Mobilfunk

25
Feb
2005

Jeder Zweite vom Handy abhängig

http://www.kurier.at/multimedia/905043.php

„Einstiegsdroge“ Handy bei Jugendlichen

Der Anteil an jungen Schuldnern erhöht sich seit Jahren ständig. Hier liegen für Niederreiter die Ursachen vor allem im nie oder nur lückenhaft gelernten Umgang mit Geld und Finanzprodukten. Zudem sind die jungen Erwachsenen die bevorzugte Zielgruppe der Werbestrategen unserer Konsumgesellschaft. Das Handy gilt als „Einstiegsdroge“ in eine Schuldnerkarriere; auch wenn diese Schulden meist noch von den Eltern beglichen werden. Außerdem muss zwischen „Jugendlichen“ und Volljährigen unterschieden werden. Jugendliche bis 18 Jahren sind nicht volljährig und daher auch nicht Vertragspartner der Handy-Betreiber. Vertragspartner ist zumeist ein Elternteil und haftet damit für die Kosten. Schulden durch die Handy-Nutzung hat daher zwischenzeitig auch (fast) jeder Schuldner, zumeist auch bei mehreren Anbietern. Durchschnittlich betragen diese Schulden pro Anbieter 1.150 Euro.

http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=33898 (Auszug)

Strahlende Welt

Staatsanzeiger für Baden-Württemberg

BwWoche 21. Februar 2005 / Nr. 6

http://www.bwheute.de/

Sie sind unsichtbar, aber nicht harmlos

Elektromagnetische Wellen machen Menschen krank:

http://www.buergerwelle.de/pdf/strahlende_welt.pdf

Eigentlich müsste ja mit jedem Handy auch ein Flugblatt, Beipackzettel, Warnhinweis oder was auch immer, mitverkauft werden, in dem auf die Risiken der gepulsten Hochfrequenzstrahlung hingewiesen wird. Bei den Zigaretten war so was ja auch nicht die Idee von Philipp Morris, wir können also hier von Seiten Nokias und Konsorten nichts erwarten. aber auch Gesundheitsministerium und Bundessamt für Strahlenschutz schweigen und verstecken sich hinter ihren Grenzwerten. Der Bund hätte nämlich n’ Problem, wenn er n’ Rückzieher machen wollte (UMTS-Lizenzen) muss es hier erst noch EU-Vorschriften geben? Dann dauert der ganze Zirkus ja noch länger.

Apropos länger dauern: wenn die Leut’ immer Studienergebnisse anzweifeln und "Beweise" fordern, sag ich "die Beweise werden schon noch geboren, nur is’ es dann reichlich spät" aber wie auch immer, das Problembewusstsein ist zumindest in unserer Region äußerst miserabel. Ich werde beim Flyerverteilen immer fast feindselig angeguckt, grade auch von Jugendlichen.

MfG

Eckardt Giese


Quelle: http://de.groups.yahoo.com/group/elektrosmog-liste/message/4972



Thema Mobilfunk nur von einigen wenigen "Übertrainierten" besetzt?

Die Zeiten, in den das Thema Mobilfunk nur von einigen wenigen "Übertrainierten" besetzt war, scheinen allmählich vorbei. Nun hat auch die bwWoche (ehemals Staatsanzeiger Baden-Württemberg) in einem ganzseitigen Artikel sich mit dem Thema befasst: "Strahlende Welt: sie sind unsichtbar, aber nicht harmlos" aufgehängt an einem Fallbeispiel, wird über Symptome (einschl. Wertverlust der Immobilien), Entstehung der Felder, Grenzwerte und die jüngste Anfrage der Grünen im Landtag informiert. Außerdem werden in einem separaten Abschnitt kurz die Begriffe "elektrisches Feld, magnetisches Feld, statisches Feld, Wechselfeld " erklärt.

Unser Gemeinderat scheint jedoch zunächst überhaupt nicht gewillt, sich mit der Problematik zu beschäftigen, manche scheinen sogar "beratungsresistent" und ziehen sich hinter irgendwelche Bauvorschriften und "Verwaltungseinheit" zurück. Dies wird jedoch angesichts der Schlagworte "Hörnervtumor, Gehirntumor, genetische Veränderung usw." der Sache nicht gerecht.

Wie kann man erreichen, dass der Aspekt der Gesundheitsvorsorge hier im Vordergrund steht, und dem Gemeinderat/bürgermeister mehr Einfluss auf die Baumaßnamen zukommt? Mir scheint bei unserem Gemeinderat ein Informationsdefizit vorzuliegen.

Was die örtlichen Schulen mit dem "Elternbrief" der hier vor einiger Zeit angeboten wurde, gemacht haben, kann ich nicht sagen.

Eckardt Giese

Quelle: http://de.groups.yahoo.com/group/elektrosmog-liste/message/4967

22
Feb
2005

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION GEGEN MOBILFUNKSENDER

DEN PEITINGER BÜRGERN LANGT ES!
AUFRUF ZUR DEMONSTRATION GEGEN MOBILFUNKSENDER!

Besorgte Bürger rufen für den kommenden Freitag, den 25. 2. 2005, zu einer machtvollen Demonstration gegen die weiteren Ausbaupläne der Mobilfunkbetreiber auf.

Gerade wird in Peiting eine neue Sendeanalge der Firma Vodafone errichtet, wobei Bürgermeister Michael Asam sich darüber beklagt, dass die Marktgemeinde entgegen den Bestimmungen des Mobilfunkpakts nicht davon in Kenntnis gesetzt worden sei. Vodafone dagegen behauptet ein entsprechendes Schreiben sei der Marktgemeinde zugegangen.

Ebenfalls in Peiting, so wurde am Wochenende bekannt, soll auf dem Dach des Weilheimer Hofs, auf dem sich bereits eine Sendeanlage befindet, ein weiterer Sender der Firma E-Plus installiert werden. Auch ein von der Marktgemeinde favorisierter Standort am Kalvarienberg, der sich unmittelbar oberhalb der Bebauungslinie befinden würde, sorgt bei den dort wohnenden Bürgerinnen und Bürgern für erhebliche Unruhe.

Nachdem es in Peiting insgesamt schon sechs Sendeanlagen gibt, meinen die besorgten Bürgerinnen und Bürger, unterstützt unter anderem auch von der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V., dass jetzt Schluss sein muss, mit dem ungezügelten Ausbau einer Technik, die alle Bewohner mehr und mehr zu Versuchskaninchen degradiert und massive gesundheitliche Auswirkungen befürchten lassen muss.

Aufruf zur Demonstration:

Peitinger Bürger wehrt Euch!

