12
Mrz
2005

Elektrosmog auf Herz und Nieren prüfen - Ein Forschungsprogramm soll endlich Klarheit schaffen

//www.swissinfo.org/sde/Swissinfo.html?siteSect=106&sid=5594336

Ein Forschungsprogramm soll endlich Klarheit schaffen

Ein Forschungsprojekt soll zuverlässige Informationen über die Gefahren von Mobilfunkstrahlung und anderem Elektrosmog liefern. Die Resultate könnten für Netzbetreiber gravierende Konsequenzen haben.

Wie schädlich ist der Elektrosmog von Mobilfunkantennen und Handys? Es gibt Studien, die sowohl Befürwortern wie Gegnern des Mobilfunks in die Hände spielen. Zudem bestehen Forschungslücken. Nun will der Bundesrat Klarheit schaffen. Er hat ein nationales Forschungsprogramm über die nichtionisierende Strahlung (NIS) bewilligt. Das Vorhaben kostet fünf Millionen Franken und soll vier Jahre dauern.

«Hocherfreut» über den Bundesratsbeschluss ist die Berner Nationalrätin Ursula Wyss (SP). Das Forschungsprogramm erfüllt ihre Forderung, die sie im Dezember 2000 in einem politischen Vorstoß gestellt hatte. «Wenn das Programm zum Schluss kommt, dass die heutige Strahlenbelastung schädlich ist, dann dürfte das für die Netzbetreiber einschneidende Konsequenzen haben», stellt Wyss fest.

Ständerätin und Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga (SP, BE) begrüßt, dass «erstmals wirklich unabhängig geforscht» werde. Bisher seien Interessenvertreter wie die Mobilfunkindustrie stets als Geldgeber in solche Forschungsprojekte involviert gewesen. Und dies sogar bei internationalen Studien, welche die Grundlage für die heute gültigen Grenzwerte bildeten. Das jetzige Forschungsprogramm komme aber «sehr, sehr spät», kritisiert Sommaruga und weist darauf hin, dass das Mobilfunknetz heute schon stark ausgebaut ist.

Unsicherheiten

Nebst vor allem linken Politikern haben auch die Kantone Druck gemacht. «Es besteht eine Unsicherheit darüber, wie sich die Strahlung langfristig auswirkt», sagt George Ganz, Geschäftsführer der kantonalen Umweltschutzdirektoren-Konferenz. Selbst bei massiver Opposition aus der Bevölkerung müssen die Kantone heute Mobilfunkantennen bewilligen, wenn den Bauvorschriften entsprechen. Eine nachweisliche Beeinträchtigung der Gesundheit würde diese Praxis grundsätzlich verändern. Auch wenn das Forschungsprogramm in vier Jahren den Schluss zieht, dass die NIS absolut unschädlich ist, wäre damit den Kantonen gedient. «Dann könnten wir mit gutem Gewissen die Bewilligungen erteilen», stellt George Ganz fest.

«Zufriedene» Swisscom»

Auch die Swisscom gab sich gestern zuversichtlich: «Wir sind sehr zufrieden und begrüßen jede Studie zu diesem Thema» sagte Sprecher Josef Frey. Über allfällige negative Konsequenzen für die Netzbetreiberin äußerte er sich nur zurückhaltend: «Wir schauen weiter, wenn die Resultate vorliegen.»

Berner Zeitung, Bernhard Kislig [12.03.05] In Zusammenarbeit mit:

//www.espace.ch/artikel_70301.html


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

Kommentar von Hans-U. Jakob

Dieses Forschungsprogramm ist für Elektrosmog-Betroffene kein Grund zur Freude

1.) kommt dieses mehr als 12 Jahre zu spät. Der Startschuss zum flächendeckenden Mobilfunk fiel in der Schweiz bereits 1997. Hier hätten bereits erste Ergebnisse vorliegen müssen und nicht erst Ende 2009, wie im Fahrplan des NFP vorgesehen. Denn bereits 1995 lagen erste alarmierende Befunde aus den Untersuchungen rund um den Kurzwellensender Schwarzenburg, z.B. mit einer 3-fach erhöhten Krebsrate bei E-Feldstärken zwischen 0.4 und 4V/m, vor. (Grenzwert Mobilfunk = 5V/m)

