21
Dez
2004

OFFENER BRIEF an Bundeskanzler Gerhard Schröder

Weitergeleitete Nachrichten

M.f.G.
Alfred Tittmann
c/o HESSISCHER LANDESVERBAND MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V.


hese-project 18-12-04

Bürgerinitiative Konzerthalle Bamberg, 10.12.04

„Bürger gegen Mobilfunk in Wohngebieten“
Sprecherin: Daniela Brehm
Nebingerhof 7
96047 Bamberg


O F F E N E R B R I E F

Herrn Bundeskanzler
Gerhard Schröder
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Str. 1
10557 Berlin


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder,

eigentlich es ist beschämend, dass wir uns heute zum wiederholten Male mit unseren Sorgen direkt an Sie wenden müssen, und nach wie vor das Gefühl haben, dass Sie diese nicht ernst nehmen. Es geht um den derzeitigen massiven Ausbau des Mobilfunknetzes in Deutschland und seine gravierenden gesundheitsschädigenden Folgen für die Bevölkerung. Die Probleme werden seit Jahren von Ihrer Regierung verharmlost bzw. totgeschwiegen. Ich schreibe diesen Brief nicht nur im Namen der vielen Betroffenen hier in Bamberg – wir sind eine mittelgroße fränkische Stadt mit rund 70.000 Einwohnern, in der bereits über 70 Mobilfunkantennen strahlen – sondern im Namen der vielen tausend Bürgerinitiativen (es dürften inzwischen 10.000 sein), die sich in den letzten Jahren hier in Deutschland gegründet haben – und es werden jeden Tag mehr!

Mit dem Verkauf der UMTS-Lizenzen vor einigen Jahren hat Ihre Regierung in erster Linie eine Chance darin gesehen, die maroden Staatsfinanzen aufzubessern – in Zeiten leerer Kassen sind 50 Mrd. Euro schließlich eine Menge Geld. Bezüglich der von den Mobilfunkanlagen ausgehenden Hochfrequenzstrahlung wurden in der 26.BimSchV (von der WHO abgesegnet) Grenzwerte festgelegt, die den menschlichen Körper vor eventuellen Schädigungen durch gerade diese Strahlen schützen sollen. Genau das tun die derzeit gültigen Grenzwerte aber nicht!! Bei deren Festlegung wurde lediglich die thermische Wirkung auf den menschlichen Körper berücksichtigt, nicht aber die athermische.

Ein Physiker brachte das Ganze Dilemma im Rahmen seines Vortrags auf den Punkt. Zitat: „Die Grenzwerte sind um den Faktor 1.000.000 zu hoch. Die derzeit gültigen Grenzwerte sind ein Wahnsinn – vergleichbar damit, wenn man auf bundesdeutschen Autobahnen als Tempolimit Lichtgeschwindigkeit festsetzen würde! Kein Autofahrer würde sie jemals erreichen – und dennoch wären die Folgen bei Geschwindigkeiten weit darunter bereits entsetzlich.“ Ähnlich verhält es sich derzeit mit den Grenzwerten für Mobilfunkanlagen. Selbst bei voller Antennenauslastung werden die Grenzwerte nie erreicht. Und dennoch sind die Schädigungen bei Werten weit darunter bereits furchtbar. Die Menschen, die im Umfeld dieser Basisstationen leben, sind der Strahlung 24 Stunden, Tag für Tag, Jahr für Jahr ausgesetzt.

