Mobilfunk

2
Mrz
2006

26
Feb
2006

USA: Mehr Mobiltelefonprozesse zurück zu bundesstaatlichen Gerichten

Die US-amerikanische Bezirksrichterin Catherine Blake entschied, dass drei Mobiltelefonprozesse zu bundesstaatlichen Gerichtshöfen zurückverwiesen werden. Blake’s Urteil empfiehlt den Geschworenen für Prozesse, die mehrere Bezirke betreffen, dass der Prozess einer fünften Gruppenklage über ein Headset an den Bezirksrichter Judge Ivan Lemelle in Louisiana zurückverwiesen wird. Blake setzte sich auch dafür ein, dass eine Gruppenklage bezüglich Krebs, die von Gibb Brower (inzwischen verstorben) eingereicht worden ist, nach Kalifornien zu einem bundesstaatlichen Gericht zurückverwiesen wird und dass ein Prozess wegen des Gehirns zum Gerichtshof in Florida verlegt wird, wie die Ehefrau von James Louther mitteilte.

http://www.rcrnews.com/news.cms?newsId=25647

Nachricht von FGF-Infoline vom 23.02.2006

Der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF), gehören alle deutschen Mobilfunkbetreiber an.

Uni verbannt Wlan wegen Krebs-Angst

HLV INFO 28/AT

25-02-2006

VH 25-02-06

---

Von Hans-Christian Dirscherl

24.02.2006 13:42

Uni verbannt Wlan wegen Krebs-Angst

Mehr oder weniger jedes elektronische Gerät verursacht irgendeine Art von Strahlung. Logischerweise auch kabellose Internetverbindungen wie Wlan. Grund genug für eine kanadische Universität, Wlan generell auf dem Gelände der Lehranstalt zu verbieten.

Der Präsident einer kleinen kanadischen Uni verbannte Wlan mit wenigen Ausnahmen vom Campus. Der Grund: Er fürchtet um die Gesundheit seiner Studenten und Angestellten, konkret sorgt er sich um die Krebsgefahr, die vielleicht von den Strahlen des Wlan-Netzes ausgehen könnte.

An der Lakehead University gibt es nur an wenigen Stellen die Möglichkeit für Wi-Fi-Funktionalität. Und zwar nur dort, wo aus baulichen Gründen keine Kabelverbindung existiert, wie CNN berichtet.

Wenn es nach Universitäts-Präsident Fred Gilbert geht, ändert sich daran so lange nichts, bis zweifelsfrei fest steht, dass elektromagnetische Strahlung im weitesten Sinne keine schädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Einige Studien würden Gilbert zufolge Hinweise liefern, dass Energiefelder in Zusammenhang mit Hotspots Krebs bei Tieren und Menschen verursachen können.

Mit seiner Entscheidung hat der Präsident allerdings Widerspruch bei einigen Studenten und kanadischen Gesundheits-Gremien hervorgerufen. Sie bezweifeln die Gefährlichkeit von Wlan-Netzen, sofern diese korrekt aufgebaut sind. Immerhin sollen nach Schätzungen 1000 der 7500 Studenten Wlan-fähige Notebooks besitzen. Mit diesen würden sie gerne auch auf dem Campus kabellos surfen.

Doch Gilbert, der einst Zoologie an der Universität unterrichtete, beharrt auf seiner Entscheidung. So lange er Präsident der Lakehead University ist, bleibt Wlan grundsätzlich ausgesperrt.

http://www.pcwelt.de/news/unterhaltung/132428/index.html?NLC-Newsletter&id=132428

--------

Health risks of Wi-Fi and WLAN on our health
http://omega.twoday.net/stories/1122031/



http://omega.twoday.net/search?q=WLAN

21
Feb
2006

WHO: Gesundheitliche Schäden durch Handystrahlen

http://www.inside-handy.de/news/5354.html

Das lange Warten auf die Replikation der TNO-Studie

Replikation der TNO-Studie – Eine Gegendarstellung

Die Gegendarstellung des Studienkonsortiums zu unserem Artikel „Das lange Warten auf die Replikation der TNO-Studie “ gleicht eigentlich eher einer Bestätigung unserer Befürchtungen als einem Dementi. Wir veröffentlichen diese deshalb gerne freiwillig.

Verantwortlich für Vorspann und Kommentar Hans-U. Jakob, 23.2.06

Dass die Finanzierung der Studie „nur“ zu 40% statt zur Hälfte von den Mobilfunkbetreibern erfolgt ist, macht für uns keinen Unterschied und mag uns auf keine Weise zu beruhigen. Und das Verhalten der Forschungsstiftung Mobilkommunikation und deren Repräsentant Dr. Gregor Dürrenberger erst recht nicht. Dr. Dürrenberger ist im Verlaufe des Jahres 2005 mehrmals in verschiedenen Gemeinden der Schweiz an öffentlichen Seminaren, Orientierungsversammlungen und Einspracheverhandlungen aufgetreten und hat dort ganz vehement die Seite der Mobilfunkbetreiber vertreten. Dies anstelle des früheren Vorzeigewissenschafters der Mobilfunkbetreiber, Prof? Dr? Reinhold Berz, der so ganz plötzlich und unerwartet in der Versenkung verschwand. Teilweise hat er dort die Interessen der Industrie, ganz wie sein Vorgänger, besser vertreten als diese selbst. Eigentlich kein Wunder wenn wir nun untenstehend die klare Bestätigung haben, woher die Forschungsstiftung ihre Gelder bezieht. Auch das mag uns in keiner Weise zu beruhigen.

Als Verhöhnung der Bevölkerung erachten wir es, dass das Wirken von Dr. Dürrenberger und seiner Stiftung noch als gemeinnützig anerkannt wird und deshalb Steuerfreiheit geniesst, während unserer Vereinigung jährlich Tausende von Franken an Steuern auferlegt werden.

Und zur Veröffentlichung von Studienergebnissen haben wir schon ganz andere Verträge gesehen. Solche, die zum Beispiel lauteten: „Rückfragen der Medien sind von allen beteiligten Parteien an die OMK zu verweisen.“ (Die OMK ist die von den Mobilfunkbetreibern finanzierte Ombudsstelle von Frau Ständerätin Erika Forster, die von diesen ein Honorar von Fr.450.- pro Stunde erhält. Red.) Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal anders läuft. Nämlich so wie in der nachstehenden Gegendarstellung beschrieben. Unsere diesbezüglichen Hoffnungen sind sehr klein. Zu vielen Forschungsinstituten ist in den letzten 20 Jahren der Geldhahn zugedreht worden, weil sie nicht industriefreundliche Resultate geliefert haben. Gigaherz bleibt bei seinen gemachten Aussagen, lässt sich aber diesmal gerne positiv überraschen.