2.) Falls Ende 2009 erste negative Befunde vorliegen, könnte der Bundesrat neue, tiefere Grenzwerte verfügen, falls er das dann überhaupt will. In diesem Fall würde den Mobilfunkern sage und schreibe eine Sanierungsfrist von 7.5 Jahren eingeräumt (Art.8 NISV, vorsorgliche Emissionsbegrenzungen). Bis dahin würden wir das Jahr 2018 schreiben und die Mobilfunker hätten ihr Netz bereits 15-20 Jahre betrieben, das heißt es wäre sowieso veraltet. Die Milliardengewinne wären längst am Trockenen und die CEO’s säßen statt im Gefängnis auf den Bahamas.

3.) Eine detaillierte inhaltliche Schwerpunktsetzung erfolge im Ausführungsplan, der nun vom Schweizerischen Nationalfonds erarbeitet werde. Basierend darauf können dann interessierte Kreise voraussichtlich im Herbst 2005 konkrete Forschungsprojekte beim SNF einreichen. heißt es.

Das lässt gar nichts Gutes erahnen, weil die eingereichten Forschungsprojekte beim Nationalfonds wiederum von einer Expertenkommission begutachtet werden, in welcher Industrie- und Wirtschaftsvertreter das Sagen haben. Elektrosmog Betroffene und ihre Organisationen sind darin NICHT vertreten.

Der Vorfall mit der Mortalitätsstudie von 1999 rund um den Kurzwellensender Schwarzenburg ist noch in zu guter Erinnerung. Hier wurde der Bettflaschenforschung (Sie haben schon richtig gelesen) der Bettflaschenforschung der UNI Basel der Vorzug gegeben. Ein Musterbeispiel dafür, wie Forschungsgelder absichtlich fehlgeleitet werden, wenn es für die Wirtschaft brenzlig wird.

Damit sei klargestellt, dass allein mit der Auswahl der Forschungsprojekte das Gesamtresultat wesentlich beeinflusst werden kann. Wer nicht wirtschaftsfreundlich forscht, bekommt auch kein Geld. Punkt. Swiss Hot-Water-Bottles: 5 Jahre Schweizer Bettflaschenforschung (unter Forschung und Technik)

4.) Der Bund ist Hauptaktionär der Swisscom und derselbe Bund hat bereits Milliarden an Konzessionsgeldern eingesackt und gedenkt es auch noch weiterhin zu tun. Es ist undenkbar, dass sich derselbe Bund(esrat) ausgerechnet die Gans die so riesige goldene Eier legt, schlachten wird.

5.) Auch der Themenkreis Risikomanagement und Risikokommunikation sei ein Programmpunkt, heißt es. Risikokommunikation heißt aber nichts Anderes als „wie belügen und betrügen wir die Bevölkerung noch effizienter als bis anhin“. Forschung in Risikokommunikation wird nach dem völligen Versagen des ForumMobil, eines Vereins der Schweizer Mobilfunkbetreiber und ihrer Zulieferer mit Jahresbeitrag von 1 Million (pro Mitglied) und der Ombudsstelle von Frau Erika Forster (Stundenlohn von Fr. 450.-) wohl nötig sein. Statt Einsprachen und Beschwerden bei Antennenprojekten zum Versiegen zu bringen, stiegen diese pro Ausschreibung in den letzten 6 Monaten von Hunderten in die Tausende.

Und unter Risikomanagement ist wohl die Bespitzelung von Oppositionsgruppen gemeint. Etwa das Erstellen von sogenannten Täterprofilen von sogenannten Rädelsführern.

Etwas Gutes muss man dem Projekt aber lassen. Konnten Gemeindeböhrden Bau-Ausschreibungen von Basisstationen bis anhin aufs Eis legen bis die Replikation der TNO-Studie vorliegt (Ende 2006) könnten sie dies nun mit derselben Begründung tun, bis die Ergebnisse der Nationalfonds-Studien (Ende 2009) bekannt sind.

Quelle: //www.gigaherz.ch/890 (Auszug)
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