6
Jun
2005

Studien von Zweifel: Industrie sponserte Tabakforschung

Montag, 6. Juni 2005

Hamburg (dpa) - Hochrangige deutsche Gesundheitswissenschaftler sollen sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel» jahrelang Studienprojekte von der Tabakindustrie haben zahlen lassen. Firmeninterne Dokumente würden zeigen, wie die Zigarettenkonzerne die Forscher benutzten, um die Gefahren des Rauchens herunterzuspielen. Nach dem Bericht haben führende Wissenschaftler bis Anfang der neunziger Jahre zum Teil sechsstellige Beträge bekommen. Indirekt über Stiftungen hätten die Konzerne angeblich Studien bezahlt. «Es ist besonders verwerflich, dass sich ausgerechnet Gesundheitswissenschaftler von der Tabakindustrie haben kaufen lassen», sagte Martina Pötschke-Langer, Leiterin des Zentrums für Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation in Heidelberg, dem «Spiegel». Die WHO hatte schon früher darauf hingewiesen, dass internationale Tabakkonzerne unabhängige Experten bezahlt und für ihre Zwecke genutzt haben sollen.

//www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2005&m=6&d=6&id=119270

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Apropos Nikotinsucht

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 50 Jahre gebraucht, um zuzugeben, dass Rauchen gesundheitsschädigend ist. Dieselbe WHO hat nebenher zusätzliche 30 Jahre gebraucht, um zuzugeben, dass Passivrauchen der Gesundheit abträglich ist.

Mit Dutzenden von ihr selbst finanzierten wissenschaftlichen Gutachten hat es die Tabakindustrie verstanden, sich jahrzehntelang vor jeglichen Schadenersatzforderungen zu schützen.

Hier ein Bericht über die Expertenbefragung am letzten grossen Tabakprozess in den USA:

Gunther, der Fachexperte der Tabakkonzerne, war nicht da, um irgend etwas zu beweisen. Seine Aufgabe war es lediglich, den Experten der Anklage dauernd zu widersprechen und so viel Schlamm aufzuwühlen, dass die Geschworenen nicht mehr wussten, wie gefährlich Rauchen nun wirklich war. Er konnte nicht beweisen, dass Rauchen keinen Lungenkrebs verursacht und deshalb argumentierte er, dass sämtliche Untersuchungen keinen Beweis dafür erbracht hätten, dass Rauchen tatsächlich diese Folgen hatte. „Dazu sind weitere Forschungen erforderlich“ sagte er alle 10 Minuten.

Diese Zeilen stammen aus dem Buch „Das Urteil“ von John Crisham über die grossen Sammelklagen gegen die Tabakkonzerne in den USA. Sehr lesenswert und dazu erst noch hochspannende Unterhaltung. Denn genau so wie Crisham die kriminellen Umtriebe der Tabakmafia beschreibt, agieren heute die Mobilfunkbetreiber. Oder kommt etwa jemandem der obige Buchauszug nicht höchst bekannt vor?

Von 1954 bis 1960 durften die Zigarettenhersteller behördlich bewilligt und von der Lehrerschaft geduldet, vor und in allen Schulhäusern der Schweiz massenhaft Gratismuster verteilen, teilweise sogar in den Korridoren und Klassenzimmern der Oberstufen.

Heute werden Gratishandys abgegeben.

//www.gigaherz.ch/929


//tinyurl.com/dby7o
//omega.twoday.net/search?q=betrayal
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