburger Anrainerinitiativen zum Schutz vor Mobilfunksendeanlagen eine zivilrechtliche Vereinbarung zur Einhaltung der dem Vertrag als Anhang beigegebenen berechneten Strahlungsdichtewerte für 13 Mast-Standorte geschlossen. Die Immissionswerte lagen alle unter 1 mW/m². Eine zeitliche Befristung des Vertrages ist nicht gegeben.

izgmf: Messungen der schweizerischen BAKOM haben Ende 2001 den Nachweis erbracht, dass der 1-mW/m²-Vorsorgewert in Salzburg keineswegs eingehalten wurde. Überschreitungen um das 40-fache sind kein Pappenstiel. Was halten Sie von dem Verdacht, dass sich die Mobilfunkbetreiber von Anfang an nicht an das Salzburger-Vorsorgemodell gehalten haben?

Dr. Oberfeld: Das "Salzburger Modell" wurde zwischenzeitlich auch im Ausland bekannt und wurde von verschiedenen Gruppen unter anderem auch in der Schweiz eingefordert. Im April 2001 fand auf Einladung des BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) ein Expertengespräch zum Salzburger Modell statt. Bei diesem Gespräch kam man überein, in Zusammenarbeit mit dem BAKOM, dem BUWAL (Umweltministerium), den Umwelt- und Gesundheitsgruppen sowie der Landessanitätsdirektion die Umsetzung durch Messungen zu evaluieren.

Leider wurde diese Übereinkunft nicht eingehalten, so dass, anstelle der Messungen der nach dem Salzburger Modell errichteten Standorte der Firmen Connect und Telering, die Standorte aller Netzbetreiber gemessen wurden und im Bericht trotz Zusage durch das BAKOM keine Unterscheidung zwischen Standorten nach dem Salzburger Modell und den anderen getroffen wurden. Es erfolgten je Betreiber Messungen für Maststandorte, Dachstandorte und Mikrozellen. Um wenigsten dafür von Seiten der Verteilung brauchbare Ergebnisse zu erhalten, wurde von der Landessanitätsdirektion vorgeschlagen, diese durch Ziehung als Stichprobe zu gewinnen. Die Messungen erfolgten durch das Forschungszentrum Seibersdorf (ARCS) im Dezember 2001.

Die Messungen zeigten für den nach dem Salzburger Modell errichteten Maststandort der Firma Connect Werte im Innenraum zwischen 0,046 mW/m² und 0,098 mW/m². Die fünf untersuchten Anlagen der Firma Telering zeigten Messwerte, die zum Teil über dem vereinbarten Wert von 0,25 mW/m² lagen. Dies zeigt, dass die zuerst vereinbarten und später relativierten 0,25 mW/m² seitens der Firma Telering nicht konsistent eingehalten werden. Die anderen Standorte wurden nicht nach dem Salzburger Modell errichtet und sind daher für die Fragestellung nicht relevant. Das Schweizer Umweltministerium (BUWAL) bemühte sich, die Darstellungen des BAKOM zur Situation in Salzburg und zum Salzburger Modell aus Sicht der immissionsrechtlich verantwortlichen Stelle zu korrigieren.

izgmf: Was geschah nach den BAKOM-Messungen: Wurde das Salzburger Vorsorgemodell von einer der beteiligten Seiten offiziell aufgekündigt oder gilt es nach wie vor?

Dr. Oberfeld: Die Stadt Salzburg versuchte im Jahr 2000 und 2001 mit allen Netzbetreibern über ein "Gentlemen Agreement" den Weg der Minimierung der Strahlenbelastung zu gehen. Dies wurde etwa in einem Aktenvermerk vom Juli 2000 festgehalten. Lediglich der Netzbetreiber Maxmobil nahm zu dem Aktenvermerk ablehnend schriftlich Stellung. Im Herbst 2001 kam es zum Bruch des Salzburger Modells, als die Firma Maxmobil die umgehende Erledigung von Bauansuchen für Mobilfunksendeanlagen seitens der Stadt forderte.

Quelle: http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_03/Salzburger_Modell/salzburger_modell.html
(Auszug)

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Für eine befriedigende Handy-Verbindung im D- oder E-Netz reicht eine Immission von 0,01 µW/m², der für die Gesundheit akzeptable Salzburger Vorsorgewert liegt bei 10 µW/m², also um den Faktor 1000 höher. Es ist also beides zugleich möglich, nämlich eine befriedigende Handy-Verbindung und ein Schutz der Gesundheit durch die Begrenzung nach dem Salzburger Vorsorgewert. Warum also gibt es Probleme?

Die gesetzlich gültigen ICNIRP-Grenzwerte (9 W/m² im E-Netz und 4,5 W/m² im D-Netz) liegen um fast eine Million über dem Salzburger Vorsorgewert; sie berücksichtigen nur die Energiebilanz im menschlichen Körper; ihre Einhaltung schützt nicht vor gesundheitlichen Schäden infolge von Signalen, die in lebenden Organismen durch Mikrowellenimpulse ausgelöst werden und die Nerven- und Immunsysteme stören können. Für diese Schäden gibt es bisher keine Gesetze.

http://omega.twoday.net/stories/757327/

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Salzburger Mobilfunk-Vorsorgemodell
http://omega.twoday.net/stories/377368/

Kirche und Mobilfunk

Die evangelische Kirche zum Thema Mobilfunk http://omega.twoday.net/stories/4151794/

Höchste Zeit zum Umdenken für Politik und Kirche
http://omega.twoday.net/stories/5301200/

Postkartenaktion an die Kirche
http://omega.twoday.net/stories/3481863/

Machtkampf in der Erlöserkirche
http://omega.twoday.net/stories/592541/

Antenne im Turm der Erlöserkirche war jahrelanges Geheimnis

Henstedt-Ulzburg. Ihren Glauben an das Gute im Menschen hat das Trio aus Henstedt zwar nicht verloren, aber das Vertrauen in ihre evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ist bei Karin Bucher, Wanda Mach und Alex Janke arg geschrumpft. Auslöser dafür ist die Mobilfunkantenne (GSM-Netz) im Turm der Erlöserkirche. Das Gerät ist von außen und vom Kirchenschiff aus nicht sichtbar.