Auch die Einsitznahme von BAG, BAFU und BAKOM in die Stiftung gefällt uns gar nicht. Das BAKOM ist eindeutig Partei, verschachert unsern Luft- und Lebensraum an die Mobilfunker und kassiert dafür Konzessionsgelder in Millionenhöhe. Der neue BAFU-Direktor sieht seine erste Aufgabe darin, die Industrie wieder mit seinem Amt zu versöhnen und das BAG hat die Teilchenphysikerin Marjana Moser extra dazu abgestellt, um von Gesundheitsschäden durch Mobilfunk nichts zu wissen. Frau Moser verblüfft uns mit ihren entsprechenden Aussagen in unzähligen Zeitungsinterviews immer wieder von Neuem.

BAKOM = Bundesamt für Kommunikation BAFU = Bundesamt für Umwelt (früher BUWAL) BAG = Bundesamt für Gesundheit


Hier die Gegendarstellung

Zürich 22. Februar 2006

Sehr geehrte Redaktion Gigaherz,

Wir möchten Stellung nehmen zu den von Ihnen gemachten Aussagen im Artikel vom 19. 2.2006, „Das lange Warten auf die Replikation der TNO-Studie “:

1. Die TNO Anschlussstudie wurde nicht zur Hälfte durch die Forschungsstiftung Mobilkommunikation finanziert. 60% sind durch die öffentliche Hand finanziert (BAG, BAKOM, BAFU, sowie die holländischen Ministerien für Wirtschaft EZ, Gesundheit VWS, Planung VROM, und Soziales SZW), 40% durch die Anbieter (Swisscom Mobile, Orange und Sunrise). Die Forschungsstiftung hat die Gelder koordiniert und gewährleistet die Unabhängigkeit gegenüber den Geldgebern. Sie ist eine vom Bund anerkannte, gemeinnützige Stiftung mit Sitz an der ETH Zürich, die von der ETH Zürich, NOKIA (Schweiz), Orange, Sunrise und Swisscom Mobile finanziert und institutionell von Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), BAG, BAKOM, BAFU, Pro Natura und Schweiz. Heimatschutz (SHS) mitgetragen wird. Die Forschungsmittel kommen aus einem Fonds, dem grundsätzlich jährlich CHF 550'000 zur Verfügung stehen.

2. Die Ergebnisse sind weder der Forschungsstiftung noch den Geldgebern, sondern nur den Forschenden bekannt. Es wurde vertraglich vereinbart, dass die Forschungsstiftung und die Geldgeber erst über die Resultate informiert werden, nachdem der Artikel zur Publikation in einer Fachzeitschrift angenommen wurde; zu einem Zeitpunkt also, an dem keine Einflussnahme auf die Resultate mehr möglich ist.

3. Ebenfalls gab es keine Einflussnahme auf das Studiendesign seitens der Geldgeber. In Ihrem Artikel, “Offene Fragen zur Replikation der TNO-Studie (unter Forschung und Technik)”, bemängelten Sie einst, dass es sich um keine reine Replikationsstudie handele, nun werfen Sie uns selbiges vor und stellen die “Grenzen der Fragestellung” in Frage. Im Vordergrund stand klar eine Ueberprüfung der Resultate der TNO Studie mit verbesserter Methodik.

4. Die “zahlenmässigen Ergebnisse der Versuche” liegen nicht schon seit Mitte 2005 vor und werden auch nicht zurückgehalten. Der Versuch, d.h. der experimentelle Teil wurde erst Mitte 2005 beendet; die Auswertung und der Bericht regulär auf Ende Jahr hin abgeschlossen und zur Publikation eingereicht.

5. Ihr Informant, ein, wie Sie schreiben “exzellenter Kenner der Szene”, scheint wenig über die gängige Arbeitsweise in der Forschung informiert zu sein. Unabhängig davon, ob ein Resultat positiv oder negativ ausfällt, und unabhängig von Fachgebiet und Thematik, ein wissenschaftlicher Bericht wird grundsätzlich zur Begutachtung eingereicht, damit die Einhaltung wissenschaftlicher Standards gewährleistet werden kann.

6. Zur Dauer der Begutachtung und dem zu erwartenden Publikationstermin hat das Studienkonsortium vor kurzem eine Stellungnahme geschrieben, zu lesen unter: http://www.mobile-research.ethz.ch/.

7. Sie behaupten, dass es keine anerkannten Wissenschafter auf dem “Gebiet des Zusammenhangs von elektromagnetischer Strahlung und Gesundheit” gibt. Wir möchten darauf hinweisen, dass z.B. die “Bioelectromagnetics Society”, die Fachgesellschaft in diesem Forschungsgebiet, allein über 500 Wissenschafter zu ihren Mitgliedern zählt.

8. Zu Ihrem Vorwurf (Zitat): “Vor allem dürfen die Forscher die wichtigste Frage überhaupt weder stellen noch beantworten, nämlich wie und auf welchem Weg durch den menschlichen Organismus die Strahlung die Auswirkungen ursächlich bewirkt!” möchten wir auf das neue Nationale Forschungsprogramm NFP 57: Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit ( http://www.snf.ch/de/rep/nat/nat_nrp_57.asp ) hinweisen, wo dieser Aspekt einen Schwerpunkt bilden wird. Dieses Programm wird vom Schweizerischen Nationalfond finanziert und der Vorwurf, dass “Forschungsthemen und –fragestellungen allein durch die industriellen Stifter bestimmt” werden, entbehrt jeder Grundlage. Aehnliche Programme laufen in einer Vielzahl anderer Länder.

9. In eigener Sache bitten wir alle interessierten Parteien um etwas Geduld. Auch bei bestehendem Druck seitens der Öffentlichkeit zur Offenlegung der Resultate sollten die wissenschaftlichen Standards im Interesse aller eingehalten werden. Das anonyme Publizieren unqualifizierter Gerüchte und Spekulationen vor Erscheinen der Studie scheint uns äusserst fragwürdig.

