8
Mai
2005

Unser „Leben“ am Vodafone D2 Sender - Schutz hinterm Hasendrahtzaun

5. Mai 2005

Im November 1998 zogen wir (noch freudig) in unser neu erbautes Haus ein, ab Februar 1999 begann der Leidensweg meines Lebensgefährten Herrn Hübner. Es ging los mit Allergien, Bluthochdruck, körperlichen Zusammenbrüchen, er war ständig krank. Im Dezember 2003 und Februar 2004 bildeten Allergieschocks den Höhepunkt.

Seit wir im Haus wohnen wurde er nachts plötzlich wach, war schweißgebadet und hatte regelrechte „Zustände“. Mit den Worten „ich halts hier nicht aus“ verzog er sich zum Schlafen in den Keller, dort stand eine alte Couch. Ehrlich gesagt, ich dachte der spinnt ein bisschen, konnte mir das nicht erklären.

Wie Sie sich denken können suchten wir nach der Ursache, es lag nahe, dass seine Erkrankungen mit dem Haus zu tun hatten. Nichts zu finden, wir hatten biologisch gebaut.

Meine ständigen Erkältungen, Augenentzündungen, Mandelentzündungen, etc. schob ich immer auf Stress.

Meine Eltern wohnen hinter unserem Haus, mein Vater erhielt im Februar 2002 die Diagnose Prostatakrebs mit Knochenmetastasen. Nicht so schlimm im Alter von über 71 Jahren dachte ich mir, mein Großvater wurde 92 mit dieser Krankheit. Aber anders bei meinem Vater, der PSA-Wert verdoppelte sich fast mit jedem Monat. Der Krebs wurde immer schneller, keine Chemo konnte ihn stoppen, im Dezember 2003 verstarb er.

Im März 2004 suchten wir wieder nach der Ursache für die Erkrankungen meines Lebensgefährten und erfuhren von einem unserer Gemeinderäte, dass wir an einem Mobilfunksender wohnen. Wir wussten nichts davon, er ist an unserem Feuerwehrturm angebracht und kaum sichtbar.

Nun holte ich mir alle Informationen die ich kriegen konnte und war geschockt auf was ich da gestoßen bin. Permanente Mikrowellenbestrahlung, 24 Stunden. So ließ ich Messungen für über 1.000.- Euro im Haus durchführen, im Schlafzimmer hatten wir 112 µW/m². Der biologische Grenzwert liegt bei 1 µW/m², der gesetzliche bei 4.814.324 µW/m². Wie würde es uns bei einer Strahlung von 4.000.000 µW/m², noch unter dem gesetzlichen Grenzwert, gehen? Da wären wir alle schon tot!

Und wir haben nicht nur einen Sender im Wohngebiet, nein zwei! Nun wollte ich wissen wie es denn unseren Nachbarn geht und ich machte eine Umfrage. Diese sehen Sie unten. Es geht ihnen teilweise schlechter als uns. Einige leiden ganz furchtbar unter der Strahlung. Sie können gerne mit den Menschen sprechen. Obwohl die Grenzwerte eingehalten sind.

Im März/April 2004 hatte ich keinen Stress, war im Urlaub und trotzdem ständig kränkelig. Ich ging zum Arzt, ließ ein Blutbild erstellen und der Arzt riet mir daraufhin nicht mehr im Schlafzimmer zu schlafen, auch meine 5-jährige Tochter wäre angeschlagen, nur eine Frage der Zeit wann sie krank wird. So zogen wir zu ihrem Papa in den Keller. Und Sie werden es nicht glauben, seit wir im Keller schlafen, uns kaum mehr in den vorderen Bereichen des Hauses aufhalten und den Garten meiden sind wir alle gesund, keine Beschwerden mehr.