„Es ist geradezu verwerflich, wenn von der Kanzel Gottes Wort gepredigt wird und die Zuhörer gleichzeitig vom Turm aus verstrahlt werden“, schimpft Alex Janke. Der 71-jährige Rentner aus der Liegnitzer Straße ist besonders erbost darüber, dass schon seit fast genau vier Jahren im Henstedter Wahrzeichen eine Mobilfunkanlage in Betrieb ist, die Nutzung des Turms durch das Unternehmen O2 (früher Viag Interkom) aber erst kürzlich per Zufall publik wurde. „Ich hatte Handwerker beobachtet und sie befragt. Erst dabei erfuhr ich von dem Nebengeschäft der Kirche“, sagt Alex Janke. Ebenso sauer sind Wanda Mach (64) und Karin Bucher (67). Die beiden Rentnerinnen wohnen an der Kisdorfer Straße nur wenige Schritte von der Erlöserkirche entfernt. „Ich bin fast aus allen Wolken gefallen, als ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal über die Antenne etwas erfuhr. Allerdings nicht von einem Kirchenvertreter. Von denen hat bislang niemand es für nötig gehalten, die Nachbarn aufzuklären“, ist Wanda Mach empört.

Sie und ihre Bekannten sind besorgt, dass von der Handynetz-Antenne Gefahren für die Gesundheit ausgehen. „Es hat noch niemand zweifelsfrei die Unbedenklichkeit der Funkstrahlung nachgewiesen“, betont Alex Janke. Seitdem er von der Antenne weiß, wächst bei dem 71-Jährigen sogar ein böser Verdacht. „In der Umgebung der Erlöserkirche sind in den vergangenen Jahren verstärkt Tumore aufgetreten, ich selbst bin auch betroffen. Das kommt doch nicht von ungefähr“, meint der Rentner. Auch Karin Bucher ist gesundheitlich angeschlagen, bei ihr wurden ebenfalls seltsame Wucherungen unter der Haut festgestellt. „Mein Schlafzimmer ist zum Kirchturm ausgerichtet. Wer weiß, ob ich nicht nachts schädlich Dauerbestrahlen abbekomme“, argwöhnt die Frau, die seit mehr als dreißig Jahren in Henstedt zu Hause ist. Wanda Mach klagt seit geraumer Zeit über Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen. „So ergeht es hier nicht wenigen. Die Antenne wäre eine Erklärung dafür“, betont die 64-Jährige. Alle drei verlangen vom Kirchenvorstand eine schnellstmögliche Aufklärung. „Die Damen und Herren sind dazu zwar nicht rechtlich gezwungen, aber meiner Meinung nach moralisch verpflichtet“, sagt Alex Janke.

nordClick/sz vom 12.08.2004 19:04

http://segeberg.nordclick.de/news/archiv/?id=1464727&dbci=1

Omega: dazu auch

Empörung über Antenne im Turm

Erlöserkirche: Schon vor vier Jahren wurde auf dem Gotteshaus ein Funkmast errichtet, ohne dass der Kirchenvorstand die Gemeinde informierte

Von Jörg Malitzki

Henstedt-Ulzburg - Wer sich öfter mal im Gemeindesaal der Erlöserkirche in Henstedt-Ulzburg umsieht, hätte es längst ahnen können. "Dein Geld komme" steht da in großen Lettern über einem Artikel aus der "Süddeutschen Zeitung", den jemand an die Pinnwand im Flur gehängt hat. In dem Bericht geht es um neue Geschäftsideen der Kirchen. Doch Nachhilfe darin, wie sich leere Kassen dank kreativer Einfälle auffüllen lassen, brauchen die Hüter des altehrwürdigen Gotteshauses an der Kisdorfer Straße sicher nicht.

Immerhin hat der Kirchenvorstand bereits im christlichen Jubiläumsjahr 2000 einen Beschluss gefasst, der einige Gemeindemitglieder an der Nächstenliebe ihrer Kirche zweifeln lässt: Er stimmte dem Antrag des Mobilfunkbetreibers Viag Interkom (heute O2) zu, gegen eine jährliche Gebühr von 4000 Euro im Kirchturm des Backsteinbaus eine zehn Meter hohe Antenne errichten zu dürfen. Zudem beschloss das Gremium, seine Entscheidung geheim zu halten und die Kirchgänger nicht etwa, wie in anderen Fällen üblich, im Gemeindebrief darüber zu informieren. Seither dreht sich der Wetterhahn der Henstedter auf einem Dach, in dessen Inneren sich eine Antenne befindet, die Telefongespräche und Kurznachrichten von Handys überträgt.

