25
Okt
2005

Bodensee bald im Funkschatten?

Ich schicke Ihnen einen Artikel aus dem Südkurier von letzter Woche, mit der Bitte um Veröffentlichung im Newsletter. Das macht vielleicht vielen Initiativen Mut.

Viele Grüße,

Wolfgang Blüher


Südkurier, 20.10.2005

Bodensee bald im Funkschatten?

Widerstand gegen Mobilfunk-Antennen in der Region besonders stark - Netzbetreiber erwägen Abzug der Investitionsmittel

Von Peter Ludäscher

Konstanz - Beim Mobilfunk könnte die Bodenseeregion bald den Anschluss an die technische Entwicklung verlieren. Diese Befürchtung äußerten Sprecher der Marktführer T-Mobile und Vodafone in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Hintergrund ist der Widerstand aus Teilen der Bevölkerung und der Kommunen gegen den Bau neuer Antennen. Die Mobilfunkbetreiber bauen gerade die Netze für den neuen UMTS - Standard auf. Damit lassen sich Daten in hoher Geschwindigkeit auf Handys übertragen.

„Vodafone hat in der Bodenseeregion bisher erst ein Drittel des für 2005 geplanten Netzes installieren können“, berichtet Vodafone Pressesprecherin Margarete Steinhart. Auch T-Mobile liege deutlich hinter der Planung zurück, ergänzt Andreas Fuchs, Pressesprecher von T-Mobile. In 13 Gemeinden komme der Netzausbau nur sehr zögerlich oder gar nicht voran. Steinhart: „Es gibt hier im Bodenseeraum eine Blockadehaltung mit der Absicht, Mobilfunk am liebsten ganz zu verhindern“.

Die Netzbetreiber haben nach Angaben der beiden Sprecher die See-Umgebung als eine wichtige UMTS-Region definiert, weil es hier zahlreiche innovative Unternehmen gibt, die Wert legen auf gute Netzabdeckung, Sprachqualität und hohe Daten-Übertragungsraten. Zudem sei der Bodensee als Touristenmagnet von Bedeutung. Daher liege das Bodensee-Umland auf der Prioritätenliste der Netzbetreiber weit oben. Der Schwarzwald hingegen wird noch einige Zeit auf UMTS verzichten müssen. Hier konzentrieren sich die Betreiber auf größere Städte wie Freiburg oder Villingen-Schwenningen.

Wegen des Widerstandes gegen neue Antennen drohe am See nun die Gefahr, dass die budgetieren Ausgaben in andere Regionen umgeleitet werden, sagte Steinhart. „Dann würde sich die ganze Region vom technischen Fortschritt abkoppeln.“ Die Betreiber sehen auch Gefahr für das bestehende GSM-Netz, denn die zunehmend ablehnende Haltung gegen Mobilfunkantennen gefährde die Verlängerung der Mietverträge für bereits installierte Anlagen.

Die Pressesprecher betonen, dass ihre Unternehmen bei der Installation neuer Antennenanlagen stets zur Lösungssuche bereit sind. „Wir suchen Alternativ-Standorte, wenn Bedenken gegen den ursprünglich geplanten bestehen.“ Allerdings gebe es beim UMTS-Netz technische Zwänge, die bei der Standortsuche berücksichtigt werden müssten. So werden mehr Antennen benötigt, und sie müssen sich „sehen“ können. Die Zellgröße ist geringer als beim bestehenden GSM-Netz. Zudem muss das Netz regelmäßig sein. Fuchs: „Wenn ein wichtiger Standort nicht realisiert werden kann, leidet das ganze Netz in der Umgebung.“

Es fällt den Pressesprechern schwer, den Widerstand einiger Kommunen zu verstehen. Die Unbedenklichkeit der Antennen sei nachgewiesen und die Grenzwerte würden strikt eingehalten. In Norddeutschland gebe es kaum Widerstand gegen die Antennen.

Omega die Unbedenklichkeit der Antennen ist keineswegs nachgewiesen. Siehe „Ärzteappelle gegen ungezügelten Mobilfunk“ unter:
//omega.twoday.net/stories/1064751/ und „Grenzwerte werden strikt eingehalten“ unter: //omega.twoday.net/stories/1087994/


Nach Süden zu, besonders in Bayern und Baden-Württemberg, werde die Abneigung größer. Am Bodensee haben die Netzbetreiber eine Hochburg der Gegner ausgemacht. Dabei handle es sich aber um „eine lautstarke Minderheit“, die gegen den Mobilfunk zu Felde zieht.

Beunruhigt stellen die Netzbetreiber fest, dass manche Gemeinde nicht bereit ist, sich an die vor vier Jahren zwischen Mobilfunk-Unternehmen und Kommunen geschlossene Verbändevereinbarung zu halten. Darin ist der Aufbau des Netzaufbaus geregelt: Die Netzbetreiber informieren die Gemeinden frühzeitig über geplante Erweiterungen. Daraufhin haben die Kommunen Gelegenheit, zum geplanten Standort Stellung zu nehmen oder Alternativen vorzuschlagen. Am Bodensee gingen aber einige Kommunen dazu über, mit baurechtlichen Erschwernissen die Installation nach Möglichkeit ganz zu verhindern. Dies führe dazu, dass die Betreiber Standorte auf privaten Gebäuden suchten. „Aber es gibt immer Verzögerungen, Kosten oder ein schlechteres Mobilfunknetz“, so Fuchs.
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