Ein Großteil von ihnen hat gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie: Kopfschmerzen, massive Schlafstörungen, Herzrasen, Antriebslosigkeit, Depressionen, Appetitlosigkeit, vermehrte Infektanfälligkeit, Konzentrationsstörungen, Blutbildveränderungen bis hin zu bösartigen Erkrankungen wie Leukämie u.ä.. Die massiven Schädigungen sind von Ärzten dokumentiert und nicht mehr zu leugnen. So sarkastisch es klingen mag: Die Grenzwerte schützen nicht die Gesundheit, sondern vielmehr die Mobilfunkindustrie vor den Menschen! Denn kranke Menschen haben nicht mehr die Kraft, sich zu wehren. Die Äußerung von Herrn Timm Schröder vom Mobilfunkkonzern Vodafone, getroffen im Mai d.J. am „Runden Tisch Mobilfunk“ hier in Bamberg bringt die menschenverachtende Einstellung der Mobilfunkindustrie auf den Punkt: „Die Gesundheit der Bevölkerung ist für uns nebensächlich! Wichtig ist uns ein gut funktionierendes Netz!“

Und der Mobilfunkausbau – vor allem des UMTS-Netzes – geht uneingeschränkt weiter. Mit einer Technik, deren Akzeptanz nicht vorhanden ist, deren Nutzung weit unter 1 % liegt – und das Schlimmste: deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper noch nicht erforscht sind. Es findet derzeit in Deutschland ein großangelegter Freilandversuch am Menschen statt – und Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder, tun nichts, um diesem Wahnsinn endlich Einhalt zu gebieten!!!

Was muss noch geschehen, wie viele Menschen müssen noch krank werden, bis die Regierung endlich aufwacht? Meinen Sie, uns Bürgerinitiativen macht es Spaß, unsere ganze Kraft, Energie und Zeit in Briefe wie diesen zu stecken? Oder in die weit über 100 Petitionen zum Thema Mobilfunk, die derzeit im Bundestag darauf warten, abgewiesen zu werden?

Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sind doch auch Familienvater, haben Kinder, für die Sie sich wünschen, dass sie gesund heranwachsen! Möchten Sie einen Mobilfunkmast 30 m neben Ihrem Haus stehen haben, dessen Strahlung Sie und Ihre Familie Tag und Nacht ausgesetzt sein ? Wir Menschen hier in Deutschland haben mit diesen Problemen zu kämpfen!! Da werden mitten in Wohngebieten auf den Dächern Mobilfunkstationen installiert – und in einem Kinderzimmer, 20 m neben einer dieser Anlagen, schläft ein kleines Kind...... ! Wohlgemerkt: Der Schutzabstand um die Anlage, in dem sich dauerhaft kein Mensch aufhalten darf (Monteure und Techniker nur in Strahlenschutzanzügen!) beträgt hier 8 m! Haben Sie auch nur im entferntesten eine Ahnung, wie diesen Eltern zumute ist, deren Kind nur wenige Meter außerhalb dieses Schutzbereiches schlafen muss? Dieses Kind hat ein 3-fach erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken – und die Eltern können es nicht schützen! Weil Ihre Regierung alle bisherigen Warnungen ignoriert hat. Das Haus verkaufen und wegziehen ist auch keine Lösung: Zum einen verlieren Immobilien, in deren Umgebung Mobilfunkantennen stehen, rapide an Wert (lt. RDM bis zu 25 % Wertverlust) – für eine Familie mit noch laufenden Kreditzahlungen kann das den finanziellen Ruin bedeuten. Zum anderen käme ein Umzug einer permanenten Flucht gleich, da in Deutschland derzeit ein flächendeckendes Mobilfunknetz aufgebaut werden soll.

Hochrangige, anerkannte Wissenschaftler haben vor den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung gewarnt. Studien brachten erschreckende Ergebnisse zutage (z.B. Reflex-Studie! Einige Arbeitsgruppen dieser großengelegten Studie sind mit ihren Ergebnissen bereits an die Öffentlichkeit gegangen. Die Berliner Arbeitsgruppe dagegen hat ihre Ergebnisse aufgrund des massiven Drucks seitens der Mobilfunkindustrie noch immer nicht veröffentlicht.......! War Ihnen das bekannt? Uns bleibt hier nur zu sagen: Wirklich traurig!! So weit ist es nun also schon gekommen!)

