Der Eigennutz steht solange im Vordergrund, bis sogar die eigenen Kinder hinweggerafft werden
HLV INFO 92/AT
23-06-2005
Dr. Claus Scheingraber 19-06-05
Lieber Herr Hr. Tittmann,
ich übermittle Ihnen heute eine Mailnachricht von Herrn Dipl.Ing. Geppert von diagnose-funk die sehr deutlich das Dilemma der sogenannten Wissenschaftlichkeit aufzeigt. Es wird klar ausgesprochen wie in der Wissenschaft zu Gunsten der Industrie manipuliert wird.
Den Anstoß zu dieser Stellungnahme gab Frau Bietenhard, Geschäftsführerin des FORUM MOBIL (Club der Betreiber, bei uns das IZMF) in Bern, in dem sie sich bei Herrn Geppert beschwerte, dass er "immer wieder Studien anführt, welche nicht auf solider Basis stehen oder nicht repliziert wurden".
Aber bitte lesen Sie nun selbst die Antwort an Frau Bietenhard:
Mit herzlichen Grüßen
Claus Scheingraber
Dr. Claus Scheingraber - Arbeitskreis Elektro-Biologie e.V.
Taubenstr. 14
85649 Brunnthal
Tel: 08102-4420 ab 19 Uhr, tags: 089-9038020
Fax: 089-9045369
Mail: Claus.Scheingraber@t-online.de
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert [mailto:lothar.geppert@diagnose-funk.ch]
Gesendet: Samstag, 18. Juni 2005 17:21
An: 'Bietenhard'
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrte Frau Bietenhard,
ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass einzelne Studien nicht auf "solider Basis" stehen und nicht repliziert wurden. Die fehlende Replikation liegt jedoch meistens daran, dass ein Forscher selten an Ruf gewinnt, wenn er eine vorhandene Studie repliziert. Auch ist es schwierig hierfür Sponsorengelder zu finden, es sei denn der Forscher stellt für die Industrie kein Risiko dar. Was die solide Basis betrifft, so möchte ich betonen, dass die hier aufgeführten Fachzeitschriften, welche solche Studien publizieren einen "Peer Review Board" führen, welcher die Qualität der Studien vor der Publikation kontrolliert. Ich kann leider nichts daran ändern, dass Mobilfunkbetreiber wie Sie die Qualität von Studien mit positivem Befund trotzdem bemängeln. Ich habe bereits erlebt, dass man Studien als nicht solide bezeichnet, obwohl sogar Luftproben gemacht wurden, um Störfaktoren auszuschließen. Eine zufällige Korrelation zw. Luftqualität und elektr. Feldstärke in 15 Studien wäre jedoch etwas unwahrscheinlich, oder?
Wie Sie sicherlich bemerken, versuche auch ich diese gesellschaftspolitische Frage nicht anhand einzelner Studien zu beantworten, sondern auf Basis der gesamten verfügbaren Studien. Dabei vermeide ich jedoch die vorsätzlich falsche Interpretation der Studien wie z. Bsp. die ICNIRP vornimmt. Hier stellt sich immer die Frage nach der Unabhängigkeit. Zudem war Prof. Bernhard, ehem. Vorsitzender der ICNIRP, bei Einführung der Richtlinie 1998 auch Vorsitzender der zuständigen Abt. im BfS und auch der Kontrollbehörde SSK. Korrupter geht es wohl kaum noch.
"Wieviel Schutz für die Menschen nötig ist" und welche Studien "wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen" entscheidet seit jeher derjenige, der am meisten Geld für Hochglanzbroschüren, Forscher und politische Mandate aufbringen kann, und/oder die größte Angst vor Schadenersatz hat (d.h. die Regierung). Trotz etlicher williger Auftragsforscher beträgt der Anteil der Studien mit gefundenem Effekt immer noch 80%. Bei Tabak waren es im Tierversuch nur 50%, bei DDT, PCB auch nur 50%. Wie sie sehen ist daher alles diskutierbar. Bis zur nächsten Katastrophe. Der Mensch lernt offenbar nicht, dass sein egoistisches Handeln Auswirkungen auf die Gesamtheit hat. Der Eigennutz steht solange im Vordergrund, bis sogar die eigenen Kinder von 4fachen Krebsraten hinweggerafft werden (Siehe Naila- und Netanya-Studien). Sind wir wirklich intelligenter als das Tier?
mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
Bibenlosstrasse 12
CH-5620 Bremgarten
Tel./Fax: (++41) 056-631 5784
Email: lothar.geppert@diagnose-funk.ch
http://www.diagnose-funk.ch
P.S.: Mittlerweile fand ich noch eine zweite Studie welche keinen Zusammenhang fand. (Wie Sie sehen versuche ich nichts zu vertuschen.) Koivisto et al. 2001 (http://www.elmar.unibas.ch): Trick bei dieser Studie: Man fragt junge, gesunde Personen (Durchschnittsalter 20) ob sie nach einer EINMALIGEN, 30- bis 60-minütigen Exposition durch ein Mobilfunktelefon Kopfweh verspüren. Da fast alle Teilnehmer Handy-Nutzer waren, kann man davon ausgehen, dass eine einmalige Exposition bei diesen Personen nicht zu Beschwerden führen wird - sonst wären sie längst keine Nutzer mehr. Ich kann mir bildlich vorstellen, wer diese unsinnige Studie gesponsert hat. Sind dies die Studien, die den wissenschaftlichen Kriterien der Lobby vollauf genügen?
--------
Auszug aus
“CRITICISM OF THE PROPOSAL TO ADOPT THE ICNIRP GUIDELINES FOR CELLSITES IN NEW ZEALAND, ICNIRP GUIDELINE CRITIQUE”
Dr Neil Cherry, Lincoln University, 10/2/1999.
Epidemiology of Cancer:
ICNIRP (1998) p 504 concludes by referencing one review (UNEP/WHO/IRPA 1993) and 13 studies concludes: “Overall the results of the small number of epidemiological studies published provide only limited information on cancer risk.”
