20
Apr
2005

Notruf aus Lebenssituation unter der Zwangsbestrahlung durch derzeitig angewendete Mobilfunktechnik

HLV INFO 60/AT

20-04-2005

Beate Stemmler, Lepsiusstraße 4, 06618 Naumburg/Saale, am 16. April 2005
Mitglied der Bürgerinitiative G.U.T. für gesundheits- und umweltverträgliche Telekommunikation Naumburg/Saale


O F F E N E R M O B I L F U N K – B R I E F an Bundeskanzler Gerhard Schröder

Herrn Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Str.1, 10557 Berlin


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

dieser Brief ist ein Notruf aus meiner Lebenssituation unter der Zwangsbestrahlung durch derzeitig angewendete Mobilfunktechnik.

Ich bin 56 Jahre alt. Ich bin es gewohnt, eigenverantwortlich mit meinem Leben umzugehen. Aufgrund der Regierungsentscheidung, Frequenzen im Mikrowellenbereich an Betreiber von Mobilfunkantennen für flächendeckende Handynutzung zu verkaufen, werde ich derzeit in meinem Bemühen um meine Gesundheit massiv gestört. Diese Frequenzen sind längst durch die Schöpfung an Menschen und Tiere vergeben, um die lebensnotwendige interzelluläre Kommunikation der Organismen zu gewährleisten. Sie stehen keinem Markt zur Verfügung. Keine Regierung hat das ethische Recht, den Schlaf, den Herzrhythmus, die Konzentrationsfähigkeit, die seelische Balance, den Blutdruck, die Lebensfreude und Schaffenskraft, letztendlich das Wohl und die Gesundheit des Volkes zu verkaufen, auch nicht für 50 Mrd. Euro.

Am 25. September 2003 erlebte ich in unserer Wohnung gegen 22.00 Uhr körperliche Sensationen in Form von rhythmischen Gehirnkrämpfen mit nachfolgenden heftigen Herzschmerzen, die ich in keiner Weise einzuordnen wusste. Noch Tage später lief ich benommen umher. Ich geriet nicht in Panik, weil ich bisher weder mit meinem Kopf noch mit meinem Herzen irgendwelche Probleme hatte. Vier Tage nach dieser Attacke sah ich eine neu installierte Mobilfunkantenne in unmittelbarer Nachbarschaft 120 m entfernt von unserer Wohnung (in der zweiten Etage) auf gleicher Höhe ohne abschirmende Faktoren wie Häuser oder Bäume dazwischen. Der Betrieb dieser Antenne war laut amtlicher Auskunft ab 25. September 2003 möglich. Nach einigen weiteren Tagen stellten sich bei mir innerhalb dieser Wohnung anhaltende Kopfschmerzen, heftiges Herzklopfen, erhöhter Blutdruck, eingeschränktes Konzentrationsvermögen, Niedergeschlagenheit und ein hohes Bewegungsbedürfnis ein. Im Schlafzimmer ist seither das Ein- und Durchschlafen durch ein von mir nicht beeinflussbares Vibrieren des Nervensystems gestört. Später wurden Veränderungen an der Harnblase spürbar; Ohrgeräusche, Gelenkbeschwerden und gehäufte Entzündungen der Mundschleimhaut, ungewöhnliche Hitzewellen und Schweißausbrüche zu bestimmten Uhrzeiten kamen dazu. Außerhalb der Wohnung vergehen manche Beschwerden nach 15 Minuten, andere erst nach Tagen. Nach und nach fand ich heraus, dass sechs weitere Antennen mit ihrer Sendeleistung unsere Wohnung erreichen. Der Amtsarzt riet nach einer Messung von 0,43 V/m vorsorglich zum Wohnungswechsel. Inzwischen haben wir in manchen Räumen 0,86 V/m. Der deutsche Grenzwert ist für die mobilfunkrelevanten Frequenzen für das elektrische Feld frequenzabhängig auf 27,5 - 61,5 V/m festgelegt (Quelle: Ecolog-Institut Hannover). Doch wohin umziehen? Wann und wo wird der nächste Mobilfunkmast errichtet? Immer mehr Nachbarn benutzen schnurlose Telefone nach DECT-Standard und verstärken ahnungslos die Strahlenbelastung. So sind wir zu Flüchtlingen in unserer eigenen Wohnung geworden. Ich verkrieche mich in wenigen relativ strahlungsarmen Winkeln der Wohnung. Ein Faradayscher Käfig aus teurem Abschirmmaterial für ein halbes Zimmer soll mir helfen, wieder konzentriert zu arbeiten. Nachts schlafe ich unter Stroh. Die Teilnahme am öffentlichen Leben in Kinos, Restaurants, Versammlungen, Bussen und Zügen wird je nach Menge der passiven und aktiven Handynutzung zur Qual.

