20
Jan
2005

In Untersteinach grassiert die Krebsangst

Viele im Ort wussten es, dass die Telekom 1999 im Turm der Untersteinacher Sankt-Oswald-Kirche eine Mobilfunkanlage installiert hatte. All die Jahre über gab es deshalb keine Beschwerden oder gar warnende Stimmen. Seit ein paar Wochen allerdings kursieren Gerüchte über deutlich erhöhte Krebsraten im direkten Umkreis. Und damit scheint, wenn es so auch niemand sagen mag, die Kirche in die Schusslinie geraten zu sein; sie hatte dem Bau der Anlage damals zugestimmt. Zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, auf der die Angelegenheit in aller Ausführlichkeit behandelt wurde, war denn auch Pfarrer Raimund Pretzer gekommen. Von den – wie in den Tagen vorher kolportiert wurde – angeblich so zahlreich besorgten Bürgern indes war nicht ein einziger erschienen.

UNTERSTEINACH – Wie Bürgermeister Heinz Burges sagte, befindet sich die D 1-Mobilfunkanlage in einer Höhe von 25 Metern. Der Sicherheitsabstand, nach der die Strahlung ungefährlich wird, ist in den vorliegenden Unterlagen mit vertikal 4,15 Metern und horizontal elf Zentimetern angegeben. Das Gemeindeoberhaupt war ganz offensichtlich bemüht, den Ball flach zu halten; er bat um Sachlichkeit und vor allem darum, „keine Hysterie aufkommen zu lassen“. Aus Sicht der Bauordnung habe die Gemeinde weder Spielraum noch Eingriffsmöglichkeit. Sendeanlagen oder Masten unter zehn Metern Gesamthöhe seien genehmigungsfrei, dies gelte auch für eine Errichtung in bestehenden Gebäuden wie der Kirche. Nur bei einer Höhe über zehn Metern werde der Gemeinderat gehört.

Omega siehe dazu „Häufungen von Krebs- und anderen Erkrankungen in der Nähe von Mobilfunk-Sendeanlagen“ unter: //omega.twoday.net/stories/298645/

Burges: „Das einzige, was Untersteinach tun kann, ist, Mobilfunkanlagen nicht auf gemeindlichen Gebäuden oder Grundstücken erstellen zu lassen. Bei Privatinitiativen hat der Rat aber keine Mitbestimmungsmöglichkeit. Die Gemeinde wird lediglich vom Landratsamt informiert, wie es vergangenes Jahr beim Bau der zweiten Anlage am Autohaus Geyer im Gewerbegebiet mit 15 Metern über Grund der Fall war. Auch hierbei sind der Sicherheitsabstand und Zulässigkeit überprüft. Die Grenzwerte sind mit vertikal 8,60 Metern und horizontal 18 Zentimetern angegeben und somit eingehalten.“ Von der Bahn bestehe zudem seit 1980 ein Betriebsfunknetz mit einer Höhe von 18,2 Metern.

Grenzwerte eingehalten

Mobilfunkanlagen gebe es in Untersteinach insgesamt drei, denn neuerdings sei noch die Satellitenanlage auf der Tankstelle hinzu gekommen. Die Zahl der Anlagen im Kreis beziffert das Landratsamt laut Burges in Kulmbach mit 30, Stadtsteinach drei, Rugendorf eine, Presseck zwei, Marktleugast vier, Kupferberg vier, Wirsberg drei, Marktschorgast eine, Neuenmarkt zwei und Himmelkron eine.

Die Gesamtzahl beträgt im Kreisgebiet rund 300. Der Landkreis, so Bürgermeister Burges, habe die Betreiber wegen der Strahlungsschädlichkeit für die Gesundheit um eine Studie gebeten, diese liege aber noch nicht vor.
Mit Nachdruck sagte Burges: „Ich verstehe die Sorgen der Bürger. Die Gemeinde bekommt aber die Information bisher erst nach der Errichtung der Anlagen. Was wir tun können, haben wir getan. Detaillierter informieren kann sich jeder bei Frau Seuß im Landratsamt Kulmbach. Im Sommer soll auch ein Bürgerbegehren angestrengt werden, um eine sorgfältige Auswahl der Standorte zu erreichen.“ Der Bürgermeister bedauerte, dass keiner der Einwohner, die in den vergangenen Tagen auch ihm gegenüber die Sache aufs Tapet gebracht hatten, zur Ratssitzung gekommen war.