Das Studienkonsortium,

PD Dr. Peter Achermann
Dr. Martin Röösli
Prof. Niels Kuster

22. Februar 2006

Quelle: http://www.gigaherz.ch/1003

--------

Das lange Warten auf die Replikation der TNO-Studie

http://openpr.de/news/77663
http://at-de.i-newswire.com/pr15527.html

Über 20 Gemeinden der Schweiz bewilligen keine Mobilfunkantennen mehr, bis die Resultate der Replikation der TNO-Studie vorliegen, die von der UNI Zürich (Prof. Achermann und Mitarbeiter/Innen vorgenommen wurde und dummerweise zur Hälfte von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation der ETH Zürich 1) finanziert wird. Etwas besser bekannt ist die Forschungsstiftung unter dem Namen Institut Dr. Gregor Dürrenberger. Von einer Forschungsstiftung also, die wiederum ausschließlich von den Mobilfunkbetreibern, das heißt vorwiegend durch Sunrise gesponsert und laufend neu gespiesen wird. Weshalb und wie diese Studienergebnisse seit Mitte 2005 trotz enormem politischem Druck zurückgehalten werden, beschreibt ein exzellenter Kenner der Szene unter dem Pseudonym Sunset. Name und Adresse sind der Redaktion Gigaherz bekannt

Sunset, 19.2.06

Zur TNO Replikationsstudie der Forschungsstiftung Mobilkommunikation liegen die zahlenmäßigen Ergebnisse der Versuche seit Mitte 2005 vor, denn zu jenem Zeitpunkt wurden die Versuche beendet (www.mobile-research.ethz.ch).

Mit Sicherheit wurde ein Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und körperlichen Symptomen (subjektives Wohlbefinden und kognitive Funktionen) gefunden. Denn wenn kein Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und Gesundheit nachgewiesen worden wäre, dann wäre der Bericht die einfachste Sache der Welt geworden, nämlich eine Auflistung der Versuchsergebnisse und der in solchen Fällen angemessene Kurzkommentar, nämlich: „Mit der Versuchsanordnung konnte kein Zusammenhang gefunden werden“. Diesen Bericht hätte man nicht weiter interpretieren können, und folglich auch nicht weiter zu begutachten lassen brauchen.

Es ist der Stiftung gelungen, die Ergebnisse seit Mitte 2005 unter Verschluss vor der Öffentlichkeit zu halten. Die Studienergebnisse, sprich die Interpretation der Messungen, seien Ende 2005 fertig gestellt worden (die Fertigstellung war ursprünglich auf Herbst 2005 versprochen worden), und sofort einer wissenschaftlichen Zeitschrift zur Veröffentlichung eingereicht worden. Die Ergebnisse sind der Forschungsstiftung bekannt. Es ist der Industrie gelungen, in das Exekutivorgan der Stiftung, d.h. in den Stiftungsrat, mehrheitlich Beamte des Bundes und des Kantons Zürich (2 ETH bzw. ETH-Institut, 2 Uni bzw. Unispital ZH sowie 1 BAG gegenüber 1 Orange und 1 Umweltschutzarzt) einzubetten. Alle schweigen eisern.

Die lange Dauer bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse wird damit begründet, dass die Studienergebnisse einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift zur Publikation übergeben worden sind, und dass solche Fachzeitschriften wissenschaftliche Artikel vor der Veröffentlichung durch so genannte „Peers“ begutachten lassen. Als „Peers“ werden anerkannte Wissenschaftler des gleichen Fachgebietes des Artikelautors bezeichnet. Sie arbeiten ausnahmslos anonym und allein im Auftrag der Fachzeitschrift, d.h. die betroffenen Forscher werden nie erfahren, wer sie bzw. ihre Arbeit begutachtet hat (NZZ). Es stellt sich hier nun die Frage: Gibt es überhaupt irgendwo einen anerkannten Wissenschafter im Gebiet des Zusammenhangs von elektromagnetischer Strahlung und Gesundheit, der ohne finanzielle Beiträge der Industrie forschen und damit zum anerkannten Wissenschafter werden konnte?

Die Antwort kann nur nein sein, denn allein das erforderliche Versuchslabor (meist ein Schlaflabor), das elektromagnetisch abgeschirmt sein muss, kostet mehrere CHF 100'000, und die Ausrüstung kostet mindestens nochmals soviel. Es ist demnach nicht plausibel, dass von den Peers, von denen im vorliegenden Fall sogar zwei bis drei ihr Obergutachten abgeben sollen, auch nur einer unbefangen urteilen kann und wird. Die Studienverfasser mussten also vorauseilend Selbstzensur üben, wenn sie nicht in die peinliche Lage gelangen wollten, dass die Zeitschrift ihre Studie überhaupt nicht veröffentlicht.

Die Studienverfasser durften demnach nur schon aus diesem Grund keine Schlussfolgerungen schreiben, welche gegen die Interessen der gewöhnlichen Sponsoren der „Peers“, sprich gegen die Interessen Mobilfunkindustrie sein könnten. Also sind die Schlusssätze der Studie ein Eiertanz zwischen den mit wissenschaftlichen Methoden gefundenen und schon früher veröffentlichten unwiderlegbaren Wirkungen auf subjektives Wohlbefinden und kognitive Funktionen und der Verneinung jeglicher Bedeutung dieser Wirkungen für die Gesundheit der Bevölkerung. Die Schlusssätze werden wie immer ungefähr so lauten: „…, aber diese Auswirkungen der Strahlung sind ohne Auswirkungen auf die Gesundheit.“ Als zusätzliches Hindernis hat die Industrie bzw. ihre Forschungsstiftung den Wissenschaftern die Grenzen der Fragestellung vorgegeben, nämlich nur das subjektives Wohlbefinden und die kognitive Fähigkeiten zu untersuchen, und nichts anderes oder darüber hinaus Gehendes. Diese indirekt und direkt festgelegten Grenzen verbieten den Wissenschaftern von vornherein ein Urteil über die gesundheitliche Relevanz der Strahlung. Vor allem dürfen die Forscher die wichtigste Frage überhaupt weder stellen noch beantworten, nämlich wie und auf welchem Weg durch den menschlichen Organismus die Strahlung die Auswirkungen ursächlich bewirkt!

