24
Jul
2004

Motor coordination or balance degradation during microwave energy exposure

Einschränkung der Koordination der Bewegung oder des Gleichgewichts während der Bestrahlung mit Mikrowellen

Motor coordination or balance degradation during microwave energy exposure

Alan H. Frey, Sheila Gendleman
In: Bulletin of the Psychonomic Society, 1979, Vol. 14 (6), 442-444

In den letzten Jahren wurde Mikrowellenenergie zu einem weitverbreiteten und ständig wichtiger werdender Faktor in unserer Umwelt. In diesem Jahrzehnt hat eine Reihe von Experimenten verschiedene Beeinflussungen des Verhaltens durch die Bestrahlung mit Mikrowellenenergie niedriger Intensität gezeigt. Es wird klar, dass der hauptsächliche Einfluss dieser Energie das Nervensystem und das Verhalten betrifft. (...)

Ein Gerät mit einem horizontal rotierenden Stab wurde entwickelt, um Ratten während der Bestrahlung mit Mikrowellenenergie darauf balancieren zu lassen. Das Gerät (...) bestand aus einem Stab, einem Motor und einem U-förmigen Rahmen. Der Stab aus Holz hatte einen Durchmesser von 3,2 cm und wurde von Lagerringen gehalten, die auf den U-förmigen Rahmen aus Holz montiert waren. Ein Getriebemotor mit einstellbarer Geschwindigkeit hinter einem Energie absorbierenden Block trieb den Stab an. Zwei 30x23x0,65 cm Platten aus weißem Polystyrol hingen an zwei weiteren Holzstäben über dem Stab und teilten den Platz über dem Stab in drei Teile. Die Zwei Platten waren an der unteren Seite eingekerbt damit sie über den sich drehenden Stab passten. Diese Platten hinderten die Tiere daran, am Ende des Stabes von diesem herunterzulaufen.(...) Die Anfangsgeschwindigkeit des Stabes war 14 Umdrehungen pro Minute, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 42 Umdrehungen pro Minute nach 90 Sekunden. Nach zwei Minuten oder wenn das Tier von dem Stab fiel wurde die Motorsteuerung zurückgesetzt. (...)

Die in diesen Versuchen benutzten Mikrowellenfrequenzen waren 1, 1,3 und 1,5 GHz. Die Pulswiderholrate betrug 1000 Pulse pro Sekunde mit einer Pulslänge von 0,5 Millisekunden. (...) Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass der Grenzwert für eine Wirkung in der Nähe von 1 mW/cm2 liegen würde. Da wir den Grenzwert für kleine Gruppen herausfinden wollten, betrug die gemessene durchschnittliche Leistung in Experiment 1 1,4 mW/cm2 mit einer Spitzenleistung von 2,8 mW/cm2. In Experiment 2 betrug die gemessene durchschnittliche Leistung 0,2 mW/cm2 mit einer Spitzenleistung on 0,4 mW/cm2. (...)

Das Tier wurde auf den Stab gesetzt, die betreffende Bestrahlung eingeschaltet und die Drehung des Stabes gestartet. Bestrahlung und Drehung wurden fortgesetzt bis das Tier sein Gleichgewicht verlor. Als Verlust des Gleichgewichts zählte das Herunterfallen vom Stab und das Ende des Stehens auf dem Stab (wenn das Tier sich um den Stab wickelte um nicht herunterzufallen.) Die Zeit auf dem Stab in Sekunden wurde aufgezeichnet mit einer maximalen Zeit von 120 Sekunden. (...)

Die Tiere wurden über eine Zeit von 2 Wochen in sechs Sitzungen getestet. Während jeder Sitzung wurden die Tiere in 5 Versuchen zu 120 Sekunden verwendet. Es gab eine bestrahlte und eine Kontrollgruppe für jede Frequenz, mit sechs Tieren in jeder Gruppe.

Experiment 1 (...) Ergebnis
Die mittlere Zeit auf dem Stab wird in Bild zwei für jede Frequenz gezeigt. (Hier als Zahlenwert wiedergegeben):
1,0 GHz: bestrahlt 39 Sekunden, unbestrahlt 56 Sekunden,
1,3 GHz: bestrahlt 36 Sekunden, unbestrahlt 51 Sekunden,
1,5 GHz: bestrahlt 38 Sekunden, unbestrahlt 61 Sekunden

Der Unterschied zwischen der bestrahlten und der Kontrollgruppe war bei 1,3 und 1,5 GHz signifikant (...)

Am Ende des Experiments wurde die Drehrichtung des Stabes umgekehrt. Die Tiere wurden auf den Stab gesetzt, so dass sie wie zuvor vorwärts laufen mussten, aber die Antenne sich hinter ihnen befand. Das Verhalten der mit Mikrowellen bestrahlten Tiere wurde gestört und ihre Leistung wurde unvorhersehbar. Fünf Versuche waren notwendig bis sich ihre Leistung stabilisierte. Im Gegensatz dazu gewöhnten sich die nicht bestrahlten Tiere leicht an die Veränderung und bereits beim zweiten Versuch erreichten sie ihre vorherige Leistung.

Experiment 2
(...) Ergebnis
Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen bestrahlten und unbestrahlten Tieren.(...)

Der Trend deutet darauf hin, dass es einen minimalen Effekt gibt, der möglicherweise durch die Verwendung einer großen Gruppe von Tieren nachgewiesen werden könnte.

Diskussion

Pulsmodulierte Mikrowellenenergie mit der Charakteristik, wie sie in diesem Experiment verwendet wird, hat einen schädlichen Effekt auf die Koordination der Motorik oder das Gleichgewicht wie durch den Test auf dem sich drehenden Stab festgestellt werden kann. Die Wirkung tritt sofort ein, ist deutlich, denn sie kann mit kleinen Gruppen von Versuchstieren nachgewiesen werden und tritt bei kleinen Bestrahlungsstärken auf, wie sie oft in Versuchen zum Verhalten bei Mikrowellenbestrahlung verwendet werden. Also muss dieser Effekt bei der Bewertung von vielen Verhaltensexperimenten, die unter dem Einfluss von Mikrowellenenergie gemacht werden, berücksichtigt werden.

Der Effekt an sich ist auch von Bedeutung. Er könnte möglicherweise auf eine Wirkung von Mikrowellen auf das Nigrostriatale System des Hirns oder das Gleichgewichtsorgan im Innenohr hindeuten. Eine Möglichkeit, diese beiden Systeme für Versuche mit Tieren in Mikrowellenfeldern auseinander zuhalten muss entwickelt werden.

Das Resultat des Versuches mit dem rückwärts drehenden Stab in Experiment 1 könnte eine Folge der veränderten Aufnahme der Energie oder aber ein nicht von der Aufnahme abhängender Effekt sein.

//www.totalitaer.de/motorcoordination.htm
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