EINLADUNG ZUR FRIEDLICHEN DEMONSTRATION

gegen weitere Mobilfunkantennen in Peiting

Wann? Am Freitag, den 25. 02. 2005 von 12 Uhr bis ca. 13 Uhr
Wo? Vor dem Weilheimer Hof ( = Pizzeria Venezia) Münchner Str. 1


----- Original Message -----
From: Schongauer Nachrichten
To: Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V.
Sent: Tuesday, February 22, 2005 2:25 PM
Subject: Artikel Demo

Stille Vorwürfe auf Transparenten

50 Bürger demonstrieren vor Anwesen Pfettrisch gegen Mobilfunk

VON BARBARA SCHLOTTERER

Peiting - Seit Tagen bleibt bei Waltraud Pfettrisch die Haustür geschlossen. So auch gestern Mittag, als eine Gruppe von zirka 50 Leuten ihren Protest mit Transparenten und Plakaten vor dem Haus der Frau bekundet, die der Gemeinde Peiting überraschend eine zweite Mobilfunkantenne mitten im Ort beschert hat. "Ist Geld wichtiger als die Gesundheit, Frau Pfettrisch?" schreit es in großen Lettern von dem Transparent herunter, um das sich Anwohner, Eltern und Kinder an der Freistraße zum stillen Protest versammelt haben. Einen ruhigen Einsatz hat auch die Schongauer Polizei. Die ist zwar vor Ort, Ausfälliges oder Ausschreitungen bleiben aus _ derweil beschäftigt sich die Firma E-Plus mit dem "Weilheimer Hof" als möglichen Standort für eine weitere Mobilfunkantenne (siehe Artikel unten).

Die Peitinger Bürger artikulieren ihre Wut lieber im Stillen: "Die Antenne wurde ohne Wissen und Zustimmung direkt vor die Nase von drei Kindergärten, Grund- und Hauptschule gesetzt _ das geht doch nicht!", moniert Peter Zwerger-Müller, selbst Vater eines Kindes, das den Kindergarten am Gumpen besucht. Dieser liegt in der direkten Nachbarschaft zu den mittlerweile zwei Antennen auf dem Anwesen Pfettrisch. "Sonst wird der Kinderschutz doch auch so groß geschrieben." Ob mit der Demonstration etwas bewegt werden kann, weiß Peter Zwerger nicht. "Aber es ist einfach wichtig, Stellung zu beziehen."

So sehen es auch die Elternbeiräte von Kindergärten und Schulen, die sich mittlerweile zugeschaltet haben. Gemeinsam mit Mobilfunkgegnern aus der Nachbarschaft des Anwesens möchten sie retten, was noch zu retten ist. So auch Marlies Zwerger, die in der Nähe des Pfettrisch-Anwesens wohnt. "Meine Erwartung? Dass die Antenne gar nicht angeschlossen wird" - ein Vorhaben, das der Mobilfunkbetreiber Vodafone auf Mai datiert hat. Dass auch die zweite Mobilfunkantenne auf dem Anwesen Pfettrisch wie bereits vor fünf Jahren "in einer Nacht- und Nebelaktion" angeschlossen worden sei, bezeichnet sie als große "Sauerei".

Vereinzelte Buh-Rufe, die Rudolf Socher an Waldtraud Pfettrisch adressiert, gehen in der Menge unter. Von Wutausbruch kann nicht die Rede sein, vielmehr sind der Peitinger und seine Gattin, die auf der gegenüberliegenden Seite der Freistraße wohnen, inzwischen der Verzweiflung nahe. "Ich habe fast jeden Tag Kopfweh seit die erste Antenne vor fünf Jahren auf dem Dach aufgestellt wurde", schildert der Anwohner. Mit Schlafstörungen hat seine Frau Erna zu kämpfen. "Wenn ich dann aufwache, vibriert mein Körper, ich habe Herzrhythmusstörungen. Eine Woche Urlaub, fernab der Antenne, hätte Linderung gebracht, so Rudolf Socher.

Keine Lösung in Sicht

Und selbst wenn die Sochers von der Antenne wegziehen wollten: "Wir haben durch die zwei Antennen eine solche Wert-Minderung, dass wir unser Haus wahrscheinlich nie mehr verkaufen können", so Rudolf Socher. Eine Lösung für das Problem des Peitinger Ehepaares scheint sich derweil nicht abzuzeichnen: "Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt, und haben keine Lebensqualität mehr - wir sind völlig fertig."

Ihre Wut artikulieren sie im Stillen: Die Demonstranten, die vor dem Anwesen Pfettrisch gegen die zweite Mobilfunkantenne protestieren. Rudolf und Erna Socher: Kaum ein Tag vergeht, an dem die Nachbarn des betroffenen Grundstücks keine Kopfschmerzen oder Schlafstörungen haben. Fotos: bas "Ist Geld wichtiger als die Gesundheit?" fragen die Demonstranten auf einem Transparent.

http://www.buergerwelle.de/pdf/P1010030.JPG
http://www.buergerwelle.de/pdf/P1010031.JPG
http://www.buergerwelle.de/pdf/P1010032.JPG
http://www.buergerwelle.de/pdf/P1010034.JPG
http://www.buergerwelle.de/pdf/P1010035.JPG


Nachricht von der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V.

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Flugblätter und Infostände bei zweiter Demo

Widerstand am "Weilheimer Hof"

VON BARBARA SCHLOTTERER

Peiting - Wer gedacht hatte, eine überschaubare Demonstration vor dem Pfettrisch-Anwesen sei alles, was die Peitinger zu bieten haben, der wird jetzt eines Besseren belehrt: Zu einem Infoabend am Montag waren mehr als 100 Bürger erschienen, für den kommenden Freitag ist bereits eine zweite Demonstration geplant - diesmal vor dem "Weilheimer Hof", wo eine weitere Mobilfunkantenne des Anbieters E-Plus installiert werden soll - der Betreiber steht derzeit in Verhandlungen mit dem Eigentümer (wir berichteten). Die Demonstration am Freitag wurde diesmal - nicht wie die Spontan-Veranstaltung in der vergangenen Woche - von langer Hand geplant.

Bei der Polizei ist die Demo für 250 Personen angemeldet - auch wenn die Veranstalter nicht wissen, wie viele sich mittags um 12 Uhr gegen eine Installation auf dem Dach des "Weilheimer Hofs" aussprechen werden. Klar ist: "Es werden immer mehr aktiv", so Sabine Kirchbichler. Sie ist eine von vielen. Gemeinsam mit anderen Peitingern, die den Antennen in Peiting den Kampf angesagt haben, engagiert sich die junge Mutter und möchte im Rahmen der Demonstration auch für Aufklärung sorgen.

