Mobilfunk

21
Jul
2004

Betrug gehört zur Forschung

Ein ganzseitiger Beitrag aus der Berner-Zeitung vom 9.6.2004 von Claudia Schneider, kommentiert und ergänzt von Hans-U.Jakob, Gigaherz.ch, 17.6.04

Claudia Schneider schrieb:

Lange hat die Forschung auf Selbstkontrollen gesetzt. In den letzten Jahren machten jedoch internationale Wissenschaftsskandale deutlich, dass diese nicht ausreichen. In den Vereinigten Staaten kontrolliert eine Forschungspolizei, das Office of Research Integrity, die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. In der Schweiz gibt es kein vergleichbares Kontrollorgan, aber die Forschungsinstitutionen beginnen sich selbst Regeln für das Fehlverhalten in der Wissenschaft aufzuerlegen.

Die eigenen Erwartungen der Forschenden, der Druck durch die Sponsoren, gängige Karrieremechanismen sowie der zunehmende Wettbewerb um Forschungsgelder begünstigen die Versuchung in der Wissenschaft zu fälschen.

Der deutsche Arzt und Wissenschaftsjournalist Werner Bartens bemängelte am Symposium des Collegium Helveticum, dass zum Beispiel in der Medizin die Zahl der veröffentlichten Beiträge in Fachzeitschriften fast ausschliesslich darüber entscheide, wer zum Oberarzt oder als Professor erkoren werde (.............) Eine Qualitätskontrolle existiert kaum.

Dazu ein Kommentar von Hans-U. Jakob:

Wir vom Gigaherz.ch messen bei Fälschungen dem Druck der Sponsoren die größte Bedeutung zu. Wer nicht industriekonform forscht, erhält schlichtweg keine Aufträge mehr. Ich hatte die Ehre, einen der namhaftesten Forscher auf dem Platz Bern, am Ende einer Informationsveranstaltung mit dem Auto nach Hause zu fahren, weil dieser infolge hitziger Debatte den letzten Zug verpasst hatte.

Zitate aus dem nächtlichen Gespräch: "75% unserer Forschungsgelder (hier handelt es sich um Millionenbeträge) stammen von der interessierten Industrie, 20% vom Nationalfonds, wo wiederum Industrie- und Staatsvertreter über die Zuteilungen bestimmen, und nur 5% erarbeiten wir uns selber" und weiter: "Wenn ich in der Zusammenfassung einer Studie als Ergebnis nicht das bekannt gebe, was die Auftraggeber von mir erwarten, kann mein Institut nach 18 Monaten Konkurs anmelden" Sie müssen schon die gesamte Studie lesen, wenn erforderlich auch zwischen den Zeilen und sich dann selber ein Urteil bilden."

Nun ist es so, dass Studien, oft im Umfang von mehreren Hundert Seiten immer in einem hochtechnischen, hochmedizinischen Englisch verfasst werden und nur die Zusammenfassung in der jeweiligen Landessprache. Deshalb versteht Normalbürger/In und Journalist/In in den meisten Fällen nur noch "Bahnhof" und verlässt sich auf die kurze Zusammenfassung. Vielfach behalten sich die Auftraggeber deshalb auch vor, diese Zusammenfassung und die Schlussfolgerungen aus der Studie selber zu schreiben. So auch beim zur Zeit an der ETH Zürich laufenden Forschungsprogramm "Nachhaltiger Mobilfunk" Auftraggeber ist der Mobilfunkbetreiber "Sunrise" Kommentar: völlig überflüssig. Was da herauskommen wird, ist schon heute klar.

Vergessen zu erwähnen hat Claudia Schneider in ihrem mutigen Artikel, (wahrscheinlich ihr letzter dieser Art) dass Forscher oft selber an der Nase herumgeführt werden, weil ihnen ihre Auftraggeber aus Gründen der Vertuschung ein völlig falsches Forschungskonzept vorlegen.