Nach demselben Muster wie bei der TNO Replikation kauft die Mobilfunkindustrie seit Jahren mit großem Geldaufwand alle maßgeblichen wissenschaftlichen Kapazitäten der Schweiz zusammen, bzw. beschäftigt sie langfristig mit Aufträgen, deren Forschungsziele sie zuvor selbst eingeschränkt hat. Die industriellen Stifter bestimmen allein die Forschungsthemen und –fragestellungen, da sie überall mindestens einen wesentlichen Teil der Forschungsbudgets beisteuern, durch welche sie das faktische Vetorecht ausüben, und da sich aus den von ihnen gesponserten Forscherkreisen auch die Peers rekrutieren. Auf diese Weise stellt die Mobilfunkindustrie sicher, dass die Forscher heute und in absehbarer Zeit keine Studien veröffentlichen, aus denen der Zusammenhang zwischen der Strahlung und dem Elektromagnetisch Induzierten Stresssyndrom (EISS) bewiesen werden kann, an welchem zwischen 0,5 und 3 Prozent der Bevölkerung leidet. Die Symptome des EISS sind durch viele Befragungen und Untersuchungen dokumentiert. Die Symptome liegen zwar nicht bei allen Betroffenen in identischer Zusammensetzung und Stärke vor, sind sie jedoch statistisch signifikant ähnlich.

Vor allem wird Zeit geschunden, allein für die Zürcher TNO Replikation seit Vorliegen der originalen niederländischen TNO Studie gegen zwei Jahre. Dennoch wird eines Tages der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Strahlung und Gesundheitsschaden rechtlich einwandfrei hergestellt sein, Murphy’s Law sei dank, denn „Was schief gehen kann, wird auf Dauer schief gehen“. - Diese als „Forschung“ bezeichneten Propagandaaktionen geschehen übrigens bei den ausführenden Forschern ertrags- und mehrwertsteuerfrei, denn die Forschungsstiftung Mobilkommunikation hat sich beim Steueramt selbst als gemeinnützig angemeldet, und die Industrie kann ihre Beiträge ohnehin als Aufwand abbuchen.

1) Achtung neue Insiderinformation vom 20.2.06 Die Forschungsstiftung Mobilkommunikation, besser bekannt unter dem Namen Institut Dr. Gregor Dürrenberger, ist keine ETH-Institution sondern eine private Stiftung der Mobilfunkbetreiber die sich lediglich in Räumen der ETH eingemietet hat. Anfänglich von Sunrise gegründet, beteiligen sich heute alle Schweizer Betreiber sowie etliche Zulieferfirmen und Handyhersteller an der Finanzierung. Das Budget 2004 soll über 2 Millionen Franken betragen haben.

(Wird fortgesetzt)

Siehe auch ältere Beiträge unter:

Offene Fragen zur Replikation der TNO-Studie (unter Forschung und Technik)
http://www.gigaherz.ch/872

Offene Fragen zur TNO-Replikation - Die Antworten der Projektpartner (unter Forschung und Technik) http://www.gigaherz.ch/873

Quelle: http://www.gigaherz.ch/1001

20
Feb
2006

Elektrosensibilität UNI Mainz

Anbei meine Antwort an die Uni Mainz.

http://www.buergerwelle.de/pdf/uni_mainz1.doc

MfG

d. keim

16
Feb
2006

Für unverzichtbare menschliche und soziale Werte: Aktionsprogramm des Bündnisses saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk für 2006

http://openpr.de/news/77351
http://at-de.i-newswire.com/pr15485.html

HLV 20/AT

16-02-2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

soweit Sie daran interessiert sind, dürfen wir Sie anbei über das Programm unseres Bündnisses saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk für 2006 informieren.

Wir fügen auch eine Liste mit dokumentierten Wirkungen bei, die weit unterhalb geltender Grenzwerte beobachtet wurden. Sie ist nur eines von ungezählten Dokumenten, die wir vorlegen können und die zeigen, wie unzureichend die Sicherheitsphilosophie eines Landes ist, das diese Grenzwerte bisher zur alleinigen Richtschnur seines regierungsamtlichen Handelns gemacht hat.

http://www.buergerwelle.de/pdf/geppert_grenzwerte.pdf

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Prof. Dr. K. Richter, gemeinsam mit Sabine Goebel, Judith Hemm und RA H. Wittebrock


Für unverzichtbare menschliche und soziale Werte

Aktionsprogramm des Bündnisses saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk für 2006

Zugleich Offener Brief an (Kommunal)Politiker, Medienvertreter und Bürger

17. Februar 2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Programmentwurf für 2006, den wir hiermit möglichen Interessenten zur Kenntnis geben, ist u. a. von den folgenden beiden Erfahrungen bestimmt:

· Die Mobilfunkdebatte am 23.November 2005 im Landtag des Saarlandes ließ uns fragen, welchen Quellen des Wissens und des Demokratieverständnisses Bürger dieses Landes ausgeliefert sind.

· Der Umgang mit Mobilfunkbetroffenen u. a. in Völklingen und einem diesbezüglichen medizinischen Gutachten wirft nicht nur Fragen der Mobilfunkpolitik auf, sondern auch die nach der moralischen, demokratischen und sozialen Legitimation eines politischen Handelns, das die Duldung solcher Fälle zur Bürgerpflicht erhebt.

Wir werden unsere Vorstellungen von einem umweltgerechteren Mobilfunk und einem menschlicheren System des politischen Handelns im Lauf dieses Jahres noch ausführlicher erläutern. Hier informieren wir in aller Kürze zunächst nur über die wichtigsten Punkte unserer Kritik wie unseres daraus abgeleiteten Aktionsprogramms.

10 Punkte der Kritik

1. Die Mobilfunkpolitik des Saarlandes zeigt beste Kontakte zur Industrie, aber gar keinen zu den Problemen betroffener Bürger, deren Kritik seit zweieinhalb Jahren totgeschwiegen wird. Versicherungen der Bürgernähe und der ernstgenommenen ‚Sorgen’ erscheinen in diesem Licht als wirklichkeitsferne politische Rhetorik.

