4
Jul
2005

Kampf um kontrollierte Standort-Auswahl - Volksbegehren gegen Sendemasten-Flut

Garmisch-Partenkirchen - Fast jeder hat eines und benützt es - das Handy. Doch viele Leute haben trotzdem ihre Ängste vor den Strahlen, die es permanent absondert und empfängt, und vor allem auch vor den vielen Sendemasten, die ständig entstehen - genehmigungsfrei bis zu einer Höhe von zehn Metern. Kein Mensch kann zwar den Mobilfunk stoppen, doch von Dienstag, 5., bis Montag, 18. Juli, läuft jetzt immerhin in Bayern ein Volksbegehren, dessen Ziel es ist, die Mastenbau-Flut in ordnungsgemäße Bahnen zu lenken.

"Unser Anliegen ist", erläuterte Siegfried Appler, Ortsvorsitzender der ÖDP, "zu erreichen, dass die Sendemasten den Bürgern nicht mehr in Nacht- und Nebelaktionen sozusagen vor die Schlafzimmer gestellt werden können."

Keinesfalls richte sich die Initiative gegen den Mobilfunk, vielmehr sollten künftig unproblematischere Standorte ausgewählt werden, um so die Strahlenbelastung zu reduzieren. Deshalb müsse eine Genehmigungspflicht für Sendemasten in der bayerischen Bauordnung und und die Gesundheitsvorsorge im Landesentwicklungsplan verankert werden. "Nicht die Kosten dürfen ausschlaggebend für die Standortauswahl der Masten sein, sondern eine möglichst große Gesundheitsverträglichkeit", erklärte Peter Schütz, Lehrer in Schongau und Umweltfachberater, der vor nur geringem Publikum im "Bräustüberl" über die Gefahren durch Mobilfunk referierte.

Versuchskaninchen für die Technik

Es gehe darum, Handys mit einer Technik zu ermöglichen, "die uns nicht zu Versuchskaninchen macht, schließlich leiden sämtliche Biosysteme, Pflanzen, Tiere und Menschen unter der gepulsten Hochfrequenz, mit der Mobilfunk funktioniert." Dies manifestiere sich unter anderem in Störungen des Schlaf- und Wach-Rhythmus, des Nerven- und Immunsystems, der Gehirnaktivität, der Zellkommunikation und könne nicht zuletzt Allergien, Immunschwächen und gar Krebs hervorrufen.

"Strahlen-Cocktail" mit unbekannter Wirkung

Schütz plädierte deshalb nicht nur für eine kontrollierte Standortauswahl der Sendemasten, sondern auch für eine Senkung der Grenzwerte der Strahlung: "Sehr viel geringere Werte würden ohne weiteres genügen, um problemlos telefonieren zu können", meinte der Experte. Der "Strahlen-Cocktail" und damit der Elektro-Smog wachse ununterbrochen, und zwar nicht nur durch die Handy-Technik, sondern auch durchs Fernsehen und viele andere Einflüsse. Und was die vielen Gutachten aller Art zu diesem Thema betreffe, werde auch von manchen Fachleuten nach dem Prinzip "Wer zahlt, schafft an" geforscht. Jedenfalls sei es höchste Zeit, so Schütz, via Volksbegehren eine deutliche Reduzierung der Strahlen zu erringen.

Am Volksbegehren beteiligen sich im Landkreis die ÖDP, die Freien Wähler, der Bund Naturschutz, der Anbauverband Bayern, der Kreisjugendring sowie vier heimische Bürgermeister.

Wolfgang Kaiser


Das Volksbegehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" kann nur gelingen, wenn sich von Dienstag, 5., bis Montag, 18. Juli, zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen. Dazu muss man mit dem Personalausweis ins Einwohnermeldeamt gehen.

Info: //www.gesundheitsvorsorge-mobilfunk.de wk





mm



04.07.2005

//www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/garmisch/art1614,291166.html?fCMS=255717f1daf334f89ac0a4dc554f7cd5


Nachricht von der BI Bad Dürkheim



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