22
Dez
2004

Konsum muss wachsen, mehr Bäume müssen verarbeitet werden

Frostiges Tage zum Jahresende 2004

HLV INFO 22-12-2004/AT

Bernd Schreiner 21-12-04

Liebe Freunde, Mitstreiter und Volksvertreter,

frostige Tage zum Jahresende 2004 zeigen das in manchen Köpfen ganzjährig vorhandene Klima im Land.

Reformen, Umbruch und eine vom realen Leben abgelöste Wertevorstellung ist oft Entscheidungsgrundlage, bringt Verunsicherung und Vertrauensverluste zu vielen direkt nach Hause.

Doch die Welt ist größer und ein Vergleich zeigt, wie die Welt strukturiert ist:

Hätte die Welt die Größe eines Dorfes mit 100 Einwohnern, so wären 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner und 8 Afrikaner in der Dorfgemeinschaft. 30 Weiße und 70 nicht Weiße würden sich auf 52 Frauen und 48 Männer verteilen. Auch wären davon 30 Christen und 70 Nichtchristen.

6 Personen hätten 59% des Reichtums und kämen aus den USA, 80 lebten in baufälligen Hütten, 70 könnten nicht lesen und schreiben, 50 wären unterernährt, einer würde gerade sterben, ein anderer würde geboren und es gäbe einen Computer und einen Akademiker.

Nun, wer von uns hat keinen Computer, keine Ausbildung und kein tägliches Essen?

Doch da stehen Volksvertreter unter Konzerneinfluss, bekommen nicht genug, nicht Einzelne, sondern gruppenweise, und wir Bürger zahlen immer noch mehr Abwassergebühren, Energie- und Lebenshaltungskosten. Unsere Lebensräume werden an Konzerne verzockt, verseucht und vernichtet, auch mit einer grünen Mannschaft in Regierungsbeteiligung.

Da sehen wir nun die unheilbergenden Verbindungen, können verstehen, wie ein gesundheitsfeindlicher Mobilfunk sich etablieren konnte, sich Abfallverwertungssysteme am "Markt" behaupten, wie Energiekonzerne sich bereichern und verschont bleiben, wie noch immer Natur vernichtet wird, und Klimaschutz mehr eine Alibiveranstaltung als ernsthaftes Thema ist.

Deutsches Grundgesetz Artikel 1+2:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Sollen wir nun hoffen oder befürchten, das der Wandel schnell kommt?

Neuste Forschungen zeigen, dass sich erdgeschichtlich die großen Klimaveränderungen oft innerhalb weniger Jahre ereignet haben, und wir setzen weiter auf fossile Energien, statt Biogas und Alternativen zu fördern, schlagen noch immer unbewusst so manchen Baum unnötig um:

Eine 100 Jahre alte Buche mit etwa 20 m Höhe hat rund 600.000 Blätter mit 1.200 m2 Fläche. Damit verarbeitet dieser Baum an einen Sonnentag 9400 Liter oder 18 kg Kohlendioxid aus einer Luftmenge von rund 36.000 Kubikmetern, die sauber gefiltert und somit befreit von Staub, Sporen, Bakterien uns als Lebensgrundlage bereit stehen. Dabei benötigt der Baum 400 Liter Wasser und erzeugt 13 kg Sauerstoff, genug für etwa 10 Menschen. Für seine Ernährung erzeugt der Baum dabei 12 kg Zucker zur Bildung seiner organischen Stoffe.

Nun, umgesägt ist eine solche Buche schnell, und täglich werden hunderte ähnlicher Bäume geschlagen, für Garagen, Straßenbau oder einfach, weil das Laub Arbeit bereitet. Um mittels Nachpflanzung den Verlust eines 20 m Baumes auszugleichen würden wir 2.000 junge Bäume á 1 m3 Kronenvolumen pflanzen müssen und hätten Kosten von 120.000 Euro zu tragen.

Doch unser Konsum muss wachsen, mehr Bäume müssen verarbeitet werden, mehr Strassen gebaut, mehr Transportkilometer gefahren werden, mehr Energie verbrannt werden und das Gesundheitssystem ist zum profitorientierten Wirtschaftszweig mutiert.

2% Wachstum sind zu wenig sagen sie, und wissen nicht die weitere Bedeutung. Sollen meine drei Kinder in zwei Jahrzehnten die doppelte Konsumleistung erbringen - über alles pauschal?

Doppelt so viel Energie, doppelt so viel Nahrung, doppelt so viele Konsumgüter, Dreck, Abfall, Belastungen?

Sehen wir nicht heute schon, dass viele Bereiche überstrapaziert sind, Slums in der EG wachsen, die Fische in den Meeren, die Belastung mit Klimagasen, die Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk und andere moderne Technologien?

Wir müssen unsere Meinung artikulieren und die Volksvertreter verpflichten, den Bürgern zuzuhören und nicht den Konzerngeldern hinterher zu geiern.

Ist es wirklich wichtig, dass jedes Bundesland seinen Schülern eine andere Schreibweise beibringt, eigene Englischbücher drucken lässt, nur damit Länderfürsten ihren Einfluss behalten?

Dafür haben wir 2005 ein ganzes Jahr, um unseren Volksvertretern unsere Standpunkte darzustellen und mit Nachdruck und Blick auf die Wahlen 2006 zu agieren.

Wir Bürger sind die Mehrheit, wir müssen erkennen, dass wir die Themen des Wahlkampfes setzen müssen, denn wer von uns braucht weitere Monate mit Ablenkungsstrategien und Machtkämpfen um Positionen und Saläre, Skandalberichte und Entsetzen?

So wünschen wir Ihnen allen eine frohes Weihnachtsfest, Zufriedenheit und Gesundheit im neuen Jahr und besonders viel Mut und Motivation, aufzustehen und mitzureden!


Bernd Schreiner
Landesverband Thüringen "Bürger-gegen-Elektrosmog"
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