Forscher sind meist gute Mikrobiologen oder Epidemiologen, die jedoch von dem zu bearbeitenden Spezialgebiet nur eine sehr geringe bis keine Ahnung haben und von ihren Auftraggebern buchstäblich "in den Klee hinaus" geschickt werden. Wenn sich dann im Laufe der oft Monate- oder jahrelangen Zusammenarbeit noch eine gewisse Kumpanei zwischen Forscher und Auftraggebern entwickelt, kann eine Studie vollends "entgleisen"

Ein Musterbeispiel lieferte die Untersuchung über gesundheitliche Auswirkungen des Kurzwellensenders Schwarzenburg (1992-1995) Die Studie hatte zum Zweck, die Bevölkerung soweit zu beruhigen, dass eine 6-fache Verstärkung dieses vom Staat betriebenen Polit-Propagandasenders akzeptiert worden wäre. Der Sender hatte 5 Hauptstrahlrichtungen, (Fernost-Nahost-Afrika-Südamerika-Nordamerika) und strahlte abwechslungsweise nie gleichzeitig) in 5 verschiedene Kreissektoren. Zwischen diesen 5 Hauptstrahlrichtungen gab es auch 5 schwach- bis unbestrahlte Kreissektoren. Eine von den Senderbetreibern gefälschte Verstrahlungskarte, ließ die Epidemiologen die falschen Bevölkerungsgruppen untersuchen, nämlich vorwiegend diejenige in den schwach- bis unbestrahlten Sektoren. Von mir auf die fatale Täuschung aufmerksam gemacht, verboten die Auftraggeber den Forschern jeglichen Kontakt zu mir, mit dem Hinweis es handle sich bei mir um einen, Zitat "völlig inkompetenten, fanatisch-konfusen Volksanwalt"

So wurde denn prompt auch die Melatoninuntersuchung an Kühen in einem falschen Stall durchgeführt. Verschiedene Zeitungen und Zeitschriften publizierten dann meine Kritiken, so dass sich die Studienleitung gezwungen sah, um nicht als Fälscher in die Geschichte einzugehen, die Untersuchungen 1996 zu wiederholen. Diesmal wurden die richtigen Probanden untersucht, mit dem Resultat, dass sich die Anzahl gesundheitlich geschädigter Personen mehr als verdoppelte. Der Sender musste auf Druck der Bevölkerung schließlich geschlossen und abgebrochen werden. Ein Ausbau wäre nur unter starkem Aufgebot von Militär und Polizei möglich gewesen. Dies hätte so hohe Kosten zur Folge gehabt, dass die Senderbetreiber noch heute behaupten, der Sender sei aus wirtschaftlichen Gründen abgebrochen worden.

Eine Woche vor Stillegung und eine Woche nach Stillegung des Senders wurden nochmals Kühe auf ihre nächtliche Melatoninproduktion hin untersucht. Diesmal im richtigen Stall. Und was taten die Senderbetreiber um ein aussagekräftiges Resultat zu vertuschen? Ganz einfach, sie fuhren die Senderichtung Nordamerika, welche den Stall nachts von 01.00 bis 06.00 bestrahlte einfach auf 25% zurück. Pech gehabt liebe Mogler und Fälscher, wir besitzen schöööne Messdaten zu eurer Mogelei.

Weiter zu erwähnen wäre eine Schlafstudie unter Mikrowellenbestrahlung, finanziert von Swisscom, welche ausschließlich mit 20-jährigen kräftigen jungen Männern durchgeführt wurde, weil die Schwarzenburger-Studie ergeben hatte, dass diese Altersgruppe punkto Schlafstörungen am wenigsten auf EM-Felder reagierte. Besonders hart betroffen dagegen waren in Schwarzenburg Kinder unter 12 Jahren und Erwachsene ab 40. Absolut klar was diese Studie bezweckte.

Ins Kapitel der falschen Konzepte gehören ebenso alle Studien, die nach 3 Jahren flächendeckendem GSM-Mobilfunk bereits Entwarnung punkto Krebs geben, da jeder Krebs eine Latenzzeit (Entwicklungszeit) von mindestens 5 bis hin zu 10 Jahren benötigt, bevor dieser überhaupt ärztlich diagnostiziert werden kann.

Weshalb die Schweizer Krebsliga in ihrem neusten Sammelaufruf unter dem Kapitel "Falsche Meldungen und Gerüchte zu Krebs" die Mobiltelefonie aufführt, wird sofort klar, wenn man den Hauptsponsor der Krebsliga kennt. Es ist der Schweizer Mobilfunkbetreiber Orange.

Noch weiter geht der Meister Proper der Swisscom, Prof. Dr. Reinhold Berz. Er gibt in der Neuen Zürcher Zeitung vom 18 Juni 04 bereits Entwarnung für UMTS obschon der offizielle UMTS-Start in der Schweiz erst auf den 1.Juli angesagt ist.