2. Regierung, Industrie und instrumentalisierte Wissenschaftler bescheinigen sich wechselseitig das Recht, nur denjenigen Teil der Forschung zur Kenntnis nehmen zu müssen, der kommerzielle Interessen nicht gefährdet. Staat und Wissenschaft haben mit ihrer Unabhängigkeit auch eine unverzichtbare Verantwortungs- und Kontrollfunktion preisgegeben. Sie wäre um so wichtiger, wo – wie in diesem Fall - drei Viertel der Forschung von der Industrie finanziert werden. Wenn für pharmazeutische oder chemische Produkte ein vergleichbar risikofreudiger ‚Verbraucherschutz’ praktiziert würde, hätten wir längst ein halbtotes Volk. Wir bestreiten keinem Politiker das persönliche Recht auf Abenteuer, wohl aber das Recht, die Schutzbefohlenen zwangsweise zum Objekt solcher Abenteuer zu machen.

3. Erhebt der Staat die Ergebnisse einer beschwichtigenden und zu erheblichen Teilen industriefinanzierten Forschung zur 100%igen Wahrheit, indem er von allen beunruhigenden Erkenntnissen einer unabhängigen Forschung absieht, verstößt er nicht nur gegen gesundheits- und gesellschaftspolitische, sondern auch gegen ethische Gebote. Seit der europäischen Aufklärung gehört die Kenntnisnahme der ganzen Wahrheit zu den elementarsten Fundamenten politischer Kultur. Nach Hannah Arendt unterscheidet sie Demokratien von totalitären Regimen.

4. Wenn Prof. W. Langguth, dessen geheim gehaltene Vorschläge die Mobilfunkpolitik des Landes offenbar entscheidend fundieren, öffentlich einräumt, dass er den Stand der medizinischen und biowissenschaftlichen Diskussion nicht kennt, an einer Problematisierung der Grenzwerte auch nicht interessiert ist, so akzeptiert man das gern als seine bewusste Beschränkung. Wenn er dann aber der betriebenen Mobilfunkpolitik global ihre Harmlosigkeit bescheinigt, so fehlt ihm dafür die interdisziplinäre Kompetenz. Er bedient zugleich politische und wirtschaftliche Interessen, die Bürger gefährden und schädigen. Als Physiker beansprucht er inzwischen auch die Kompetenz eines Psychologen, wenn er öffentlich psychische Störungen annimmt, wo Menschen in Fällen wie dem Völklinger trotz zugelassener Antennenabstände und deutlich unterbotener Grenzwerte gesundheitliche Beschwerden haben. Wenn er über die freiwillige Beschränkung seiner globalen Ansprüche hinausdenken würde, wüsste er, dass unabhängige Forscher anders als er nicht Mindestabstände von 10, sondern von 400 bis 500 Metern, und Grenzwerte nicht von 10.000.000 µW/m², sondern von 1 bis 10 µW/m² für notwendig halten. Berücksichtigt man diesen gut begründbaren Sicherheitsstandard, hat das Phänomen einer rätselhaften Zusammenrottung vermeintlich psychisch gestörter Menschen im Umfeld von Antennen eine einfachere Erklärung, ist alles andere eine schamlose Diffamierung der Sensibleren und Schwächeren der Gesellschaft. Um diesen neuartigen Sozialdarwinismus einzudämmen, sollten alle Mobilfunkverantwortlichen u. a. gesetzlich auf den hippokratischen Eid der Ärzte und darauf verpflichtet werden, ihre persönlichen Einkünfte wie Forschungsgelder aus der Kooperation mit der Industrie offenzulegen.

5. Aus der Sicht einer industrieunabhängigen Forschung nimmt die Mobilfunkpolitik des Saarlandes massenhaft körperliche Schädigung und Tötung in Kauf. Sie rechtfertigt die Abwertung von Wohnungen und Häusern und eine neuartige Vertreibung von Menschen. Sie setzt sich über den Vorsorgeauftrag nach Art. 2,2 GG hinweg. Sollen wir das als Ergebnis einer bürgernahen Politik akzeptieren, wie sie vor den Wahlen versprochen wurde - worauf nicht wenige von uns vertraut haben?

6. Der kostspielige Saarländische Messkataster ist nach Einschätzung unseres Physikers Prof. Dr. K. Goebbels in seiner gegenwärtigen Konzeption für den Verbraucherschutz so effektiv wie der Nachweis, dass aus unseren Steckdosen ein Strom von 220 Volt kommt. Das Gesundheitsministerium komplettiert die ‚Aufklärung’ der Bevölkerung, indem es Broschüren verbreiten lässt, die von den verlässlichsten Verharmlosern geschrieben sind. Zur Beschwichtigung aller „Sorgen und Ängste“ betont es die ‚eingehaltenen’, ja deutlich unterschrittenen’ Grenzwerte, weil es von der Gefährdung und Schädigung weit unterhalb dieser Grenzwerte nichts weiß oder wissen will. Wir dürfen solche hierzulande offenbar unbekannten Wirkungen mit einer diesem Schreiben angefügten Liste dokumentieren. Sie ist von Technikern erstellt, die auch den Stand der biowissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnis ernst nehmen.

7. Wenn die Verantwortlichen an ihre Versicherungen der Unbedenklichkeit selbst glauben, sollten sie für ihre Überzeugung eintreten. Die Übernahme der Haftung und eine testweise Aufstellung von Antennen in den gesetzlich zugelassenen und Bürgern zugemuteten Mindestabständen vor dem Privathaus jedes Ministers wären erste Schritte in Richtung politischer Glaubwürdigkeit. Denn nach ersten internationalen Recherchen sichern sich die Mobilfunkverantwortlichen bislang den großzügigsten Abstand zu den Antennen und wissen auch sehr genau, warum sie für Folgeschäden nicht haftbar gemacht werden wollen – ein juristisches, demokratisches, aber auch ethisches Problem, das jeder Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit widerspricht.

8. Dass die ökonomischen UMTS-Phantasien, in denen sich Regierungsvertreter wie Wissenschaftler gelegentlich ergehen, auch volkswirtschaftlich unseriös sind, haben wir bereits in unserem Buch Kommerz, Gesundheit und demokratische Kultur angemerkt (S. 60-68). Jetzt spricht die Broschüre des Gesundheitsministers von der Sicherung ‚intelligenter Arbeitsplätze’. Dass der erste der Mobilfunkbetreiber inzwischen 32.000 Arbeitsplätze im (gesünderen) Festnetz-Bereich einsparen will, lässt richtiger nach der gesundheits- wie arbeitsmarktpolitischen Intelligenz landestypischer Schnurlos-Euphorien fragen.