Meine Blutwerte haben sich leider immer noch nicht erholt, ich habe ein Blutbild wie ein Krebskranker. Und nicht nur ich, 2 weitere dieser speziellen Blutwerte aus unserem Viertel liegen mir vor, alle ähnlich schlecht. Ich habe schon einiges versucht diese Werte zu verbessern, leider vergeblich. Jetzt beginne ich mit einer neuen Therapie...Wahrscheinlich wird alles erst besser wenn wir hinter einer Wand aus Hasendraht wohnen, dem Strahlenschutzgitter für ca. 8.000.- Euro. Armes Deutschland... Keine Lebensqualität mehr, aber telefonieren können wir sogar im Keller. Sollte der Ausbau der Mobilfunksender fortgeführt werden, müssen wir wohl bald tiefer graben, Glück wer noch einen alten Bunker auf dem Grundstück hat.

Ich schaffte mir ein Messgerät an, im Schlafzimmer haben wir in der Zwischenzeit über 2.000 µW/m², auch im Kinderzimmer. Da würde ich nicht einmal unseren Hund schlafen lassen.

Im September 2004 mussten wir meine Mutter ins Krankenhaus einweisen lassen, ihr Blutdruck ging hoch auf über 200/128. Sie blieb 5 Tage im Klinikum Bogenhausen, dort keine Beschwerden, der Blutdruck blieb normal. Mein Messgerät zeigte an, dass ihr Krankenzimmer frei von Strahlung ist. In ihrem Schlafzimmer messe ich im Bett über 100 µW/m². Das Bett meines Vaters war noch schlimmer verstrahlt. Kaum zu Hause fing der Blutdruck wieder an sich zu bewegen, aber nicht nur nach oben, auch nach unten, da hatte sie dann nur noch einen Puls von 40. Nachdem wir die ganze Front ihres Schlafzimmers mit einem Swiss Shield Vorhang zum Masten hin abschirmen, waren die Beschwerden weg.

Ich wehre mich gegen diese Zwangsbestrahlung, werde Vodafone verklagen und habe einen Bauantrag für ein Strahlenschutzgitter (21 x 7,55 m) gestellt. Dieser wurde mir genehmigt, werde ihn diesen Sommer errichten lassen. Tja, um mir einen Sender vor die Nase zu setzen brauchen die Mobilfunkbetreiber keine Genehmigung...

Die Grenzwerte sind zu hoch, ich verlange dass auf meinem Grundstück nicht mehr als 1µW/m² zu messen ist, wir gesund in unserem Haus wohnen und wieder aus dem Keller ins Schlafzimmer ziehen können. Vor allem meine Tochter will wieder in ihr Zimmer.

Ich weiß dass es beim Mobilfunk um sehr viel Geld geht, aber die Mobilfunkbetreiber müssen durch die Regierung gezwungen werden die gepulste Strahlung abzustellen und mit anderen Technologien arbeiten. Das ist sicher möglich.

Aber nicht nur Mobilfunksender bestrahlen uns permanent, wo keine Sender sind übernehmen das DECT-Telefone, Wireless-Lan und was es da noch so alles gibt. Ich habe in Wohnungen Werte von über 1.000 µW/m² gemessen, obwohl in der Wohnung keines der funkenden Geräte stand. Ganze Wohnblocks sind verseucht, es funkt permanent durch die Wände. Einige merken nichts, andere werden richtig krank, Schlafstörungen sind normal. Nach entfernen der DECT-Telefone berichten mir die Leute, dass Kopfschmerzen, Migräne und Schlafstörungen weg sind.

Es muss alles getan werden damit wir wieder ein normales Leben ohne Zwangsbestrahlung führen können und die Industrie gezwungen wird eine andere Technologie zu benutzen.

Wussten Sie dass alle Handys bei einer Strahlung von 0,265 µW/m² funktionieren?

Mit freundlichen Grüßen

M. B.


Auswertung der Umfrage vom 3. April 2004

Es wurden Anwohner der Mobilfunkmasten Feuerwehrturm und Merowingerstraße 14 befragt. 46 Bögen wurden abgegeben.