Alfred Vießmann ist nach eigenem Bekunden im Dezember von verschiedenen Bürgern in unmittelbarer Nähe der Kirche angesprochen worden, und zwar, weil gehäuft Krebsfälle aufgetreten seien. Wie Burges räumte er ein, dass es wissenschaftlich noch ungeklärt ist, ob überhaupt eine Schädigung von den Anlagen ausgeht.

Omega es ist wissenschaftlich geklärt, dass Schädigung von den Anlagen ausgeht „Wissenschaft und Mobilfunk“ siehe unter:
//omega.twoday.net/search?q=Wissenschaft%20und%20Mobilfunk&start=50

Pfarrer Raimund Pretzer schilderte die Angelegenheit aus seiner Sicht: „Die Telekom suchte 1998/99 einen Standort zur Überbrückung des Sendeloches und hat dann die Anlage für das D 1-Netz in der Turmzwiebel installiert. In aller Sachlichkeit wurde es damals auch im Pfarrgemeinderat diskutiert, und es stand zweimal im Gemeindebrief. Wer es wissen wollte, hat es gewusst. Die Sendeleistung betrage maximal zehn Watt, mehr schaffe die Anlage nicht. Ein Handy strahle beispielsweise bis zu acht Watt ab.

Omega siehe dazu „Die Irreführung mit den Watt-Leistungen“ unter:
//omega.twoday.net/stories/420240/

Die Sendeleistung der Anlage auf dem Kirchturm reicht nach Worten des Pfarrers etwa bis Hummendorf und nicht ganz bis Kauerndorf. Eigentlich handle es sich nur um einen Empfänger, der alles an einen größeren Verstärker weitergibt. Raimund Pretzer weiter: „Die eigentliche Gesundheitsgefahr geht laut Deutscher Ärztekammer von den Handys direkt am Kopf aus. Am meisten strahlen die tragbaren schnurlosen Telefone daheim aus.“

Zur „Horrorliste von Krebsfällen“, die, offenbar durch Mund-zu-Mund-Propaganda, derzeit im Ort kursiert, sagte Pretzer: „Bei vielen von denen, die dabei genannt werden, habe ich keinerlei Auffälligkeiten feststellen können. Zudem waren die Krebsfälle schon vor 1999 als solche bekannt. Bei den ebenfalls in dieser ‚Liste‘ zitierten Hunden handelte es sich um Tumore, und die Tauben nisteten weiter ungestört auf dem Turm. Es gibt nicht mehr oder weniger Leute, die an Krebs sterben, und ich kann als Pfarrer keinen Zusammenhang der Mobilanlage mit den Krebsfällen feststellen.“ Eine Gesundheitsschädigung von Lebewesen sei bisher nicht nachweisbar. Und wer messen wolle, könne dies jederzeit tun.

Pretzer widerlegt „Horrorliste“

Omega siehe dazu „Häufungen von Krebs- und anderen Erkrankungen in der Nähe von Mobilfunk-Sendeanlagen“ unter: //omega.twoday.net/stories/298645/

„In Naila läuft wegen des Mobilfunks eine große Sache und es gilt, mehr darüber zu wissen“, meldete sich Peter Schuberth zu Wort. Man sei verantwortlich und sollte die Gefährlichkeit nicht nur der Sendeanlage auf der Kirche, sondern auch bei der Tankstelle überprüfen. Ob sich die Anlage im Kirchturm denn finanziell lohne, wollte Werner Ramming von Pfarrer Pretzer wissen. Dieser bezifferte die Summe auf 250 Euro pro Monat, die – ausgerechnet – zur Friedhofspflege verwendet werden.

Omega siehe dazu „Die Naila-Studie“ unter: //omega.twoday.net/stories/351483/

Abschließend sagte Bürgermeister Burges zu, hier „am Ball zu bleiben“. Zudem könnten die Unterlagen, die in der Gemeinde vorliegen, von jedermann eingesehen werden. kpw

Seit mittlerweile fünf Jahren ist im Untersteinacher Kirchturm eine Mobilfunkanlage installiert. Sind ihre Strahlen schuld daran, dass die Krebsfälle im Ortskern zunehmen, wie Gerüchte wissen wollen?

//www.frankenpost.de/nachrichten/regional/resyart.phtm?id=742271


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