The UNEP/WHO/IRPA 1993 contains errors, which are propagated through to the ICNIRP assessment.
Thirteen studies are cited directly:
1. Barron and Baraff (1958): The study group is too small (226) and the follow up period (4-13 years from first exposure) is too short to detect cancer. Cancer is not one of the paper’s study’s chosen outcomes. It is grossly dishonest and misleading to include this paper in a cancer assessment and to cite it as showing that there are no cancer risks from exposure to radar.
2. Robinette et al. (1980): Is widely claimed to show no effects when its data does show significant adverse human health effects.
3. Lilienfeld et al. (1978): Is widely claimed to show no effects when its data does show significant adverse human health effects.
4. Selvin et al. (1992): Is widely claimed to show no effects when it was aiming to develop an epidemiological method relating to spatial clustering. Its data does show significant adverse human health effects.
5. Beall et al. (1996): Is quoted by ICNIRP as failing to show significant increases in nervous system tumours, when it does.
6. Grayson (1996) Is quoted by ICNIRP as failing to show significant increases in nervous system tumours, when it does.
7. Rothman et al. (1996a): ICNIRP acknowledges that it is still too early to observe an effect of cancer incidence and mortality from mobile telephone use as yet.
8. Rothman et al (1997b) ICNIRP acknowledges that it is still too early to observe an effect of cancer incidence and mortality from mobile telephone use as yet.
9. Szmigielski et al. (1988): finds significant increases in leukaemia incidence and mortality among Polish Military personnel exposed to radio and radar, which ICNIRP says is difficult to interpret because neither the size of the population nor the exposure levels are clearly stated. In fact the Polish Military microwave exposure regime is presented and the group is described by the authors as “large and well controlled”.
10. Szmigielski (1996): ICNIRP acknowledges that Szmigielski found significant increases in leukaemia but criticizes the exposure assessment. Again, the exposure regime is well described, but as in all large population studies, individual exposures are not monitored but group exposures can be well classified.
11. Hocking et al. (1996), (12.) Dolk et al. (1997a) and (13.) Dolk et al. (1997b) are acknowledged as “suggesting a local increase in leukaemia incidence” in population living in the vicinity of TV/FM transmission towers, but ICNIRP calls the results “Inconclusive”. (…)
s. zu dem vorstehenden Bericht den gesamten Schriftwechsel zwischen den Beteiligten
Informant Volker Hartenstein, MdL a.D. 20-06-05
Lieber Herr Meierhofer,
wie Sie sehen zieht die Lobby alle Register um den Kopf über Wasser zu halten. Besonders gerne beruft man sich dabei auf die eigenen El.-Ing. (ICNIRP, Dürrenberger, etc.).
Beste Grüsse,
L. Geppert
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert
Gesendet: Samstag, 18. Juni 2005 17:21
An: 'Bietenhard'
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrte Frau Bietenhard,
ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass einzelne Studien nicht auf "solider Basis" stehen und nicht repliziert wurden. Die fehlende Replikation liegt jedoch meistens daran, dass ein Forscher selten an Ruf gewinnt, wenn er eine vorhandene Studie repliziert. Auch ist es schwierig hierfür Sponsorengelder zu finden, es sei denn der Forscher stellt für die Industrie kein Risiko dar. Was die solide Basis betrifft, so möchte ich betonen, dass die hier aufgeführten Fachzeitschriften, welche solche Studien publizieren einen "Peer Review Board" führen, welcher die Qualität der Studien vor der Publikation kontrolliert. Ich kann leider nichts daran ändern, dass Mobilfunkbetreiber wie Sie die Qualität von Studien mit positivem Befund trotzdem bemängeln. Ich habe bereits erlebt, dass man Studien als nicht solide bezeichnet, obwohl sogar Luftproben gemacht wurden, um Störfaktoren auszuschließen. Eine zufällige Korrelation zw. Luftqualität und elektr. Feldstärke in 15 Studien wäre jedoch etwas unwahrscheinlich, oder?
Wie Sie sicherlich bemerken, versuche auch ich diese gesellschaftspolitische Frage nicht anhand einzelner Studien zu beantworten, sondern auf Basis der gesamten verfügbaren Studien. Dabei vermeide ich jedoch die vorsätzlich falsche Interpretation der Studien wie z. Bsp. die ICNIRP vornimmt. Hier stellt sich immer die Frage nach der Unabhängigkeit. Zudem war Prof. Bernhard, ehem. Vorsitzender der ICNIRP, bei Einführung der Richtlinie 1998 auch Vorsitzender der zuständigen Abt. im BfS und auch der Kontrollbehörde SSK. Korrupter geht es wohl kaum noch.
"Wieviel Schutz für die Menschen nötig ist" und welche Studien "wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen" entscheidet seit jeher derjenige, der am meisten Geld für Hochglanzbroschüren, Forscher und politische Mandate aufbringen kann, und/oder die größte Angst vor Schadenersatz hat (d.h. die Regierung). Trotz etlicher williger Auftragsforscher beträgt der Anteil der Studien mit gefundenem Effekt immer noch 80%. Bei Tabak waren es im Tierversuch nur 50%, bei DDT, PCB auch nur 50%. Wie sie sehen ist daher alles diskutierbar. Bis zur nächsten Katastrophe. Der Mensch lernt offenbar nicht, dass sein egoistisches Handeln Auswirkungen auf die Gesamtheit hat. Der Eigennutz steht solange im Vordergrund, bis sogar die eigenen Kinder von 4fachen Krebsraten hinweggerafft werden (Siehe Naila- und Netanya-Studien). Sind wir wirklich intelligenter als das Tier?
mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
Bibenlosstrasse 12
CH-5620 Bremgarten
Tel./Fax: (++41) 056-631 5784
Email: lothar.geppert@diagnose-funk.ch
http://www.diagnose-funk.ch
P.S.: Mittlerweile fand ich noch eine zweite Studie welche keinen Zusammenhang fand. (Wie Sie sehen versuche ich nichts zu vertuschen.) Koivisto et al. 2001 (http://www.elmar.unibas.ch): Trick bei dieser Studie: Man fragt junge, gesunde Personen (Durchschnittsalter 20) ob sie nach einer EINMALIGEN, 30- bis 60-minütigen Exposition durch ein Mobilfunktelefon Kopfweh verspüren. Da fast alle Teilnehmer Handy-Nutzer waren, kann man davon ausgehen, dass eine einmalige Exposition bei diesen Personen nicht zu Beschwerden führen wird - sonst wären sie längst keine Nutzer mehr. Ich kann mir bildlich vorstellen, wer diese unsinnige Studie gesponsert hat. Sind dies die Studien, die den wissenschaftlichen Kriterien der Lobby vollauf genügen?
