22
Jul
2004

Alarmierende Mobilfunk-Studie

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Krebserkrankungen? Eine Ärzte-Gruppe aus Naila im Frankenwald will das nicht mehr ausschließen. Seit 1993 steht in Naila ein Mobilfunk-Mast. Die örtlichen Hausärzte haben die Daten von 1.000 Patienten in den letzten zehn Jahren genauer angeschaut und sie mit ihren Krebs-Daten verglichen. Dabei glauben sie einen Zusammenhang zwischen der wachsenden Zahl von Krebserkrankungen und der Mobilfunkstrahlung erkennen zu können. Die Ärzte unterscheiden zwei Patientengruppen: Jene, die im Umkreis von bis zu 400 Meter von der Anlage entfernt leben und jene, die weiter weg wohnen. Die Mediziner haben nun festgestellt, dass in den zehn Jahren der Untersuchung im Innenbereich das relative Risiko neu an Krebs zu erkranken, doppelt so hoch und zwischen 1999 und 2004 sogar dreifach so hoch war. Außerdem seien die Krebspatienten im Innenbereich wesentlich jünger - im Durchschnitt um achteinhalb Jahre.

Erste Reaktionen auf die beunruhigende Studie

Das "Zentrum für Umweltforschung und -technik" der Universität Bremen, das den Ärzten von Naila solide Forschungsarbeit bescheinigt, empfiehlt angesichts der Werte eine sofortige Abschaltung der Mobilfunk-Anlage. Der Leiter des Zentrums, Rainer Frenzel-Beyme, gibt jedoch zu Bedenken, dass die Datenlage verbessert werden müsse: "Das Ganze muss enorm ausgeweitet werden, wenn man wirklich verlässliche und belastbare Daten haben möchte. Trotzdem ist die Studie ein Anfang, weil sie ein Ergebnis zeigt, dass zunächst plausibel erscheint und auch keine sofortige Erklärung anderer Art zulässt." Der Stadtrat von Naila will über eine Abschaltung der Sendeanlage abstimmen. Bürgermeister Frank Stumpf lehnte bereits eine geplante Erweiterung ab. Der Hofer Landrat Bernd Hering hat den Mobilfunk-Betreibern mitgeteilt, dass er künftig keine neuen Mobilfunk-Masten in Wohngebieten genehmigen werde.

Moderation: Rudi Küfner

Quelle:

//www.br-online.de/bayern1/regionen/bayernmagazin.shtml

dazu auch

Stadtratsbeschluss auf Grund der Nailaer Studie

Der Stadtrat Naila hat in seiner Sitzung am 08.06.2004 beschlossen, eine Petition an den Deutschen Bundestag zu richten mit dem Ziel, eine Absenkung der Grenzwerte für Mobilfunkanlagen zu erreichen.

Weiterhin wurde beschlossen:

1. Der Stadtrat beschließt, aus den Gründen, die sich aus den Ausführungen von Dr. Eger ergeben haben, wegen schwer wiegender gesundheitlicher Bedenken seinen Beschluss vom 29.03.2004 zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens aufzuheben und statt dessen das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag der Firma Vodafone zu verweigern.

2. Der Stadtrat beschließt, sich mit den Bedenken der Bürgerinitiative zu solidarisieren.

3. Der Stadtrat beschließt, die am 29.03.23004 verabschiedete Eingabe zur drastischen Senkung der Grenzwerte an die Abgeordneten und die zuständigen Stellen weiterzuleiten, wobei die Stellungnahme der Bürgerinitiative mit den erbrachten Unterschriften ebenso wie das Ergebnis der Ärztestudie der Eingabe als Anlage beigefügt werden soll.

4. Die Studie der Nailaer Ärztegruppe soll laut Auskunft der Ärztegruppe zunächst noch mit dem Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie an der Universität Bremen, Herrn Prof. Dr. Frentzel-Beyme, abgestimmt werden. Sobald der abgestimmte Bericht vorliegt, wird der Stadtrat über die weitergehende Vorgehensweise beraten und der Bericht in einer öffentlichen Veranstaltung durch die Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit der Stadt Naila vorgestellt.

Quelle: Elektrosmognews vom 22.07.2004
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