So soll es am Freitag Infostände geben, an denen offene Fragen nach Möglichkeit beantwortet werden. Außerdem werden Unterschriften gesammelt und Flugblätter verteilt.

Einen Namen haben sich die engagierten Peitinger bislang nicht gegeben, denn: "Wir sind ja nicht gegen Mobilfunk im allgemeinen", unterstreicht Sabine Kirchbichler. Vielmehr vertrete man die Auffassung, dass Sendemasten "aus dem Ort raus müssen".

Ob dies überhaupt zu realisieren ist, zweifelt der Peitinger Mobifunkexperte Hans Schütz an. Selbst wenn das Modell des Umweltinstituts München sich verwirklichen lasse und die Betreiber sich mit der Gemeinde auf einen Standort außerhalb des Orts einigen könnten: "Ich bin trotzdem skeptisch, ob die Betreiber dann alle anderen Antennen im Ort aufgeben."

Hoffnung

Speziell was den neu aufgerollten Mobilfunk-Fall "Weilheimer Hof" anbelangt, hat Hans Schütz die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Unheil von diesem Gebäude gegenüber der Aral-Tankstelle in Peiting abzuwenden. "Die Leute haben die Schnauze voll und die Nachbarschaft wird sehr viel Druck ausüben", gibt er die Stimmung wieder, die derzeit in Peiting vorherrscht.

Eine Petition, die der Stadtrat in Füssen bereits im Jahr 2003 abgesegnet hat, soll nun auch in Peiting auf den Tisch kommen und - sofern auch andere Kommunen das Konzept unterstützen - Abhilfe schaffen. Die Petition von Füssen, die auf den Vorschlag Hans Schütz auch im Peitinger Gemeinderat beschlossen werden soll, sieht zwei wesentliche Änderungen vor: Sie richtet sich an die Landes- und Bundesgesetzgebung, mit der Bitte, zum einen die deutschen Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung zu reduzieren. Zum anderen soll eine allgemeine Genehmigungspflicht vom Mobilfunksendeanlagen unter Einbeziehung der Kommunen durchgesetzt werden. Am gestrigen Dienstagabend hat sich der Schongauer Stadtrat mit dem Schriftstück befasst, in der nächsten Gemeinderatssitzung in Peiting wird das Gremium sich mit der Petition beschäftigen. "Die Petition geht an den Bundestag und an den Landtag, je mehr Kommunen mitmachen, desto größer ist der politische Effekt", so Hans Schütz.

mm

23.02.2005

http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/schongau/art1609,252239.html?fCMS=076e286fe1652566a5239f7e182f086f



Eiskaltes Vorgehen statt Ehrlichkeit

Asam: Absolute Funkstille

VON BARBARA SCHLOTTERER

Peiting - Unglückliche Umstände oder Kalkül - Fakt ist: Peitings Bürgermeister Michael Asam fühlt sich von der Firma Vodafone über`s Ohr gehauen. Denn: Als der Gemeindechef noch im Anschluss an den Infoabend im Gespräch mit den Mobilfunk-Vertretern nach einer Lösung außerhalb des Orts suchte, wussten die bereits vom unterschriebenen Vertrag für das Pfettrisch-Anwesen. "Die haben keinen Ton verlauten lassen", so Asam. Im Interview schildert der Bürgermeister, warum er weitere Gespräche mit dem Mobilfunkbetreiber Vodafone ablehnt.

Es gibt Leute, die glauben, sich hätten in Sachen Pfettrisch-Anwesen Informationen vorenthalten.

Michael Asam: Das ist Unsinn. Am 30. November hatten wir ja die Mobilfunkveranstaltung, bei der wir uns darauf verständigt haben, Standorte außerhalb des Orts anzubieten. Wenn ich also am 8. Dezember wirklich das Schreiben bekommen hätte, hätte ich doch keinen Grund gehabt, es zu vernichten. Wäre dieser Brief wirklich bei mir eingetroffen, wäre er von mir so beantwortet worden, wie wir es jetzt gemacht haben, nachdem sich der Gemeinderat auf einen Mobilfunkstandort außerhalb der Gemeinde geeinigt hatte. Wir haben diesen Punkt gleich in der ersten Sitzung im neuen Jahr behandelt, und zwar aufgrund des Schreibens von Vodafone.

Sehen Sie Versäumnisse seitens der Gemeinde?

Michael Asam: Es gibt einige Anzeichen für mich, dass das Unternehmen Vodafone nicht ehrlich mit uns umgeht. Aufgrund des von Herrn Andersch erwähnten Schreibens der Firma Vodafone, in dem ein Suchkreis im Bereich der Ortsmitte angefügt war, wollten wir einen "Runden Tisch" einberufen. Doch alle Mobilfunkbetreiber hatten kein Interesse, weil Herr Schütz daran hätte teilnehmen sollen. Nachdem sich das zerschlagen hatte, habe ich von den Betreibern überhaupt nichts mehr gehört und auch die Herren von Vodafone haben sich nicht mehr gemeldet. Wir haben alles versucht und haben dann Ende November die Info-Veranstaltung organisiert. In der Zwischenzeit waren in der Gemeinde ja auch schon Unterschriftenaktionen gegen Mobilfunk gelaufen.

Hatten Sie gedacht, es käme auf der Infoveranstaltung zu einem Einvernehmen?

Asam: Ich habe den Mobilfunkbetreibern am 19. Oktober mitgeteilt, dass eine Infoveranstaltung mit einem Referenten des Umweltinstituts München stattfindet. Damals hatten die schon lange den Vertrag für das Pfettrisch-Anwesen unterschrieben in der Schublade liegen und haben keinen Ton gesagt. Die haben eiskalt abgewartet und gedacht: Irgendwie können wir im Nachhinein schon beweisen, dass die Gemeinde in Kontakt mit uns war und wir damit den Mobilfunkpakt eingehalten haben.

Kamen Sie auf der Veranstaltung denn persönlich in Kontakt mit den Betroffenen?

Asam: An dem Infoabend saßen ein Herr von T-Mobile und ein Herr von Vodafone im Publikum. Im Anschluss an die Veranstaltung habe ich mit diesen Herren und dem Vertreter von E-Plus auf dem Podium gesprochen. Im dem Gespräch ging es darum, dass die Mobilfunkbetreiber den Kalvarienberg als möglichen Standort für einen gemeinsamen Masten prüfen sollten. Mit keinem Ton hat der Vodafone-Vertreter an diesem Abend den Vertrag erwähnt, der schon lange unter Dach und Fach war.