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Bietenhard
Gesendet: Freitag, 17. Juni 2005 11:22
An: 'Lothar Geppert';
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr Geppert
Ich danke Ihnen für Ihr Mail - bin aber nach wie vor der Meinung, dass Sie in der Diskussion rund um die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern immer wieder Studien anführen, welche nicht auf solider Basis stehen oder nicht repliziert wurden. Sie begründen Ihre Meinung mehrheitlich nicht auf den gängigen Übersichtsarbeiten (von ICNIRP bis Stewart-Report) und kritisieren die BUWAL-Arbeit, obwohl eine Beurteilung des gesellschaftlichen Risikos nur auf der aktuellen Gesamtsicht der fundierten wissenschaftlichen Arbeiten erfolgen kann.
Die Diskussion über Mobilfunk müssen wir auf die Basis methodisch korrekter Studien und anerkannter Wissenschaft stellen. Dann können wir gern darüber streiten, wieviel Schutz für die Menschen nötig ist und wieviel Vorsorge angesichts noch unbekannter Restrisiken sinnvoll ist. Aber die Trennung zwischen Fachwissen und politischer Bewertung sollte transparent sein. Dies schätze ich beispielsweise an der Vereinigung der Ärzte für Umweltschutz: sie führen in der Diskussion keine Studien an, die wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen. Schliesslich können wir gesellschaftspolitisch wichtige Entscheide nicht auf einem beliebigen Fundament treffen.
Mit freundlichem Gruss
Sonja Bietenhard
Geschäftsführerin
Forum Mobil
Kramgasse 16
CH-3011 Bern
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert
Gesendet: Freitag, 17. Juni 2005 10:54
Betreff: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr von Büren,
wie Sie gewünscht haben, finden Sie anbei die Liste der 12 Studien zu Kopfweh durch HF-Strahlung (dabei wurden es jetzt 15):
1. Navarro E.A. et al., 2003: The microwave syndrome : A preliminary study in Spain. Electromagnetic Biology and Medicine, 22, 161-169.
2. Oberfeld, G., Navarro, E. A., Portoles, M., Ceferino, M., Gomez-Perretta, C., 2004: The microwave syndrome - further Aspects of a Spanish Study. Proceedings of 3rd Int. Workshop on Biological Effects of Electromagnetic Fields, 4.-8. Oct. 2004, Kos, Greece.
3. Santini, R., Santini, P., Danze, J.M., Le Ruz, P., Seigne, M., 2002, Study of the health of people living in the vicinity of mobile phone base stations: I. Influence of distance and sex. Pathol Biol (Paris) 50:369-373.
4. Santini R. et al., 2003: Survey study of people living in the vicinity of cellular phone base stations. Electromagnetic Biology and Medicine, 22, 41-49.
5. Frey, A. H., 1998: Headaches from Cellular Telephones: Are they real and what are the implications?, Environmental Health Perspective, 106, 101-103.
6. Chia, S.E., Chia, H.P., and Tan, J.S., 2000a: Health hazards of mobile phones - Prevalence of headache is increased among users in Singapore. British Medical Journal, 321, 1155-1156.
7. Chia, S.E., Chia, H.P., and Tan, J.S, 2000b: Prevalence of Headache among Hand-Held Cellular Telephone Users in Sigapore: Acommunity study, Environmental Health Perspective, 108, 1059-1062.
8. Hocking, B. and Westerman, R., 2001: Neurological abnormalities associated with CDMA exposure. Occupational Medicine-Oxford, 51, 410-413.
9. Hocking, B., 1998: Symptoms associated with mobile phone use. Occupational medicine-London, 48, 357-360.
10. Oftedal, G., Wilen, J., Sandstrom, M., and Mild, K.H., 2000: Symptoms experienced in connection with mobile phone use. Occupational Medicine-London, 50, 237-245.
11. Sandstrom, M., Wilen, J., Oftedal, G. and Mild, K.H., 2001: Mobile phone use and subjective symptoms. Comparison of symptoms experienced by users of analogue and digital mobile phones. Occupational Medicine-Oxford, 51, 25-35.
12. Schilling, C.J., 1997: Effect of acute exposure to ultrahigh radiofrequency radiation on three antenna engineers. Occupational and Environmental Medicine, 54, 281-284.
Statistisch nicht signifikant:
13. Altpeter, E.S., Krebs, T., Pfluger, D.H., von Känel, J., Blattmann, R., Emmenegger, D., Cloetta, B., Rogger, U., Gerber, H., Manz, B., Coray, R., Baumann, R., Staerk, K., Griot, C., and Abelin, T., 1995: Study on health effects of the shortwave transmitter station of Schwarzenburg, Berne, Switzerland (Major report). Federal Office of Energy, Bern
14. Balikci, K., Ozcan, C., Turgut-Balik, D., Balik, H.H., 2005: A survey study on some neurological symptoms and sensations experienced by long term users of mobile phones, Pathologie Biologie
15. Studie der Irish Doctors Environmental Association (IDEA) unter:
http://www.thisislondon.co.uk/news/articles/16470166?source=Evening%20Standard
Publikation in Fachzeitschrift noch offen.