Sie haben Ihrem Volk gegenüber eine Verantwortung! Haben Sie bei Ihrer Vereidigung nicht auf die Verfassung geschworen, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden? Wir können es nicht glauben, dass Sie weiterhin die Gesundheit Ihrer Bürger wirtschaftlichen Interessen opfern. Was waren wir froh, beim damaligen Regierungswechsel mit Ihnen nun endlich einen Menschen an der Spitze der Regierung zu wissen! Sollten wir uns so getäuscht haben?

In den Antwortschreiben, die wir in den letzten Monaten von Ihnen und Vertretern Ihrer Ministerien erhielten, waren stets die gleichen Sätze zu lesen: „Wir nehmen die Ängste der Bevölkerung sehr ernst, aber.............“ , oder: „Wir haben Ihr Anliegen an das Umweltministerium weitergeleitet!“ oder: „Laut 26. BImSchV werden bei allen Mobilfunkanlagen die Grenzwerte eingehalten!“ Wir können es nicht mehr hören!

Wir richten den dringenden Appell an Sie:

- Setzen Sie sich für einen sofortigen Ausbaustopp des Mobilfunknetzes, vor allem aber der UMTS-Technologie ein – hier geht eine Technik ans Netz, deren Auswirkungen nicht erforscht sind.

- Beauftragen Sie das Umweltministerium, zum Schutz der Bevölkerung eine Neufestlegung der Grenzwerte in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz in die Wege zu leiten – diese müssten 1.000.000-fach niedriger sein als die derzeit gültigen (das Handytelefonieren ist auch bei diesen niedrigenWerten uneingeschränkt möglich).

- Treiben Sie die Forschungen voran, die sich mit der Auswirkung hochfrequenter Strahlung auf den menschlichen Organismus beschäftigen und die nicht von der Mobilfunkindustrie sondern von seriöser, neutraler Seite finanziert werden.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder, wir appellieren dringend an Sie, vor diesen gravierenden Problemen, mit denen jede Stadt, jede Gemeinde derzeit in Deutschland zu kämpfen hat (die vielen tausend gegründeten Bürgerinitiativen hierzulande sprechen eine deutliche Sprache), nicht länger die Augen zu verschließen. Bitte geben Sie unser Schreiben nicht wieder an irgendeines Ihrer Ministerien zur „Bearbeitung“ weiter, sondern setzen Sie sich persönlich dafür ein, dass in unserem Land zum Schutz der Bevölkerung endlich etwas geschieht – nehmen Sie sich ein Beispiel an unserem Nachbarland Schweiz: Dort steht ein Ausbaustopp unmittelbar bevor (siehe Anhang).

Ihrem Antwortschreiben sehen wir erwartungsvoll entgegen und verbleiben


Mit freundlichen Grüßen

Daniela Brehm
Im Namen der Bürgerinitiative Konzerthalle


Anlagen:

„Bamberger Ärzteappell“ mit über 130 unterzeichnenden Ärzten

Bericht über bevorstehenden Ausbaustopp in der Schweiz



Auch die Kinder des Bundeskanzlers entkommen nicht den Alltagssorgen verursacht durch die Handy-Manie der Kinder
//omega.twoday.net/stories/461828/

Symposium „Ärzte und Mobilfunk – Auswirkungen auf Mensch und Umwelt“
//omega.twoday.net/stories/457381/

Bamberger Appell – Ärzte gegen Mobilfunk
//omega.twoday.net/stories/282385/

"Bamberger Appell"
//omega.twoday.net/stories/265206/

Endlich ein Signal aus Berlin
//omega.twoday.net/stories/448219/

Strahlendes Bamberg?
//www.gal.bamberg.de/Zeitung/gaz-63/MF-Strahlendes-Bamberg.htm

Darf’s ein bisschen mehr Strahlung sein?
//omega.twoday.net/stories/460009/
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