4
Apr
2005

Netzbetreiber sehen Skepsis schwinden

HLV INFO 49/AT

3-04-2005

Frankfurter Rundschau 2-04-2005

//www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?sid=8544d0af4702e03f5e1a1bb469657195&cnt=655418

MOBILFUNK

Netzbetreiber sehen Skepsis schwinden

Frankfurt a. M. · 1. April · hein · Die Mobilfunkbetreiber bewerten die Diskussion über die Gesundheitsgefahren, die vor allem von den Sendemasten ausgehen könnten, als "deutlich entspannt und verbessert". Zur Versachlichung der Debatte habe die Selbstverpflichtung der Unternehmen beigetragen, "beim Verbraucher-, Gesundheits- und Umweltschutz wirksame Verbesserungen herbeizuführen", heißt es in einer Mitteilung des Informationszentrums Mobilfunk vom Freitag. Diese Selbstverpflichtung sei eingehalten worden. Außerdem sei die Kommunikation mit Verbrauchern und Kommunen verbessert worden.

Kritiker halten die Mobilfunktechnologie für problematisch, sowohl was die Abstrahlung durch die Sendemasten als auch durch die Handys angeht. Der von ihnen ausgehende Elektrosmog könne Krankheiten bis hin zu Krebs verursachen. Sie fordern daher die Verschärfung der gültigen Grenzwerte, ferner, die Sendemasten außerhalb der Innenstädte zu installieren.


“Wunschdenken“

Die Pressemitteilung des IZMF, der Mobilfunkbetreiberlobbyvereinigung, nutzt die vom Deutschen Institut für Urbanistik, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und dem Beratungsunternehmen WIK GmbH im als "Jahresgutachten 2OO4 zur Umsetzung der Zusagen der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber" bezeichneten Jahresbericht gezogenen insgesamt "positiven Bilanz" um sich selbst auf die Schulter zu klopfen.

Der HESSISCHE LANDESVERBAND MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V. (HLV), eine Vereinigung von über 120 Bürgerinitiativen in Hessen und angrenzenden Gebieten von Rheinland-Pfalz, widerspricht der Darstellung des IZMF.

Die "Selbstverpflichtung" der Unternehmen hat an vielen Orten zur erheblichen Verärgerung von Kommunen und Bürgern beigetragen, die feststellen mussten, dass die unverbindlichen Absichtserklärungen im konkreten Fall nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Die Kontroversen haben in der Praxis an Schärfe zugenommen. Zum Teil werden Kommunen regelrecht hintergangen und getäuscht.

Dem HLV sind mehrere Bürgermeister und Kommunen bekannt, die den Betreibern arglistige Täuschung vorwerfen und z.T. sogar mit diesen weitere Verhandlungen ablehnen.

Die diversen, juristisch völlig wertlosen Selbstverpflichtungen oder Vereinbarungen mit Verbänden gaukeln einerseits Bürgern eine vermeintliche Transparenz (Stichwort: "Reduzierung von Ängsten durch Information") vor und auf der anderen Seite werden stillschweigend Fakten geschaffen …..

Im Übrigen wird auch seitens des Umweltministeriums deutliche Kritik gegenüber den Betreibern geübt und Verbesserungen angemahnt, dass "die Zahl der Konfliktfälle bei der Standortsuche für Sendemasten nach wie vor nicht deutlich gesunken" sei.

Für den HLV Vorstand

Dr. E. W. Braun, Oberursel - Tel. 06171 – 5 27 24
Alfred Tittmann, Bruchköbel - Tel. 06181 – 7 73 76



Omega siehe:

Krebs und Krankheit um Mobilfunksender
//omega.twoday.net/stories/601641/

[ document info ]
Copyright © Frankfurter Rundschau online 2005
Dokument erstellt am 01.04.2005 um 17:16:19 Uhr
Erscheinungsdatum 02.04.2005


HLV – Kommentar:

Bezüglich der Pressemitteilung der IZMF, der Mobilfunkbetreibervereinigung in Berlin, möchten wir auf die Original Presseinformation des BMWA und BMU hinweisen, wo ausdrücklich an der bisherigen Form einer „Kooperation mit allen Beteiligten“, deutlich Kritik geübt wird und erforderliche Verbesserungen angemahnt werden.

