11
Aug
2004

O2 will Amtsgericht mit einer Mobilfunk-Antenne verzieren

Mobilfunkantenne rauf aufs Amtsgericht?

Auf was die hier im Staate wirklich Regierenden inzwischen gekommen sind und noch kommen werden, dürfen wir gespannt abwarten.

Nachdem Mobilfunksendeanlagen auf immer größeren Widerstand der Hausbesitzer in Wohngebieten stoßen, kümmert sich nun offensichtlich der Staat darum, dass die Mobilfunkfirmen ausreichend Standorte in bester Lage bekommen; z. B. mitten in einer Altstadt auf dem Amtsgericht oder Finanzamt.

Warum soll man eine solche Verdienstmöglichkeit angesichts leerer Kassen nicht in Betracht ziehen? Die Grenzwerte sind eingehalten, was die thermische Belastung eines Menschen betrifft. Über biologische Wirkungen und eventuell daraus resultierende Gesundheitsschäden sollen sich erst mal die Wissenschaftler einigen.

Da herrscht das bereits aus früheren Skandalen bekannte Verhältnis: die von der Industrie bezahlten „neutral und objektiv“ forschenden Wissenschaftler sind die glaubwürdigen, die anderen, die von der Industrie unabhängigen werden in die Ecke der Polemiker und Angstmacher gestellt. Ihre Untersuchungen und Behauptungen sind stets unseriös und nicht nachvollziehbar. Denn was seriös, glaubwürdig und objektiv ist, bestimmt in diesem Lande längst nicht mehr die Politik, sondern die Industrie.


O2 will Schongauer Amtsgericht mit einer Mobilfunk-Antenne verzieren

Am Mittwoch, 28. Juli, war es dann so weit. Vertreter der Regierung, vom Landesamt für Denkmalschutz, des Mobilfunkbetreibers O2 und der Stadtverwaltung trafen sich am Objekt Amtsgericht, um die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage in der historischen Altstadt zu diskutieren.

Der Vertreter des Denkmalschutzes nahm zu diesem Vorhaben eine eher kritische Haltung ein. So war von einem hochwertigen Ensemble die Rede, für das die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage als störend gelten müsse. Die von O2 angebotene Verkleidung der Antenne, beispielsweise durch einen Kamin, wurde abgelehnt. Lediglich eine Unter-Dach-Lösung sei vorstellbar. Ob O2 eine solche Lösung akzeptieren wird, ist eher zweifelhaft, da eine Unter-Dach-Lösung mit Nachteilen für den Betreiber verbunden ist. Letztlich ist jedoch mit dem Denkmalschutz eine solche Lösung nicht zu verhindern.

Sigi Müller

Quelle: oha, Augustausgabe
Nachricht von Renate Müller
logo

Omega-News

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Archiv

August 2004
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Wenn das Telefon krank...
//groups.google.com/g roup/mobilfunk_newsletter/ t/6f73cb93cafc5207   htt p://omega.twoday.net/searc h?q=elektromagnetische+Str ahlen //omega.twoday. net/search?q=Strahlenschut z //omega.twoday.net/ search?q=elektrosensibel h ttp://omega.twoday.net/sea rch?q=Funkloch //omeg a.twoday.net/search?q=Alzh eimer //freepage.twod ay.net/search?q=Alzheimer //omega.twoday.net/se arch?q=Joachim+Mutter
Starmail - 8. Apr, 08:39
Familie Lange aus Bonn...
//twitter.com/WILABon n/status/97313783480574361 6
Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
//omega.twoday.net/st ories/3035537/ -------- HLV...
Starmail - 12. Mär, 22:48
Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
Bitte schenken Sie uns Beachtung: Interessengemeinschaft...
Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
//www.buergerwelle.de /pdf/effects_of_cellular_p hone_emissions_on_sperm_mo tility_in_rats.htm [...
Starmail - 27. Nov, 11:08

Status

Online seit 6537 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Apr, 08:39

Credits