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Okt
2005

Harte Kritik am geplanten Mobilfunk-Sendemast

04.10.2005

Auch in Pretzfeld gehen die Wogen der Kritik hoch – Bürgermeister Müller: „Das Bestmögliche erreicht“

PRETZFELD. Eindringlich warnte Dr. Claus Steingraber (Vorsitzender des Arbeitskreises für Elektro-Biologie aus München) die 25 Zuhörer im Sportheim vor Handy-Strahlen und insbesondere vor der dritten Mobilfunkgeneration UMTS, deren Strahlungsintensität um ein vielfaches höher ist als die bisherigeTechnik.

Er war als Referent auf Einladung der Pretzfelder BN-Ortsgruppe zu einer Info-Veranstaltung wegen des geplanten, 25 Meter hohen UMTS-Mastens von Vodafone unterhalb des Pretzfelder Kellerwaldes gekommen.

Diesen Standort, etwa 400 Meter vor der letzten Wohnbebauung, hatte der Marktgemeinderat auf dem Grund der Kommune dem Mobilfunkbetreiber vorgeschlagen. Dies deshalb, weil ansonsten zu befürchten war, dass sich Vodafone einen anderen genehmigungsfreien Standort noch näher an Pretzfeld suchen werde. Inzwischen gibt es gegen den Beschluss des Gemeinderats auch Widerstand aus der Bevölkerung.

Schadensersatzforderung schon mal vorsorglich

Ein Bürger meldete bereits schriftlich Schadensersatzansprüche wegen Wertverlust seines Grundstücks und Schmerzensgeldforderungen gegen den Markt an, wenn es durch die UMTS-Strahlen zu Gesundheitsschäden komme. „Ich befürchte gesundheitliche Beeinträchtigungen“, schrieb der Pretzfelder bereits dem Bürgermeister.

Das es Gesundheitsschäden durch UMTS geben wird, „für Sensible vielleicht schon bald, für unsere Enkel auf jeden Fall“, davon ist Steingraber überzeugt. „Die gesundheitlichen Konsequenzen dadurch werden einmal bitter sein“, so Steingraber.

Bei Handygesprächen, auch mit DECT-Schnurlostelefonen, riet er unter sechs Minuten Dauer zu bleiben. „Ich bin nicht gegen Mobilfunk, aber gegen die Krankmachung unseres Volkes“, betont Steingraber. Aufgabe der Eltern sei es, heute ihren Kindern die Gefährlichkeit der Strahlung zu vermitteln, weil dies der Staat nicht tue. BN-Ortsvorsitzende Gudrun Richter-Vogel warf den anwesenden Ratsmitgliedern vor, dass es ein Fehler gewesen sei, vor der Entscheidung zum Bau des Mobilfunkmastes die Bürger nicht gefragt zu haben. Für Günter Klatt von der WPA eine Wahl zwischen „Cholera und Pest“.

Deshalb habe der Gemeinderat diesen Kompromissvorschlag gemacht, damit der Mast möglichst weit vom Ort weg kommt. Rose Stark (SPD-Ökologen), sie hatte mit Dieter Güttler dagegen gestimmt, sagte, dass im Gemeinderat gar nicht diskutiert wurde ob man den Standort verändern könne. Der Rat sei dem Vorschlag von Vodafone gefolgt und eine öffentliche Info-Veranstaltung habe der Rest des Rates abgelehnt, sagte sie. Klatt wusste nichts von einem derartigen Antrag im Rat und Karl-Ludwig Grodd (WPA) verwies darauf, dass beide Gemeinderatssitzungen zu diesem Thema öffentlich gewesen sind.

Eine Betroffene aus Pretzfeld wollte wissen, wie sie sich zur Wehr setzten könne. „Als Anlieger haben sie keine Rechte“, so Steingraber dazu. Letzte Konsequenz sei es, das Haus zu verkaufen und wegzuziehen, riet er der Pretzfelderin.

Bürgermeister Erhard Müller (CSU) sagte auf Anfrage, dass der Gemeinderat das Beste aus der Lage gemacht habe. „Die wollten den Sender zuletzt neben die Anger-Kapelle setzen, nur 150 Meter von der letzten Wohnbebauung weg“, so Müller. Das wäre nicht zu verhindern gewesen, weil genehmigungsfrei und der Besitzer wohnt nicht in Pretzfeld. Durch den Vorschlag der Gemeinde sei es zumindest gelungen, den Sender so weit wie möglich von der Ortschaft wegzudrücken, so Müller. „Sonst stände das Ding womöglich mitten in Pretzfeld, vielleicht gleich neben dem Kindergarten?

„Wir haben das Bestmöglichste erreicht“, war sich Müller sicher. Verhindert werden könne der Bau des Mastes nun ohnehin nicht mehr. Der Vertrag mit Vodafone ist bereits unterschrieben, bestätigte der Bürgermeister dem FT. tw

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