21
Okt
2005

Schulen sollen handyfreie Zonen werden - Schulärzte raten zu Verbot von Handys

Mit freundlichen Grüßen

Michael Meyer
michael_meyer@aon.at
Risiko Mobilfunk Österreich
Plattform Sozialstaat Österreich - Netzwerk Zivilcourage
A - 5165 Berndorf, Stadl 4 Tel/Fax 0043 - 6217 - 8576

Home > News-Archiv19.10.2005 Quelle: KURIER, Chronik, Seite: 9

Schulen sollen handyfreie Zonen werden

Wiens Schulärzte haben gesprochen. Geht es nach ihrem Willen, werden alle Schulen zu handyfreien Zonen. Die Schulärzte empfehlen den Schuldirektoren, ein Handyverbot in die Hausordnungen aufzunehmen. Denn die Handy-Strahlung könne jungen Menschen schaden, was nicht erwiesen ist. Andererseits fehlt aber auch der klare Gegenbeweis.

Also meinen die Schulärzte: "Sicher ist sicher!"

Die kürzlich ausgesprochene Empfehlung der Schulärzte wurde in einem Kreis von AHS-Schuldirektoren bei einer Dienstbesprechung mit dem Schulärztlichen Dienst zunächst mündlich getätigt.

Begründet wurde sie mit dem Vorliegen einer Studie, die einen negativen Effekt der Mobilfunkstrahlen speziell auf junge Menschen befürchtet. Die Mobilfunkbetreiber wiesen diese Studie zurück und verwiesen darauf, dass alle WHO-Richtlinien eingehalten würden. Dennoch nahm die Wiener Ärztekammer ebendiese Studie im Sommer zum Anlass für Warnungen vor dem übermäßigen Handy-Gebrauch. Logischerweise stellten sich die Schulärzte auf den selben Standpunkt.

Nun wurde aus der mündlichen Empfehlung eines Handy-Verbots eine schriftliche: Der Stadtschulrat erklärte sich "gern" bereit, die Empfehlung schriftlich an die AHS-Direktoren weiterzuleiten.

In diesem Schreiben steht: "Eine kürzlich präsentierte Studie weist eindeutig einen gentoxischen Effekt von Mobilfunkstrahlen nach. Daher hat die Wiener Ärztekammer. . . ausdrücklich vor übermäßigem Handy-Telefonieren vor allem bei Kindern gewarnt. . .

Solange nicht eindeutig das Gegenteil bewiesen ist, empfehlen wir die Schulordnung/Hausordnung ihrer Schule zu überprüfen und wenn möglich ein Handyverbot auszusprechen. Sicher ist sicher!"

Des Weiteren zählt das auf Stadtschulrat-Papier verschickte Schreiben Empfehlungen der Ärztekammer zum Gebrauch von Handys.
"Die Empfehlung gilt natürlich auch für die Pflichtschulen", erklärt man im Stadtschulrat. Die praktizieren ein Handy-Verbot - mehr oder weniger streng - seit geraumer Zeit.

Schaumgebremst wendet es Direktor Jürgen Peters von der Franz-Jonas-Europaschule in der Floridsdorfer Deublergasse an: "Bei uns darf man ein Handy zwar mithaben - es muss aber unhör- und unsichtbar bleiben. Bei Verstößen wird das Handy kassiert und nur den Eltern ausgefolgt. Bei der Gelegenheit erkläre ich ihnen freundlich den Sinn des Verbots."

"Handy fern vom Körper halten"

Auszug aus den jüngsten Empfehlungen der Ärztekammer:

Kinder unter 16 Jahren sollten Handys nicht oder nur in dringenden Fällen kurz benutzen.

Das Handy in der Hosentasche und auch SMS-Versenden unter der Schulbank kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und sollte daher gänzlich unterlassen werden.

Beim Versenden von SMS sollte das Handy vom Körper fern gehalten werden.

Handy während des Gesprächsaufbaues nicht an den Kopf halten.

Das Handy nachts ausschalten oder nicht in Kopfnähe aufbewahren.

Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren, da hier das Handy mit höherer Leistung strahlt.

Auch Headsets sind nicht empfehlenswert.

Keine Spiele am Handy spielen.

Internet nur über Kabelverbindungen nutzen. UMTS und WLAN führen zu hohen Strahlenbelastungen.

//www.kurier.at/zeitung/chronik/WM/index.php?artikel=1149224

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Gesundheit: Streit um Handy-Verbot an Schulen

VON ANDREAS WETZ, ROBERT BENEDIKT & MAGDALENA KLEMUN (Die Presse)

20.10.2005

Stadtschulrat empfiehlt zahnloses Verbot. Ärztin warnt Eltern vor Hysterie. Bald Funkstille für Wiens Kinder?

