20
Mrz
2005

Beschränkte Grammatik durch SMS

ARTIKEL VOM 19. MÄRZ 2005

JUGEND / HANDY-KURZNACHRICHTEN BEEINTRÄCHTIGEN DIE SPRACHFÄHIGKEIT

Beschränkte Grammatik durch SMS

Experten stellen mangelndes Textverständnis bei deutschen Schülern fest

Die wachsende Zahl von Handy-Kurznachrichten hat Sprachexperten zufolge Auswirkungen auf die Sprachfähigkeit. Laut dem Institut der Deutschen Sprache "bleiben junge Menschen, die nur über SMS kommunizieren, in ihrer Grammatik äußerst beschränkt".

Kaum ein Jugendlicher beherrscht es nicht: Das verschicken von Text-Botschaften auf dem Handy. FOTO: epd

25 Milliarden Handy Kurzmitteilungen (SMS oder Short Message System) wurden im Jahr 2003 allein in Deutschland verschickt - ein Großteil davon von Jugendlichen an Jugendliche. Nach Experteneinschätzung beeinträchtigt die Fülle der kurzen Textbotschaften die Sprachfähigkeit von jungen Leuten. Bei einer Fachtagung befassten sich rund 450 Wissenschaftler mit der Frage, warum das Textverständnis gerade bei den deutschen Schülern nachlässt. Ludwig Eichinger vom Institut der Deutschen Sprache in Mannheim stellt dazu fest, dass junge Menschen, die ausschließlich über SMS kommunizieren langfristig in ihrer Grammatik sehr beschränkt bleiben.

Die wachsende Beliebtheit bedeute aber nicht zugleich den Verfall "unserer Kultur". Das Positive der SMS sei, dass nach der Ära des Telefonierens überhaupt wieder mehr geschrieben werde. Früher sei stets die Befürchtung geäußert worden, dass zu wenig geschrieben werde. "In Wirklichkeit schreiben durch den Computer wesentlich mehr Menschen. Wer nie einen Brief verfasste, tippt heute eine Mail oder eine SMS." Dass die SMS-Texte meist kurz sind, spiele dabei keine Rolle. Dies passe einfach zu der Kommunikationssituation. Von einem Verfall der Sprache könne man deshalb nicht sprechen. Wer allerdings nur SMS verfasse, werde vermutlich nie einen längeren Text lesen, sagte Eichinger. "Dagegen sollte die Schule etwas machen."

Bei der Jahrestagung diskutierten mehr als 450 Fachleute aus rund 25 Ländern über das Verstehen von Texten. Nach Darstellung des Sprachexperten Hardarik Blühdorn nimmt die Fähigkeit der Schüler ab, Texte zu verstehen, während die Texte selbst immer komplizierter werden. "Da öffnet sich eine Schere", sagt Blühdorn. "Wir leben in einer Welt, die immer komplexer wird, und wir haben Texte, die das spiegeln." Hinzu komme ein "Ausbildungsproblem": Die Schüler gingen weniger mit Texten um, weil sie viele andere Medien wie das Fernsehen nutzen könnten. AP/dpa

//www.sachsenheimerzeitung.de/html/news/artikel_blick_welt.php4?artikel=17605
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