Es ist mir nur eine Studie zu Kopfweh durch HF-Strahlung bekannt, welche KEINEN Zusammenhang fand: Santini et al., 2002: Symptoms experienced by users of digital cellular phones: A study of a French engineering school. Electromagnetic Biology and Medicine, 21, 81-88. Das Kollektiv bestand jedoch ausschliesslich aus Schülern. Es ist bekannt, dass die EM-Sensibilität mit dem Alter steigt.
Alle Studien können Sie unter <file://www.nebis.ch> www.nebis.ch bestellen.
Im übrigen lässt sich die Frage nach der Schädlichkeit der HF-Strahlung nach 600 Studien recht gut beantworten, auch wenn Mikrowellen-Elektroniker wie Herr Dürrenberger (Forschungsstiftung ETH) dies nicht so recht sehen wollen. Die Schadenersatz-Summen wären denn auch zu gewaltig.
Eine (noch unvollständige) Liste der bis 2003 vorhandenen Studien, welche gesundheitsschädigende Effekte im Feldstärkebereich heutiger Anwendungen zeigen, aber per Definition nicht in der BUWAL Literaturübersicht aufgenommen wurden (oder vergessen wurden), finden Sie hier.
<<...>>
Das Fazit des BUWAL lautet denn auch: Alles unklar, fehlende Evidenz (Siehe BUWAL Bericht Nr. 162) Wenn Sie mit dem ISPM Basel debattieren, können Sie auch vor eine Mauer reden. Man will nichts wissen und erfindet z. T. Ausreden.
Wenn Sie jedoch unvoreingenommene, sachliche Auswertungen bevorzugen, empfehle ich Ihnen den "EMF-Monitor" vom ECOLOG-Institut ( <file://www.ecolog-institut.de> http://www.ecolog-institut.de) zu abonnieren.
Anbei auch noch eine andere Leseprobe von Prof. Michael Kundi, einem der wenigen verbliebenen unabhängigen Professoren auf diesem Gebiet:
<<...>>
Sehr informativ und auch amüsant zu lesen ist folgender Link:
<file://www.maes.de/ZITATE-1.pdf> www.maes.de/ZITATE-1.pdf
(Wolfgang Maes ist der renommierteste deutsche Baubiologe) Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Mechanismen der Verharmlosung.
Wieso man in den Medien nichts hört:
http://www.elektrosmognews.de/news/nra.htm
http://www.buergerwelle.de/body_newsletter_271103.html
Die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft:
<<...>>
(Daten für die Schweiz wurden mir auf Anfrage nicht bekannt gegeben).
Ich habe Verständnis dafür, dass Sie sich als El.-Ing durch diesen Artikel in der Ehre gekränkt fühlen. Ihre Branche kann jedoch recht zufrieden sein, da die Auswirkungen des Elektrosmog bisher von Industrie, Regierung und (abhängiger) Forschung sehr erfolgreich verharmlost wurde. Wir beobachten leider, dass man sich hierbei sogar in wissenschaftlich anmutenden Zeitschriften ohne weiteres der Lüge bedient. Etliche Beispiele könnte ich Ihnen anführen.
Letztendlich wiederholt sich die Geschichte genau wie beim Fall Asbest - nur sind diesmal nicht nur die Bauarbeiter bedroht, sondern 7.4 Mio. Bürger...
Für weitere Informationen biete ich Ihnen ein persönliches Gespräch an, und verbleibe hiermit mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
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CH-5620 Bremgarten
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Ernst Meierhofer
Gesendet: Donnerstag, 16. Juni 2005 14:07
An: Thomas von Büren
Betreff: Re: Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr von Büren,
ich danke Ihnen für Ihre Wortmeldung.
Ich werde Ihr Mail an Herrn Geppert weiterleiten, er hat ja die Aussage über die Studien so gemacht, und vielleicht hat er Lust, Ihnen die genauen Quellen-Angaben zu machen.
Es ist in der Tat so, dass wir keine Aussagen gemacht haben zu Studien, die WLAN-Strahlung als harmlos bezeichnen. Da ich gegenwärtig ein Buch zum Thema Elektrosmog vorbereite, bin ich Ihnen um Angabe der entsprechenden Links dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Ernst Meierhofer
Redaktion K-Tipp
Postfach 431
8024 Zürich
Von: Thomas von Büren
Datum: Wed, 15 Jun 2005 18:31:20 +0200
Betreff: Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr Meierhofer,
ich fand Ihren Artikel sehr unausgewogen, tendenziös und unwissenschaftlich. Ich bin grundsätzlich sehr daran interessiert, mehr über die gesundheitliche Gefährdung durch elektromagnetischer Strahlung zu erfahren. Ihr Artikel ist aber eher als Desinformation geeignet.
Ihr Artikel ist aus folgenden Gründen einseitig::
- sie erwähnen bei den Links nur solche von Kritikern. Was ist mit Informationen der "anderen Seite", also Links die die WLAN Strahlung als relativ ungefährlich einstufen? Bei fairen Artikeln lässt man immer beide Seite zu Wort kommen.
- sie erwähnen nicht, dass die Strahlung bei WLAN wesentlich schwächer ist als bei Handys
- sie ewähnen nicht, dass es auch Fälle gibt, wo sich Leute einbilden, der Elektrosmog schade ihnen. Ich bin überzeugt, es gibt auch Studien zu diesem Thema. Die hätten sie auch erwähnen müssen.
Ihr Artikel ist aus folgenden Gründen unwissenschaftlich:
- sie erwähnen zwar zwölf Studien, listen aber die genaue Quellenangaben nicht auf
- sie schmeissen wild mit irgendwelchen Feldstärken herum, die irgendeine Person irgendwo mal gemessen hat
Ich hoffe, solche schlechten Artikel kommen in Zukunft nicht mehr im K-Tipp vor. Ansonsten überlege ich mir, das K-Tipp Abo zu beenden.
mit freundlichen Grüssen,
Thomas von Büren,
Dipl. El-Ing. ETH
--------
http://omega.twoday.net/search?q=betrayal
http://omega.twoday.net/search?q=ICNIRP
http://omega.twoday.net/search?q=Prof.+Bernhard
23-06-2005
Dr. Claus Scheingraber 19-06-05
Lieber Herr Hr. Tittmann,
ich übermittle Ihnen heute eine Mailnachricht von Herrn Dipl.Ing. Geppert von diagnose-funk die sehr deutlich das Dilemma der sogenannten Wissenschaftlichkeit aufzeigt. Es wird klar ausgesprochen wie in der Wissenschaft zu Gunsten der Industrie manipuliert wird.