"Ich finde, das ist ein Unding. Die Leute sitzen im Gottesdienst und werden dabei kräftig bestrahlt", ist Karin Bucher (67) empört. Sie wohnt direkt neben der Erlöserkirche und macht jetzt gemeinsam mit anderen Menschen aus der Nachbarschaft mobil gegen den Funkturm. Ihre Sorge ist, dass sich die Strahlung negativ auf die Gesundheit auswirkt. Allein in der Wohnanlage an der Kisdorfer Straße 8 hat es in den vergangenen Jahren zwei Fälle von Darmkrebs sowie Tumore an Augen, an der Hand, unter dem Arm und im Brustbereich gegeben. "Offiziell heißt es zwar immer, die Strahlung sei nicht gefährlich. Aber wirklich bewiesen hat das noch niemand", meint Alex Janke (71), der sich daran erinnert fühlt, dass Radar-Geräte, Asbest-Isolierungen und das Fleisch BSE-kranker Rinder einst ebenfalls als ungefährlich galten.

Anwohnerin Wanda Mach (64) regt es besonders auf, dass die Kirche ihre Mobilfunkantenne vier Jahre lang vor der Öffentlichkeit verborgen hat. Erst als eine ihrer Nachbarinnen nachts zufällig Licht im Kirchturm brennen sah, weil Techniker Wartungsarbeiten an der Anlage durchführen mussten, bekam sie endlich Wind von der Sache. "Ich bin mein ganzes Leben lang in der Kirche gewesen", sagt Wanda Mach: "Aber was hier läuft, ist einfach unmoralisch. Glauben Sie ja nicht, dass mich der Pastor Reimann noch mal sehen wird."

Pastor Lars Reimann: "Das Ding stört nicht einmal die Optik"

Der versteht die Aufregung um die Antenne nicht. "Was ist daran unmoralisch? Nach allem, was wir wissen, gibt es keine Gesundheitsgefährdung, und das Ding stört nicht einmal die Optik", findet Lars Reimann (37), der seit 1999 Pastor der Gemeinde ist und maßgeblich an der Entscheidung beteiligt war. Doch wieso hat er die Angelegenheit dann geheim gehalten? "Die Sitzung war nicht öffentlich", entgegnet Reimann, "aus unserer Sicht gab es keinen Anlass, das öffentlich zu machen. Mehr sage ich dazu nicht."

Omega: es stimmt nicht, dass „es keine Gesundheitsgefährdung“ gibt. Siehe unter "Mobilfunk und Gesundheit"
http://omega.twoday.net/stories/303598/

Annemarie Winter (56), die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, kann die Ängste der Nachbarn hingegen nachvollziehen: "Bis vor kurzem war mir gar nicht so bewusst, dass die Strahlung negative Auswirkungen haben könnte. Aber wenn man sich näher damit befasst, ist das schon ziemlich heftig." Vor wenigen Tagen habe sogar der Probst angerufen und angemahnt, die Henstedter sollten nicht nur an das Geld denken.

Ob er mit diesem Aufruf Erfolg hat, ist fraglich. Denn mit E-Plus steht schon der nächste potenzielle Geldgeber bereit. Der Kirchenvorstand verhandelt derzeit über den Wunsch des Unternehmens, eine UMTS-Antenne im Kirchturm einzubauen. Deren Strahlung wäre zwar noch stärker als die der bisherigen Antenne, würde aber auch mehr Geld in die Kasse spülen.

Womöglich sollten sich die Gemeindeoberen vor Vertragsabschluss auch den zweiten Zeitungsartikel durchlesen, der an der Pinnwand hängt. Der trägt den Titel "Von allen guten Geistern verlassen" und handelt davon, dass immer mehr Kirchen schließen müssen, weil sich die Menschen von ihnen abwenden.

erschienen am 4. September 2004 in Norderstedt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/04/337036.html

dazu auch:

Wer hat diesen Bus bezahlt?

Mobilfunk: Die Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg hat für die Antenne im Gotteshaus offensichtlich 30 000 Mark zusätzlich als Spende erhalten

Von Jörg Malitzki

Henstedt-Ulzburg - In der Mobilfunkaffäre um die Henstedt-Ulzburger Erlöserkirche geraten jetzt immer mehr Details ans Licht. Offenbar hat die Kirchengemeinde deutlich mehr Geld von dem Antennenbetreiber Viag Interkom (heute O2) erhalten, als sie bislang zugegeben hat. Im Mittelpunkt des Interesses stehen hierbei der Bus, der vorwiegend von den Pfadfindergruppen der Gemeinde genutzt wird, und Pastor Lars Reimann (37), der sich seit seinem Amtsantritt in Henstedt vehement für die Belange der Pfadfinder einsetzt.

Als Reimann im Jahr 1999 als Pastor an die Erlöserkirche kam, rief er als eine seiner ersten Amtshandlungen die "Evangelische Pfadfinderschaft St. Johannes" ins Leben. Mit großem Erfolg: Schon bald nahmen mehr als 100 Kinder und Jugendliche an den Freizeitangeboten teil. Allerdings standen Reimann und seine Pfadfinder daraufhin vor einem Problem: Für Fahrten und Ausflüge hatten die Gruppen kein eigenes Gefährt, um Menschen und Material von Ort zu Ort zu transportieren.