Mit dem Verteilen von Persilscheinen für den Mobilfunk, lässt sich zur Zeit unwahrscheinlich Geld verdienen. Wenn ehemals bescheidene Forscher jetzt plötzlich im Playboylook im weißen Maßanzug mit rotem Porsche oder Ferrari vorfahren, sollte eigentlich jedem klar sein was da passiert ist.

http://www.gigaherz.ch/787/


siehe dazu auch:

Betrug in der Wissenschaft: Nur die Spitze des Eisbergs bekannt
http://omega.twoday.net/stories/283042/

Forscher und Forschungsergebnisse von der Industrie bezahlt
http://www.buergerwelle.de/pdf/forscher_und_forschungsergebnisse_von_der_industrie_bezahlt.htm

Strahlenforscher unter gewaltigem Druck der Wirtschaft

Wie sich mutige Wissenschafter gegen die Mobilfunklobby stellen
http://www.gigaherz.ch/800/

Omega siehe hierzu auch:
Forscher und Forschungsergebnisse von der Industrie bezahlt
http://www.buergerwelle.de/pdf/forscher_und_forschungsergebnisse_von_der_industrie_bezahlt.htm

Sparmaßnahmen in Redaktionen führen zu unkritischer Berichterstattung
http://omega.twoday.net/stories/420919/

ForumMobil diffamiert Schwedischen Top-Wissenschafter
http://omega.twoday.net/stories/509687/

Wissenschaftler wiesen die Gefährlichkeit von Mobilfunk nach - Dann wurden sie unter Druck gesetzt
http://omega.twoday.net/stories/426691/

Wollen Sie Ihren Job verlieren?
http://omega.twoday.net/stories/441779/

Abschied von der Aufklärung
http://omega.twoday.net/stories/441322/

20
Jul
2004

Cellular "Frankenpine" won't blend into park, critics say

by Associated Press

Tuesday, July 20, 2004

ALBANY, New York — Modern technology could alter a pristine Adirondack landscape that's captivated artists for more than a century.

Nextel Partners is proposing a 114-foot tower to provide cellular phone service for its customers along the eastern part of Lake George, including an area known as the Million Dollar Beach. The tower would be painted brown, with fake branches attached to camouflage it as a white pine, even though it would be 30 feet taller than any surrounding tree.

"We think this will be very unobtrusive," said Michael Rapp of Nextel, based in Kirkland, Washington. "The mountain continues to climb up and it will blend into that background."

But critics are dubbing the faux tree "Frankenpine." The tower would soar from a forested peninsula known as Pilot Knob in the town of Fort Ann up Buck Mountain, a subject painted by Georgia O'Keefe and others in works hanging in galleries from Manhattan to Washington, D.C.

"Placing a steel and plastic cell tower above the tops of every tree in the forest on Pilot Knob would be like painting a beard and mustache on the Mona Lisa," said Brian Houseal of The Adirondack Council, an environmental group. "The landscape around Pilot Knob is an American icon."

Hearings are being held on the matter, and authorities won't vote on it before September.

Those who favor keeping the Adirondacks free of modern intrusions scored an unrelated victory on July 9 when the state Adirondack Park Agency banned the use of all-terrain vehicles on trails in sensitive wild forest areas in the western park. The action bans ATVs on 26 roads covering 44 miles in the Aldridge Pond wild forest area; 31 roads covering 44 miles in the Black River wild forest; and 68 roads covering 66 miles in the Independence River wild forest area.

The ruling leaves no public area for ATVs in the 6-million-acre park, which is made up of public and private land. ATVs will still be allowed in the area for disabled riders, owners on their own property, and some hunters with state permits.

Conservationists say high-powered ATVs have caused ruts and erosion and destroyed trails. Riders say banning the vehicles will hurt the local economy.

Source: Associated Press

http://www.enn.com/news/2004-07-20/s_26011.asp
http://www.elfis.net/phorum/read.php?f=2&i=95&t=95%5C%22%22);

Handys vor Gericht

Meldung von MBI/ Markus Schmidt

Handys vor Gericht

Strahlendes Telefon könnte Unfall mitverursacht haben

DÜSSELDORF dpa Im Prozess um die blutige Amokfahrt in Düsseldorf vor gut einem Jahr soll nun der mögliche Einfluss von Handy-Strahlen auf das Geschehen untersucht werden. Der nach der Fahrt beschlagnahmte Wagen des Angeklagten werde dazu erneut unter die Lupe genommen, kündigte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts gestern an. Ein Sachverständiger soll auf Betreiben der Verteidigung klären, ob Handy-Strahlen einen Einfluss auf den Automatik-Wagen gehabt haben können. Der Prozess werde dadurch vermutlich länger dauern als zunächst angenommen.

