13
Mai
2005

Ausstieg aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomtechnologie sofort und weltweit

Öffentliche Bemerkungen zur Veranstaltung anläßlich des ersten Spatenstichs für die Biogasanlage in Jameln am 13. Mai 2005 mit Bundesministerin Renate Künast, Avacon (Atomstrombetreiber) und Opel AG:

(Heute informieren Ministerin Künast, AVACON und Opel AG über ihre Vorstellungen von Agrarwende und Energiewende! – Unsere Ziele gehen weit darüber hinaus!)

Agrarwende?

Doch wir sehen:

· Ausweitung der Agrarwüsten (Bäume und Hecken werden verstümmelt, abgeholzt und gerodet),

· Verseuchung von Böden, Grundwasser und Luft durch Pestizide und Agrarchemie,

· Abgase, Bodenverdichtung und Lärm durch immer gigantischere Agrarmaschinen,

· unaufhaltsames Vordringen der Gentechnologie (mit nicht mehr rückholbaren Schäden und einer weiteren Beschleunigung des Artensterbens),

· mangelhaften Verbraucherschutz (seltene Kontrollen als Alibi?),

· pestizidverseuchtes Obst und Gemüse (Menschen als „Gift- und Schwermetall-Endlager“),

· Einknicken der Regierung vor den Profitinteressen der Agrarmultis und „Lebensmittelindustrie“: u.a. Verabschiedung eines vor Ort wirkungslosen Bundes-Naturschutzgesetzes!

Energiewende?

Doch es gibt weiterhin:

· einen Ausbau der Atomindustrie (Erweiterung der Urananreicherungsanlage in Gronau, Bau neuer Reaktortypen etc.),

· das tägliche Risiko eines atomaren Infernos für uns alle (grundgesetzwidrige Zumutung!),

· Weiterbetrieb der AKW’s – ohne Endlagernachweis,

· keine versprochene fundierte Endlagersuche!,

· radioaktive Verseuchung der Umwelt im Ausmaß „eines sich jährlich ereignenden großen kerntechnischen Unfalls“ durch die Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague und Sellafield im „Normalbetrieb“ (WISE Paris, Studie für die EU 2001),

· keine Aufklärung über die Unfälle, Pannen und Vertuschungen in Atomanlagen weltweit (Beispiel: Leukämiefälle bei Geesthacht/Krümmel, jüngster Plutonium-Unfall in Sellafield),

· unkontrollierte Subventionierung der Atomkonzerne, Profitabsicherung und Machterhalt durch unangetastete Mrd.-„Rückstellungen“ und EURATOM-Vertrag (im Bundestag mit der EU-Verfassung gerade bekräftigt!),

· Festhalten an Öl und Kohle,

· keine echten bezahlbaren Energiesparautos (trotz technischer Möglichkeiten),

· keine konsequente Energie – Spar – Politik!

· bundesweite Pressezensur für Kritik an Atomtechnologie!

· Zurückhaltung von Sicherheitsgutachten durch BfS und RSK!

Wir fordern die AVAVON auf, aus der lebensbedrohenden Atomtechnologie auszusteigen und alle frei werdenden Mittel einzusetzen für Investitionen in erneuerbare Energien!

Wir fordern die Opel AG auf, endlich bezahlbare saubere (recycelbare) Energiespar-Autos auf den Markt zu bringen (statt zur Profitsicherung Arbeitsplätze abzubauen und das Lohnniveau abzusenken)!

Wir fordern die Bundesregierung und die Europabgeordneten auf, den EURATOM-Vertrag umgehend aufzukündigen!

Wir fordern die Bundesregierung auf, die Milliarden-Rückstellungen der Energie- und Atomkonzerne in einen öffentlich-kontrollierten Fond einzubringen!

Wir fordern: Ausstieg aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomtechnologie sofort und weltweit!

Schluß mit der Zementierung des ungeeigneten Salzstocks Gorleben als Endlager-Standort!

Weg mit der „Veränderungssperre“! - Keine weiteren Castor-Transporte!

Eine Initiativgruppe des wendländischen Widerstands gegen die Atomenergie (Lüchow-Dannenberg, Jameln, 13. Mai 2005/ T.: 05864-986 422)

Wir fordern ALLE zu sofortigem Stromwechsel auf (hin zu einem Anbieter mit ausschließlich regenerativen Stromquellen)!! – siehe auch: //www.attac.de/wendland

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir fordern Euch auf, an der nächsten Auftaktdemo im November 2005 (voraussichtlich: Anfang Nov. 2005) und – nach Euren Möglichkeiten - an den weiteren Protestaktionen gegen die Atommülltransporte im Wendland teilzunehmen (etwa von Sa. bis Di./Mi.). Eure Solidarität mit dem Widerstand gegen die Atomindustrie ist enorm wichtig!

Wir protestieren gegen die Atomenergie,

Ø weil diese umweltzerstörend und todbringend ist,

Ø weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,

Ø weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,

Ø weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und Überwachsungsstaat mit sich bringt,

Ø weil sie auf’s Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung verknüpft ist (Uranmunitioneinsatz in Jugoslawien, Irak),

Øweil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann (der Salzstock Gorleben ist –gutachterlich untermauert- u.a. durch Laugeneinbrücke im Deckgebirge völlig ungeeignet),

Ø weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen und dafür unsere Grundrechte opfern,

Ø weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist, vielmehr wird die Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert,

Ø weil Milliarden dafür ausgegeben werden, die besser für unsere Kinder und soziale Aufgaben eingesetzt würden.

Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand: 20.000 Polizisten gegen 50.000 Einwohner. Die Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert. Das darf es nicht mehr geben!

Gegen Kriminalisierung und den Abbau der Grundrechte hilft nur eins:

Kommt alle im November ins Wendland, wenn der Atommüll aus dem französischen La Hague in nicht genehmigten Behältern quer durch die Republik nach Gorleben rollt. Denn, lieber mit Spaß aktiv, als todtraurig radioaktiv. Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv wahrzunehmen und zu verteidigen.

Im Wendland ist der Widerstand lebendig. Es ist für alles gesorgt: Übernachtungsmöglichkeiten in Camps oder Familien (manchmal auch bei der Polizei), Verpflegung, Musik, Spaß und Aktion…Wir fordern: Schützt uns, nicht die Atomindustrie! Sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit! Suche eines geeigneten Endlagerstandortes sofort!

Übrigens, den persönlichen Atomausstieg kann jeder sofort –ohne Mehrkosten- vollziehen: Wechsel des Stromanbieters - hin zu atomenergiefreien Versorgern mit Strom aus regenerativen Energien! Info:
//www.eurosolar.org
//www.robinwood.de
//www.lichtblick.de
//www.ews-schoenau.de
//www.greenpeace-energy.de

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Drawehner Str. 3, 29439 LüchowTel.: 05841/4684 – Fax: 05841/3197 – e-mail: bi-luechow@t-online.de – Internet: //www.bi-luechow-dannenberg.de, //www.castor.de, //www.widersetzen.de, //www.attac.de/wendland


Jürgen Kruse
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