9. Wir wollen nicht, dass sich die Geschichte des Rauchens unter anderem Vorzeichen wiederholt. Seit 60 Jahren sind dessen Risiken bekannt. Doch Industrie, Politik und - wie der Spiegel erst kürzlich publik gemacht hat - bestochene Wissenschaftler haben es über ein halbes Jahrhundert geschafft, den verfügbaren Stand des Wissens zu unterdrücken, um sich wechselseitig Profite zu sichern. Den Preis der einträglichen Sucht haben Millionen von Toten bezahlt. Es gibt genügend weitere Beispiele dieser Art. Jedenfalls mehr als genug, um die Reihe nicht beliebig fortsetzen zu wollen.

10. Als kritische Demokraten wollen wir nicht, dass die Demokratie als Herrschaft des Volks in eine Diktatur kommerzieller Interessen überführt wird - deren Opfer Bürger sind. Im Eintreten für eine gesunde Umwelt und eine lebendige demokratische Kultur glauben wir der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit unseres Landes einen derzeit besonders wichtigen Dienst zu erweisen.

Seit zweieinhalb Jahren wurden alle unsere Offenen Briefe, Analysen und Appelle totgeschwiegen. Da auch Öffentlichkeit ein Grundprinzip der Demokratie ist, haben wir die meisten Zeugnisse dieser Art inzwischen öffentlich über unsere Homepage zugänglich gemacht http://www.buerger-machen-mobil.de . In unserem Buch Kommerz, Gesundheit und demokratische Kultur. Gewinner und Verlierer in einer Modellregion des Mobilfunks (Hg. K. Richter und H. Wittebrock) haben wir den Stand der unabhängigen Forschung auch für Laien und Politiker lesbar zusammengefasst.

Noch umfassender informieren darüber Th. Grasberger und F. Kotteder in ihrem Buch Mobilfunk. Ein Freilandversuch am Menschen, das auch die fragwürdigen Verstrickungen der Politik in die Interessen der Industrie beleuchtet. Jedenfalls soll demnächst kein Politiker oder Wissenschaftler sagen können, er sei auf das Versagen seiner gesundheits- und gesellschaftspolitischen Verantwortung nicht hingewiesen worden. Kritischen Bürgern ist nicht mehr nachvollziehbar, warum sich ein kleines Land eigene Gesundheits- und Umweltministerien leistet und 13 Millionen für Gutachten ausgibt, um als Ergebnis des großzügigen Einsatzes von Steuergeldern nur jenen Stand der Erkenntnis berücksichtigt zu finden, der das Alltagswissen eines durchschnittlichen Bürgers nicht übersteigt oder sich auf den politisch genehmen Teil der wissenschaftlichen Erkenntnis beschränkt. Oder brauchen wir künftig ein zusätzliches Ministerium für die Wahrheit, wenn wir nicht zum Opfer politischer Halbwahrheiten und Lügen werden wollen?

Programm unseres Bündnisses für 2006

Aus der erläuterten Kritik leiten wir für 2006 die folgenden Schwerpunkte unserer Arbeit ab. Für eventuelles Interesse an Information und Zusammenarbeit geben wir jeweils erste Ansprechpartner an. Weitere Informationen über unsere Arbeit und Ziele finden Sie auf der genannten Homepage.

1. Bürger und Kommunen

Unser Musterland des Mobilfunks und des Projekts Saarland unwired hat Bürger und Kommunen in einer zweckdienlichen, aber demokratieunwürdigen Weise entmachtet. Wenn wir in der Mobilfunkdebatte des Landtags erfuhren, wie wichtig die Mitwirkung der Kommunen und der Dialog mit den Bürgern wäre, so konnte sich das angesichts der Vorgeschichte und politischen Praxis merkwürdig verlogen, ja zynisch ausnehmen. Doch wir werten es lieber als erstes Anzeichen einer längst überfälligen Kurskorrektur. Bürgerinitiativen vor Ort haben – nach manchem entmutigenden Vorspiel - den Dialog mit einer ganzen Reihe fortschrittlicher Kommunen längst aufgenommen und danken parteiübergreifend insbesondere der Kommunalpolitik von Kirkel, Rehlingen und Völklingen für den Mut, sich trotz mancher Pressionen gegen den Trend zu stellen und Bürgern ein Stück echter Bürgernähe wieder erfahrbar und lebbar zu machen und gemeinsam nach gangbaren Wegen zu suchen. Der Stadt Homburg sind wir dankbar, dass sie als erste saarländische Kommune die Arbeit kritischer Bürger unterstützte, indem wir für unsere Informationsveranstaltungen kostenfrei den Sitzungssaal des Rathauses nutzen durften. Doch erste Gespräche über Probleme einer höchst fragwürdigen Rechtslage zeigen auch darin Konvergenzen bürgerlicher und kommunaler Interessen.

Eines der wichtigsten Projekte unserer weiteren Arbeit soll es jedenfalls sein, die wechselseitigen Gesprächs- und Hilfsmöglichkeiten von Bürgern und Kommunen zu sondieren. Wir hoffen dabei auch auf das Interesse der Medien.

Ansprechpartner: Kurt Remmel, Rehlingen-Siersburg, T. 06835/1455

2. Interdisziplinäre Grundlegung und Vernetzung

Die regionale und überregionale Vernetzung wissenschaftlicher Kompetenzen, die die bisherige Reduktion der Sicherheitsphilosophie auf Messtechnik für unverantwortlich hält, verfolgt in einem weiteren Projekt u. a. die folgenden konkreten Teilziele:

· Messtechnik unter Berücksichtigung interdisziplinärer Forschung – eine Alternative zum saarländischen Messkataster

· Zusammenarbeit mit Ärzten und Einholung weiterer medizinischer Gutachten

· Juristische Bewertungen der Gefährdung und Schädigung von Bürgern

· Sammelklage in Straßburg

· Informationsveranstaltungen – als nächstes mit einem Vortrag von Prof. Erich Schöndorf, dem Staatsanwalt im Holzschutzmittelprozess; danach das mehrfach verschobene Thema ‚Handy und Schule’

Ansprechpartner: Karl Richter, St. Ingbert, T. 06894/87469

Für Gespräche und die Besinnung auf unverzichtbare Werte

Die logische Konsequenz der mobilfunkpolitischen Einstellungen dieses Landes ist ein gestörtes Verhältnis zu kritischen Bürgern.