Da die es sich bei dem Artikel in der FR um eine von der IZMF bundesweit verbreitete PM handelt sollte auch regional entsprechend reagiert werden.

Die Pressemitteilung der IZMF schafft kein Vertrauen, hier wird eine gezielte manipulierte Stimmung gegenüber der Bevölkerung gemacht!


Wir geben noch einmal den Wortlaut der PM des Ministeriums BMU nachfolgend bekannt, was bereits auch in unserer HLV INFO Nr.47 v. 1-04-05 erfolgte.

M.f.G.

Alfred Tittmann
c/o HESSISCHER LANDESVERBAND MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V.


Pressedienst Nr. 075/05
Berlin, 31. Maerz 2005

Gemeinsame Pressemitteilung des BMWA und des BMU

Mobilfunkbetreiber legen Rechenschaftsbericht vor

Die Mobilfunknetzbetreiber haben der Bundesregierung ihren dritten Jahresbericht zur Umsetzung der Selbstverpflichtung vom Dezember 2001 vorgelegt. Die Gutachter, das Deutsche Institut für Urbanistik, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. und das Beratungsunternehmen WIK GmbH, ziehen darin eine insgesamt positive Bilanz. Nach Aussage der Gutachter funktionieren Kommunikation und Partizipation zwischen Betreibern und Kommunen auf Basis der Selbstverpflichtungserklärung im Wesentlichen gut. Im Detail und in Einzelfällen gebe es aber auch weiterhin Probleme. So seien die Verbraucher-Informationen zu den Strahlungswerten für Handys und die Information der Kommunen über den Sendebeginn noch verbesserungsbedürftig.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin kritisierte, dass die Zahl der Konfliktfälle bei der Standortsuche für Sendemasten nach wie vor nicht deutlich gesunken sei. "Die Betreiber sollten sich auch in strittigen Fällen noch mehr auf die Diskussion mit den kommunalen Vertretern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern einlassen", so Trittin.

Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement betonte, dass die Standortdatenbank und das Internetportal seines Hauses www.mobilfunk-information.de wichtige Information über Grenzwerte und Strahlung beim Mobilfunk bereit stelle.

Nach wie vor unbefriedigend sind die Verbraucherinformationen zu den Strahlungswerten von Mobiltelefonen. Trittin wies darauf hin, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf eines Mobiltelefons an dem vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfohlenen SAR--Wert von 0,6 Watt/kg orientieren können. Solche Handys werden bereits angeboten. Die Betreiber haben hier zugesagt, das Verkaufspersonal in ihren Vertriebsgeschäften besser zu schulen.

Das BfS bietet im Internet eine Übersicht zu aktuell am Markt befindlichen Mobiltelefonen, die diesen SAR-Wert einhalten, an (www.bfs.de).

Das Jahresgutachten ist im Internet unter www.bmu.de verfügbar.


Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)
Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 01888/305-2010. Fax: 01888/305-2016
email: presse@bmu.bund.de - internet: //www.bmu.de/presse

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4. Mobilfunksymposium in Mainz

Gedanken eines kritischen Beobachters der Mobilfunkszene

Mit Befremden stelle ich fest, dass das 4. Symposium des BUND in diesem Jahr unter dem Thema:

„Was funkt denn da ? Reduzierung von Funkwellen in Wohnung und Büro“, steht.

Ich habe noch gut im Ohr, dass die Mobilfunkbetreiber immer wieder mit der Argumentation auftraten, die Bestrahlung des Mobilfunks sei doch verhältnismäßig gering, wenn man bedenkt, mit welchen Bestrahlungen man sich täglich freiwillig umgibt, seien es Mikrowelle oder andere Elektrogeräte mit elektromagnetischem Bestrahlungsfeld.

Nun schenkt das Symposium einen halben Tag der aufkommenden Multimediatechnologie bei der drahtlosen Bürokommunikation und greift sich auch nochmals die allgegenwärtigen DECT-Telefone auf.