Den Anstoß zu dieser Stellungnahme gab Frau Bietenhard, Geschäftsführerin des FORUM MOBIL (Club der Betreiber, bei uns das IZMF) in Bern, in dem sie sich bei Herrn Geppert beschwerte, dass er "immer wieder Studien anführt, welche nicht auf solider Basis stehen oder nicht repliziert wurden".
Aber bitte lesen Sie nun selbst die Antwort an Frau Bietenhard:
Mit herzlichen Grüßen
Claus Scheingraber
Dr. Claus Scheingraber - Arbeitskreis Elektro-Biologie e.V.
Taubenstr. 14
85649 Brunnthal
Tel: 08102-4420 ab 19 Uhr, tags: 089-9038020
Fax: 089-9045369
Mail: Claus.Scheingraber@t-online.de
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert [mailto:lothar.geppert@diagnose-funk.ch]
Gesendet: Samstag, 18. Juni 2005 17:21
An: 'Bietenhard'
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrte Frau Bietenhard,
ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass einzelne Studien nicht auf "solider Basis" stehen und nicht repliziert wurden. Die fehlende Replikation liegt jedoch meistens daran, dass ein Forscher selten an Ruf gewinnt, wenn er eine vorhandene Studie repliziert. Auch ist es schwierig hierfür Sponsorengelder zu finden, es sei denn der Forscher stellt für die Industrie kein Risiko dar. Was die solide Basis betrifft, so möchte ich betonen, dass die hier aufgeführten Fachzeitschriften, welche solche Studien publizieren einen "Peer Review Board" führen, welcher die Qualität der Studien vor der Publikation kontrolliert. Ich kann leider nichts daran ändern, dass Mobilfunkbetreiber wie Sie die Qualität von Studien mit positivem Befund trotzdem bemängeln. Ich habe bereits erlebt, dass man Studien als nicht solide bezeichnet, obwohl sogar Luftproben gemacht wurden, um Störfaktoren auszuschließen. Eine zufällige Korrelation zw. Luftqualität und elektr. Feldstärke in 15 Studien wäre jedoch etwas unwahrscheinlich, oder?
Wie Sie sicherlich bemerken, versuche auch ich diese gesellschaftspolitische Frage nicht anhand einzelner Studien zu beantworten, sondern auf Basis der gesamten verfügbaren Studien. Dabei vermeide ich jedoch die vorsätzlich falsche Interpretation der Studien wie z. Bsp. die ICNIRP vornimmt. Hier stellt sich immer die Frage nach der Unabhängigkeit. Zudem war Prof. Bernhard, ehem. Vorsitzender der ICNIRP, bei Einführung der Richtlinie 1998 auch Vorsitzender der zuständigen Abt. im BfS und auch der Kontrollbehörde SSK. Korrupter geht es wohl kaum noch.
"Wieviel Schutz für die Menschen nötig ist" und welche Studien "wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen" entscheidet seit jeher derjenige, der am meisten Geld für Hochglanzbroschüren, Forscher und politische Mandate aufbringen kann, und/oder die größte Angst vor Schadenersatz hat (d.h. die Regierung). Trotz etlicher williger Auftragsforscher beträgt der Anteil der Studien mit gefundenem Effekt immer noch 80%. Bei Tabak waren es im Tierversuch nur 50%, bei DDT, PCB auch nur 50%. Wie sie sehen ist daher alles diskutierbar. Bis zur nächsten Katastrophe. Der Mensch lernt offenbar nicht, dass sein egoistisches Handeln Auswirkungen auf die Gesamtheit hat. Der Eigennutz steht solange im Vordergrund, bis sogar die eigenen Kinder von 4fachen Krebsraten hinweggerafft werden (Siehe Naila- und Netanya-Studien). Sind wir wirklich intelligenter als das Tier?
mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
Bibenlosstrasse 12
CH-5620 Bremgarten
Tel./Fax: (++41) 056-631 5784
Email: lothar.geppert@diagnose-funk.ch
http://www.diagnose-funk.ch
P.S.: Mittlerweile fand ich noch eine zweite Studie welche keinen Zusammenhang fand. (Wie Sie sehen versuche ich nichts zu vertuschen.) Koivisto et al. 2001 (http://www.elmar.unibas.ch): Trick bei dieser Studie: Man fragt junge, gesunde Personen (Durchschnittsalter 20) ob sie nach einer EINMALIGEN, 30- bis 60-minütigen Exposition durch ein Mobilfunktelefon Kopfweh verspüren. Da fast alle Teilnehmer Handy-Nutzer waren, kann man davon ausgehen, dass eine einmalige Exposition bei diesen Personen nicht zu Beschwerden führen wird - sonst wären sie längst keine Nutzer mehr. Ich kann mir bildlich vorstellen, wer diese unsinnige Studie gesponsert hat. Sind dies die Studien, die den wissenschaftlichen Kriterien der Lobby vollauf genügen?
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Auszug aus
“CRITICISM OF THE PROPOSAL TO ADOPT THE ICNIRP GUIDELINES FOR CELLSITES IN NEW ZEALAND, ICNIRP GUIDELINE CRITIQUE”
Dr Neil Cherry, Lincoln University, 10/2/1999.
Epidemiology of Cancer:
ICNIRP (1998) p 504 concludes by referencing one review (UNEP/WHO/IRPA 1993) and 13 studies concludes: “Overall the results of the small number of epidemiological studies published provide only limited information on cancer risk.”
The UNEP/WHO/IRPA 1993 contains errors, which are propagated through to the ICNIRP assessment.