Viele Menschen bringen ihre seltsamen Symptome mit beruflichem oder familiärem Stress, ihrer Arbeitslosigkeit oder ihrem Altern in Verbindung. Ärzte sind meistens ratlos und uninformiert. Wenn sich bekannte Symptome nicht in bewährter Weise behandeln lassen, erfolgt in der Regel eine Überweisung zur psychotherapeutischen Behandlung. Doch solange Ärzte und Therapeuten diese außerordentliche Belastung durch Mobilfunkstrahlung mittels Antennenmasten, Handys, DECT-Schnurlostelefonen und funkgesteuerten Computern nicht zu einem festen Bestandteil ihrer Anamneseerhebung machen, laufen sie unter Umständen Gefahr, ins Leere zu arbeiten. Damit diskreditiert sich ihre kostbare, lebensnotwendige Arbeit.

Zahlreiche Fragen stellen sich bei näherer Beschäftigung mit diesem Thema:

- Bei wie vielen der 16 Mill. Bluthochdruckpatienten in Deutschland (Quelle: „Natur und Medizin“ 3/2004, Mitgliederbrief der „Karl und Veronika Carstens Stiftung“) gibt es einen Zusammenhang mit Mobilfunkbelastung?

- Wer zahlt die Behandlungskosten bei gesundheitlichen Schäden durch Mobilfunkstrahlung?

- Wer zahlt die entstehenden Kosten für eine effektive Abschirmung?

- Mit welchem Recht können Arbeitgeber von ArbeitnehmerInnen das Tragen und Benutzen von Handys am Körper verlangen?

- Mobilfunktechnik kann andere sensible Technik empfindlich stören. Gibt es etwas Empfindsameres als den Organismus von Mensch und Tier?

- Aus welchem Grund unterbleibt die Information und Beteiligung der Bevölkerung bei der Errichtung von Sendemasten?

- Weshalb werden Menschen mit Herzschrittmachern zu ihrem Schutz nicht vor der Installation einer Mobilfunkantenne gewarnt?

- Wie erfolgreich ist das Bundesamt für Strahlenschutz bei der Überprüfung der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber, Schulen, Kindergärten, Seniorenheime und Krankenhäuser mit der unmittelbaren Nähe von Mobilfunkantennen zu verschonen?

- Das Bundesamt für Strahlenschutz hat vor Handy- und Schnurlos-DECT-Telefonnutzung gewarnt. Diese Warnung wurde kaum gehört; war sie zu leise gesprochen?

- Die UnterzeichnerInnen des Freiburger Appells ( //www.freiburgerappell.de ) sehen einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Hyperaktivität bei Kindern und der rasant gestiegenen Nutzung der Mobilfunktechnik. Diese Kinder stehen unter großer innerer Spannung, aus der sie sich von selbst nur mit Zappeln vorübergehend befreien können. Wer hilft ihnen, ohne ihnen fragwürdige ruhig stellende Mittel zu verabreichen?

- Wie können sich Kinder und Jugendliche unter Strahlenbelastung, auch bedingt durch das eigene Handy, zu Hause und in der Schule konzentrieren? Pisa lässt grüßen.

- Wie können Busfahrer und Piloten die Beeinflussung ihres Nervensystems durch erlaubte Handynutzung der Reisenden verhindern und „nicht aufklärbare“ Unfälle vermeiden? Beim Aufbau eines Handygesprächs wird der zulässige Grenzwert erheblich überschritten.

- Die Tiere Südostasiens konnten sich mit ihrem Frühwarnsystem vor der Flutkatastrophe retten. Bei uns verschwinden scharenweise Vögel, die Stammgäste waren, und sich nur noch äußerst selten kurzfristig einstellen, vermutlich im Zusammenhang mit heruntergefahrener Antennen-Sendeleistung. Wie wäre es, von ihnen zu lernen?