Das änderte sich im Oktober 2000. Stolz präsentierte der Gottesmann der Öffentlichkeit einen schneeweißen VW T 4. Doch woher kam plötzlich das Geld für den begehrten Kleinbus, der neun Personen bequem Platz bietet, und der damals bereits in der Grundausstattung 35 000 Mark, mit Extras bis zu 70 000 Mark kostete? Darauf lautete vor vier Jahren die offizielle Version der Erlöserkirche: 5000 Mark seien als Spende von der Kreissparkasse gekommen, Einzelspender aus Henstedt-Ulzburg hätten weitere 6000 Mark gestiftet und 4000 Mark seien direkt von der Kirchengemeinde gekommen. Den Löwenanteil in Höhe von 30 000 Mark aber habe ein Einzelspender erbracht, dessen Namen man nicht öffentlich nennen solle und wolle.

30 000 Mark von einem unbekannten Spender? Und das ausgerechnet in jenem Jahr, da der Kirchenvorstand in geheimer Sitzung grünes Licht für das Anliegen von Viag Interkom gegeben hat, gegen eine vertragliche Zahlung von 8 000 Mark jährlich eine Mobilfunkantenne im Turm der altehrwürdigen Erlöserkirche zu errichten, seine Mitglieder aber zu strenger Verschwiegenheit über dieses Thema verpflichtet hat?

Bei den Nachfolgern von Viag Interkom kann man da keinen Zusammenhang erkennen. "Es handelt sich um einen ganz normalen Vertrag ohne weitere Zusätze. Nach meinem Kenntnisstand sind von unserem Unternehmen keine zusätzlichen Sponsorengelder an die Erlöserkirche geflossen", sagt O2-Sprecher Frank Hartmann.

Wolfgang Keuffel, der im Jahr 2000 Vorsitzender des Kirchenvorstandes war und noch immer Mitglied in diesem Gremium ist, räumte hingegen auf NZ-Anfrage ein, dass im Zusammenhang mit dem Bus Spendengelder von Viag Interkom an die Gemeinde geflossen seien. Und auch Corth Silberbauer, Vorsitzender des im Mai 2000 gegründeten Fördervereins der Erlöserkirche, bestätigte, das Mobilfunkunternehmen habe damals 30 000 Mark als Spende direkt an die Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg gezahlt. Pastor Reimann, dessen Pfadfinder von dieser Art des Sponsoring profitiert haben, war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Streit um die Antenne im Kirchturm und die Geheimniskrämerei des Kirchenvorstandes dürfte somit nicht beendet sein. Am Montagabend traf sich Annemarie Winter, die jetzige Vorsitzende des Vorstandes, mit den um ihre Gesundheit besorgten Anwohnern, um über die Mobilfunkanlage zu sprechen. Lars Reimann hingegen blieb in seinem Pastorat - mit den Nachbarn hat er nicht geredet.

erschienen am 15. September 2004 in Norderstedt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/15/341101.html


Mobilfunk - die Kirche mauert

Antenne im Kirchturm: Die Verantwortlichen der Erlöserkirchengemeinde fühlen sich nicht zuständig. Kritiker fordern nun den Rücktritt der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes

Von Jörg Malitzki

Henstedt-Ulzburg - Im Streit um die Mobilfunkaffäre der Erlöserkirche in Henstedt-Ulzburg ist es zum Eklat gekommen. Im Rahmen einer Versammlung des Pfarrbezirks Henstedt am vorgestrigen Volkstrauertag wollten die um ihre Gesundheit besorgten Anwohner und Teile des Kirchenvorstandes ursprünglich von 12 Uhr an über das Thema diskutieren. Doch bereits nach wenigen Minuten haben die Nachbarn den Gemeindesaal wutentbrannt wieder verlassen. Der Grund: Obwohl Versammlungsleiter Peter Fleck zu Beginn der Sitzung noch ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, man wolle jetzt über die Mobilfunkantenne im Kirchturm sprechen, weigerten sich die Verantwortlichen um Pastor Lars Reimann (37) und die Kirchenvorstandsvorsitzende Annemarie Winter (56), eben dies zu tun - mit der Begründung, dies sei nicht der richtige Anlass, und sie seien dafür nicht zuständig.

"Was sich diese Leute leisten, ist unmöglich", kritisiert Alex Janke (71), der Sprecher der Anwohner, die Kirchenoberen, "bis heute haben wir keine Antwort auf unsere schriftliche Anfrage bekommen, die wir schon im September verfasst haben. Damals wurden wir mit dem Hinweis auf diese Versammlung vertröstet. Und nun will man das Thema schon wieder totschweigen. Das ist doch eine klassische Hinhaltetaktik."

"Das Thema wurde regelrecht abgebügelt"

Auch Wolfgang Hasenberg (61), Geschäftsführer der Firma Nordimmobilien und somit Verwalter der betroffenen Häuser an der Kisdorfer Straße, hat die Sitzung miterlebt und war von dem Verhalten der Verantwortlichen der Henstedter Kirche entsetzt: "Das Thema wurde regelrecht abgebügelt. Ich hatte den Eindruck, man wollte uns ganz schnell loswerden. Aber so kann man die Menschen doch nicht behandeln." Hasenberg fühlt sich nach eigener Auskunft an Altkanzler Helmut Kohl erinnert: "Ich habe das Gefühl, die Leute von der Kirche möchten das Thema einfach aussitzen."