Kommen Sie sich veräppelt vor?

Asam: Absolut, deshalb möchte ich auch mit diesen Herren eigentlich gar nicht mehr reden. Ich verstehe ja, dass die auch ihren Job machen müssen. Aber das kann man auch auf ehrliche Art und Weise. Es stimmt auch nicht, dass die Gemeinde sich nicht zu dem Thema geäußert hat. Wir haben ausdrücklich klargestellt, dass man gemeinsam mit den Vertretern einen Standort finden sollte, um Protestakte zu vermeiden. Jetzt ist genau das eingetreten, was wir nicht wollten: Wir haben Demonstrationen im Ort.

Was den angeblich ausstehenden Briefwechsel anbelangt: Glauben Sie da an einen "Unfall" auf dem Postweg oder an Kalkül?

Asam: Das ist schwierig, ich möchte dem Unternehmen Vodafone ja nichts unterstellen. Aber wenn es Absicht gewesen wäre, dann würden wir uns ja schon am Rande der Kriminalität bewegen. Ehrlich gesagt kann nach alledem allerdings schon der Verdacht aufkommen, dass das Schreiben gar nicht unbedingt bei mir hatte landen sollen.

mm

25.02.2005

http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/schongau/art1609,252928.html


Nachrichten von der BI Bad Dürkheim

Eines der vielen Beispiele, "wie ernst" es Betreiber mit der so oft als positiv zitierten sogenannten "Freiwilligen Vereinbarung" zwischen den Spitzenverbänden (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund sowie den Betreibern) es real mit dieser "Vereinbarung" meinen.....

In diese "Vereinbarung" haben die Netzbetreiber nur schön klingende Worthülsen ohne jede rechtliche Substanz gebracht und damit ausschließlich ihre Ziele durchgesetzt. Die angeblichen, ohnehin lediglich bescheidenen kommunalen Rechte, stellen maximal Augenwischerei dar, sie sind real eine Farce! Wir erleben dies über die vielen Negativbeispiele täglich infolge der diversen Berichterstattung.

Kommunalvertreter, die sich immer noch vertraulich auf diese Vereinbarung beziehen und darauf vertrauen, werden noch ihr blaues Wunder erleben.

Peiting ist leider kein Einzelfall - solche Fälle sind mittlerweile leider Tagesgeschäft, und wir können zig solcher ähnlich gelagerter Abläufe schildern - so gibt es immer mehr Bürgermeister, die aus Frust heraus Verhandlungen mit diesen Verantwortlichen ablehnen; die Umgangsformen werden immer mehr als verlogen und kontraproduktiv bezeichnet.

M.f.G.
Alfred Tittmann
c/o HESSISCHER LANDESVERBAND MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V.



Keine weiteren Mobilfunkantennen nach Peiting
http://omega.twoday.net/stories/554656/

Anonyme Anrufe und wilde Beschimpfungen
http://omega.twoday.net/stories/553515/

"Gegen das Leiden wird nichts getan"
http://omega.twoday.net/stories/548443/

Trotz Vertrags-Abschluss prüft E-Plus Standort
http://omega.twoday.net/stories/546232/

Die Wellen in Peiting schlagen in Sachen Mobilfunk derzeit hoch
http://omega.twoday.net/stories/545209/

MOBILFUNKSITUATION IN DER MARKTGEMEINDE PEITING - PETITION
http://omega.twoday.net/stories/523548/

21
Feb
2005

Mobilfunk-Interessensverband IVMK bringt EU-Klage ein

http://derstandard.at/?url=/?id=1959135

Bürgerinitiativen kämpfen gegen Strahlenbelastung

Risiko Mobilfunk

Informationen u.a. aus dem Informationsblatt der Bürgerwelle e.V.
Überarbeitet von der BI Omega

Die Gesetze schützen die Bürger nicht. Im Gegenteil: Sie ermöglichen, dass immer mehr gesundheitsgefährdende Mobilfunkstationen gebaut werden können. Für die Strahlung gibt es gesetzliche Grenzwerte. In diesen sind nur thermische Wirkungen enthalten. Dies bedeutet nur einen Schutz vor Hitzestress. Somit werden i.d.R. in 2-6 Metern Abstand von einer Mobilfunksendeantenne die Grenzwerte eingehalten. Deshalb sind die jetzigen Grenzwerte keine Vorsorgewerte und bieten, außer vor der Überwärmung des Körpers, keinerlei Schutz für den Menschen. Eine Berufung auf die Einhaltung der Grenzwerte ist eine Täuschung der Öffentlichkeit, weil im Endeffekt keine wirkliche Sicherheit gegeben ist.

"Die Grenzwerte sind liederlich und fahrlässig." (Professor Siegfried Knasmüller vom Institut für Tumorbiologie-Krebsforschung an der Uni Wien). "Eine kürzlich im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der geringen Sendeleistungen bei bestimmungsgemäßem Betrieb keine Gefährdungen auftreten, weiters wird betont, dass bei Exposition mit Hochfrequenzfeldern keine krebserregenden Wirkungen gefunden wurden. Eine detaillierte Durchsicht der verfügbaren Literatur zeigt, dass diese Aussagen nicht aufrechterhalten werden können (22.11.1997). ....Aus diesem Grund bin ich der Meinung, ....dass die derzeit geltenden Grenzwerte offensichtlich nicht in ausreichender Weise wissenschaftlich fundiert sind" (Schreiben vom 16.1.1998)

Professor Dr. Kundi, Institut für Umwelthygiene, Universität Wien: "......sind auf ihre gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen hin zu untersuchen. Dies muss natürlich vor deren Einsatz geschehen. Dass dies bei den Mobilfunkeinrichtungen nicht geschehen ist, hat ausschließlich wirtschaftliche und politische Gründe und ist an und für sich ein Skandal...... Stellen Sie sich vor, eine solche Regelung würde für Arzneimittel gelten: zuerst verkaufen und dann nachsehen, ob vielleicht Schäden auftreten!" (22.11.1997)

Professor Dr. Mosgöller, Zellbiologe, Histologisch-Embryologisches Institut der Universität Wien (seit 1999: Institut für Tumorbiologie und Krebsforschung, Universität Wien):
"Aus medizinischer und zellbiologischer Sicht ist problematisch, dass Untersuchungen aus 1997, welche gebräuchliche GSM-Signale betrachteten, erhöhte Korrelationen mit Tumorerkrankungen zeigten. Dies wurde einerseits an Versuchstieren festgestellt, aber auch an menschlichen Blutzellen unter Laborbedingungen...Den Standpunkt, dass "bei Einhaltung der Grenzwerte alles unbedenklich sei" erachte ich als extrem verfrüht und zu optimistisch und somit derzeit nicht bedingungslos gerechtfertigt. Eine solche Beurteilung setzt voraus, dass nahezu alle bisher erhobenen Befunde zu GSM-Feldern sich als falsch bzw. unsinnig erweisen, was allerdings jeder allgemeinen Erfahrung widerspräche".

