21
Okt
2005

Heuschrecken über Berliner Verlag

Holtzbrinck kurz vor Abschluß. Der Verkauf des Berliner Verlages an Investorengruppe ist fast perfekt. Die Belegschaft attackiert Konzernvertreter

„Zum ersten Mal wird in der Bundesrepublik ein regionaler Zeitungsverlag an eine Finanzgruppe verkauft. Die Verhandlungen zwischen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu dem der Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier gehört, und einem Konsortium aus der britischen Beteiligungsgesellschaft 3i, dem Unternehmen Mecom um den Medienmanager David Montgomery und der US-Finanzgruppe Veronis, Suhler, Stevenson stehen kurz vor dem Abschluß…“ Artikel von Arnold Schölzel in junge Welt vom 19.10.2005

//www.jungewelt.de/2005/10-19/017.php


»Unsere Kollegen sind sauer bis wütend«

»Heuschrecken«-Alarm im Berliner Verlag. Betriebsrat und Beschäftigte zeigen sich kämpferisch. Ein Gespräch mit Nico Kramer, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Berliner Verlags, in dem der Berliner Kurier und die Berliner Zeitung erscheinen. Der Verlag steht zusammen mit seinen Tochterfirmen vor der Übernahme durch ein Finanzkonsortium. Interview von Peter Wolter in junge Welt vom 19.10.2005

//www.jungewelt.de/2005/10-19/024.php


Berliner Verlag: ver.di fordert von Holtzbrinck Moratorium

"Einmalig und begrüßenswert ist, dass Belegschaften, Redaktionen und Chefredaktionen nicht nur gegen diese falsche Unternehmensentscheidung Stellung nehmen, sondern dies auch in den Publikationen des Verlages tun", sagte Werneke. Beim Protest und Widerstand gegen das Vorgehen von Holtzbrinck könnten sich die Beschäftigten auf die Unterstützung durch ver.di verlassen. Alle potenziellen Käufer hätten ihre Pläne den Belegschaften und Redaktionen darzulegen….“ Verdi-Pressemitteilung vom
17.10.2005

//www.verdi-verlage.de/branchen/inhalte/berlinverlag171005.html


Hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad beim „Berliner Verlag“. Gewerkschaft fordert Zusagen vom Käufer

Pressemitteilung von verdi- Landesbezirk Berlin-Brandenburg vom 19. Oktober 2005 (pdf)

//dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/143-19.10.05-Ge%25c9iner%20Verlag.pdf


Holtzbrinck macht‘s möglich – Verkauf die Zweite: Britische Finanzdienstleistervor der Tür der Berliner Verlagsgruppe

Die Betriebsräte der zum Berliner Verlag gehörenden Unternehmen haben sich in einer gemeinsamen Betriebsratsinfo zum geplanten Verkauf geäußert. (pdf)

//dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/BR-Info%20Berline%25c9%2012.10.2005.pdf


Netzwerk Recherche warnt vor Einstieg Montgomerys bei der Berliner Zeitung Innere Pressefreiheit gefährdet/Anschlag auf die Zeitungskultur

Pressemitteilung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche vom 14.10.2005 (pdf)

//dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/051014_NR_PM_Montgomery.pdf


Aus: LabourNet, 21. Oktober 2005

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Trotz aller Proteste: Berliner Verlag wird verkauft

„Die Würfel sind gefallen: Der Berliner Verlag wird an die Investoren der britischen Mecom und der amerikanischen Firma Veronis Suhler Stevenson verkauft. Heute morgen um neun Uhr haben die Chefredakteure und leitenden Manager des Berliner Verlags davon erfahren…“ Artikel von Michael Hanfeld bei FAZ online vom 25.10.05

//www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~EEBE5D49A45254B708B50D29860EFFFE9~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


ver.di fordert Garantien für Berliner Verlagsgruppe

„Anlässlich des Verkaufs der Berliner Verlagsgruppe an die Investorengruppe Mecom/VSS fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Garantien für die gesamte Berliner Verlagsgruppe („Berliner Zeitung“, „Kurier“, „Tip“, „Abendblatt“, Berliner Zeitungsdruck) mit ihren rund 750 Beschäftigten….“ ver.di-Pressemitteilung vom 25.10.05 (pdf)

//dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/2510_bln_ztg.pdf

Trotzdem:

Pressefreiheit ist nicht die Freiheit von Finanzjongleuren, mit Zeitungen zu zocken.

In einem vom netzwerk recherche initiierten Aufruf verlangen mehr als 130 Journalisten, Publizisten, Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und Politiker einen "seriösen, kompetenten, verantwortungsvollen Verleger" für den Berliner Verlag. Aufruf zur Unterstützung der Berliner Zeitung beim netzwerk recherche

//www.netzwerkrecherche.de/projekte/index.php?pageid=144


Aus: LabourNet, 25. Oktober 2005

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Ach du Heuschreck! Am Ende hat auch geballte Prominenz nicht mehr geholfen: Der Berliner Verlag geht an ein britisch-amerikanisches Investorenkonsortium

„Es war ein gewaltiges Blätterrauschen in den vergangenen Wochen, seit bekannt wurde, dass Finanzinvestoren ein Auge auf den Berliner Verlag geworfen hatten. Auch die verlagseigenen Blätter Berliner Zeitung und Berliner Kurier stemmten sich mit eindeutig formulierten Artikeln gegen die Übernahme. Und gestern wurde bekannt, dass 140 Schriftsteller, Künstler und Prominente dem Aufruf des Netzwerks Recherche gefolgt sind und gegen die Übernahme durch "Finanzjongleure" votiert haben. Doch die Medienkampagne kam zu spät…“ Artikel von Jörn Hagenloch in telepolis vom 25.10.2005

//www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21212/1.html


„Klassischer Kapitalist“. Wie der neue Eigentümer des Berliner Verlags, David Montgomery, mit Zeitungen umgeht, hat sich in England schon mehrmals gezeigt. Artikel von Jürgen Krönig in Die ZEIT online vom 25.10.2005

//www.zeit.de/online/2005/43/montgomery


Britische Botschaft. Der Berliner Verlag geht an Finanzinvestoren. Die geben sich als verantwortungsvolle Verlagsbesitzer – schon aus ökonomischem Kalkül. Artikel von Götz Haman in DIE ZEIT vom 27.10.2005

//www.zeit.de/2005/44/Berliner_Zeitung


Aus: LabourNet, 27. Oktober 2005
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