3
Nov
2004

Kinder-Leukämie - Leukämietod in der Elbmarsch

Mehrere Wissenschaftler verlassen aus Protest die Kommission, weil sie einen klaren Zusammenhang sehen und diese Verschleierungspolitik nicht mehr mitmachen wollen. Hut ab vor diesen mutigen Menschen, die solche Fakten nicht länger verdeckt sehen können !

Es zeigt uns, mit welchem Lug und Trug wissenschaftliche Erkenntnisse unterbuttert, verdreht und verfälscht werden, wie es der Lobby gerade in den Kram passt. Dies dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen ! Durch unsere stetigen Aktivitäten können wir auch Wissenschaftler ermutigen, nicht länger den Mund zu halten. Nur dann macht es für sie Sinn sich gegen den Strom zu stellen und nach ihrem Gewissen zu entscheiden und gegen die Lobby und das Geld, im vollen Bewusstsein, dass ihre Karriere und ein großer Teil ihrer Existenzgrundlage damit dahin ist.

Deshalb meine Aufforderung an alle, nicht locker zu lassen, auch wenn es oft genug nach einem Kampf gegen Windmühlen aussieht. Dies sind keine Windmühlen. Wir haben bei genügend Durchhaltevermögen die reelle Chance etwas zu verändern und zu verbessern.

Herzlichen Gruß

Klaus Böckner, Sprecher der Initiative Schwalbach – Keine Mobilfunkanlagen in Wohngebieten

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Auszug aus der taz, 02.11.04, Seite 9:

Strahlender Abgang der Kommission

ExpertInnen fühlen sich bei der Aufklärung der hohen Leukämierate rund um den Atomreaktor Krümmel behindert

Es ist kein leiser Abgang. Nach zwölfjähriger Tätigkeit gab die so genannte schleswig-holsteinische Leukämiekommission gestern ihre faktische Auflösung bekannt. Sechs der acht Mitglieder traten zurück. Sie protestieren gegen „die Verschleierungspolitik“ der Kieler Landesregierung im Ursachenstreit um die Häufung von Blutkrebserkrankungen in der Umgebung des Atomkraftwerks Krümmel... Kommissionschef Otmar Wassermann und fünf seiner MitstreiterInnen warfen der schl.-holst. Landesregierung „aberwitzige Widerlegungsversuche“ von Erkenntnissen vor, die den Atommeiler in den Verdacht bringen, für die Häufung von Blutkrebserkrankungen in der Elbmarsch verantwortlich zu sein.

..Der Sprecher des Umweltministeriums, Michael Rittmeier, klassifizierte die Behauptungen der sechs WissenschaftlerInnen gegenüber der taz als „Verschwörungstheorien.“ .... Die Leukämiekomission war seit ihrer Einsetzung vor 12 Jahren gespalten – ihre Mehrheit hatte stets an der These festgehalten, der Krümmler Reaktor sei für die aufgetretenen Blutkrebsfälle hauptverantwortlich. Ministeriumssprecher Rittmeier: „Wir schließen das weiterhin nicht aus, auch wenn die zahllosen Studien der vergangenen Jahre keine fixierbare Ursache ergeben haben.“ (Marco Carini)

Leserbrief an taz zu „Strahlender Abgang der Kommission“

Zaungäste habt acht!

Es ist zum Schreien! Unsere Politiker schnuppern „heiße Luft“, wenn sechs der acht Mitglieder der schleswig-holsteinischen Leukämiekommission wegen Verschleierungspolitik zurück treten. Doch wer kämpft nun für die Betroffenen? Wie kann man in der heutigen Zeit, dem Zeitalter der bevorstehenden „demografischen Falle“, die Leukämieerkrankungen überhaupt und insbesondere bei unseren Kindern mit einer derartigen Arroganz ignorieren! Auch die Mobilfunkindustrie samt ihrer Lobbyisten und unsere Politiker ignorieren auch hier Studien, die auf die Zunahme von Leukämie hinweisen – laut der neuesten, bewusst noch nicht freigegebenen REFLEX-Studie sind auch Erbschäden nicht von der Hand zu weisen. Und in England haben erst dieser Tage Wissenschaftler in der Presse über erschreckend zunehmende Leukämiefälle in Nähe von Hochspannungsleitungen berichtet.

Wie viel ist der Mensch in dieser Gesellschaft eigentlich noch wert?

