12
Apr
2005

Ein-Euro-Jobs geraten außer Kontrolle

Cui bono oder wer verdient? 1-€-Jobs sind die Lösung, so hört man landauf landab von den üblichen Verdächtigen. Fragt sich nur für wen? Die Antwort auf die Frage hat jetzt sogar die Welt am Sonntag gefunden. "Die Kommunen machen mit den Zusatzjobs gute Geschäfte. Doch viele Firmen verlieren Aufträge", so beginnt ein Artikel von Sonja Banze in der Welt am Sonntag vom 10. April 2005.

Aus dem Text: "…Billige Arbeitskräfte kommen den Kommunen und Wohlfahrtsverbänden gerade recht. Nach Berechnungen des Instituts für Urbanistik häufen Städte und Gemeinden bis 2009 einen Investitionsstau von 650 Milliarden Euro an. Seit Anfang der neunziger Jahre haben sie die Zahl ihrer Beschäftigten halbiert. Da bleibt viel Arbeit liegen und wird vieles ‚zusätzlich'(…) Bisweilen entgleist die Regelung ins Paradoxe: Im niedersächsischen Städtchen Ronnenberg machte sich ein Arbeitsloser selbständig mit einem Einkaufservice für Senioren, eine von der Arbeitsagentur geförderte Ich-AG. Er ärgert sich noch heute, daß sein Geschäft ihm ausgerechnet durch die Stadt kaputtgemacht wurde, die für denselben Service eine Ein-Euro-Kraft anstellte.

Doch Ein-Euro-Jobs lohnen sich für Kommunen und Wohlfahrtsverbände nicht nur, weil sie ihnen billige Arbeitskräfte bescheren. Im besten Fall kassieren die Städte und Gemeinden doppelt. Denn die Jobcenter, in denen sich Kommunen und Arbeitsagenturen seit Januar gemeinsam um die Langzeitarbeitslosen kümmern, zahlen jedem Träger, der einen Zusatzjobber einstellt, eine Pauschale. Bis Ende 2004 lag der Betrag bei rund 500 Euro, seit Januar kann er beliebig hoch sein und durchaus auch über 1000 Euro liegen; (…) Der geringste Teil davon ist der Lohn von 120 bis 180 Euro für den Arbeitslosen…"

//www.wams.de/data/2005/04/10/671358.html


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 24, Eintrag 7
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