(c) APA

WIEN. Laut einer Warnung der Wiener Ärztekammer kann Handystrahlung krank machen, im schlimmsten Fall Krebs verursachen. Jetzt reagiert der Wiener Stadtschulrat darauf.

Omega siehe dazu „Neue Untersuchungen bestätigen Gefahr von Mobilfunk-Strahlung“ unter: //omega.twoday.net/stories/939195/

In einem Schreiben empfiehlt die Leiterin des Schulärztlichen Dienstes, Andrea Kubec, den Wiener AHS-Direktoren, "wenn möglich ein Handy-Verbot auszusprechen". Grundlage dafür die ist die Warnung der Ärztekammer aus dem Sommer, die sich auf die international durchgeführte "Reflex-Studie" bezog (siehe

//www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=513929 ).

Ausgerechnet dort hält man die Empfehlung jetzt für überzogen. Gudrun Weber, Schulärztereferentin der Wiener Ärztekammer zur "Presse": "Ich halte es für absolut übertrieben, mit so einer Empfehlung an die Schulen zu gehen." Es bestünde die Gefahr, "dass die Sache Beine bekommt und eine Eigendynamik, vergleichbar mit einer Hysterie vor der Vogelgrippe, entwickelt". Für Weber ist ein Verbot der falsche Weg mit der Gefahr umzugehen. "Handys sollte man an Schulen aus anderen, nicht aber aus gesundheitlichen Gründen verbieten."

Im Büro der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl nimmt man die Empfehlung von Landesschulärztin Andrea Kubec sehr ernst. Neben den höheren Schulen will man die Warnung auch an Pflicht- und Privatschulen weiterleiten. "Uns geht es nicht darum Hysterie zu schaffen", erklärte Sprecher Matias Meissner. Allerdings könne man die Empfehlung der Ärzte - gerade wenn es um Kinder geht - auch nicht negieren. Meissner: "Frau Kubec wird gute Gründe für ihre Empfehlung gehabt haben."

In der Praxis ist ein Verbot von Handys jedoch schwer exekutierbar. Genauso wie Schultaschen nicht nach Waffen durchsucht werden dürfen, können die Schüler nicht auf Handys "gefilzt" werden. Einzig: Über die Hausordnung kann - ähnlich wie beim Rauchverbot - ein Handy-Verbot festgeschrieben werden.

In den meisten Wiener Gymnasien ist dies ohnehin der Fall. Wer beispielsweise im GRG Wenzgasse in Hietzing in der Pause per Handy telefoniert, dem wird das Gerät bis zum Ende des Tages abgenommen.

Anders im Theresianum im vierten Bezirk. "Das Telefonieren in der Pause ist wichtig für den Kontakt mir der Familie", so Administrator Fritz Tiefenbrunner. Ansonsten habe das Theresianum kein Handyproblem. "Die Schüler halten sich daran, dass ihr Telefon während der Stunde abgeschaltet sein muss", so Tiefenbrunner, "wenn wir nichts ändern müssen, tun wir es nicht". Karin Lobner, Administratorin im Gymnasium Rahlgasse in Mariahilf hält ein totales Handy-Verbot für nicht umsetzbar: "Wir haben keine Möglichkeit. Wenn wir das Telefon während der Stunde wegnehmen, müssen wir es am Ende der Einheit zurückgeben. Wenn wir es in der Pause einziehen, dann am Ende der Pause."

Kärnten hat indes schon ein Handyverbot, allerdings nur ein theoretisches. Denn Schulreferent Martin Strutz (BZÖ) sandte am 13. September an alle Pflichtschulen ein Schreiben, in dem er an die Direktoren appellierte, ein Verbot in der Hausordnung festzuschreiben. Begründung: Mobiltelefone seien nicht nur aus medizinischen Gründen bedenklich, sie verursachten hohe Kosten und störten an vielen Schulen den Unterricht.

Bei den Lehrern ist Strutz' Anliegen auf wenig Gegenliebe gestoßen. "Nicht einmal ignorieren" laute das Motto an den betroffenen Schulen, sagt Vize-Landesschulrats-Präsident Rudi Altersberger (SP) im Gespräch mit der "Presse". Das Verbot sei nämlich unkontrollierbar, denn: Das Durchsuchen der Rucksäcke und Jacken von Schülern sei nur bei Gefahr in Verzug erlaubt und von einer solchen könne man bei Mobiltelefonen wohl nicht sprechen. Altersberger: "Es gibt keine vernünftige Begründung, mit der man in der Demokratie jemandem die Benützung eines allgemein gebräuchlichen Kommunikations-Mittels verbieten könnte."

Omega doch, die Begründung lautet: Schutz der Gesundheit von Minderjährigen. Siehe dazu auch „Mobilfunk in der Schule“ unter: //omega.twoday.net/stories/338094/

//www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=513928

Quelle: //omega.twoday.net/stories/1076985/
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