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

ich gehe davon aus, dass Ihre Regierung zum Zeitpunkt des Verkaufs der Sendelizenzen nichts von den gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit der deutschen Bevölkerung ahnte. Bitte machen Sie umgehend das Thema Mobilfunk und Gesundheit zur Chefsache. Die laufende Regierungsstudie zu dieser Problematik dauert zu lange und ist abhängig von Geldern der Mobilfunkbetreiber. Viele Menschen könnten inzwischen an der Strahlenlast zerbrechen. Die Reflex-Studie, bezahlt mit EU-Geldern, hat Brüche in der DNA-Struktur der Zellen und Genmutationen unter elektromagnetischen Schwingungen, vergleichbar denen eines Mobilfunk-Telefons, nachgewiesen (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 13.7.2004).

- Wichtig ist eine Überprüfung des unverantwortlich hohen Grenzwerts unter Einbeziehung der gepulsten Sendeleistung.

- Wichtig und möglich ist es, die Sendeleistung drastisch zu reduzieren.

- Wichtig ist die Schaffung handy- bzw. mobilfunkfreier Lern-, Arbeits- und Lebensräume, analog dem Nichtrauchersystem.

- Wichtig ist die Förderung und Umsetzung innovativer gesundheits- und umweltverträglicher Kommunikationstechnik. Mit vorhandenen Ideen könnte Deutschland eine avantgardistische Rolle übernehmen.

Ich erhoffe mir eine Antwort auf diesen Brief. Jedoch benötige ich keine beschwichtigende Reaktion. Es ist höchste Zeit zum Handeln. Ich wünsche mir, dass es allen Menschen in unserem Land bald vergönnt ist, eine Kommunikationstechnik zu nutzen, mit der die Unantastbarkeit der Wohnung und des körpereigenen Kommunikationssystems gewahrt bleibt. Ich möchte morgens aufwachen und spüren, dass ein böser Spuk vorbei ist und ich mit meinem Herzschlag, meinem Blutdruck, meiner Lebenskraft in den Tag gehen und auch die Vögel wieder begrüßen kann.

Mit besten Wünschen für Ihr hohes und verantwortungsvolles Amt grüße ich Sie voller Hoffnung

Beate Stemmler, Dipl.-Theologin, Psychologische Ehe-, Familien- und Lebensberaterin, Feldenkrais-Lehrerin, SPD-Mitglied


M.f.G.
Alfred Tittmann
c/o HESSISCHER LANDESVERBAND MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V.

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FW Krämer 21-04-05

Betr. Kommentar zum Offenen Brief an Herrn Bundeskanzler Schröder

HLV INFO 60 v. 20-04-05

Mit großer Aufmerksamkeit habe ich den Brief von Frau Stemmler an Herrn Bundeskanzler Schröder gelesen. Frau Stemmler hat sich sehr große Mühe gegeben, die zutreffenden Argumente zusammenzutragen, und wirkt in ihrer Berichterstattung über die eigenen Erfahrungen überzeugend. Ich bedaure allerdings, dass ich den Optimismus von Frau Stemmler, durch ihren Brief eine positive Wirkung auf dem Niveau deutscher Politik erreichen zu können, nicht teilen kann.

Nach den vielen Aktivitäten und Initiativen des Hessischen Landesverbandes, vielen ähnlichen Aktionen einer Bürgerinitiative in Frankfurt/Main, der ich angehöre, anderer Bürgerinitiativen in Deutschland sowie vieler persönlicher Initiativen, entstanden in der Überzeugung, dass man mit sauberer Argumentation und solidem Wissen deutsche Politiker von dem Gefahrenpotential elektromagnetischer Mobilfunkstrahlung überzeugen und bei ihnen eine ernsthafte Vorsorge anregen könnte, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die weitaus überwiegende Zahl von Politikern in Regierung und Opposition dieses Landes kein Interesse daran hat, das Thema zu verstehen und entsprechend zu handeln. Die Gründe sind hinreichend bekannt.