Thirteen studies are cited directly:
1. Barron and Baraff (1958): The study group is too small (226) and the follow up period (4-13 years from first exposure) is too short to detect cancer. Cancer is not one of the paper’s study’s chosen outcomes. It is grossly dishonest and misleading to include this paper in a cancer assessment and to cite it as showing that there are no cancer risks from exposure to radar.
2. Robinette et al. (1980): Is widely claimed to show no effects when its data does show significant adverse human health effects.
3. Lilienfeld et al. (1978): Is widely claimed to show no effects when its data does show significant adverse human health effects.
4. Selvin et al. (1992): Is widely claimed to show no effects when it was aiming to develop an epidemiological method relating to spatial clustering. Its data does show significant adverse human health effects.
5. Beall et al. (1996): Is quoted by ICNIRP as failing to show significant increases in nervous system tumours, when it does.
6. Grayson (1996) Is quoted by ICNIRP as failing to show significant increases in nervous system tumours, when it does.
7. Rothman et al. (1996a): ICNIRP acknowledges that it is still too early to observe an effect of cancer incidence and mortality from mobile telephone use as yet.
8. Rothman et al (1997b) ICNIRP acknowledges that it is still too early to observe an effect of cancer incidence and mortality from mobile telephone use as yet.
9. Szmigielski et al. (1988): finds significant increases in leukaemia incidence and mortality among Polish Military personnel exposed to radio and radar, which ICNIRP says is difficult to interpret because neither the size of the population nor the exposure levels are clearly stated. In fact the Polish Military microwave exposure regime is presented and the group is described by the authors as “large and well controlled”.
10. Szmigielski (1996): ICNIRP acknowledges that Szmigielski found significant increases in leukaemia but criticizes the exposure assessment. Again, the exposure regime is well described, but as in all large population studies, individual exposures are not monitored but group exposures can be well classified.
11. Hocking et al. (1996), (12.) Dolk et al. (1997a) and (13.) Dolk et al. (1997b) are acknowledged as “suggesting a local increase in leukaemia incidence” in population living in the vicinity of TV/FM transmission towers, but ICNIRP calls the results “Inconclusive”. (…)
s. zu dem vorstehenden Bericht den gesamten Schriftwechsel zwischen den Beteiligten
Informant Volker Hartenstein, MdL a.D. 20-06-05
Lieber Herr Meierhofer,
wie Sie sehen zieht die Lobby alle Register um den Kopf über Wasser zu halten. Besonders gerne beruft man sich dabei auf die eigenen El.-Ing. (ICNIRP, Dürrenberger, etc.).
Beste Grüsse,
L. Geppert
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert
Gesendet: Samstag, 18. Juni 2005 17:21
An: 'Bietenhard'
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrte Frau Bietenhard,
ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass einzelne Studien nicht auf "solider Basis" stehen und nicht repliziert wurden. Die fehlende Replikation liegt jedoch meistens daran, dass ein Forscher selten an Ruf gewinnt, wenn er eine vorhandene Studie repliziert. Auch ist es schwierig hierfür Sponsorengelder zu finden, es sei denn der Forscher stellt für die Industrie kein Risiko dar. Was die solide Basis betrifft, so möchte ich betonen, dass die hier aufgeführten Fachzeitschriften, welche solche Studien publizieren einen "Peer Review Board" führen, welcher die Qualität der Studien vor der Publikation kontrolliert. Ich kann leider nichts daran ändern, dass Mobilfunkbetreiber wie Sie die Qualität von Studien mit positivem Befund trotzdem bemängeln. Ich habe bereits erlebt, dass man Studien als nicht solide bezeichnet, obwohl sogar Luftproben gemacht wurden, um Störfaktoren auszuschließen. Eine zufällige Korrelation zw. Luftqualität und elektr. Feldstärke in 15 Studien wäre jedoch etwas unwahrscheinlich, oder?
Wie Sie sicherlich bemerken, versuche auch ich diese gesellschaftspolitische Frage nicht anhand einzelner Studien zu beantworten, sondern auf Basis der gesamten verfügbaren Studien. Dabei vermeide ich jedoch die vorsätzlich falsche Interpretation der Studien wie z. Bsp. die ICNIRP vornimmt. Hier stellt sich immer die Frage nach der Unabhängigkeit. Zudem war Prof. Bernhard, ehem. Vorsitzender der ICNIRP, bei Einführung der Richtlinie 1998 auch Vorsitzender der zuständigen Abt. im BfS und auch der Kontrollbehörde SSK. Korrupter geht es wohl kaum noch.
"Wieviel Schutz für die Menschen nötig ist" und welche Studien "wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen" entscheidet seit jeher derjenige, der am meisten Geld für Hochglanzbroschüren, Forscher und politische Mandate aufbringen kann, und/oder die größte Angst vor Schadenersatz hat (d.h. die Regierung). Trotz etlicher williger Auftragsforscher beträgt der Anteil der Studien mit gefundenem Effekt immer noch 80%. Bei Tabak waren es im Tierversuch nur 50%, bei DDT, PCB auch nur 50%. Wie sie sehen ist daher alles diskutierbar. Bis zur nächsten Katastrophe. Der Mensch lernt offenbar nicht, dass sein egoistisches Handeln Auswirkungen auf die Gesamtheit hat. Der Eigennutz steht solange im Vordergrund, bis sogar die eigenen Kinder von 4fachen Krebsraten hinweggerafft werden (Siehe Naila- und Netanya-Studien). Sind wir wirklich intelligenter als das Tier?
mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
Bibenlosstrasse 12
CH-5620 Bremgarten
Tel./Fax: (++41) 056-631 5784
Email: lothar.geppert@diagnose-funk.ch
http://www.diagnose-funk.ch
P.S.: Mittlerweile fand ich noch eine zweite Studie welche keinen Zusammenhang fand. (Wie Sie sehen versuche ich nichts zu vertuschen.) Koivisto et al. 2001 (http://www.elmar.unibas.ch): Trick bei dieser Studie: Man fragt junge, gesunde Personen (Durchschnittsalter 20) ob sie nach einer EINMALIGEN, 30- bis 60-minütigen Exposition durch ein Mobilfunktelefon Kopfweh verspüren. Da fast alle Teilnehmer Handy-Nutzer waren, kann man davon ausgehen, dass eine einmalige Exposition bei diesen Personen nicht zu Beschwerden führen wird - sonst wären sie längst keine Nutzer mehr. Ich kann mir bildlich vorstellen, wer diese unsinnige Studie gesponsert hat. Sind dies die Studien, die den wissenschaftlichen Kriterien der Lobby vollauf genügen?