Doch die Hoffnung, die Menschen in Henstedt-Ulzburg könnten schon bald vergessen, daß der Kirchenvorstand im Jahr 2000 heimlich die Genehmigung für die Errichtung einer Mobilfunkantenne im Turm der Erlöserkirche gegeben hat, um dafür 8000 Mark jährlich sowie 30 000 Mark für die Anschaffung eines Busses für die Pfadfindergruppen von Pastor Reimann zu erhalten, dürfte verfrüht sein. "Wir lassen uns doch nicht für dumm verkaufen. Deshalb werden wir der Kirche jetzt so richtig einheizen", kündigt Anwohnersprecher Janke an. Für die Advents- und Weihnachtszeit sind mehrere Protestaktionen geplant. Ein Transparent hängt bereits gut sichtbar auf dem Nachbargrundstück, darauf steht die Warnung: "Achtung: Gefährliche Strahlen vom Kirchturm - Krebsrisiko!"

Zudem fordert Janke nach den Ereignissen am Volkstrauertag auch personelle Konsequenzen: "Frau Winter muss zurücktreten. Die Frau ist mit dem Amt der Vorsitzenden im Kirchenvorstand komplett überfordert. In Wahrheit ist sie doch bloß eine Marionette. Ich vermute, dass Pastor Reimann im Hintergrund die Fäden zieht."

Annemarie Winter spricht von einem Missverständnis

Annemarie Winter weist den Vorwurf zurück: "Ich werde nicht zurücktreten. Aber ich gebe zu: Die Versammlung am Sonntag ist leider total schiefgelaufen." Winter, die Vorstandsvorsitzende der Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg ist, spricht von einem Missverständnis. Die Anwohner seien wohl davon ausgegangen, es habe sich um eine Versammlung der Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg gehandelt. Tatsächlich aber sei es lediglich eine Versammlung des Henstedter Pfarrbezirks gewesen. Für die Frage des Mobilfunks sei jedoch die gesamte Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg zuständig.

erschienen am 16. November 2004 in Norderstedt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/11/16/364564.html


Donnerstag, 9. Dezember 2004

Norderstedt

Antenne im Kirchturm: Die Funkstille ist vorbei

Konfliktparteien gehen aufeinander zu. Inhaltlich gibt es aber weiterhin keine Einigung.

Von Jörg Malitzki

Henstedt-Ulzburg - Drei Monate nach Beginn der Mobilfunk-Affäre in der Henstedter Erlöserkirchen haben sich die Konfliktparteien am Dienstag abend erstmals getroffen und miteinander über ihre Positionen gesprochen. Im Gemeindesaal des Gotteshauses kamen Befürworter und Gegner der Kirchturmantenne zusammen. Mit dabei waren jeweils sechs Anwohner und Mitglieder des Kirchenvorstandes, darunter Pastor Lars Reimann (37) und der ehemalige Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wolfgang Keuffel (61), also eben jene beiden Männer, die im April 2000 den auf 20 Jahre angelegten Vertrag mit dem Mobilfunkbetreiber Viag Interkom (heute O2) im Auftrag des Gremiums unterschrieben und ihrer Kirchengemeinde damit einen langwierigen und womöglich höchst kostspieligen Rechtsstreit eingebrockt haben.

Dass es überhaupt zu diesem Treffen kam, darf bereits als Erfolg gewertet werden. Bis vor kurzem hatten sich die meisten Mitglieder des Kirchenvorstandes einem solchen Gespräch noch standhaft verweigert. Am 19. November setzte die jetzige Vorsitzende Annemarie Winter (56) den Termin schließlich doch an. Pikant: Winter wollte die Versammlung ursprünglich öffentlich abhalten. Mehrere ihrer Vorstandskollegen pfiffen sie jedoch zurück, weil sie befürchteten, der Ruf ihrer Kirchengemeinde könne sonst weiteren Schaden nehmen. "Wenn ich mich mit meiner Frau streite, gehe ich ja auch nicht extra nach draußen auf den Parkplatz", meint Keuffel.

An den inhaltlichen Positionen hat das Treffen jedoch nichts geändert. "Unsere Forderung besteht nach wie vor. Die Antenne muss stillgelegt werden", macht Anwohnersprecher Alex Janke (71) deutlich. Um die Gefährdung zu belegen, die von der Antenne im Kirchturm ausgehen könnte, hat die Interessengemeinschaft der Anwohner auf eigene Kosten den Lübecker Medizinphysiker und Mobilfunkexperten Lebrecht von Klitzing (65) beauftragt, die Strahlung an mehreren Orten in der Umgebung der Erlöserkirche zu messen. Vorgestern war Klitzing mit seinen Messinstrumenten vor Ort. Die Ergebnisse liegen vermutlich bereits morgen vor.

Der Kirchenvorstand legt indes Wert auf die Feststellung, er habe damals im Einklang mit sämtlichen rechtlichen Vorschriften gehandelt. Zugleich gibt er aber auch zu, in den vergangenen Wochen Fehler beim Umgang mit diesem sensiblen Thema gemacht zu haben. "Das sind Fehler, die passieren können, die aber nicht passieren dürften", sagt Vorstandsmitglied Peter Fleck (42). Die Aufarbeitung dieser Fehler, so Keuffel, wolle der Kirchenvorstand jetzt intern klären. Beide betonen, es werde nun eine "drastische Richtungsänderung" in der Art und Weise geben, wie die Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg künftig mit dem Anwohnerprotest umgeht.

erschienen am 9. Dezember 2004 in Norderstedt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/12/09/374166.html


Mobilfunk: Jetzt läuten die Alarmglocken
http://omega.twoday.net/stories/436819/


Nachrichten von der BI Bad Dürkheim

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Heutige Position der EKHN zum Mobilfunk

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein etwa gleichlautendes Schreiben ging an den Bischof Herrn Dr. Hein EKKW Kassel.

Wir bitten diese Info an Interessierte weiterzuleiten.


M.f.G.

