27
Aug
2004

Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder

Mobilfunkbetreiber blenden Realität aus

Unten ein Zeitungsartikel der Neuen Presse, Coburg zur Naila- Studie mit einem Interview des vodafone Pressesprechers
//www.buergerwelle.de/pdf/rueckkehr_zur_sachlichen_diskussion_teil1.jpg
und //www.buergerwelle.de/pdf/rueckkehr_zur_sachlichen_diskussion_teil2.jpg
und ein Leserbrief dazu von Hrn. Neckermann
//www.buergerwelle.de/pdf/wer_bezahlt_vodafone_pressesprecher.jpg .

Dabei sieht man deutlich, wie die Betreiber die Realität ausblenden, die gehäuften und inzwischen auch statistisch fassbare Häufung von ungewöhnlichen Krankheitsfällen, insbesondere auch Krebsfälle, im engen Radius um die Sendestandorte ignorieren, oder auf andere Umwelteinflüsse ausschließlich dem Mobilfunk zurückführen.

Dabei treten bisher die drastisch verlaufenden Krebs- Erkrankungen, wie bei uns in Westhausen, die inzwischen 4 letale Fälle in einem Radius von wenigen hundert Metern um "unsere" Anlage auf, bei Belastungen bis unter 100 mikroWatt/m2.

Dies ist gegenüber dem zulässigen Grenzwert für D- Netzanlagen in Höhe von ca. 4.500.000 mikroWatt/m2 nur ein geringer Bruchteil, genauer ist es 1/45000, also fast ein fünfzigtausendstel des Grenzwertes wo der schädigende Einfluss offenbar wirkt.

Wen schützt der Grenzwert?

Die Betreiber vor Haftung für Gesundheitsbeeinträchtigungen oder die Anwohner vor den Auswirkungen der Sendestationen?

Uns als betroffenen Anwohner kann dieser Wert nicht schützen, dazu müsste die zulässige Belastung unterhalb derjenigen sein, die als Schädigungspotential in der PRAXIS erkannt wird und somit inklusive Vorsorge etwa im Bereich von 1 Mikrowatt/m2 liegen.

Dazu ein Brief an den Bundeskanzler, von vor ca. 2,5 Jahren.

Heute am Freitag, 27.8. findet am Marschberg in Coburg eine Demonstration statt und alle Mobilfunkkritiker im Raum Bamberg, Coburg, Hildburghausen, Eisfeld, Kronach sollen sich trotz des wenig einladenden Wetters auf den Weg machen!

PS: Um die Unschädlichkeit von Mobilfunkstrahlung zu belegen, üben sich betreibernahe Forscher darum, menschliche Muskeln z.B. die des Oberarmes mittels Handy und dessen Strahlung zu kontrahieren. Da dies wissenschaftlich wenig Sinn macht, und im Versuch auch nicht gelingt, leiten sie daraus eine pauschale Unbedenklichkeit für Mobilfunkstrahlung ab. Echt toll!

Landesverband Thüringen, Bürger gegen Elektrosmog, Öffentlichkeitsarbeit, Bernd Schreiner, Freier Architekt AK Thüringen //www.buerger-gegen-esmog.de
mail@landesverband-thueringen.de 036875 fon 69873 fax 69874,
98663 Westhausen/Thüringen


10.01.2002

Herrn Bundeskanzler, Dr. Gerhard Schröder, Bundeskanzleramt, 11012 Berlin

Gesch.Z. 312 – K – 613 918/01/0001
Mobilfunk
Ihr Schreiben vom 02.01.2002

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

besten Dank für den o.g. Brief, den mir Herr Kalff auf mein Fax hin in Ihrem Auftrag geschrieben hat.

Die darin erkennbare Haltung der Bundesregierung und die mit den Mobilfunk-Betreibern getroffenen Vereinbarungen tragen in bestürzender Weise nicht den Tatsachen und offenkundigen Erfordernissen Rechnung.

Diese Tatsachen habe ich in einer Anlage (nochmals...) zusammengestellt und übersende sie beigefügt.

Wegen der Tragweite der Diskrepanz zwischen verfassungsgemäßem aktiven Schutz der Bevölkerung durch die Regierung und Ihrem Handeln erlaube ich mir, im Folgenden die sonst gebotene Contenance einmal etwas einzuschränken:

Die Vorgänger-Regierung hat eine Situation wie "Weißer Mann in Afrika" hinterlassen: eine auf lückenhafter und gefälschter Basis erstelle Gesetzeslage für Bau und Betrieb von Mobilfunkanlagen, damit eine Freibeuter-"Lizenz zum Senden", unter Entmündigung der Betroffenen, des Umweltschutzes, Gesundheitswesens und der Kommunen, und in den maßgebenden Gremien (z.B. Strahlenschutzkommission) eine latent korrumpierte Personenausstattung, die den Betreibern unverantwortbaren Vorschub leistet: "Bock zum Gärtner", die Gewohnheit eingeführt, alles was einem nicht passt, mit oder ohne Ausrede zu ignorieren, zu unterschlagen, zu verwässern, auszusitzen oder madig zu machen;

Ihre Regierung hat leider im gleichen Stil weitergemacht; und sie hat nur genau noch in dieser Legislaturperiode Zeit und Gelegenheit, das zu beenden; sonst ist sie nicht-abweisbar mitschuldig am bestehenden und sich verstärkendem Gesundheitsdesaster (Alter Spruch: "Wer unrecht sieht und hindern kann, und doch nicht tut, hat Schuld daran").