Zudem wollen die Verteidiger des wegen achtfachen Mordversuchs angeklagten Gastwirts auch untersuchen lassen, ob ein epileptischer Anfall Ursache der Zickzack-Fahrt über die Terrassen zweier voll besetzter Straßencafés gewesen sein könnte.

Bei der blutigen Amokfahrt am 21. Juni vergangenen Jahres waren 14 Menschen verletzt worden, als der 64-jährige Gastwirt mit seinem 200 PS starken Sportwagen in die Cafés seiner Konkurrenz gerast war.

taz Ruhr Nr. 7408 vom 14.7.2004, Seite 4, 36 Zeilen (Agentur)

http://www.taz.de/pt/2004/07/14/a0030.nf/text

Bus stürzt von Autobahn

Keine Einsicht, keine Abhilfe

Leserbrief

Hellwach, kein Fremdverschulden - und doch verliert ein Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Wer sich mit der Thematik Mobilfunk auseinander gesetzt hat, fragt sich unwillkürlich, wie viele Jugendliche hatten im Bus ihre Handys eingeschaltet, haben telefoniert oder SMS versandt. Zum Beispiel in Krankenhäusern, Flugzeugen ist die Handynutzung verboten, weil die Technik durch die gepulste Mikrowellenstrahlung gestört wird bzw. wie erst neulich zu lesen war, im Fall Kennedy zum Absturz des Flugzeuges geführt haben soll. Nicht nur die Technik reagiert auf gepulste Mikrowellenstrahlung empfindlich, sondern auch der Mensch selbst. Falschinformationen erreichen das menschliche Gehirn, verzögern sein Handeln oder er erfährt einen Sekunden-Blackout. Jetzt kommen sicher wieder die vielen Gegenargumente... wissenschaftlich nicht erwiesen! Leider werden die Toten aber dadurch nicht wieder lebendig; die Nichteinsicht wird zu weiteren schweren Unfällen führen.

Marianne Kirst

16
Jul
2004

Funkwellen vom Handy schädigen das Erbgut

Nach einer neuen EU-geförderten Studie verursachen elektromagnetische Felder, wie sie beim Handy-Telefonat entstehen, Veränderungen am Erbgut. Diese Veränderungen sind ähnlich, wie wir sie von der Röntgenstrahlung kennen und wurden in mehreren Untersuchungen durch unterschiedliche Institute bestätigt:

http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m401.htm

15
Jul
2004

Petition: Moratorium zu UMTS

Bundesverband Elektrosmog e.V. - Petition - Unterschriftenaktion mit der Bitte um Unterstützung:

http://tinyurl.com/6n75n


Nachricht von der BI Mobilfunk Gröbenzell

14
Jul
2004

Handystrahlen als Ursache für Amokfahrt?

Handystrahlen als Ursache für Amokfahrt?

20:52 Uhr

DÜSSELDORF. Im Prozess um die blutige Amokfahrt in Düsseldorf vor gut einem Jahr soll nun der mögliche Einfluss von Handy-Strahlen auf das Geschehen untersucht werden. Der nach der Fahrt beschlagnahmte Wagen des Angeklagten werde dazu erneut unter die Lupe genommen, kündigte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts gestern an. Ein Sachverständiger soll auf Betreiben der Verteidigung klären, ob Handy-Strahlen einen Einfluss auf den Automatik-Wagen gehabt haben könnten. Der Prozess werde dadurch vermutlich länger dauern als zunächst angenommen.
Zudem wollen die Verteidiger des wegen achtfachen Mordversuchs angeklagten Gastwirts auch untersuchen lassen, ob ein epileptischer Anfall Ursache der Zickzack-Fahrt über die Terrassen zweier voll besetzter Straßencafés gewesen sein könnte.

Bei der blutigen Amokfahrt am 21. Juni vergangenen Jahres waren 14 Menschen verletzt worden, als der 64-jährige Gastwirt mit seinem 200 PS starken Sportwagen in die Cafés seiner Konkurrenz gerast war. Der Angeklagte hat beteuert, dass er keine Kontrolle über seinen Wagen gehabt habe und die Fahrt als Unfall bezeichnet.