Alfred Tittmann, HLV


Hessischer Landesverband mobilfunksenderfreie Wohngebiete e.V., Birkenweg 10, 63584 Gründau


Offener Brief

Kirchenpräsident der EKHN, Herrn Prof. Dr. Peter Steinacker, Persönlich, Paulusplatz 1, 64285 Darmstadt,
cc. Herrn Pfarrer Wilhelm Wegner

10. August 2004

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Steinacker,

bestimmt haben Sie, wie uns bekannt ist, als am Mobilfunk Interessierter, u.a. auch von den neuesten erschreckenden Studien Kenntnis erhalten. Danach ist die Gefährdung durch Mobilfunksender und überhaupt durch die derzeitig ausnahmslos genutzte Technik mit niederfrequent pulsmodulierten hochfrequenten Mikrowellenstrahlen nicht mehr nicht nur auszuschließen, sondern explizit zu belegen. (Beispielhaft seien nur vier Studien genannt: Reflex, TNO, Naila, Murcia/Spanien; des weiteren kommen dazu spezifische Blutreihenuntersuchungen mit dramatischen Blutveränderungsbeweisen). Der Aktualität wegen fügen wir Ihnen diverse Berichte zur Naila Studie als Anlage bei.

Unabhängig von dieser schlüssigen Beweislast, welche für die Verursacher und Mitverantwortlichen immer drückender wird, interessiert uns Ihre persönliche und die Position der EKNH mit heutigem Stand.

Anlässlich des 3."Rheinland-Pfälzisch-Hessischem Mobilfunksymposiums" am 12. Juni 2004 in Mainz, Erbacher Hof, hatte der Umweltbeauftragte für das Bistum Mainz, Herr Dr. Klaus Lenhard, in seinem Grußwort auf die sich sowohl in den katholischen Bistümern als auch in den evangelischen Landeskirchen abzeichnende Tendenz hingewiesen, die einen starken Trend zu Verboten von Neuanlagen erkennen lässt.

Danach soll, wie von Herrn Dr. Lenhard auch im Tagungsband zum Symposium zitiert, u.a. die EKHN mittlerweile ganz davon abraten, neue Anlagen zu installieren.

Gerne hätten wir zu dieser Aussage Ihre schriftliche Äußerung, vor allem interessiert dabei, ob es zutrifft, dass Ihrerseits unter dem Aspekt des Präventionsgedankens ein Verbot festgeschrieben ist.

Außerdem interessiert uns Ihre Einstellung zu den bestehenden Anlagen aus heutiger Sicht.

Wichtig erscheint hierbei, inwieweit die EKHN bereit ist, insbesondere auch unter dem Aspekt der Wiederherstellung vom gestörten Frieden in den einzelnen betroffenen Gemeinwesen, Ihren Kirchengemeinden dringlichst anzuempfehlen bestehende Anlagen zu kündigen, um hiermit ebenfalls ein deutliches christliches Signal zu setzen; enttäuschend wäre zu erfahren, wenn im Gegenteil kirchlicherseits weiterhin gerichtliche Auseinandersetzungen riskiert aber auch weitere, durch Mobilfunk provozierte Kirchenaustritte von Betroffenen ignoriert werden würden.

Dass Mobilfunkanlagen seitens der Bereitsteller und Vermieter von Installationsplätzen - auch unter besonderen Bedingungen - gekündigt werden können, zeigt u.a. der Fall „Bäckerei Silber“ aus Kassel, zu dem wir Ihnen eine Kurzinformation beigefügt haben. Bei Interesse kann Ihnen der gesamte Komplex, der übrigens ja auch in allen Medien publiziert wurde, verfügbar gebracht werden.

Gerne sehen wir Ihrer persönlichen Antwort mit größtem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand

gez. Prof. inv. Dr. med. H.-J. Wilhelm gez. Dr. E. Braun
Öffentlichkeitsarbeit
Alfred Tittmann, Kettelerstr.3 – 63486 Bruchköbel

Anlagen: Der Fall Silber, Naila Studie

Omega „Der Fall Silber“ siehe unter:
http://www.buergerwelle.de/body_newsletter_300604.html

„Naila-Studie siehe unter:
http://omega.twoday.net/stories/291645/

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Mobilfunksendeanlagen in Evangelischen Kirchen
http://omega.twoday.net/stories/3671945/

--------

"Mobilfunkantennen in Kirchtürmen (Leserinnenbrief)"

Beitrag:

Missbrauch von Kirchtürmen und Amtsfunktionen

Was hat die Kirche eigentlich mit dem Gewerbe Mobilfunk zu tun? Braucht sie jetzt schon Mobilfunksende- und Empfangsstationen in Form von drei Antennen im Kirchturm, um an die Gläubigen zu kommen? Geht denn ohne Handys auch in der Kirche nichts mehr?

Die Kirche ist doch ein gemeinnütziger Verein! Sinn und Zweck dieses Kirchenvereins ist doch, den Glauben zu vermitteln, zu erhalten und zu stärken. Beten ist eine völlig andere Form der Kommunikation, wie die, der sie sich jetzt vertraglich verpflichtet hat.

Es gehört also wirklich nicht zu den Aufgaben des Kirchengemeinderates, Verträge mit Mobilfunkfirmen abzuschließen und diesen die Kirchtürme für „nichtreligiöse Frequenzen“ zu überlassen. Frequenzen, die teilweise empfindliche Menschen laufend reizen!

