28
Jul
2005

Elektro-Flucht und Handy-Sucht - Die Geschichte der Familie Tröster-Cederth

Die Geschichte der Familie Tröster-Cederth
//www.izgmf.de/Kontakte/Burgerinitiativen/Geschichten/Troster-Cederth/troster-cederth.html

28.07.05

Elektro-Flucht und Handy-Sucht

VON HANS JÖRG CONZELMANN

REUTLINGEN. Schädlich oder nicht: Seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Wissenschaft mit der Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf den menschlichen Organismus. Bis heute liegen über 20 000 Studien zu diesem Themenfeld vor, und jährlich kommen einige hundert Forschungsarbeiten hinzu. Eine abschließende Aussage gibt es nicht. Befürworter und Gegner ziehen die ihnen jeweils passenden Varianten heran - das Resultat bleibt offen.

In die unberührten Wälder Schwedens haben sie sich zurückgezogen, dorthin, wo es keine Handys gibt. Am Abend sitzen sie bei Kerzenlicht in einem Raum ohne Elektrogeräte. Sie bezeichnen sich als »elektrosensibel« und sehen sich als Opfer von »Elektrosmog«. Ohrenpfeifen, Schwindelgefühl, geschwollene Lymphknoten, Herzrasen, Sehstörungen und Hautprobleme sind nur einige der Symptome, über die sie klagen. Am stärksten hat es die Mutter getroffen, aber auch dem Vater und den drei Kindern ist es unmöglich, weiterhin in Bitz (Zollernalbkreis) zu wohnen. Der Grund: eine Mobilfunkstation in 120 Metern Entfernung. Die hochfrequenten Strahlungen haben sie so weit gebracht, ihr Haus zu verkaufen und nach Schweden zu fliehen. Aber auch dort sehen sie sich einer Verfolgung durch die fortschreitenden Technik ausgesetzt.

»Keine Gefahr durch Mobilfunk«

Die Geschichte der Familie aus Bitz, die nach Schweden ausgewandert ist, dürfte wohl der krasseste Fall von öffentlicher Elektroflucht sein. Sie wird auf einschlägigen Seiten im Internet verbreitet und von der Familie laufend aktualisiert - vermutlich mit digitaler Datenübertragung. Tenor: »Uns machen die Strahlen krank.«

Wissenschaftlich bewiesen ist die Behauptung nicht. In der Empfehlung der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) heißt es: »Die SSK kommt zu dem Schluss, dass auch nach Bewertung der neueren wissenschaftlichen Literatur keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsbeeinträchtigungen vorliegen, die Zweifel an der wissenschaftlichen Bewertung aufkommen lassen, die den Schutzkonzepten der EU-Ratsempfehlung zugrunde liegt.« Zu deutsch: Bei Einhaltung der gültigen Grenzwerte bestehen keine Gesundheitsgefahren durch den Mobilfunk. Zum gleichen Ergebnis kommt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Omega die Behauptung »Uns machen die Strahlen krank« ist wissenschaftlich bewiesen. Siehe u.a. unter: //www.buergerwelle.de/body_wissenschaft.html und
//www.buergerwelle.de/body_science.ht „Grenzwerte und Mobilfunk“ unter:
//omega.twoday.net/stories/242821/ u.a. „WHO Manipulationsvorschläge für die Öffentlichkeit“ unter: //omega.twoday.net/search?q=Strahlenschutzkommission


Mit ihrer Entsagung steht die Familie aus Bitz ziemlich alleine da, denn in Schweden gibt es inzwischen mehr Handys als Einwohner. Die Zahl der Handys in Deutschland und Europa hat die Zahl der Festnetzanschlüsse längst überholt. Neun von zehn Bundesbürgern besitzen ein Mobiltelefon. Die Nutzerzahlen liegen bei 72,5 Millionen, der Gesamtumsatz der Mobilfunkbranche hat sich seit 1995 verzwanzigfacht. Wie der Jahresbericht 2004 der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) belegt, festigt der Mobilfunk seine Stellung als wichtigster Bereich des deutschen Telekommunikationsmarkts.

Omega Leserbrief zu "Elektro-Flucht und Handy-Sucht"

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Familie aus Bitz als eine der wenigen Mobilfunkopfer zu bezeichnen ist unrichtig. Bitte recherchieren Sie das noch einmal genau nach. Man schätzt die Anzahl der mittelbar oder unmittelbar durch Betroffenen in Deutschland auf 3-5% der Gesamtbevölkerung. Dieses Problem zu verniedlichen oder klein zu reden, ist fahrlässig.

Gerade ist in München von renommierten Umweltmedizinern und Fachspezialisten aus der gesamten Bundesrepublik ein überregional tätiger Verein zur Unterstützung umweltbedingt Erkrankter gegründet worden. Anlass ist die dramatische Zunahme umweltbedingter Erkrankungen wie z. B. die epidemische Ausbreitung von Allergien, Multiple Chemikaliensensitivität (MCS), Müdigkeitssyndrom (CFS), Elektrosensibilität, feinstaubbedingte Erkrankungen.