Denn, warum werden seit Jahren Forschungsergebnisse nationaler und internationaler Wissenschaftler systematisch missachtet? Warum haben europäische und außereuropäische Länder die Grenzwerte gesenkt und bewusste Vorsorge eingeführt, während in diesem Land von der Regierung immer wieder betont wird, die Grenzwerte stellten einen hinreichenden Schutz für den Menschen dar? Warum wird hierzulande nicht anerkannt, dass es bei sehr geringen Feldstärken a-thermische Belastungen für den Menschen gibt? Warum verweisen in diesem Lande Regierung und Opposition immer wieder auf Forschungsbedarf, wohingegen die wissenschaftlichen Hinweise aus dem In- und Ausland eine dringend erforderliche und bewusste Vorsorge verlangen? Warum erkennt der größte Teil des politischen Niveaus dieses Landes nicht an, dass in dem hier gegebenen Zusammenhang ein Problem existiert, dem man nachgehen muß? Warum wird hier nicht gehandelt anstelle längst abgedroschene Phrasen, "man nehme die Sorgen der Bürger sehr ernst" weiter zu verbreiten? Warum wird in diesem Land das Vorsorgeprinzip, verabschiedet von der Europäischen Kommission im Jahre 2000, nicht respektiert?

Die Antworten sind klar: Es muss ja schließlich Gründe haben, warum dieses Land dort steht wo es steht, national wie international.

Es ist nicht meine Absicht, Frau Stemmler zu entmutigen, aber die Antwort, die sie erwartet, wird, sofern sie überhaupt Substanz enthalten sollte, mehr Fragen erzeugen als gestellt worden sind.

FW Krämer, Frankfurt am Main

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Viele Länder, Bundesstaaten und auch einzelne Städte haben zwischenzeitlich auf Grund von neueren Studienergebnissen und Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis ihre Grenzwerte gesenkt oder sog. Vorsorgewerte eingeführt. Deutschland dagegen ist immer noch einer der Spitzenreiter, der seine hohen Grenzwerte verteidigt, wie der internationale Vergleich zeigt:
//gruen-macht-gluecklich.de/BI/Grenzwertliste.PDF

Quelle: //gruen-macht-gluecklich.de/bi.html

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Verleumdungstaktik der Politik

Den von oft hochkarätigen und gut dotierten Wissenschaftlern bei offiziellen Anlässen verbreiteten Desinformationen begegne ich immer wieder mal mit einem Brief nach etwa dem folgenden Muster:


Sehr geehrter Herr Professor Hagenauer,

es verwundert mich sehr, dass unter Ihrer Mitwirkung zum Thema Mobilfunk von der Bay. Akademie der Wissenschaften das Resümee gezogen wird, es gäbe unterhalb der thermischen Grenzen keine Gesundheitsstörungen. Als Allgemeinarzt habe ich mehrfach Patienten erlebt, die eindeutig durch Mobilfunk krank geworden sind und ihre Beschwerden nach einer entsprechenden Sanierung verloren haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie als Fachmann solche nicht gerade seltenen Beobachtungen nicht kennen. Warum ignorieren Sie sie? Muss ich hier wieder einmal davon ausgehen, dass Geld schwerer wiegt als die wissenschaftliche Wahrheit und als die Gesundheit der Bevölkerung. Wie lange werden Sie diese Verleumdungskampagne bezüglich der Gesundheitsschäden durch Mobilfunk noch durchhalten können?

Für Tausende von Bürgerinitiativen und all die leidenden Betroffenen sind Sie jetzt schon unglaubwürdig, und für Ihre forschenden Kollegen, die die Situation durchschauen, ohnehin schon lange.

Ich muss schon fragen, für wie dumm hält man uns Bürger eigentlich, wenn gebetsmühlenartig diese immer offensichtlicher werdenden Gesundheitsschäden von einer inzwischen sehr wohl bekannten Gruppierung von Personen immer wieder geleugnet werden, dann aber doch Vorsichtsregeln gegeben werden.

Wenn eines Tages all dies ans Tageslicht kommt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, können Sie nicht sagen, sie hätten nichts gewusst und sich aus der Affäre ziehen.

Aus diesen meinen etwas emotionalen Ausführungen sollte Ihnen klar werden, wie ernst die Lage ist. Stellen Sie sich als Wissenschaftler klar auf die Seite der Wahrheit und flüchten sich nicht in unerfüllbare Beweis-Szenarien der Schäden durch Mobilfunk und in die Länge gezogene Studien.