Dabei ist längst bekannt, dass die sogenannten athermischen Wirkungen, (die Wirkungen bei geringen Strahlungsintensitäten, ohne dass sich der Körper merklich erwärmt) größte gesundheitliche Konsequenzen haben.

Vor Jahren hat die Industrie uns gesagt, Asbest sei ungefährlich. Voraussichtlich wird in England die höchste Zahl der Krebstoten, im Zusammenhang mit Asbest, erst für das Jahr 2020 erwartet. Es waren auch Industrievertreter, die uns beruhigten wir bekämen keinen Krebs durch das Zigarettenrauchen.

Heute sagt die Industrie uns Mobilfunkgeräte und Mobilfunksendeantennen seien ungefährlich und hält bestehende Studienergebnisse zurück. Die von dem australischen Telefonkonzern Telstra in Auftrag gegebene und finanzierte Studie, - die eigentlich die Unbedenklichkeit vom Mobilfunk beweisen sollte, - war bereits im Jahre 1995 abgeschlossen worden und wurde erstmals im Fachblatt Radiation Research in der Maiausgabe veröffentlicht. Die Öffentlichkeit wird nicht aufgeklärt und die Industrie macht Billionen Gewinne. Dies ist eine unverzeihliche Politik der Forschungsverzögerung.

Die Zeitschrift Microwave News kritisiert scharf die Geheimniskrämerei nicht nur bei dieser, von der australischen Telefongesellschaft geförderten Studie. "Telstra ist nicht allein bei der Unterdrückung des freien Flusses von Informationen. Deutsche Telekom, France Telekom und andere europäische Gesellschaften verhalten sich so, als ob die Ergebnisse von industriegesponserter Forschung Handelsgeheimnisse seien. Anfragen von Journalisten werden grundsätzlich ignoriert." Es sind milliardenschwere Interessen im Spiel.

In der Telstra Studie wurde nachgewiesen, dass durch die Strahlung der Mobiltelefone bei Mäusen die Tumorrate mehr als verdoppelt wird. Durchgeführt wurde die Studie von einer Arbeitsgruppe, die vom Beauftragten für elektromagnetische Felder der Weltgesundheitsorganisation, Michael Repacholi geleitet wurde. Repacholi ist ein renommierter Forscher im EMF-Bereich, ehemaliger Vorsitzender der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection, Internationale Kommission für den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung) und gegenwärtig Leiter des EMF-Projekts der WHO.

Konkret wurden die Testmäuse in einem Doppelblindversuch zweimal täglich eine halbe Stunde einer Strahlung ausgesetzt, die in Stärke und Art der eines "Handys" ähnelt. Nach 18 Monaten entwickelten sie 2,4 mal häufiger Krebs, als die Vergleichsgruppe.
Mediziner und Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York, warnt vor Handys und Sendemasten:

Der Mediziner Marco F. Paya, Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York und Experte für elektromagnetische Felder, weist in einem Interview mit der Zeitung La Verdad darauf hin, dass der menschliche Körper Schäden erleiden könne, wenn er dauerhaft Mobilfunkstrahlung ausgesetzt sei. Auch wenn das Mobiltelefon nur im Bereitschaftsmodus sei und man nicht ständig telefoniere, wäre es trotzdem schädlich, das Handy regelmäßig Wellen ausstrahle, die es mit der nächstgelegenen Antenne verbinden. Nach seinen Worten lägen weltweit Studien vor, die einen Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung und einer hohen Embryonensterblichkeit zeigten. Außerdem käme es zu einer Abnahme der wichtigen G-Immunoglobulin-Hormone, die direkten Einfluss auf die Fähigkeit unseres Organismus zum Abbau von Stress hätten. Eine Abnahme dieser Hormone würde die Fähigkeit des Organismus zum Stressabbau schwächen. Das Risiko für Grauen Star und Tumoren im Auge würde sich erhöhen. Bereits kurzfristig würde die Strahlung Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit verursachen. Kinder und Jugendliche sollten Handys überhaupt nicht benutzen, da sie noch im Wachstum seien und es zu Missbildungen in ihrem Gehirn kommen könne. Schwangere müssten den Gebrauch ebenfalls einschränken. Headsets würden auch nichts nützen, da sich dadurch das Risiko für Hoden- und Eierstockkrebs erhöhe. Vom Telefonieren im Auto ohne Außenantenne rät Paya auch ab, da die Wellen schlecht aus dem Fahrzeug kämen und somit noch schädlicher wären. Ebenso in Fahrstühlen und Parkhäusern.

Auf die Frage, was schädlicher sei, ein Handy oder eine Antenne, antwortete Paya: "Wenn die Antenne nicht weit von Ihrem Haus weg ist, zweifellos die Antenne. Aber wenn die Antenne weiter weg ist und das Handy mehr als 6 Minuten pro Tag benutzt wird, schädigt es langsam das Gehirn."

Wissenschaftler der Universität Valencia weisen darauf hin, dass unter der Einwirkung von Mobilfunkstrahlung in der Nacht die Melatoninproduktion verringert wird und gleichzeitig andere Stresshormone sowie Testosteron verstärkt produziert würden. Diese Hormonveränderungen würden die Zellwucherungsrate beispielsweise des Brustgewebes erhöhen und das Immunsystem schwächen, wodurch das Brustkrebsrisiko steigen würde.

Selbst Georges Claude, Mitarbeiter des Schweizer Mobilfunkbetreibers Swisscom, und Vorsitzender für Umweltfragen des Sicta, des Schweizerischen Informatik- und Telekommunikationsverbandes, befürwortet einen maßvollen Umgang mit Handys. Bei den Strahlen der Mobiltelefone sei "Vorsicht geboten". "Wir behaupten nicht, dass nichts passieren kann."

Brasilianischer Professor: Handys können Krebs verursachen
Quelle: AFP/La Prensa Web (Panama), Rubrik Wissenschaft und Gesundheit,
http://mensual.prensa.com/mensual/contenido/2001/11/15/uhora/uhora_ciencia.shtml

Nachricht von Jörg Wichmann

BRASILIA, 8 (AFP) - Häufige Benutzung von Mobiltelefonen kann Krebs verursachen, betonte der brasilianische Professor Francisco de Assis Tejo von der Bundesuniversität Paraíba (Nordosten) vor der Kommission für Soziale Sicherheit und Familie der brasilianischen Abgeordnetenkammer.