Während Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel Engagement und Wahrheitsliebe kritischer Bürger immer wieder ermutigen, sahen sich die Mobilfunkkritiker des Landes in der Mobilfunkdebatte am 23. November 2005 als Gruppe vorgestriger „Mahner“ zusammengefasst. Braucht das Land für die Rechtfertigung seiner Eigenständigkeit und kommerziellen Dignität ein Volk von Duckmäusern, Mitmachern und Jasagern?

Mit unserer Charta kritischer Bürger (s. Homepage) haben wir uns bereits im Dezember 2004 auf einen demokratischen und gewaltlosen Stil der Auseinandersetzung und konstruktiven Gespräche verpflichtet: „Wir bekennen uns zum demokratischen Gespräch mit allen Parteien und gesprächsbereiten Gruppierungen der Gesellschaft – sofern sie Mensch und Natur nicht als bloße Objekte zur Befriedigung kommerzieller Interessen begreifen. Wir wollen […] ein Stück lebendiger demokratischer Kultur realisieren – nicht als Rebellen, sondern als vorbildliche Demokraten. Wir hoffen, dass die Mobilfunkpolitik des Landes dem Beispiel folgt“ – so lauteten die Punkte 10 und 11 des Textes. Bürger, die sich nicht auf den Boden dieser Charta stellen, handeln nicht im Namen unseres Bündnisses – das umgekehrt aber auch ein intaktes Demokratie- und Bürgerverständnis der Mobilfunkverantwortlichen fordert.

Jenseits aller konkret politischen Orientierungen haben wir seit langem mit Carl Friedrich von Weizsäcker die Nächstenliebe als Kern jeder Ethik der Technik wie Politik identifiziert (vgl. u. a. Kommerz, Gesundheit und demokratische Kultur, S. 77). Das mag manchem Politiker als Mahnung von gestern erscheinen. Aber die Erinnerung an überzeitliche Werte ist zuweilen die einzig konsequente Antwort auf eine wertvergessene Politik von heute, auch der einzige Garant einer menschenwürdigen Welt von morgen. Kein geringerer als der Papst hat uns inzwischen Recht gegeben, indem er die Liebe zum Zentrum seiner neuen Enzyklika gemacht hat. Wie wäre es, das Land nach seinen vielen kurzatmigen ‚Aufstiegen’ der verschiedensten endlich zu einem wirklichen und anhaltenden Aufsteigerland der Liebe zu machen?

Selbst für aktuelle Fälle in Völklingen, Homburg-Jägersburg, Homburg-Bruchhof, Bubach-Calmesweiler, Saarbrücken, Saarlouis und St. Ingbert u.a.m. ergäben sich vermutlich neue Kriterien der Beurteilung. Und für den bevorstehenden Katholikentag wäre das Land besser gerüstet als mit seiner großzügigen Förderung der Seherinnen von Marpingen!

Wo jedenfalls Mobilfunkverantwortliche aller Gruppierungen und Interessierte aller Parteien bereit sind, mit uns über unverzichtbare menschliche und kulturelle Grundwerte nachzudenken, die kommerziellen Interessen nicht geopfert werden dürfen, werden wir gemeinsam auch ökonomisch sinnvolle Auswege aus einer Sackgasse suchen. Eine um sich greifende Sprachlosigkeit und Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten könnte sich allmählich verringern. Inhaltsleere und im Grunde austauschbare Parteibuchstabenkürzel wären in einer Weile wieder Verheißungen von Werten und Gesinnungen, auf die der Wähler ein Anrecht hat – auch nach den Wahlen.

In der Besinnung auf Wahrheit und Werte sind kritische Bürger, wie Bundespräsident Horst Köhler bereits in seiner Weihnachtsansprache 2004 festgestellt hat, Politikern oft weit voraus. Vielleicht hätte er seine These auch mit unserer Charta bestätigt gesehen. Sie bekennt sich zu Kulturwerten, an denen sich aus unserer Sicht die Frage anachronistischer und zukunftsfähiger Regierungsstile, aber auch diejenige nach der Attraktivität und Eigenständigkeit eines Landes entscheidet: „Die Einheit von naturwissenschaftlich-technischer, geisteswissenschaftlich-ästhetischer und demokratischer Kultur ist längerfristig der einzige Garant eines zukunftsfähigen Fortschritts – auch in gesundheits- und wirtschaftspolitischer Hinsicht. Wer hier die Theater-Kultur zerschlägt, dort die Mobilfunkgefährdung verdrängt, um sich schließlich über Pisa und explodierende Gesundheitskosten zu wundern, hat die wichtigste Frage der Demokratie aus den Augen verloren: Was uns zu Menschen macht und eine menschenwürdige Zukunft ermöglicht!“


Mit freundlichen Grüßen der Sprecher/innen unseres Bündnisses kritischer Bürger

Prof. Dr. Karl Richter (St. Ingbert), RA Hermann Wittebrock (St. Ingbert), Sabine Goebel (Rehlingen-Siersburg), Judith Hemm (Homburg-Bruchhof)

Die Rechtsakte der EU bezieht sich auf ICNIRP

Sehr geehrte Redaktion,

auch die Rechtsakte der EU bezieht sich auf ICNIRP aus München.

16.02.2006

Bezüglich "Die Presse" - Kurznotiz vom 4.2.2006 S.27: "Handy-Werte der WHO fix. Die Grenzwerte der WHO für elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks sind nun bundesweit verbindlich. Denn sie wurden vom Fachnormenausschuss zur ÖNORM erhoben. Die auch von der EU empfohlenen Grenzwerte der WHO sind so festgelegt, dass selbst unter ungünstigsten Bedingungen die Gesundheit der Bevölkerung nicht beeinträchtigt werden kann."

Die Information des Vereins Risiko Elektrosmog Kärnten [Omega unter: http://omega.twoday.net/stories/1554470/] ergänzt gut die Tatsache, dass die einzige bis heute Rechtsakte des EU-Rates sich auch auf ICNIRP aus München beruft.