Spätestens nach der diesjährigen CEBIT ist doch eindeutig klargeworden, dass Büro- und Wohnumfeld kabellos erobert werden müssen. Man hofft sich auf der Basis der Bequemlichkeit bei mehr Konsumenten Fuß zu fassen. Ist erst auch dieser Bereich komplett in Abhängigkeit geraten, kann man sich kaum mehr gegen die planmäßige Ausweitung der Mobilfunkstandorte wehren.

Folgt man der Intention der BUND-Einladung, dann schaffen wir uns ja schließlich selbst das eigene elektromagnetische Bestrahlungsfeld und die Mobilfunkbetreiber können frohlocken, denn nun sind nicht nur sie die Bestrahler, sondern wir brauchen und fordern die Technologie sogar ein.

Einen großen Unterschied sollte man hier nicht übereifrig unter den Tisch kehren, vielleicht ausgelöst durch den augenblicklichen Frust, die Mobilfunkantennen kaum verhindern zu können, dass diese Art der häuslichen Bestrahlung hausgemacht und fast von jedem gesteuert werden kann.

Mein Router läuft einfach verkabelt und nicht unter WLAN, das Laptop funktioniert auch mit Kabelanschluss. Das DECT-Telefon ist bereits vor Jahren gegen ein CT 1+-Standard ausgetauscht worden und bei allen Fernsteuerungen achte ich penibel darauf, dass sie nicht drahtlos mit gepulster Hochfrequenz im Spektrum des Mobilfunks agieren.

Aber die nun rund um mein Haus nun auch noch mit UMTS aufgerüsteten Antennenstandorte bestrahlen mich rund um die Uhr, ohne dass ich etwas dagegen setzen kann.

Geben wir an dieser Stelle nicht unsere bisherigen Argumentationslinien auf, wenn nun mangels öffentlichen Interesses am Minimieren der Mobilfunkstandorte zum Messen von Bestrahlungsdichten und Abschirmen animiert wird.

Bisher sahen wir die Abschirmung als letzte Instanz, wenn jemand gnadenlos der Antennendichte ausgesetzt und zugleich verstärkt elektrosensibel reagiert.

Ich möchte den Baubiologen an dieser Stelle nicht zu nahe treten, aber es befremdet mich irgendwie, wenn mit den aufkommenden Ängsten der Menschen vor dem Mobilfunk, nun Messen und Abschirmen propagiert wird, während zur gleichen Zeit namhafte Wissenschaftler einen Rückzieher in ihrer Argumentation antreten, weil man ansonsten ihnen die Forschungsgelder kappen würde. Spricht man in Wissenschaftlerkreisen doch bereits sehr viel zurückhaltender über die Gefahren.

Sind wir erst einmal an der Position des Abschirmens als Lösung angekommen, dann werden bald die Mobilfunkbetreiber alle Elektrosensiblen auffordern, sich doch selbst zu schützen. Oder man wird den Baubiologen vorwerfen, aus dieser Notlage Geschäft zu machen.

Denn billig läuft die Sache ja offensichtlich nicht ab, viele Geplagten können sich die Abschirmung einfach auch gar nicht leisten oder sie gelingt auch nicht optimal bzw. zeigt nicht die erwartete Wirkung.

Auffällig ist mir auch das gemeinsame Firmieren von Messgeräte- und Abschirmungsmaterialhersteller. Ebenso die begleitenden Ausstellungen des Symposiums.

Bald wird man sich den Vorwurf anhören müssen, dass hier ein Pakt geschlossen sei, um mit den Ängsten der Menschen Geld zu verdienen.

Vielmehr müssen wir alles daransetzen, dass Kommunalpolitiker sich Sachverstand in der Mobilfunktechnologie aneignen, damit sie ihre Entscheidungen fundiert treffen können. Viele Diskussionen im kommunalpolitischen Bereich, zeigen hier absoluten Fehlbestand.

Bei der Bevölkerung, vor allem bei den Jugendlichen besteht ein großer Bedarf der gesundheitlichen Aufklärung über die Risiken der Technologie.