Der Großversuch an vielen Hundert Millionen Menschen und auch Tieren und Pflanzen weltweit läuft seit wenigstens 10 Jahren. Es ist genügend Beobachtungsmaterial vorhanden, man braucht es nur zur Kenntnis zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dietrich Grün


In der Regel erfolgt auf solche Briefe natürlich keine Antwort, das ist auch nicht meine Absicht. Aber die betreffenden Personen wissen dann, dass man sehr wohl weiß, was hier gespielt wird, und was sie selbst eigentlich auch wissen müssten. Mit solch einem Wissen im Hintergrund lügt es sich nicht mehr so leicht, und dazu noch, wenn einem klar gemacht wird, dass man mehr und mehr an Glaubwürdigkeit verliert und eigentlich auf verlorenem Posten kämpft, denn die Wahrheit lässt sich nicht allezeit unterdrücken.


Quelle: //de.groups.yahoo.com/group/elektrosmog-liste/message/5393


Omega siehe auch „Niedersachsen: Grenzwerte werden deutlich unterschritten - Keine Gefahr für Anwohner durch Mobilfunk?“ unter: //omega.twoday.net/stories/768857/

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Gedanken zum Thema Elektrosmog

Grundsätzliches zum Thema Mobilfunk/Elektrosmog

Früher war das überhaupt kein Thema, da sich die Belastung mit elektromagnetischen Feldern in engen zeitlichen und räumlichen Grenzen hielt: Rasierapparat, Staubsauger, Mikrowelle, Computer usw. waren nur minutenweise oder stundenweise in Betrieb, außerdem konnte man ganz schlicht durch Nichtbenutzung oder Ausschalten dem Problem entgehen. Hochspannungsfreileitungen waren schon immer sehr problematisch und nur durch ausreichenden Abstand zu entschärfen.

Da haben die Belastungen durch DECT-Telefone und Mobilfunk eine ganz andere Dimension erreicht: erstens: die 24 Stunden non Stop Bestrahlung und zweitens hat man kaum noch eine Chance, dem zu entgehen, weil hier eine flächendeckende Versorgung mit elektromagnetischen Wellen besteht.

Nun scheint mir bei vielen (6 % Elektrosensible gibt es bereits) das Maß voll. Der Mobilfunk ist also m.E. der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Einige von uns haben sozusagen ein größeres Fass, da läuft noch nichts über. Aber dies scheint mir nur eine Frage der Zeit, falls wir weiterhin ungebremst und ungehemmt die Belastung mit Elektrosmog steigern.

Hier stellt sich mir grundsätzlich die Frage, wann reagieren wir und stoppen diese (vermeidbare) Belastung ? bei 10 % Elektrosensiblen oder erst bei 20 % ? oder erst dann, wenn wir alle krank sind und endlich die vielbeschworenen „Beweise“ haben (Vodafone-Beschwichtigungshymne, Vers 1 : „es ist ja noch nicht bewiesen“, Vers 2 : “Alle Grenzwerte sind eingehalten“) (und wenn man weiß, wie diese Grenzwerte zustande gekommen sind und wer alles in dieser Kommission sitzt, macht man ohnehin hier ein großes Fragezeichen dran und diskutiert nicht weiter)

Ich könnte mir vorstellen, dass zunächst mal die Sendeleistung halbiert wird und kein weiterer Sendemast installiert wird. Dies kann ohne große Einbußen bereits mit den vorhandenen Handys geschehen. Will man jedoch auch im hintersten Kellerverlies noch einwandfreien Handyempfang haben, müsste man andere Handys entwickeln mit verbesserter Empfangs- und Antennentechnik.

Das Problem ist also grundsätzlich lösbar. Es passiert allerdings nichts, wenn wir nicht erkennen, dass die eigene Gesundheit viel wichtiger ist, als der Vodafone-Umsatz. (gemeint sind hier „Vodafone und Konsorten“, also alle Netzbetreiber, die lediglich ihre Geschäftsinteressen durchsetzen wollen)

Eckardt Giese
//space.arcor.de/eckardtgiese

Quelle: //de.groups.yahoo.com/group/elektrosmog-liste/message/5395

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Ängste, Bedenken und Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen
//omega.twoday.net/stories/344928/
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