Es gibt in der Zwischenzeit aus dem In- und Ausland zahlreiche Berichte von Menschen, die unter den Einwirkungen der Mobilfunkstrahlung leiden. In diesem Zusammenhang sei u.a. die allseits bekannte Naila-Studie erwähnt. Siehe unter:
//omega.twoday.net/stories/291645/ und viele Berichte von Mobilfunkopfern unter: //omega.twoday.net/topics/Victims/


Mit freundlichen Grüßen

BI Omega
Redaktion der Bürgerwelle e.V.
//www.buergerwelle.de


Insgesamt erzielte die Mobilfunkbranche in 2004 einen Umsatz von 22,1 Milliarden Euro. Und es geht noch weiter: Während es in einigen europäischen Ländern (wie in Schweden) bereits mehr Handys als Einwohner gibt, hat der deutsche Markt noch Wachstumspotenzial. Einer Untersuchung des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) zufolge, lag Deutschland im europäischen Vergleich 2003 bei 79 Verträgen je 100 Einwohner. Die höchste Zahl von Mobilfunkverträgen verzeichnete Luxemburg mit 120 Verträgen je 100 Einwohner.

Wirtschaftkraft gegen Legenden

Die Legendenbildung der Gesundheitsschäden lässt sich trotz aller Verweise auf den wirtschaftlichen Segen nicht aufhalten. Unter den Handy-Nutzern machen immer wieder unheimliche Erzählungen die Runde. Zum Beispiel die vom Rindersterben auf einem Bauernhof in der Gemeinde Oettingen (Bayern). Die Kälbernachzucht verläuft dort ohne Probleme, bis neben dem Hof ein Mobilfunkturm errichtet wird. Kurz darauf erkranken die ersten Kühe und die Nachzucht gerät ins Stocken. Die Blutbilder der Tiere ähneln denen von Krebspatienten mit Strahlentherapie, geben aber keinen Hinweis auf bekannte Krankheiten oder Haltungsfehler. Die Bilanz nach fünf Jahren: Elf tote Kühe, zwölf tote Kälber und 37 Fehlgeburten. Nur eine einzige Kuh aus dem Bestand vor dem Funkturmbau lebt heute noch. Die Hofbetreiber werden auf dem Schaden in Höhe von 50 000 Euro voraussichtlich sitzen bleiben, denn bislang versandeten alle Hilferufe, auch die ans Bayerische Umweltministerium.

Omega die tatsächlich eingetretenen Schäden z.B. bei der Tierhaltung als „Legende“ hinzustellen ist gelinde gesagt als eine als Überheblichkeit zu bezeichnende Untertreibung der tatsächlichen Verhältnisse zu bewerten. Dieser Tenor durchdringt übrigens diesen ganzen Artikel, den man kaum als sachlich ausgewogen bezeichnen kann. Man kann ihn fast als Verhöhnung der Mobilfunkopfer (Menschen und Tiere) bezeichnen. Siehe „Tiere und Mobilfunk“ unter: //omega.twoday.net/stories/196960

Fällt der Wert einer Immobilie?

Solche und ähnliche Geschichten schüren die bürgerkriegsartigen Zustände in manchen Orten, wenn wieder ein neuer Mobilfunkmast gebaut werden soll. Alle 300 Meter im städtischen Bereich, alle 500 bis 1000 Meter im ländlichen Bereich, schätzen Fachleute, werden künftig Mobilfunkanlagen errichtet, um den neuen UMTS-Standard zu realisieren. Gestrickt wird das Netz von sechs konkurrierenden Unternehmen im Mobilfunkbereich. Das heißt: Zu den 30 000 Funkanlagen in Deutschland kommen weitere zigtausend hinzu. Die Netzbetreiber bauen Mobilfunkanlagen bevorzugt in Wohnbereichen, denn diese sind weitgehend genehmigungsfrei, wenn sie nicht höher als zehn Meter sind. Ihre Höhe beträgt in vielen Fällen 9,99 Meter.

Oft werden die Verträge zwischen Netzbetreiber und Grundstücksbesitzern auf 20 Jahre abgeschlossen, wobei die Betreiber aus funktechnischen Gründen jederzeit aussteigen können, die Grundstückseigentümer nicht. Sie kassieren monatliche Mieten, doch fällt in vielen Fällen der Wert einer Immobilie durch die Errichtung der Mobilfunkanlagen. Wie bei der Familie in Bitz, die ihr Haus »weit unter Wert« verkaufen musste.

Und dies trotz aller Beteuerungen, die Funkwellen seien gesundheitlich unbedenklich. (GEA)

//www.gea.de/detail/460570


Nachricht von der BI Bad Dürkheim
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