Beschwerden

Allergische Reaktionen 17 / 36,96 %

Kopfschmerzen und Migräne 26 / 56,52 %

Chronische Erschöpfung 22 / 47,83 %

Innere Unruhe 27 / 58,70 %

Schlaflosigkeit oder Tagesmüdigkeit 43 / 93,48 %

Ohrgeräusche 27 / 58,70 %

Infarktanfälligkeit 3 / 6,52 %

Nerven- und Weichteilschmerzen, die mit üblichen Ursachen nicht erklärlich sind 13 / 28,26 %

Lern-, Konzentrations- und Verhaltensstörungen bei Kindern (z.B. Hyperaktivität) 5 / 10,87 %

Blutdruckentgleisungen, die medikamentös immer schwerer zu beeinflussen sind 12 / 26,09 %

Herzrhythmusstörungen 12 / 26,09 %

Krebserkrankungen wie Leukämie und Hirntumore 4 / 8,70 %

Hirndegenerative Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer) und Epilepsie 1 / 2,17 %

Benützen Sie in ihrer Wohnung ein Schurlostelefon nach DECT-Standard? 23 / 50,00%

Bürgerinitiative Mobilfunk Kirchheim, Marianne Buchmann, Kreuzstraße 6, 85551 Kirchheim, Tel. 089/9019903-0, Fax -1


Aus: Elektrosmognews vom 08.05.2005

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Schutz hinterm Hasendrahtzaun

Familie Buchmann errichtet Bollwerk gegen Mobilfunkstrahlen

Kirchheim - Jetzt macht Marianne Buchmann in Kirchheim ernst. Die Gründerin der Bürgerinitiative Mobilfunk hat die ersten Fundamente schon betonieren lassen. Ab heute wird darauf auf sechs Meter Länge ein 7,70 Meter hoher Hasendrahtzaun errichtet, der größte seiner Art im weiten Umkreis. Hasendraht, so sagen Wissenschaftler, sei der beste Schutz gegen Mobilfunkstrahlen.

Buchmann hofft, mit dem imposanten Zaun endlich Ruhe vor den Strahlen der nahen Mobilfunkantenne auf dem Feuerwehrturm Kirchheim zu haben. Den sechs ersten Metern sollen weitere 15 folgen. Dann hofft die Familie, die seit Monaten nur noch im Keller nächtigt, ihr Grundstück an der Kreuzstraße endlich optimal geschützt zu haben.

Buchmann und ihre Mitstreiter sind überzeugt, dass Schlafstörungen, Unruhe und Herz-Kreislauf-Probleme von der umstrittene Sendeanlage kommen. Jetzt hat die Frau auch die Anlieger an der neuen Sendeanlage am Parsdorfer Weg 10 aufgerufen, an medizinischen Reihenuntersuchungen teilzunehmen: "Um zu einem späteren Zeitpunkt den Nachweis führen zu können, dass durch die Sender Gesundheitsschäden entstanden sind."

Buchmann hat dafür mit dem Kirchheimer Gemeinderat und Praktischen Arzt Thomas Heinik einen Pauschalpreis von 20 Euro pro untersuchter Person ausgehandelt. Heinik wird die Ergebnisse in einem Ordner für eventuelle spätere Verhandlungen und Klagen sammeln.

BR kommt mit Kamerateam

Auch für die Anwohner der Feuerwehr-Sendeanlage ist eine Reihenuntersuchung geplant. Dabei gehe es um den Nachweis von reduzierten "natürlichen Killerzellen". Drei Blutbilder mit sehr schlechten Werten lägen ihr schon vor. Um aber die Aufmerksamkeit des Umweltministeriums zu erhalten, bräuchte man zehn. Die versuche sie jetzt noch zu bekommen, sagt Buchmann.

Ihr eigenes Blutbild und die Werte der Familienmitglieder würden sich ab heute konsequent verbessern, so hofft die Kirchheimerin zumindest: Dann, wenn die ersten sechs Meter des 7,70 Meter hohen Zauns stehen.

Das Bayerische Fernsehen hat sich die ungewöhnliche Zaunerrichtung schon als Termin vorgemerkt und wird heute Mittag mit einem Kamerateam in Kirchheim vertreten sein. Marianne Buchmann sagt, sie wäre nicht traurig, "wenn zu diesem Anti-Mobilfunkanlagen-Event auch noch viele weitere empörte Anwohner kämen". A. Ganssmüller-Maluche

mm

28.06.2005

//www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/mnord/art1607,289390.html?fCMS=8b6a5da260137bf3ff7175b7abf6a16d


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