9
Okt
2004

Das unsichtbare Vermögen

21. September 2004 08:48

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Thomas Rusche von der 'SZ München' !

Zu diesem hervorragenden Artikel kann man nur gratulieren.

Es wird 'plastisch' aufgezeigt, auf was es tatsächlich ankommt und es wird klar und deutlich angesprochen, auf was es jedoch 'ankommen sollte' !

Dieser nachfolgende Artikel macht wieder einmal deutlich, wo die Wachstumschancen und vor allem auch die Chancengleichheit eigentlich liegen. In unserer Gesellschaft ist das aber überhaupt nicht gefragt. Nur wer reich ist und rasante Sprüche klopft, zählt ! Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung sind hinderlich für jede Karriere, denn die Reichen brauchen auch keinen Erfolg. Den können sie sich kaufen, wie sie wollen ! Und die Politiker helfen ihnen tatkräftig dabei, abgesichert durch die Justiz und die Gerichte.

Dass Deutschland so tief sinken würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Aber leider ist es nun Wirklichkeit ! Und keiner regt sich auch nur im geringsten auf - im Gegenteil ... ! Fast die ganze Nation spielt diese unglaubliche Abzockerei mit.

Da hilft wohl auch so ein Artikel wie der von Herrn Thomas Rusch wenig. Der ist doch überhaupt nicht 'massgebend'. Das Mass aller Dinge sind diejenigen, die sich über jedes Argument und jede noch so gute Anregung einfach hinwegsetzen können. Und wie ??? - Einfach totgeschwiegen ... !

Die 'BeComE(R)' - Methode von Herrn Ludwig Utz aus München wäre hier das 'bereits geprüfte' - Instrument, das hier eindeutig 'Abhilfe' schaffen könnte.

Ich möchte jedem empfehlen, einmal auf die Internetseite von Herrn Ludwig Utz zu gehen: //www.become.de/

Besten Dank für diesen hervorragenden Artikel. Machen Sie bitte weiter so !

Herzliche Grüsse

Haberreiter Stephan
Nersingen / Schwaben / Bayern


Süddeutsche Zeitung WIRTSCHAFT Montag, 20. September 2004

München Seite 20 · Bayern Seite 20 · Deutschland Seite 20

SZ-Management

Das unsichtbare Vermögen

Von Thomas Rusche

In unserem Zeitalter wird Wissen zu einer bedeutenden Währung. Wissensunterschiede entscheiden im Management über den Wettbewerbserfolg. Die Bilanzierung des Wissens wird damit zu einer Überlebensfrage.

Traditionelle Modelle der Buchführung und Bilanzierung haben es bisher jedoch nicht vermocht, intellektuelle Vermögenswerte realistisch zu bewerten. Deshalb spiegeln die bilanzierten Buchwerte oftmals nicht die tatsächliche Vermögenssituation einer Unternehmung wider.

Das grundlegende Paradox der gegenwärtigen Bilanzierungsrealität besteht darin, dass Unternehmen, die systematisch in ihre Zukunft investieren, eine Verschlechterung ihrer Gewinn- und Verlustrechnung erleiden: Erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Marktanalysen und Weiterbildung belasten die Bilanz. Der Buchwert sinkt, obwohl die Wettbewerbsfähigkeit steigt. Diese Lücke zwischen vergangenheitsorientiertem Buchwert und zukunftsorientiertem Marktwert will die Wissensbilanz schließen und den Kapital- und Kreditmärkten eine realistische Unternehmensbewertung ermöglichen.

Die Bilanzierungspraxis steht im Spannungsfeld ständig steigender Anforderungen an das Kreditgeschäft seitens der Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden. So werden die Spielregeln der Kreditvergabe durch die so genannten Basel II-Vorschriften neu definiert: Um beim Unternehmensrating die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls besser ermitteln zu können, werden neben den harten Fakten der Unternehmensbilanz auch die weichen Faktoren der Managementqualität und strategischen Positionierung analysiert.

Originäre strategische Erfolgspotentiale beruhen jedoch zumeist auf dem bisher nicht bilanzierten Human-, Struktur- und Beziehungskapital des Unternehmens. So entscheiden im Einzelhandel hoch qualifizierte Verkäufer und Manager (Humankapital), erstklassige Standorte und Warenwirtschaftssysteme (Strukturkapital) sowie leistungsstarke Lieferanten und zufriedene Stammkunden (Beziehungskapital) über den zukünftigen Unternehmenserfolg. Diese Werte erscheinen aber in keiner Handelsbilanz. Das Humankapital ist die Summe des geistigen und körperlichen Vermögens aller Mitarbeiter, das latent vorhanden, aber oftmals nicht umfassend genutzt wird. Wer sich hingegen seiner Talente bewusst ist und die schlummernden Potentiale durch kreatives Engagement am Arbeitsplatz entfalten kann, wird nicht nur als Mitarbeiter im Unternehmen, sondern auch als Mensch im Leben vorankommen.

Das Humankapital bedarf als Summe der menschlichen Fähigkeiten im Unternehmen des Strukturkapitals, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch der Mitarbeiter zu organisieren. Das Strukturkapital ist stabiler als das flüchtige Humankapital, da es unabhängig von der Mitarbeiterfluktuation im Unternehmen verbleibt. Unternehmensstrukturen sind jedoch ohne qualifizierte Mitarbeiter wertlos. Menschen müssen in strukturierte Beziehungen zu Kunden und Lieferanten treten, um eine Wertschöpfung zu erzielen. Das Beziehungskapital umfasst alle erfolgskritischen Verhältnisse zu externen Anspruchsgruppen. Nur wenn die Unternehmung wie eine Spinne im Netz die Interessen aller Partner zu verknüpfen versteht, kann sie dauerhaft erfolgreich sein.

Intellektuelles Radar

Was nicht gemessen werden kann, ist nur schwierig zu managen. Der Prozess der Wissensbilanzierung ist einem intellektuellen Radar vergleichbar, das die Unternehmenssteuerung neben Kennziffern wie Umsatz, Liquidität und Ertrag mit qualitativen Steuerungsinformationen wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit versorgt. Das sind die wissensbasierten Stellschrauben des Managements für ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmens.

Der wahre Wert einer Unternehmung ist zum großen Teil unterhalb der traditionellen Bilanzierungsrealität verborgen. Dieser Wurzelgrund der Werte und Visionen, der Menschen und Strukturen, ist für den Geschäftserfolg entscheidend. Der Cash-flow einer Unternehmung wird eben nicht in der Buchhaltung generiert.

Der Autor ist Geschäftsführender Gesellschafter der SUR Herrenausstatter und Mitbegründer der Forschungsgruppe Ethik und Wirtschaft im Dialog in Berlin.
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