Nach den Worten des Professors ist die wissenschaftliche Meinung seit einem Treffen von Wissenschaftlern 1998 in den Vereinigten Staaten davon überzeugt, dass künstliche elektromagnetische Felder schädliche biologische Effekte verursachen. Außer Krebs in verschiedenen Organen des Körpers, insbesondere im Gehirn und der Brust kann die Strahlungsexposition Depressionen, Gedächtnisverluste und beschleunigte Alterung verursachen.

Der Professor schlug der Regierung vor, eine Kommission einrichten, die sich mit den biologischen Effekten der Mobiltelefonie beim Nutzer beschäftigt, und weitergehende wissenschaftliche Studien über das Problem in Brasilien durchzuführen, um die Unternehmen zu zwingen, Geräte herzustellen, die für die Gesundheit unschädlich sind.
http://www.elektrosmognews.de/news/assistejo.htm

Bernd-Rainer Müller, Elektro-Smog-Experte des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND): "Die Studie ist ein ernstzunehmender Beleg, dass durch elektromagnetische Strahlung schwere Krankheiten begünstigt werden können. ...Die Zeit, bis die Wirkungsmechanismen genau geklärt sind, muss mit Vorsorge überbrückt werden."

Die in Deutschland gültigen Grenzwerte, ebenso wie die internationalen Grenzwertempfehlungen beruhen ausschließlich auf thermischen Effekten der HF-Strahlung und sagen nichts über eine chronische nicht-thermische Belastung aus. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass - insbesondere durch gepulste Strahlung - auch unterhalb dieser Grenzwerte Beeinträchtigungen von Wohlbefinden und Gesundheit auftreten. Die Telstra Studie ergänzt und bestätigt andere Studien, die auf gesundheitlich relevante biologische Effekte im nicht-thermischen Bereich unterhalb der offiziellen Grenzwerte für gepulste Hochfrequenz hindeuten.

Werner Hengstenberg (Endotronic) "Natürliche elektromagnetische und technische Strahlung sind nicht identisch. Die natürliche ist als unverzichtbare Lebensgrundlage anzusehen genauso wie sauberes Wasser, saubere Luft und natürlicher Boden. Es gibt keinen Beweis dafür., dass der Frequenzbereich von 0 bis Infrarot in der Schöpfung als Spielwiese für moderne Technik vorgesehen ist. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wechselwirkungen elektromagnetischer Strahlungen mit Biosystemen sind nicht oder nur mit der Industriebrille durchgeführt worden. Für die Erforschung der wahren Zusammenhänge gibt es kein Geld, vorhandene Erkenntnisse werden negiert und breitere Einsichten boykottiert bis in höchste Regierungskreise.

Durch technische Vorgänge wird natürliche Strahlung konstruktiv verändert und verfälscht, pegelmäßig je nach gegebener Dominanz angehoben oder abgesenkt, wodurch die natürlichen Verhältnisse im Mikro- und Makrobereich weitgehend verloren gehen und für Biosysteme als Orientierungshilfe nicht mehr zur Verfügung stehen.
Prinzipiell gilt festzustellen, dass technische Strahlung in den Hauptaussendebereichen als Kontinuum vorhanden ist, dass sie durch immer mehr Anwendungen, durch ständig vergrößerte Pegel und dichtere Frequenzbelegung rund um die Uhr allgegenwärtig ist, insbesondere in hoch technisierten Ländern. Diese grundsätzlichen Fakten sind bei jeder speziellen Betrachtung ins Kalkül zu nehmen.

Technische Störstrahlung hat sich immer dort als besonders aggressiv erwiesen, wo ihre Struktur impulsartig ist und damit ähnlich beschaffen wie natürliche Strahlung. Jede technische Strahlung erzeugt ähnlich einem Steinwurf ins Wasser Wellen, die als so genannte "Harmonische" oder "Oberwellen" bezeichnet werden. Diese Oberwellenpegel werden von jeder technischen Strahlung kontinuierlich erzeugt und sind noch als Mikrowellenpegel mit teils erheblichen Feldstärken insbesondere in den Keulen von Sendern mit ultrakurzen Frequenzen nachweisbar".

Auffällig ist auch das fast völlige Fehlen epidemiologischer Studien, die z. B. gesundheitliche Auswirkungen in der Nähe von Sendeanlagen oder auch bei exzessiven, Mobiltelefonbenutzern untersuchen. Es ist unverständlich bzw. nur mit dem Einfluss von Lobbygruppen (Industrie) zu erklären, warum solch naheliegende Forschungen bislang nahezu gänzlich unterblieben sind und entsprechende Forschungsanträge weiterhin abgelehnt werden.

Spätestens seit der Studie von Professor Dr. Löscher u.a. (Medizinische Hochschule Hannover MHH) ist klar, dass elektromagnetische Felder bei Lebewesen Tumore fördern. Es gibt viele weitere Beeinflussungen. Krebs ist eine Spitze eines Eisbergs.
Und da es diese Gesundheitsgefahren gibt, so existieren sie nicht nur für den Teil der Bevölkerung, der diese neuen Kommunikationstechniken nutzt. Die ganze Bevölkerung ist der Strahlung ausgesetzt und ein großer Teil wird von ihr beeinflusst.
Jedes Neugeborene wird eine zigfach so starke Hochfrequenz-Landschaft vorfinden, als diejenige, die wir heute als Erwachsene (die Entwicklung des Immunsystems ist abgeschlossen) haben. Die möglichen Gesundheitsfolgen für Erwachsene durch Langzeitbelastung mit hochfrequenter Strahlung ist bis heute noch nicht abschätzbar.

Und wie steht es um unsere Kinder, die drei (3!) Mal anfälliger für elektromagnetische Strahlung sind als Erwachsene? Wer ist verantwortlich für Krebse und Krankheiten, die möglicherweise durch eine andauernde Exposition in der Nähe einer solchen Sendeantenne auftreten könnten?

In dem Vertrag von Maastricht, sind die Unterzeichnenden aufgefordert das Prinzip der Prävention in allen Entscheidungen anzuwenden.