Das heißt, WHO und EU (in der Rechtsakte vom 12. Juli 1999) berufen sich auf Empfehlungen eines dubiösen, Lobbyvereins ICNIRP. Der Vorsitzender des ICNIRPs bis 1996 war der sehr umstrittene Junk-Wissenschaftler Dr. M. Repacholi. Aktuell leitet er das EMF- Project bei der WHO, siehe Petition zur Entfernung von Mike Repacholi von der WHO. http://iddd.de/umtsno/puzde.htm#repweg2 .

Auszug aus den EU-Bestimmungen, EMPFEHLUNG DES RATES vom 12. Juli 1999. http://iddd.de/umtsno/EUBestimmungen.pdf

"(10) .. Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) hat hierzu Empfehlungen erarbeitet, die vom wissenschaftlichen Lenkungsausschuß der Kommission übernommen wurden."

Damals, bis Juli 1999, war Jacques Santer der Präsident der EU- Kommission. Die Bekanntgabe seiner Korruptionsaffäre war wohl die letzte aus eigener innerer demokratischer Kraft der Öffentlichkeit bekannt gegebene Korruptionsoffenbarung des EU - Parlaments. Zum neuen Präsidenten der EU- Kommission wurde R. Prodi gewählt. Er ließ die ehrlichen und verdienten (in der Offenlegung der Korruption des EU-Parlaments) EU-Beamten so weit versetzen oder aussetzen, dass bis heute für die Entdeckung der neuen EU-Skandale nur noch externe Journalisten sorgen. EU-Parlamentarier und EU-Bedienstete halten jetzt dicht !

Siehe z.B. die Untersuchung über die Kokainabhängigkeit der EU-Parlamentarier. http://iddd.de/index.html#koka

Die Änderung der Machtstrukturen: weg von der Scheindemokratie, hin zur direkten Demokratie und zur Übergabe der strategischen Entscheidungen, wie z.B. das Verbot des terrestrischen Mobilfunks, an die Mehrheit der Bürger, könnte die Überwindung des totalitären EU-Staates bewirken.

16.02.2006

Krzysztof Puzyna,
Initiative der direkten Demokratie
http://iddd.de/

--------

Vornorm ÖVE/ÖNORM E 8850: Das Wunschdenken des Forums Mobilfunkkommunikation
http://omega.twoday.net/stories/1554470/

14
Feb
2006

Mobilfunk-Baugesuche werden ausgesetzt

Die Präsidialdirektion der Stadt Bern hat die Bearbeitung von hängigen Mobilfunk-Baugesuchen ausgesetzt. Grund: Derzeit können die Vorgaben des Bundesgerichts nach einer objektiven Prüfung der Strahlenbelastung nicht erfüllt werden.

Das Bundesgericht entschied im März 2005, dass die in der Nähe von Mobilfunkanlagen wohnhafte Bevölkerung das Anrecht hat, dass die Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Mobilfunkanlagen objektiv überprüft wird.

Vertreter des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und des kantonalen Amts für Wirtschaft (beco) empfehlen nun - wie angekündigt - die Anwendung einer Softwarelösung und ein Qualitätssicherungssystem für die Kontrolle der Grenzwerte.

Kanton hebt Moratorium auf

Im November 2005 hatte der Kanton als Reaktion auf das Bundesgerichtsurteil einen Bewilligungsstopp für Mobilfunkanlagen verfügt. Gleichzeitig stellte er für Anfang Jahr eine Software in Aussicht, welche die Einstellungen der Netzbetreiber zentral überwacht und notfalls «unverzüglich korrigiert». Erst mit dem Vorliegen dieser Software dürften wieder Bewilligungen erteilt werden.

Die Präsidialdirektion ist laut einer Medienmitteilung der Stadt Bern vom Dienstag nun aber der Meinung, dass das vorgeschlagene Kontrollsystem den Anforderungen des Bundesgerichts nicht genügt.

Stadt Bern stark betroffen

Unzufrieden ist Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP), weil er mit dem vorgeschlagenen System «nicht die Hand ins Feuer legen kann, dass die Bevölkerung dauerhaft vor Grenzwertüberschreitungen geschützt ist», wie er auf Anfrage sagte. Die Messungen fänden nicht dauerhaft, sondern nur punktuell statt.

Ärgerlich sei zudem, dass Grenzwertüberschreitungen kaum sanktioniert werden könnten, sagte Tschäppät. Es sei aber wichtig, die Ängste der betroffenen Wohnbevölkerung ernst zu nehmen. In der Stadt Bern sei die Dichte der Mobilfunk-Antennen im Vergleich zum übrigen Kanton zudem bereits sehr hoch. Die Summe aller Antennen sei das Problem.

Bevor das Verfahren nicht rechtskräftig geklärt ist, wird das Bauinspektorat die hängigen Baugesuche nicht weiter bearbeiten: Laut Tschäppät geht es dabei um «mehrere hundert Gesuche». Bereits im November beschloss der Gemeinderat ein Moratorium für den Bau von neuen Anlagen auf stadteigenen Liegenschaften.

http://www.espace.ch/artikel_179184.html

Omega siehe dazu auch http://www.gigaherz.ch/998
logo

Omega-News

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Archiv

Februar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Wenn das Telefon krank...
http://groups.google.com/g roup/mobilfunk_newsletter/ t/6f73cb93cafc5207   htt p://omega.twoday.net/searc h?q=elektromagnetische+Str ahlen http://omega.twoday. net/search?q=Strahlenschut z https://omega.twoday.net/ search?q=elektrosensibel h ttp://omega.twoday.net/sea rch?q=Funkloch https://omeg a.twoday.net/search?q=Alzh eimer http://freepage.twod ay.net/search?q=Alzheimer https://omega.twoday.net/se arch?q=Joachim+Mutter
Starmail - 8. Apr, 08:39
Familie Lange aus Bonn...
http://twitter.com/WILABon n/status/97313783480574361 6
Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
https://omega.twoday.net/st ories/3035537/ -------- HLV...
Starmail - 12. Mär, 22:48
Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
Bitte schenken Sie uns Beachtung: Interessengemeinschaft...
Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
http://www.buergerwelle.de /pdf/effects_of_cellular_p hone_emissions_on_sperm_mo tility_in_rats.htm [...
Starmail - 27. Nov, 11:08

Status

Online seit 8017 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Apr, 08:39

Credits