Mehrere Zeugen hatten in dem Verfahren ausgesagt, dass der Gastwirt Hindernisse gezielt umfahren und seinen Wagen im Zickzack-Kurs absichtlich in die Menschenmenge gelenkt habe. Als Motiv geht die Anklage von einer Mischung aus Beziehungsproblemen, geschäftlichem Misserfolg und Neid auf das besser florierende Geschäft seiner Konkurrenten aus. (dpa)

(KR)

Dienstag, 13. Juli 2004

http://www.rundschau-online.de/kr/page.jsp?ksArtikel.id=1086537568390&listID=1038816862458&openMenu=1038816858441&calledPageId=1038816858441


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

13
Jul
2004

Selbstverpflichtung der Mobilfunknetzbetreiber

HLV INFO 13-07-2004/AT

Johannes Nüdling 13-07-04:

ePlus verpasst Gemeinde bei Androhung von Regressforderungen einen Maulkorb.

Dazu Pressemitteilung der Bürgerwelle Rhön mit der Bitte um Verteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerwelle Rhön
i. A. Johannes Nüdling


Pressemitteilung

"Wiederholt werden seriöse wissenschaftliche Erkenntnisse durch die Betreiber ignoriert und den Bürgern Sicherheit vorgegaukelt, die es bei Mobilfunk nicht gibt." so das Fazit der Bürgerwelle Rhön (BI) zu den Ereignissen in Schwarzbach. Dort hatte der bei der Bürgerversammlung anwesende ePlus-Mitarbeiter geäußert, Mobilfunk sei sicher. Wissenschaftler jedoch haben mehrfach den Nachweis auf gesundheitsschädliche Auswirkungen des Mobilfunks erbracht. In der vor kurzem bekannt gewordenen Reflex-Studie wiesen zwölf Forschergruppen in sieben EU-Ländern eindeutig nach, dass Mobilfunkstrahlung das menschliche Erbgut schädige. Der Leiter der von der EU geförderten Studie Professor Franz Adlkofer erklärte: "Veränderungen am Erbgut führen in der Regel zu Krebs". Wissenschafter der ungarischen Universität Szeged kamen nach einer Langzeitstudie zum Ergebnis, dass Männer, die häufig Mobiltelefone nutzen, damit rechnen müssen, dass die Zahl ihrer Samenzellen dramatisch sinkt.

Während einer Ortsbeiratssitzung in Schwarzbach schilderte Bürgermeister Markus Schafft (Hofbieber), ePlus habe die Gemeinde bei Androhung von Schadensersatz aufgefordert, über den geplanten Bau eines Mobilfunkmastes in der Ortslage von Schwarzbach Stillschweigen zu bewahren.

Ein erneuter gravierender Verstoß gegen die Selbstverpflichtung der Betreiber auf Kosten der Bürger. so die BI. Einerseits werde Bürgern und Politikern öffentlichkeitswirksam Transparenz vorgegaukelt, das Handeln jedoch stehe im krassen Gegensatz dazu.

Bereits im Dezember 2001 hatten die Betreiber schriftlich gegenüber der Bundesregierung unter anderem die "Unterrichtung der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger in Abstimmung mit den Kommunen" zugesagt. Als Versuch Politiker zu beschwichtigen hatten Mobilfunkkritiker schon damals diese Verlautbarungen eingestuft. Mit Recht wie sich jetzt erneut beweist. Die Betreiber haben gegen diese Verpflichtung in Petersberg, Schwarzbach, Edelzell und Weyhers wie auch anderenorts verstoßen.

Dass es auch in Schwarzbach geeignete Standorte außerhalb der Ortslage gebe, sei in der Veranstaltung deutlich geworden. Der Eindruck, ePlus habe der Gemeinde zur Durchsetzung des innerörtlichen Mastes einen Maulkorb verpasst, habe sich verstärkt.

Laut Aussage des ePlus-Mitarbeiters gebe es bei den Planungen zum Ausbau des Mobilfunknetzes und Bau neuer Masten "ein 6-monatiges update mit dem Kreis Fulda". Die BI hofft, dass Politiker künftig die praktische Umsetzung der Selbstverpflichtung durch die Betreiber mit Nachdruck einfordern. Nur so könnten Mobilfunk-Standorte im Einvernehmen mit den Bürgern gefunden werden.