Diejenigen, die der Meinung sind, dass alle Studien hinsichtlich Leukämie und anderen Erkrankungen verursacht durch die „Errungenschaften der Wohlstandsgesellschaft“, nicht der Wahrheit entsprechen, mögen doch bitte freiwillig und vorbildlich ihr Domizil in Nähe von Atomkraftwerken, Mobilfunkantennen und Hochspannungsmasten aufschlagen. Das wären respektable und überzeugende Argumente! Doch oh Schreck, wenn dann die eigene Familie auch gesundheitliche Schäden davon tragen würde, sähe die Welt schon wieder ganz anders aus! Aber was viel erschreckender ist in dieser Gesellschaft, ist die Tatsache, dass nur diejenigen, die persönlich und fremdbestimmt betroffen gemacht werden, für ein gesundes Umfeld kämpfen. Den anderen, den „noch“ nicht Betroffenen, geht diese Thematik nicht unter die Haut, sie laben sich an den Vorteilen! Und wenn Betroffene nach jahrelangem, zermürbendem Kampf endlich Erfolge verzeichnen (siehe Asbest), sind sie erschöpft vom Kampf - und die Krankheit hat meist auch noch obsiegt! Ausruhen auf ihren Lorbeeren tun sich die Zaungäste dieser Lust- und Spaßgesellschaft!

Des Weiteren wurde heute von Otmar Wassermann, ehem. Vorsitzender der schleswig-holsteinischen Leukämiekommission ein interessanter Lbf "Leukämie durch Strahlung" zu "Strahlender Abgang der Kommission" vom 2.+3.11. in der taz veröffentlicht.

//www.taz.de unter Meinungen und Diskussionen (siehe Leserbriefe)

Marianne Kirst


Quelle zu Hochspannungsmasten

In Großbritannien sorgt derzeit eine bereits seit 18 Monaten der Regierung vorliegende, aber erst für November zur Publizierung vorgesehene Studie der Universität Oxford für Aufregung. In deren Rahmen überprüfte ein Expertenteam um Dr. Gerald Draper die Lebensumstände von 70.000 Kindern unter 15 Jahren, von denen die Hälfte an Krebs erkrankt waren. Dabei fanden sie heraus, dass bei Kindern, die näher als 100 Meter zu Hochspannungsleitungen lebten, das Leukämierisiko 1,7-fach höher war als bei weiter entfernt lebenden. ·

The Times vom 30.10.04 ·
BBC News vom 30.10.04

Über diese Studie wurde bereits im September von den Medical News berichtet, eine Zusammenfassung davon konnte man in der FGF-Infoline vom 23.09.04 nachlesen. In Großbritannien erkranken jährlich etwa 500 Kinder an Leukämie, davon schätzt man bei 20 - 30 Fällen elektromagnetische Felder als Ursache. ·

"Elektrosmog" auf der Konferenz zu Kinderleukämie in London

(Aktuelle Themen vom 26.09.04) ·Elektromagnetische Felder und Leukämie

//www.ralf-woelfle.de/elektrosmog/index.htm

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Nähe zu Atomanlagen: Wissenschaftler diskutieren über die Elbmarsch-Leukämien (15.12.04)

Die nach Angaben des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz weltweit einmalig hohe Leukämierate bei Kindern in der Nähe des Atomkraftwerks Krümmel und des GKSS-Atomforschungszentrums ist Gegenstand einer heftigen wissenschaftlichen Kontroverse. Der Co-Vorsitzende der niedersächsischen Leukämiekommission, Erich Wiedemann, hatte vor einigen Tagen erklärt, die unbestritten hohe Leukämierate könne auch eine statistische Schwankung sein. Kindliche Leukämien träten grundsätzlich in lokalen Häufungen ("Clustern") auf, die weltweit aufzufinden seien, heißt es in einem am 10. Dezember veröffentlichten Bericht der beiden Kommissionsvorsitzenden.

Nach Einschätzung der Professorin Inge Schmitz-Feuerhake und des Präsidenten der Berliner "Gesellschaft für Strahlenschutz" Dr. Sebastian Pflugbeil fällt der Bericht damit "weit hinter den erreichten wissenschaftlichen Erkenntnisstand zurück. Eine Studie über die "regionalen Verteilungsmuster der Leukämiehäufigkeiten bei Kindern in Westdeutschland" habe ergeben, dass die Leukämien bei Kindern zufällig, also gleichmäßig verteilt seien. Die Häufung in der Elbmarsch sei nach Analyse des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz statistisch dagegen weit herausragend.

