31
Aug
2004

Schlafstudie in Flachsmeer

Sendemasten: Schlafstudie auf der Kippe

Flachsmeer / FW - „Das ist eine herbe Enttäuschung“, sagt Gerda Bunger, Sprecherin der „Bürgerinitiative Sendemast“ in Flachsmeer. Vorgestern erhielt sie die Nachricht des SPD-Bundestagsabgeordneten Reinhold Robbe, dass die geplante „Schlafstudie“ des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zu den Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit auf der Kippe steht. Der Grund: Die Mobilfunkbetreiber lehnten es ab, sich an der Untersuchung zu beteiligen, so Robbe.

Der Sozialdemokrat berief sich auf ein Gespräch mit dem Präsidenten des BfS, Wolfram König. Auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aus Leer teilte gestern mit, dass die Mobilfunkbetreiber und Teile der Strahlenschutzkommission die Studie verhindern wollten.

Gerda Bunger und ihre Mitstreiter in Flachsmeer wittern einen Boykott durch die Industrie. „Wahrscheinlich haben die Verantwortlichen Angst vor den Ergebnissen, die bei der Studie herauskommen könnten“, mutmaßt die Sprecherin der Bürgerinitiative. Besonders sauer sei man in Flachsmeer darüber, dass die Betreiber sich nicht an Abmachungen hielten, so Bunger.

In Flachsmeer hat ein Forscherteam der Freien Universität Berlin bereits in den Jahren 2002 und 2003 eine so genannte Schlafstudie durchgeführt. Weil der Probelauf in Flachsmeer erfolgreich war, entschloss sich das Bundesamt für Strahlenschutz, ein großes Forschungsprojekt auf den Weg zu bringen. Das Dorf in der Gemeinde Westoverledingen war ausgesucht worden, nachdem mehrere hundert Bürger gegen den Aufbau eines Mannesmann-Sendemastes protestiert hatten.

Ausgabe vom Dienstag, 31. August 2004

//www.ostfriesen-zeitung.de/artikel.php?artikelid=1930923047_24304&edat=20040831&ressort=GE

dazu auch

"Herbe Enttäuschung" Mobilfunk Betreiber lehnen eine Beteiligung an Studie ab

Von Felix Weiper

Die Industrie halte sich nicht an Abmachungen. Das meint die Sprecherin der "Bürgerinitiative Sendemast" in Flachsmeer.

Flachsmeer - "Das ist eine herbe Enttäuschung", meint Gerda Bunger, Sprecherin der "Bürgerinitiative Sendemast" in Flachsmeer. Vorgestern erhielt sie die Nachricht des SPD-Bundestagsabgeordneten Reinhold Robbe, dass die geplante "Schlafstudie" des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zu den Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit auf der Kippe steht. Der Grund: Die Mobilfunkbetreiber lehnten es ab, sich an der Untersuchung zu beteiligen, so Robbe. Der Sozialdemokrat berief sich auf ein Gespräch, das er mit dem Präsidenten des BfS, Wolfram König, in Berlin geführt hat. Auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aus Leer ließ gestern über eine Pressemitteilung verlauten, dass die Mobilfunkbetreiber und Teile der Strahlenschutzkommission die Studie verhindern wollten.

Gerda Bunger und ihre Mitstreiter in Flachsmeer wittern einen Boykott durch die Industrie. "Wahrscheinlich haben die Verantwortlichen Angst vor den Ergebnissen, die bei der Studie herauskommen könnten", mutmaßt die Sprecherin der Bürgerinitiative. Besonders sauer sei man in Flachsmeer darüber, dass die Betreiber sich nicht an Abmachungen hielten, so Bunger.

Wie die Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Anja Schröder, gestern auf GA-Anfrage bestätigte, ist die Behörde grundsätzlich bereit, eine Untersuchung zu den Folgen der Mobilfunkstrahlung auszuschreiben. Daran solle auch der Ort Flachsmeer beteiligt werden. Voraussetzung sei, dass die Betreiber bestimmte Sendeanlagen zeitweise abschalten müssten. Das Bundesamt sei deshalb auf die Unterstützung der Industrie angewiesen.

Reinhold Robbe und Meta Janssen-Kucz üben scharfe Kritik an den Mobilfunkbetreibern. "Wer eine derartige Studie mit formalen Gründen verhindern möchte, setzt sich dem Verdacht aus, dass er etwas zu verbergen hat", betonte Robbe. Es müsse im Interesse der Betreiber liegen, Bedenken, Ängste und Beschwerden durch eindeutige Untersuchungsergebnisse auszuräumen. Meta-Jansen Kucz wertete das Verhalten der Industrie "als Affront".

In Flachsmeer hat ein Forscherteam der Freien Universität Berlin bereits in den Jahren 2002 und 2003 eine so genannte Schlafstudie durchgeführt. Mehr als 100 Teilnehmer, die in der Nähe eines Sendemastes leben, waren zwölf Nächte lang an mobile Aufzeichnungsgeräte angeschlossen, mit denen ihre Hirnströme gemessen wurden. Außerdem füllten die Probanden täglich Fragebögen aus. Dabei handelte es sich um eine Machbarkeitsstudie. Die Forscher wollten herausfinden, ob es überhaupt möglich ist, eine Feldstudie zu den Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Schlafende durchzuführen. Weil der Probelauf in Flachsmeer erfolgreich war, entschloss sich das Bundesamt für Strahlenschutz, ein großes Forschungsprojekt auf den Weg zu bringen.

Das Dorf in der Gemeinde Westoverledingen war für die Probestudie ausgesucht worden, nachdem sich dort mehrere hundert Bürger im Jahre 2000 mit massiven Protesten gegen den Aufbau eines Mannesmann-Sendemastes gewehrt hatten.

"Es müsste im Interesse der Betreiber liegen, Ängste auszuräumen"

Reinhold Robbe

Dienstag, 31. August 2004

//www.ga-online.de/inhalt/2004-08-31/ostemsol/d171052015_24304.html


Nachrichten von der BI Bad Dürkheim


Omega siehe auch:

Schlafstudie soll bundesweit starten
//www.buergerwelle.de/body_newsletter_270304.html

Sendeturm Flachsmeer
//www.w-franzen.de/e-smog/WOL-Sendeturm.html

Schlafen beim Sendemast: Studie beginnt
//www.ostfriesen-zeitung.de/artikel.php?artikelid=1711058020_30802&edat=20021105&ressort=LER

Der Startschuss für "Quisi" fällt
//www.ga-online.de/inhalt/2002-11-02/wol/t-31108008_30502.html

Nun Machbarkeits-Studie für die Schlaf-Studie
//www.ga-online.de/inhalt/2002-04-20/wol/d130831000_10902.html

Schlafstudie soll Diskussion um Mobilfunkstrahlen erhellen
//www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=4031

Schlafstudie soll Diskussion um Mobilfunkstrahlung voranbringen
//www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/32929
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