Professor Dr. Peter Semm von der Universität Frankfurt, forschte jahrelang für die Deutsche Telekom. Bereits 1995 stellte er fest, dass bei Bestrahlung mit gepulster Hochfrequenz (D-Netz 900 Megahertz), weit unterhalb der Grenzwerte 60 Prozent der Nervenzellen falsch reagieren. Seine Studie verschwand unveröffentlicht in der Schublade. Zitat: "Wenn jemand mit dem Handy telefoniert, gehe ich mindestens 5 m weg. Ich würde mein Kind nicht in einen Kindergarten schicken, wenn sich in der Nähe eine Sendeanlage befindet."
Die Mobilfunkbetreiber sagen jedoch, die Grenzwerte sind sicher!
Professor Leif Salford, Neurochirurg der schwedischen Universität Lund: "Unsere Forschungen zeigen, dass die Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften leichter macht, in das Gehirn zu gelangen. Sezierte Rattenhirne weisen als Folge der Mobilfunkstrahlung gut sichtbare Spuren auf. Die Hirne sind übersät mit dunklen Flecken und deutlich geschädigt. Es tritt Flüssigkeit aus, verursacht eben durch diese elektromagnetische Strahlung."

Zerstörte Nervenzellen können zu neurologischen Störungen wie Vergesslichkeit, Schwachsinn oder Alzheimer führen.
"Medikamente und andere Schadstoffe, die sonst nicht durch diese Schranke kommen, finden jetzt den ungehinderten, direkten Weg ins Gehirn mit uneinschätzbaren Folgen."

Selbst bei Leistungen, die 20.000-fach unter denen eines Handys liegen, versagt die Blut-Hirn Schranke. Diese Leistungen werden von schnurlosen Heimtelefonen nach dem DECT Standard und auch Mobilfunkbasisstationen noch in großem Abstand erreicht. Mit einem schnurlosen DECT Heimtelefon hat man eine Mobilfunkbasisstation zu Hause, die 24 Stunden rund um die Uhr gepulste Hochfrequenz abgibt, auch wenn gar nicht telefoniert wird und der Hörer aufliegt.

Anlässlich des Elektrosmog-Forums in Bonn am 19./20. Oktober 1999 wurde dem Umweltminister Trittin eine Resolution übergeben, die von vielen Wissenschaftlern, medizinischen Verbänden und Umweltverbänden getragen wird. Um einen wirklichen Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten, werden in der Resolution Vorsorgewerte gefordert, die bis zu einer Milliardefach niedriger sind, als die jetzt bestehenden Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV). Weiterhin wird ein Verbot der DECT Technik gefordert. Diese Resolution wurde vom Umweltministerium sehr positiv aufgenommen.

Die Hochfrequenzforschung wird fast ausschließlich von der Industrie bezahlt. Die Studien werden von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und vor allem von der Internationalen Strahlenschutzkommission ausgewertet und diese empfiehlt Grenzwerte, die von nationalen Gremien übernommen werden. Aber selbst der Umweltausschuss des EU-Parlaments wirft in seinem Beschlussentwurf für den 8.3.99 der EU und der WHO vor, bislang die Ergebnisse einer großen Zahl wissenschaftlicher Publikationen ignoriert zu haben. Nur mit dieser Vorgehensweise kann die WHO jedoch auf den jetzt bestehenden Grenzwerten beharren.

Die Gefährdung durch niederfrequent gepulste Hochfrequenz hatten bereits in den 70-er Jahren die US-Militärs erkannt, wie aus einer geheim gehaltenen Studie jetzt bekannt wurde. Sie entschieden sich daraufhin für einen anderen, nämlich ungepulsten und damit ungefährlicheren Standard.

Professor David von der Uni Witten-Herdecke, der in Grenzwertkommissionen tätig ist, für Mobilfunkbetreiber forscht und die Mobilfunktechnik verharmlost, antwortete am 15. Juli 1999 in Schwäbisch Hall auf die Aufforderung: "Dann tun Sie etwas für die Menschen, senken Sie drastisch die Grenzwerte!" Professor David: "Wenn ich das tue, bin ich schon rausgeschmissen."

Soviel zur Unabhängigkeit der Grenzwert-Kommissionen. Der Körper reagiert auf Strahlungsintensitäten, die zig-millionenfach unter den festgelegten Grenzwerten liegen. Dieses gesicherte Wissen wird jedoch immer noch ignoriert.

Das Institut für medizinische Statistik und Dokumentation der Universität Mainz fand 2001, dass Kinder ein höheres Risiko hatten, an Blutkrebs zu erkranken, wenn sie in Räumen schliefen, in denen das Magnetfeld stärker als 0,2 Mikrotesla war. Mitautor Joachim Schüz weist daraufhin, dass Studien Gesundheitsschäden nur bei einer kontinuierlichen Belastung des Körpers mit geringen Magnetfeldstärken für möglich halten.

Dr. Bernd Lukas weist dem Elektrosmog gravierende negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu, wobei die Menschen unterschiedlich sensibel darauf reagieren würden. Der Referent rief dazu auf, nicht auf Messergebnisse, sondern auf die Alarmmeldungen des Körpers zu hören.

Krankheit werde von Anhängern der ganzheitlichen Medizin oft als eine Art Chemiemangel-Syndrom bezeichnet. Laut Lukas ist jede Krankheitsform eine bestimmte Art von Energiemangel des Körpers und seiner Zellen. Schmerz sei ein Zeichen fehlender Energie.
Leider ist die Politik bei uns nur aktiv zum Schutz der Betreiber. Die festgelegten Grenzwerte sind keinesfalls sicher und bieten viel zu wenig Schutz. Die Elektrotechnik wird geschützt, der Mensch nicht", bedauerte der Referent. Viel zu hoch seien die festgelegten Grenzwerte, die beim D-Netz bei 470 000 Nanowatt und beim E-Netz bei 9500 Nanowatt pro Quadratzentimeter liegen. Studien seriöser Wissenschaftler hätten ergeben, dass Menschen durch gepulste Hochfrequenzen schon beim einem Nanowatt pro Quadratzentimeter erkranken. Meist beginnen die Symptome mit Schlafstörungen und enden nicht selten mit Herzrhythmusstörungen, Ohrensausen, Tinnitus oder allergischen Reaktionen bis hin zu Veränderungen des Blutbilds. Verantwortlich hierfür sind nicht nur Sendeanlagen, sondern auch häusliche Schnurlostelefone.

Der Vorschlag von Herrn Zwerenz daher: "Weg mit dem Telefon oder dem Sendemasten".

Es ist wichtig, dass die Wirtschaft läuft, aber nicht auf die Kosten der Bürger", sagt Zwerenz.