10
Jul
2004

Messergebnisse lagen klar unter Grenzwerten

Mobilfunksendeanlagen – Erstaunliche Verharmlosung der Gesundheitsgefahren

Leserbrief

Zu den Artikeln „Geringe Strahlenbelastung“ (AZ vom 30. Juni), „Messergebnisse lagen klar unter Grenzwerten“ (2. Juli), „Ängste und Emotionen“ (5. Juli) sowie zum „Ratgeber Mobilfunk“ (Zeitungsbeilage vom 5. Juli 2004)

Es ist schon erstaunlich, was die Mobilfunkbetreiber durch ihre „Informationszentrale Mobilfunk“ (IZMF) unternehmen, um die von Mobilfunksendeanlagen ausgehenden Gesundheitsgefahren unter Berufung auf die geltenden Grenzwerte herunterzuspielen und zu verharmlosen. Demgegenüber ist zu betonen, dass die in Deutschland geltenden Grenzwerte anerkanntermaßen viel zu hoch sind. Außerdem bezwecken sie allein den Schutz vor den thermischen Effekten des Mobilfunks, d. h. vor der Wärmestrahlung, lassen aber alle anderen biologischen Effekte außer Acht und treffen in dieser Hinsicht keinerlei Vorsorge. Das ständige Lavieren mit eben diesen Grenzwerten hat den Frankfurter Biophysiker, Professor Dr. Werner Mäntele, zu der Aussage bewogen: „40 Millionen Handynutzer sind potentielle Versuchskaninchen in Deutschland“.

Leider lassen sich von solchen warnenden Stimmen weder die Mobilfunkbetreiber noch unsere Politiker beeindrucken. Als der Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium sich auf Grund der von der IZMF publizierten, „hervorragend“ niedrigen Messergebnisse veranlasst sah, öffentlich eine Herabsetzung der Grenzwerte zu befürworten (vgl. AZ vom 30. Juni, S. 5), wurde er sofort zurückgepfiffen. Das Ministerium teilte noch am selben Tage mit, dass „die Absenkung der Grenzwerte kein Thema ist“ und dass man die Messergebnisse anderer Bundesländer abwarten will. Hier zeigt sich wieder einmal die unheilvolle Verzahnung von Wirtschaft und Politik.

Denn bei einer Senkung der Grenzwerte müsste so manche Mobilfunk-Basisstation stillgelegt werden. Bezeichnend ist, dass sich das Ministerium auf die gerade noch so hochgelobten Ergebnisse der Messreihe des IZMF nicht mehr verlassen will. In der Tat hatte man sich im Rahmen dieser Messreihe offenbar auch in Gießen Messpunkte ausgesucht, die von vornherein niedrige Messwerte garantierten. Hätte man nämlich Messungen auf den der Mobilfunksendeanlage Am Alten Friedhof benachbarten Wohngrundstücken durchgeführt, wären bis zu 30 fach (!) höhere Werte gemessen worden.

Wundern muss man sich auch über die verharmlosenden Äußerungen des Gießener Professors für Hygiene Dr. Thomas Eikmann. Mit diesen Äußerungen setzt er sich in Widerspruch zu den über 1000 Ärzten, die im „Freiburger Appell“ auf Grund ihrer Erfahrungen mit Patienten, die in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen leben, vor den erheblichen Gesundheitsgefahren warnen, die von solchen Anlagen ausgehen. Weiß Professor Eikmann nicht, dass gewisse Frequenzen in den menschlichen Zellen Resonanzen zeigen? Kennt er nicht die besorgniserregenden Teilergebnisse der von der Europäischen Gemeinschaft in Auftrag gegebenen REFLEX-Studie, wonach elektromagnetische Felder bereits unterhalb der geltenden Grenzwerte in menschlichen Zellen DNA-Brüche hervorrufen und das Erbgut schädigen, worüber erst jüngst wieder in der Ärzte Zeitung vom 29.06.2004 berichtet wurde? Und ausgerechnet er möchte Patienten, die von „Elektrosensibilität“ betroffen sind, „einladen“, sich zur Behandlung „unter vier Augen“ in seine Ambulanz zu begeben. Wie verträgt sich ein solches Werben um Patienten überhaupt mit dem ärztlichen Standesethos?

Übrigens: Warum müssen in Flugzeugen Handys abgeschaltet werden? Die Zeitungsbeilage „Ratgeber Mobilfunk“ des IZMF weiß darauf die Antwort: „Bordinstrumente in Flugzeugen sind sehr sensibel.“ Der menschliche Organismus etwa nicht?

Professor Dr. iur. Alfred Söllner, Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D., Gießen

Der Leserbrief erschien am 9. Juli 2004 in der Giessener Allgemeinen („AZ“) auf Seite 29 ungekürzt unter den Überschriften.

Quelle: HLV INFO 10-07-2004/AT



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Starmail - 27. Nov, 11:08

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