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Bietenhard
Gesendet: Freitag, 17. Juni 2005 11:22
An: 'Lothar Geppert';
Betreff: AW: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr Geppert
Ich danke Ihnen für Ihr Mail - bin aber nach wie vor der Meinung, dass Sie in der Diskussion rund um die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern immer wieder Studien anführen, welche nicht auf solider Basis stehen oder nicht repliziert wurden. Sie begründen Ihre Meinung mehrheitlich nicht auf den gängigen Übersichtsarbeiten (von ICNIRP bis Stewart-Report) und kritisieren die BUWAL-Arbeit, obwohl eine Beurteilung des gesellschaftlichen Risikos nur auf der aktuellen Gesamtsicht der fundierten wissenschaftlichen Arbeiten erfolgen kann.
Die Diskussion über Mobilfunk müssen wir auf die Basis methodisch korrekter Studien und anerkannter Wissenschaft stellen. Dann können wir gern darüber streiten, wieviel Schutz für die Menschen nötig ist und wieviel Vorsorge angesichts noch unbekannter Restrisiken sinnvoll ist. Aber die Trennung zwischen Fachwissen und politischer Bewertung sollte transparent sein. Dies schätze ich beispielsweise an der Vereinigung der Ärzte für Umweltschutz: sie führen in der Diskussion keine Studien an, die wissenschaftlichen Kriterien nicht vollauf genügen. Schliesslich können wir gesellschaftspolitisch wichtige Entscheide nicht auf einem beliebigen Fundament treffen.
Mit freundlichem Gruss
Sonja Bietenhard
Geschäftsführerin
Forum Mobil
Kramgasse 16
CH-3011 Bern
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Geppert
Gesendet: Freitag, 17. Juni 2005 10:54
Betreff: Info zu K-Tipp-Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr von Büren,
wie Sie gewünscht haben, finden Sie anbei die Liste der 12 Studien zu Kopfweh durch HF-Strahlung (dabei wurden es jetzt 15):
1. Navarro E.A. et al., 2003: The microwave syndrome : A preliminary study in Spain. Electromagnetic Biology and Medicine, 22, 161-169.
2. Oberfeld, G., Navarro, E. A., Portoles, M., Ceferino, M., Gomez-Perretta, C., 2004: The microwave syndrome - further Aspects of a Spanish Study. Proceedings of 3rd Int. Workshop on Biological Effects of Electromagnetic Fields, 4.-8. Oct. 2004, Kos, Greece.
3. Santini, R., Santini, P., Danze, J.M., Le Ruz, P., Seigne, M., 2002, Study of the health of people living in the vicinity of mobile phone base stations: I. Influence of distance and sex. Pathol Biol (Paris) 50:369-373.
4. Santini R. et al., 2003: Survey study of people living in the vicinity of cellular phone base stations. Electromagnetic Biology and Medicine, 22, 41-49.
5. Frey, A. H., 1998: Headaches from Cellular Telephones: Are they real and what are the implications?, Environmental Health Perspective, 106, 101-103.
6. Chia, S.E., Chia, H.P., and Tan, J.S., 2000a: Health hazards of mobile phones - Prevalence of headache is increased among users in Singapore. British Medical Journal, 321, 1155-1156.
7. Chia, S.E., Chia, H.P., and Tan, J.S, 2000b: Prevalence of Headache among Hand-Held Cellular Telephone Users in Sigapore: Acommunity study, Environmental Health Perspective, 108, 1059-1062.
8. Hocking, B. and Westerman, R., 2001: Neurological abnormalities associated with CDMA exposure. Occupational Medicine-Oxford, 51, 410-413.
9. Hocking, B., 1998: Symptoms associated with mobile phone use. Occupational medicine-London, 48, 357-360.
10. Oftedal, G., Wilen, J., Sandstrom, M., and Mild, K.H., 2000: Symptoms experienced in connection with mobile phone use. Occupational Medicine-London, 50, 237-245.
11. Sandstrom, M., Wilen, J., Oftedal, G. and Mild, K.H., 2001: Mobile phone use and subjective symptoms. Comparison of symptoms experienced by users of analogue and digital mobile phones. Occupational Medicine-Oxford, 51, 25-35.
12. Schilling, C.J., 1997: Effect of acute exposure to ultrahigh radiofrequency radiation on three antenna engineers. Occupational and Environmental Medicine, 54, 281-284.
Statistisch nicht signifikant:
13. Altpeter, E.S., Krebs, T., Pfluger, D.H., von Känel, J., Blattmann, R., Emmenegger, D., Cloetta, B., Rogger, U., Gerber, H., Manz, B., Coray, R., Baumann, R., Staerk, K., Griot, C., and Abelin, T., 1995: Study on health effects of the shortwave transmitter station of Schwarzenburg, Berne, Switzerland (Major report). Federal Office of Energy, Bern
14. Balikci, K., Ozcan, C., Turgut-Balik, D., Balik, H.H., 2005: A survey study on some neurological symptoms and sensations experienced by long term users of mobile phones, Pathologie Biologie
15. Studie der Irish Doctors Environmental Association (IDEA) unter:
http://www.thisislondon.co.uk/news/articles/16470166?source=Evening%20Standard
Publikation in Fachzeitschrift noch offen.
Es ist mir nur eine Studie zu Kopfweh durch HF-Strahlung bekannt, welche KEINEN Zusammenhang fand: Santini et al., 2002: Symptoms experienced by users of digital cellular phones: A study of a French engineering school. Electromagnetic Biology and Medicine, 21, 81-88. Das Kollektiv bestand jedoch ausschliesslich aus Schülern. Es ist bekannt, dass die EM-Sensibilität mit dem Alter steigt.