Woher nehmen Sie die Erwartung, dass die Betreiber sich loyal verhalten werden? Sie sind weiterhin nicht versichert und tun alles, um vollendete Fakten zu schaffen, haben Sie und die Spitzenverbände schon ausgetrickst: die zugesagten besseren Informationen gibt die Regulierungsbehörde TP wegen Datenschutzes nicht heraus, organisieren ihre Unternehmen derzeit so um, dass die Schadensersatzforderungen dann den mittellosen Subunternehmer treffen, sind dabei, auf EU-Ebene prima Interessenschutz-Normen, auf Kosten der offiziellen Wissenschafts-Budgets derart zu etablieren, dass dann letztlich niemand mehr dagegen an kann, auch Gerichte, Parlament und Bundesregierung nicht – und dann?

Die Regierung darf sich nicht erpressen lassen: weder mit Schadensersatzforderungen – denn die Betreiber haben das ja alles so betrieben und längst gewusst, und die Lizenzverkäufe haben nur Frequenzbänder freigegeben, niemand vereinbarte eine gesundheitsgefährdende Technik, noch mit drohendem Verlust von Arbeitsplätzen – die Probleme sind zwar groß genug, aber: wo sind denn Ihre Konsequenzen aus der Infratest-Studie, die bei der Arbeitsverwaltung seit Frühjahr 2001 im Schrank gehalten wird, über die 30% aus unterschiedlichen Gründen Nicht-Arbeitssuchenden, wo sind die Aktivitäten angesichts der mindestens 800.000 wegen systemimmanenter Unfähigkeit der Arbeitsverwaltung nicht vermittelten Menschen (ich kann da selbst berichten, und s. "Stern" 15.11.2001).

Eigentlich sollten Sie die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben: Vorsätzliche oder grob fahrlässige bzw. wissentlich geduldete, flächendeckende multiple Körperverletzung und Gesundheitsgefährdung, "Geno-Kollateral-Läsion", aus Gewinnstreben und in Dienstpflichtverletzung, verbunden mit dem starken Anfangsverdacht der Bestechlichkeit.

Meinen Sie, die Bürger sehen den deutschen Aktivitäten zur Sicherheit in aller Welt noch weiter positiv-gelassen zu, wenn sie im eigenen Land ungeschützt vor DECT-, GSM- und UMTS-"Kanonen" kollateral-systematisch verletzt werden? Unversehrtheit ist unteilbar.

Gleiches für alle: wenn Sie da nun nicht endlich einschreiten, kann es ja leicht passieren, dass sogar Ihnen oder Ihren Angehörigen ein Sendemast vors Haus gestellt wird, und/oder dass die Nachbarn eifrig DECT-Schnurlose betreiben; da haben Sie dann selbst die leicht eingeschränkte Auswahl von Kopfschmerz, Schlafstörungen, Trigeminus-Neuralgien, Herz-Kreislauf-Problemen, Leukämie oder Krebs an edleren Stellen, bei sich und Ihren Lieben, oder auch vorzeitigem Alzheimer – aber ach ja, es liegt dann auch bei Ihnen wohl wieder nur an der Pilzsuppe von gestern abend ...

Besuchen Sie doch einmal am Mobilfunk erkrankte Menschen, die keine Hilfe bekommen und keinen Ausweg sehen – ich besorge Ihnen gerne entsprechende Namen.

Was muss denn eigentlich noch passieren und vorgetragen werden – und Sie wissen das doch alles längst ganz genau. Wie heißt es doch in den Amts-Eiden: "... und Schaden von ihm wenden ..."

Ich bitte Sie daher nochmals sehr ernstlich darum, sofort wirksame Maßnahmen zur Beendigung der Gesundheitsbelastungen durch die derzeitige Mobilfunktechnik einzuleiten, die Rechtskorrektheit bei Regelungen und zur Verantwortung für Gefahren und Schäden wieder einzuführen, und letztlich unser Land nicht zum Glacis ganz vordergründiger Wirtschaftsinteressen zu machen – auch die Kosten sollten nicht im Gesundheitsbereich zu unser aller Last verbleiben.

Mit der Erwartung positiver Handlungen und freundlichen Grüßen

Anlage
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