Solange sich alles noch gedanklich in einer Grauzone befindet, kann vor Ort keine Verhaltensänderung erreicht werden.

Solange Schulen nur über die Schuldenfalle des Handys als einziges Risiko informieren sollen, haben die Bildungspolitiker noch nicht erkannt, das zum erzieherischen Auftrag sehr wohl auch die Gesunderhaltung zukünftiger Generationen gehört.

Hier sollten alle Informierten die Sache anpacken und täglich Überzeugungsarbeit in Kindergärten, Schulen und Öffentlichkeit leisten, denn offensichtlich hat der bisherige Informationsstand noch kein Umdenken in der Bevölkerung erreicht.

Auch die Medien sollten verstärkt ihrer Informationspflicht nachkommen, unbeeinflusst von dem finanziellen Segen der Werbeeinnahmen aus dem Mobilfunkbereich.

Klaus Obermann, BI Bad Dürkheim

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Omega: eines von vielen Beispielen, wie die Netzbetreiber ihre Selbstverpflichtung einhalten:

HNA 2-04-05

Mobil gegen Funk

Von Christine Thiery

Homberg Eine ganz und gar ungewöhnliche Überraschung gab es für die Anwohner am Homberger Bahnhof und im Holzhäuser Feld. Am Dienstag vor dem Osterfest hatte der Mobilfunkbetreiber Vodafone eine UMTS-Sendeanlage in der Bahnhofstraße errichtet.

Davon hatten die Anwohner bislang nichts gewusst. Und genau darüber regen sie sich auf. "Das geht gegen unser demokratisches Grundverständnis", sagt Cornelia Aurand. Sie findet, dass dies ein schlechter politischer Stil ist. Einige Anwohner im Holzhäuser Feld haben sich nun zusammengetan und protestieren.

In der Wohngegend befindet sich ein Kindergarten, zudem leben dort sehr viele junge Familien, sagt Kerstin Göbel. Weit über 50 Kinder zählt sie auf. "Die Strahlenbelastung durch Sendemasten wird immer noch diskutiert", weiß auch Edgar Kersting. Die Bewohner sind beunruhigt. Sie berichten von möglichen Schlafstörungen und Gesundheitsgefahren. "Wir haben doch keine Ahnung, was da genau auf uns zukommt", befürchten sie.

Am meisten ärgern sie sich über die mangelnde Informationspolitik der Stadt. "Wir vermuten, dass es extra verheimlicht wurde, um uns vor vollendete Tatsachen zu stellen", sagt Kersting.

Die Bewohner haben in der vergangenen Woche viele Nachbarn mobilisiert. "Wir wollen auf jeden Fall Unterschriften gegen den Sendemasten sammeln", sagen sie. Sie wollen auch genau wissen, welche Belastung auf sie zukommt. Barbara Höhner fragt sich, ob es keine Alternative zu diesem Standort gegeben habe? Habe man denn nicht die Nähe zu dem Wohngebiet beachtet und die Menge der dort lebenden Kinder berücksichtigt?

Antworten hätten die Menschen gern im Vorfeld gehabt, bevor die Anlage installiert wurde.

Gleichzeitig machen sie sich Sorgen um den Wert ihres Eigentums. Der sei wegen des schlechten Rufs der Siedlung ohnehin nicht sehr gut, nun käme noch der Mast dazu.

Die Anwohner hatten sich nach der Errichtung bei der Stadt und dem Kreisbauamt informiert. Daher wussten sie, dass das Grundstück, auf dem die Anlage errichtet wurde, der Stadt gehört.

Im Magistrat sei die Errichtung der Anlage besprochen und beschlossen worden, hätten sie erfahren und fragen wieder: "Warum hat uns keiner informiert?"

Erst nach den ersten Anfragen beim Bürgermeister sei am Donnerstag ein Zettel verteilt worden. Den zeigen die Anwohner vor. Er stammt von der Firma Vodafone und enthält Angaben über die Grenzwerte von Strahlenbelastungen solcher Anlagen.

Kontakt: Kerstin Göbel: 0 56 81/60 58 3.

01.04.2005


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