Die ganze Nachricht im Internet:
//www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=10021

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//www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,1000000,00.html

Und keiner weiß warum... Leukämietod in der Elbmarsch

Sonntag, den 02.04.2006
23.30 - 00.00"

Seit 1990 sind in der Elbmarsch 16 Kinder an Leukämie erkrankt. Vier von ihnen sind an dem Blutkrebs gestorben. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Häufung von Leukämie-Erkrankungen wie hier an der Elbe, in einem nur wenige Quadratkilometer großen Gebiet zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Jahrelang forschen Wissenschaftler im Auftrag der Landesregierungen Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach den Gründen für die unheimliche Leukämie-Serie - bis heute ohne eindeutiges Ergebnis.

30 Kilometer vor den Toren von Hamburg stehen das Kernkraftwerk Krümmel und das GKSS Forschungszentrum, ein Institut, das einen atomaren Forschungsreaktor betreibt. Einige Experten äußern im Rahmen ihrer Untersuchungen den Verdacht, radioaktive Strahlung könnte die Krankheit verursacht haben.

Tatsächlich gab es einige Jahre vor den ersten Erkrankungen einen Zwischenfall in der Region: Am 12. September 1986 wird im Atomkraftwerk Krümmel plötzlich alarmierend hohe Radioaktivität gemessen. Eine Panne in dem Kraftwerk kann schnell ausgeschlossen werden. Die Ursache für die erhöhten Werte muss außerhalb des Kernkraftwerkes gelegen haben.

Radon, ein natürliches radioaktives Gas, das an diesem Tag in der Nähe des Kernkraftwerks ausgetreten sei, habe den Alarm ausgelöst, so die Erklärung des Kraftwerksbetreibers und der Landesaufsichtsbehörde. Nicht alle Wissenschaftler, die mit der Untersuchung der Leukämie- Erkrankungen beauftragt sind, halten diese Begründung für überzeugend. Bei ihrer Suche nach anderen möglichen Ursachen fühlen sie sich behindert. Sechs der acht von Schleswig- Holstein beauftragten Experten legen deshalb im November 2004 aus Protest ihre Arbeit nieder. Kurze Zeit später schließen Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Akte Elbmarsch.

Die "Bürgerinitiative Leukämie", unterstützt von der Vereinigung "Ärzte gegen den Atomkrieg", will sich damit nicht zufrieden geben. Sie lässt im Dezember 2004 von Geologen noch einmal Bodenproben in der Umgebung des Kraftwerks Krümmel und der GKSS Forschungsanlage entnehmen. Die Proben werden von Prof. Vladislav Mironov, einem international anerkannten Experten für Plutonium- Bestimmung an der Sacharow Universität von Minsk analysiert. Sein Ergebnis: "Die Plutonium- und Thoriumwerte, die wir festgestellt haben, sind so deutlich erhöht, dass man sagen kann, diese radioaktiven Stoffe sind künstlich hergestellt und kommen so in der Natur nicht vor."

Auf die Frage, woher eine solche starke Verseuchung kommen könne, antwortet Mironov: "Das sollten Sie versuchen, in Deutschland zu klären."

Wie aber sind diese künstlich erzeugten und hoch radioaktiven Stoffe in den Boden der Elbmarsch gelangt? Was ist im September 1986 in der Elbmarsch geschehen? Gibt es einen Zusammenhang mit den Leukämie- Erkrankungen?

Die ZDF-Dokumentation von Barbara Dickmann und Angelica Fell zeichnet die Ereignisse in der Elbmarsch nach, untersucht die vielen Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten bei den Untersuchungen und stellt die Frage, ob die Akte Elbmarsch nicht doch noch einmal geöffnet werden muss.

Länge: 30 min

Regie: Barbara Dickmann und Angelica Fell

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Wissenschaftler verlassen Leukämie-Kommission wegen "Verschleierungspolitik"
//omega.twoday.net/stories/385869/

Forscher und Forschungsergebnisse von der Industrie bezahlt
//www.buergerwelle.de/pdf/forscher_und_forschungsergebnisse_von_der_industrie_bezahlt.htm

Neue Metaanalyse zu Kinderleukämie
//www.elektrosmog.com/elektrosmog/storys/1078826525838_ger.html

Krebsgefahr in der Nähe von Kernkraftwerken
//omega.twoday.net/stories/4517762/



//omega.twoday.net/search?q=Elbmarsch
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