So wie die Post nicht Strom verkaufen sollte, sollte sich die Kirche nicht um die rein materielle/technische Übertragung von Telefonaten kümmern. Notwendiges Hintergrundwissen über die Strahlenbelastung von Mobilfunksendern gibt es heute doch nicht nur im Internet, sondern auch bei den letzten kleinen Umwelt-Parteien und bei Umweltschutzverbänden. Diese informieren auf Anfrage die Kirchenräte und den zuständigen Dekan gerne kostenlos. Auch Zeitungen und Fernsehen informieren doch häufig über die an falschen Orten installierten Mobilfunksendestationen. Und auch die Gemeinde hat seit kurzem ein Mitspracherecht, kann andere Standorte für solche Antennen empfehlen. Der Gemeinderat von Wiesloch gibt Malsch hier gerne ausführliche Auskunft.

Ich denke, dass unser Dekanat hier ein entsprechendes Machtwort sprechen wird. Die religiöse Bevölkerung von Malsch wird dann weiterhin mit Andacht auf den Kirchturm in ihrem Ort blicken dürfen, von dem eigentlich nur reines Glockengeläut herunter zum Volk dringen sollte.

Sollte der Dekan den Vertrag jedoch nicht rückgängig machen, so hilft dann nur noch eines: Eine ausserordenliche Kirchenversammlung einberufen und die Kirchengemeinderäte aus ihren Ämtern wegen Missbrauch ihrer Funktion zu entlassen. Auch hier dürfte das sogenannte Vereinsrecht mit dem Kirchenrecht übereinstimmen.

Karin Becker, ödp-Kreisvorsitzende und Stadträtin der
Frauenliste Wiesloch

http://www.oedp.de/www/diskussion/dcforum/DCForumID27/1.html#2

--------

Leitlinien zur Schöpfungsverantwortung der Erzdiözese Salzburg
http://omega.twoday.net/stories/3617511/

Mobilfunkantenne auf der Christuskirche?
http://omega.twoday.net/stories/336809/

Klare Worte eines evangelischen Pfarrers zum Thema Mobilfunk
http://www.mobilfunk-buergerforum.de/home/home_artikelshow.php?_aid=150

OFFENER BRIEF an Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker
http://www.buergerwelle.de/body_newsletter_261003.html

Kirchenprotest in Bruchköbel
http://freepage.twoday.net/stories/2008386/

HANDY HABEO – ERGO SUM
http://tinyurl.com/sfun

Sankt Anna soll helfen
http://omega.twoday.net/stories/312356/

Mobilfunksendeanlage in Sankt Anna
http://omega.twoday.net/stories/328016/

Mobilfunkstreit - Verhandlung gegen Vodafone
http://omega.twoday.net/stories/324912/

Die Kirche von Lyss bleibt sauber
http://www.gigaherz.ch/692/

Mahnwache vor der Kirche St. Pankratius, Schwalbach
http://omega.twoday.net/stories/598209/

Judaslohn in Bützow?
http://freepage.twoday.net/stories/1825546/

"Wutschnaubend" die Messe verlassen
http://omega.twoday.net/stories/414747/

Antenne wird nicht erstellt
http://omega.twoday.net/stories/414748/

Mobilfunkanlagen auf kirchlichen Gebäuden
http://www.bea-celle.de/kirche/brief_ekd.htm

Mobilfunk auf Kirchtürmen?
http://krause.schoenberg.bei.t-online.de/mobilfunk_mb_mobilfunk_kirchturm.html
http://krause.schoenberg.bei.t-online.de/sachinfos_mobilfunk.html

Mobilfunk von Kirchtürmen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/12608

Church of England: Moralische Probleme mit Handysendemasten
http://freepage.twoday.net/stories/3428366/

Haftung für Kirchenbesucher bezüglich getriggerter Biosignale
http://omega.twoday.net/stories/336904/

Immer mehr getarnte Handymasten
http://omega.twoday.net/stories/340219/

Kirchliche Vorteilsannahme
http://omega.twoday.net/stories/316069/

Kirche verharmlost Gefahren des Mobilfunks
http://omega.twoday.net/stories/2965803/

Ein Pfarrer als Buhmann - Mobilfunk-Antenne zerstört Dorffrieden
http://www.teltarif.de/arch/2001/kw07/s4359.html

BUND warnt vor dem Bau einer Mobilfunk-Sendeanlage auf dem Turm der St. Michaelis-Kirche in Lüneburg
http://www.bund-niedersachsen.de/kg/lueneburg/aktuell.html

Mobilfunksender an/in Kirchen
http://gsm.breloehr.de/fo-kirch.htm

Mobilfunkanlagen auf kirchlichen Gebäuden
http://www.epd.de/dokumentation/dokumentation_index_1863.html

Mobilfunk-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden
http://www.e-smog.ch/beitraegedritter/diverses/2001/maerz/evangelisch.htm

Mobilfunkstationen in Kirchtürmen ?
http://www.ekkw.de/umwelt/positionen/Mobilfunk/mobilfunk.html

Mobilfunk unterm Kirchendach: Die Verlogenheit hat den Namen GELD http://omega.twoday.net/stories/856992/

Mobilfunkvirus infiziert Kirche
http://www.mensch-mobilfunk.de/bi_memmelsdorf/doc/mobilfunkvirus_infiziert_kirche.pdf

Mobilfunk-Antenne in Aussegnungshalle
http://www.glaubeaktuell.net/portal/nachrichten/nachricht.php?IDD=1086932494