Alle Studien können Sie unter <file://www.nebis.ch> www.nebis.ch bestellen.
Im übrigen lässt sich die Frage nach der Schädlichkeit der HF-Strahlung nach 600 Studien recht gut beantworten, auch wenn Mikrowellen-Elektroniker wie Herr Dürrenberger (Forschungsstiftung ETH) dies nicht so recht sehen wollen. Die Schadenersatz-Summen wären denn auch zu gewaltig.
Eine (noch unvollständige) Liste der bis 2003 vorhandenen Studien, welche gesundheitsschädigende Effekte im Feldstärkebereich heutiger Anwendungen zeigen, aber per Definition nicht in der BUWAL Literaturübersicht aufgenommen wurden (oder vergessen wurden), finden Sie hier.
<<...>>
Das Fazit des BUWAL lautet denn auch: Alles unklar, fehlende Evidenz (Siehe BUWAL Bericht Nr. 162) Wenn Sie mit dem ISPM Basel debattieren, können Sie auch vor eine Mauer reden. Man will nichts wissen und erfindet z. T. Ausreden.
Wenn Sie jedoch unvoreingenommene, sachliche Auswertungen bevorzugen, empfehle ich Ihnen den "EMF-Monitor" vom ECOLOG-Institut ( <file://www.ecolog-institut.de> http://www.ecolog-institut.de) zu abonnieren.
Anbei auch noch eine andere Leseprobe von Prof. Michael Kundi, einem der wenigen verbliebenen unabhängigen Professoren auf diesem Gebiet:
<<...>>
Sehr informativ und auch amüsant zu lesen ist folgender Link:
<file://www.maes.de/ZITATE-1.pdf> www.maes.de/ZITATE-1.pdf
(Wolfgang Maes ist der renommierteste deutsche Baubiologe) Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Mechanismen der Verharmlosung.
Wieso man in den Medien nichts hört:
http://www.elektrosmognews.de/news/nra.htm
http://www.buergerwelle.de/body_newsletter_271103.html
Die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft:
<<...>>
(Daten für die Schweiz wurden mir auf Anfrage nicht bekannt gegeben).
Ich habe Verständnis dafür, dass Sie sich als El.-Ing durch diesen Artikel in der Ehre gekränkt fühlen. Ihre Branche kann jedoch recht zufrieden sein, da die Auswirkungen des Elektrosmog bisher von Industrie, Regierung und (abhängiger) Forschung sehr erfolgreich verharmlost wurde. Wir beobachten leider, dass man sich hierbei sogar in wissenschaftlich anmutenden Zeitschriften ohne weiteres der Lüge bedient. Etliche Beispiele könnte ich Ihnen anführen.
Letztendlich wiederholt sich die Geschichte genau wie beim Fall Asbest - nur sind diesmal nicht nur die Bauarbeiter bedroht, sondern 7.4 Mio. Bürger...
Für weitere Informationen biete ich Ihnen ein persönliches Gespräch an, und verbleibe hiermit mit freundlichen Grüssen,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
Bibenlosstrasse 12
CH-5620 Bremgarten
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Ernst Meierhofer
Gesendet: Donnerstag, 16. Juni 2005 14:07
An: Thomas von Büren
Betreff: Re: Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr von Büren,
ich danke Ihnen für Ihre Wortmeldung.
Ich werde Ihr Mail an Herrn Geppert weiterleiten, er hat ja die Aussage über die Studien so gemacht, und vielleicht hat er Lust, Ihnen die genauen Quellen-Angaben zu machen.
Es ist in der Tat so, dass wir keine Aussagen gemacht haben zu Studien, die WLAN-Strahlung als harmlos bezeichnen. Da ich gegenwärtig ein Buch zum Thema Elektrosmog vorbereite, bin ich Ihnen um Angabe der entsprechenden Links dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Ernst Meierhofer
Redaktion K-Tipp
Postfach 431
8024 Zürich
Von: Thomas von Büren
Datum: Wed, 15 Jun 2005 18:31:20 +0200
Betreff: Artikel "Surfen mit WLAN"
Sehr geehrter Herr Meierhofer,
ich fand Ihren Artikel sehr unausgewogen, tendenziös und unwissenschaftlich. Ich bin grundsätzlich sehr daran interessiert, mehr über die gesundheitliche Gefährdung durch elektromagnetischer Strahlung zu erfahren. Ihr Artikel ist aber eher als Desinformation geeignet.
Ihr Artikel ist aus folgenden Gründen einseitig::
- sie erwähnen bei den Links nur solche von Kritikern. Was ist mit Informationen der "anderen Seite", also Links die die WLAN Strahlung als relativ ungefährlich einstufen? Bei fairen Artikeln lässt man immer beide Seite zu Wort kommen.
- sie erwähnen nicht, dass die Strahlung bei WLAN wesentlich schwächer ist als bei Handys
- sie ewähnen nicht, dass es auch Fälle gibt, wo sich Leute einbilden, der Elektrosmog schade ihnen. Ich bin überzeugt, es gibt auch Studien zu diesem Thema. Die hätten sie auch erwähnen müssen.
Ihr Artikel ist aus folgenden Gründen unwissenschaftlich:
- sie erwähnen zwar zwölf Studien, listen aber die genaue Quellenangaben nicht auf
- sie schmeissen wild mit irgendwelchen Feldstärken herum, die irgendeine Person irgendwo mal gemessen hat
Ich hoffe, solche schlechten Artikel kommen in Zukunft nicht mehr im K-Tipp vor. Ansonsten überlege ich mir, das K-Tipp Abo zu beenden.
mit freundlichen Grüssen,
Thomas von Büren,
Dipl. El-Ing. ETH
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http://omega.twoday.net/search?q=betrayal
http://omega.twoday.net/search?q=ICNIRP
http://omega.twoday.net/search?q=Prof.+Bernhard
Starmail - 23. Jun, 22:56