6
Dez
2004

Schützt der Staat vor Mobilfunk-Strahlen?

"Quantenzirkel": Kontroverse Diskussion im Krämmel-Forum

Wolfratshausen - Es war kein leichter Abend für Dr. Anne Dehos. Die Biologin vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) diskutierte am Freitag im Krämmel-Forum mit Dr. Claus Scheingraber vom Arbeitskreis Elektro-Biologie am Beispiel des Mobilfunks über die Frage: "Schützt der Staat seine Bürger?" Rund 60 Interessierte, darunter viele Elektrosensible, waren der Einladung des "Quantenzirkels" gefolgt und konfrontierten Dehos mit ihrer Kritik. Schon bei den Eingangsstatements wurden die gegensätzlichen Positionen deutlich: Während Dehos die aktuell gültigen Grenzwerte erläuterte und das bis 2006 laufende Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm vorstellte, brandmarkte Scheingraber die gegenwärtige Forschung, die unter anderem Kunststoffmodelle zur Simulation des Kopfes einsetzt, als "völlig inadäquat". Sein Hauptkritikpunkt: "Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile - aber die Wirkung multipler elektromagnetischer Felder wird überhaupt nicht beachtet." Dehos hielt dagegen, dass unterhalb der aktuell gültigen Grenzwerte bisher keine gesundheitlichen Auswirkungen nachgewiesen worden seien und verwies auf die Vorsorge-Tipps des BfS: Bei Anrufen solle man bevorzugt das Festnetz nutzen oder über ein Headset telefonieren, Dauer-Gespräche mit dem Handy vermeiden, auf guten Empfang achten oder ersatzweise eine SMS schicken.

Omega es stimmt nicht, "dass unterhalb der aktuell gültigen Grenzwerte bisher keine gesundheitlichen Auswirkungen nachgewiesen worden seien". Siehe unter: "Mobilfunk und Gesundheit" //omega.twoday.net/stories/303598/

Laut Scheingraber könnten die heutigen Grenzwerte aber problemlos "um den Faktor 1000 bis 10 000" gesenkt werden. Einzige Einschränkung: "Dann bräuchten wir mehr Sendemasten und man könnte nicht mehr in Zügen oder Tiefgaragen telefonieren", so der Zahnarzt aus Brunnthal.

Omega eine Absenkung um den Faktor "1000 bis 10 000" ist nicht ausreichend. Im Februar 2002 wurde von der Landessanitätsdirektion Salzburg für Innenräume ein Wert von 1Mikrowatt/m² (0.02V/m) vorgeschlagen und den GSM-Netzbetreibern und der Politik in Salzburg mitgeteilt. Für das Freie wird derzeit ein Höchstwert von 10Mikrowatt/m² (0.06V/m) herangezogen. Der Vorschlag basiert auf empirischen Erkenntnissen der letzten Jahre.

Die Salzburger Vorsorgewerte liegen damit nur noch leicht über den baubiologischen Richtwerten und sehr deutlich unter den gültigen Grenzwerten der meisten Länder (Deutschland: 4,5 bzw. 9 Millionen Mikrowatt/Quadratmeter (41 resp 58V/m) für das D- und E-Netz).
Quelle: //omega.twoday.net/stories/302147/


Moderatorin Nortrud Semmler vom Bayerischen Rundfunk bemühte sich zwar, die Diskussion anfangs auf das Podium zu begrenzen, dennoch machten einige Zuhörer bald ihrem Unmut Luft: "Wenn der Verdacht der Schädlichkeit besteht, darf man die Menschheit nicht flächendeckend bestrahlen", schimpfte etwa der geobiologische Berater Dieter Kugler.

Das von Dehos immer wieder ins Feld geführte Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm kam dem Publikum über zehn Jahre nach der Einführung der Handy-Technik deutlich zu spät. "Und wenn die Netzbetreiber die Hälfte der Projektkosten übernehmen, ist sowieso klar, wie die Ergebnisse ausfallen", urteilte ein Zuhörer. Kritisiert wurden neben der neuen UMTS-Technik auch die zunehmende Verbreitung von DECT-Schnurlostelefonen und die Einführung von drahtlosen Computer-Netzwerken (WLAN) in Schulen. Scheingraber: "In Zukunft wird noch einiges auf uns zukommen." sb

mm 06.12.2004

//www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/isarloisach/art1596,228949.html?fCMS=8028781b3201a9b21ff10e523dabb7e3

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Mobilfunk und Strahlenschutz
//omega.twoday.net/stories/3805398/



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