Mobilfunkstation: Stilllegung wegen elektromagnetischer Felder
http://www.ra-kotz.de/mobilfunkstation2.htm

Bürgerinitiative: „Wir sind keine Stadtneurotiker“
http://www.oekosmos.de/article/articleview/339/2/20/

Neues vom Mobilfunk VI
http://www.gesund-in-varel.de/artikel/UweStein040401.html

Mobilfunk-Anbieter entdecken die Religion
http://omega.twoday.net/stories/1871456/

Mobilfunk-Sende-Anlage im Kirchturm der Gemeinde Burgholzhausen vom ev. Kirchenvorstand einstimmig abgelehnt
http://freepage.twoday.net/stories/2314143/

Berichterstattung Erste Mahnwache Pauluskirche
http://omega.twoday.net/stories/3519042/

Protest gegen Nebenverdienst der Paulusgemeinde http://freepage.twoday.net/stories/3717617/

Passion Christi nun auch auf dem Handy
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050325020

Handy-Verbot an Schulen
http://freepage.twoday.net/stories/1677088/

Handy: Kinder schauen sich Tötungsszenen aus dem Tschetschenienkrieg oder Pornoszenen mit Tieren an http://freepage.twoday.net/stories/3772497/

Evangelische Landeskirchen angemahnt
http://omega.twoday.net/stories/4834594/

Die Antennen der Mobiltelephonie wurden von den Kirchen Ain’s verbannt

http://omega.twoday.net/stories/4940983/

Geldgier der Mobilfunkbetreiber kennt keine Grenzen
http://omega.twoday.net/stories/597199/

Wie schädlich ist Mobilfunk?
http://omega.twoday.net/stories/4805997/

Krebs und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/327725/

Ärzte und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/408385/

Ärzteappelle gegen Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/1064751/

Ärztekammern und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/1104181/

Concern over church phone masts: Fury as vicar claims mast 'a gift from God'
http://omega.twoday.net/stories/545252/

Church porn protest by phone mast objectors - Mobile Mast Row At Church's Highest Court
http://freepage.twoday.net/stories/3709696/

12
Aug
2004

"Gesund leben in Allach" deckt Lügen der T-Mobile auf

Anbei eine aktuellen Pressemeldung über "Gesund leben in Allach":
http://www.buergerwelle.de/pdf/werbespiegel_nr._33.11.08.tif

Es ist sehr ermutigend wie klar dort die Lügen der T-Mobil aufgedeckt werden.

Helft mit, dass auch andere Zeitungen klar und objektiv über das Thema berichten. Unterstützt die Reporter mit klaren Fakten aus Studien, Gerichtsurteilen und anderen Presseartikeln.

Viele Grüße ins ganze Land.

Ulrich Weiner

Wer schützt vor Basisstationen?

Das Thema "Mobilfunk...

Vom 12.08.2004

Das Thema "Mobilfunk-Sendeanlagen" wird weiterhin heiß diskutiert. Für eine Minimierung der Strahlenbelastung plädiert ein Leser aus Appenheim.

Wer schützt vor Basisstationen?

Mobilfunk-Sendeanlagen nach außerhalb, damit sie weniger Schaden anrichten können! Dies ist überall wünschenswert, da aufgrund der Physik der Abstand bei der Belastung eine große Rolle spielt. Es kommt auf die Höhe der Strahlung an, welche beim Menschen ankommt. Es ist dringend erforderlich, die derzeitige Strahlenbelastung zu minimieren.

Der Salzburger Vorsorgewert, den auch die Bürger in Appenheim seit Jahren fordern, ist der einzig sinnvolle Vorsorgewert. Die Funktion des Handys ist auch bei diesem Vorsorgewert noch gewährleistet. Genau diesen Wert forderten bereits 1999 Mediziner, Wissenschaftler von Umweltminister Trittin anlässlich des Forums Elektrosmog in Bonn. Dass bei diesem Vorsorgewert eventuell ein Handy im tiefen Keller nicht mehr funktioniert, müssten wir aufgrund der Gesundheit gerne in Kauf nehmen .

Dieser Wert entspricht wohl nicht den Wünschen der Betreiber, aber sollte uns die Gesundheit nicht wichtiger sein? Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, forderte Ärzte auf, aktiv an der Abschätzung des Risikos durch Mobilfunk mitzuarbeiten. So geschehen in Naila. Wie wäre es, so etwas in Gau-Algesheim oder anderen Orten der Region zu tun? In Neustadt/Weinstraße führte man ein halbes Jahr nach Einschaltung einer Mobilfunk-Basisstation eine zweite Reihen-Blutuntersuchung durch. Bei 73 Prozent der Untersuchten wurden durch Strahleneinwirkung Veränderungen im Blutbild festgestellt. Nach all den Erkenntnissen müsste längst der angeführte Vorsorgewert gesetzlich gefordert werden, stattdessen empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz persönliche Vorsorge. Die Nutzung von Handys hat jeder in der Hand, aber wer schützt vor den rund um die Uhr sendenden Basisstationen?

Lothar Immerheiser, Appenheim

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1573473


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Familie Lange aus Bonn...
http://twitter.com/WILABon n/status/97313783480574361 6
Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
https://omega.twoday.net/st ories/3035537/ -------- HLV...
Starmail - 12. Mär, 22:48
Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
Bitte schenken Sie uns Beachtung: Interessengemeinschaft...
Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
http://www.buergerwelle.de /pdf/effects_of_cellular_p hone_emissions_on_sperm_mo tility_in_rats.htm [...
Starmail - 27. Nov, 11:08

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