Kinder sind durch das Telefonieren mit mobilen Telefonen besonders gefährdet, sagt Zwerenz. Neueren Untersuchungen zufolge könne ein zwei Minuten langes Telefonat die natürliche elektrische Aktivität des Gehirns eines Kindes bis zu einer Stunde danach verändern. In Ländern wie Spanien und England würden Kinder unter 16 Jahren aufgerufen, das Telefonieren mit Handys zu unterlassen.
Immer mehr Wissenschaftler, Mediziner und Forscher warnen daher eindringlich vor den gefährlichen Auswirkungen technischer Mikrowellen und besonders vor niederfrequent gepulsten Hochfrequenzen wie bei den D- und E-Netzen des Mobilfunks von Handys und Sendeanlagen (Basisstationen) oder den schnurlosen Heimtelefonen nach DECT Standard.

Professor Ross Adey, Loma-Linda-Universität, Kalifornien sagt: "Niederfrequent gepulste Hochfrequenzstrahlung greift tief in biologische Prozesse ein. Sie schädigt das Immunsystem."

In Italien wurde in eingeholten Gutachten von Top-Experten verschiedener medizinischer Universitäten festgestellt, dass man zwar noch keinerlei gesicherte (also genügend langfristige) Erkenntnisse besitze, doch eines stehe fest, dass die Strahlungen irreparable Schäden am Organismus des Menschen hervorrufen würden.

Bereits seit langem zeigen sich immer mehr Probleme bei Mensch und Tier nach der Installation von Mobilfunksendeanlagen. Der Mensch reagiert nachweislich bereits auf Strahlungsintensitäten, wie sie noch in mehreren Kilometern Entfernung von Sendeanlagen erreicht werden.

"Mobilfunkanlagen geraten wegen der von ihrer gepulsten hochfrequenten Strahlung ausgehenden Gefahren zunehmend in die Kritik. Die davon ausgelösten Gesundheitsschäden wie die Schädigungen von Hirnzellen und der Erbsubstanz sowie Blutbildveränderungen sind bestens dokumentiert", sagte der Atomphysiker Prof. Klaus Buchner im Februar 2002.
"Es gibt Leute, die sagen, der jetzige Mobilfunk ist der größte Massenversuch am Menschen, den man sich vorstellen kann. Und ganz so abwegig ist die Geschichte ja nun nicht" sagte Professor Dr. Günther Käs, Hochfrequenzwissenschaftler der Bundeswehr Universität Ulm.

In weltweit Tausenden von Studien renommierter Wissenschaftler wurde in weitestgehender Übereinstimmung festgestellt und nachgewiesen, dass niederfrequent gepulste Hochfrequenzen an der Begünstigung und Auslösung folgender gesundheitlicher Störungen beteiligt sind: Erhöhte Allergieanfälligkeit, Depressionen, Anstieg der Stresshormone (Dauerstress), übersteigerte Gehirnaktivität, Bluthochdruck, Gelenk- und Knochenschmerzen, Hautausschläge, Nervosität, Herz-Rhythmus-Störungen, Ohrensausen / Tinnitus, geschädigtes Immunsystem, Parkinson, Juckreiz, Potenz- Fruchtbarkeitsprobleme, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen (Wach-Schlaf-Rhythmus), beschleunigtes Wachstum von Krebszellen, Schwindelanfälle, Kopfweh / Migräne, Sehstörungen (grauer Star), Metallempfindlichkeit (Zahngold, Amalgam), Selbstmord-Neigung, chronische Müdigkeit, Sinneszellen-Überreizung, Myelin-Abbau (Schutzschicht im Gehirn), Veränderung des Blutbildes, Asthma, Vergesslichkeit/Alzheimer/Schwachsinn.

Prof. Santini, Frankreich (die Gesundheitsbehörde hat ihn vor die Wahl gestellt, entlassen zu werden oder zu schweigen) kommt bei einer Analyse von 530 Personen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben (unter 10 Meter bis über 300 Meter), zu dem
erschütternden Ergebnis, dass folgende Symptome vermehrt auftreten: Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfweh, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Neigung zu Depression, Unwohlsein, Konzentrations-Schwierigkeiten, Gedächtnisverlust, Haut-Probleme, Sehstörungen, Hörstörungen, Schwindel, Störungen des Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf-Probleme.

Für Dr. Ulrich Warnke, Leiter des Instituts für technische Bio- und Umwelt-Medizin von der Universität Saarbrücken, besteht der begründete Verdacht, dass durch den Mobilfunk die Gesundheit stark beeinträchtigt wird. "Wir haben Anlass zur Sorge". 62 Millionen Menschen telefonieren in Deutschland mobil, 171 000 Antennen an 40 000 Standorten sorgen dafür, dass man überall erreichbar ist sagte Dr. Warnke bei einer Informationsveranstaltung in der Bezirksärztekammer in Trier im Februar 2002. Das ist lebensgefährlich. "Die Industrie muss reagieren statt ignorieren", so der Tenor. Seit 1971 befasst sich Warnke mit den Wirkungen von Sendeanlagen, Mikrowellen und Handys auf die menschliche Gesundheit. Ihm geht es um elektromagnetische Schwingungen, hoch- und niederfrequente, denen der Mensch auf natürlichem und künstlichem Wege ausgesetzt ist. Diese Schwingungen können an die körpereigenen Schwingungen ankoppeln, werden also von den Zellen absorbiert und erhalten somit Resonanzmöglichkeiten. Das könne, warnt Warnke, Funktionsstörungen verursachen. "Der Kopf hat eine besonders gute Resonanz." Betroffene sind rechtlos, schutzlos und hilflos. Dabei ist die "freiwillige Nahfeldexposition", so nennt der Wissenschaftler das Telefonieren mit Handy, das geringere Übel. Für wesentlich gefährlicher hält er die Dauer-Bestrahlung durch Mobilfunk-Stationen.

"Mobilfunkstationen sind mit Abstand unsere stärkste Emissionsquelle", deren Grenzwerte der Staat auf Empfehlung von staatlicher und internationaler Strahlenschutzkommission fest. Dr. Ulrich Warnke kennt diese Spezialisten und behauptet, dass in der Kommission Fachleute aus der Betreiberindustrie sitzen. Niedrige Grenzwerte sind für Warnke technisch machbar. Draußen funktioniere das Handy auch bei geringer Strahlung, und in Gebäuden müsse man eben analog telefonieren.

Konkret: Wer sein Handy benutze, riskiere Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen und Hirntumore, sagt Warnke, und warnt vor Schlaf- und Denkstörungen, Lernproblemen, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leukämie und andere Tumoren.

Übrigens: Einige unserer Mitglieder können einen Großteil dieser Symptome und Erkrankungen durch Jahre leidvoller Erfahrungen bis hin zur Berufunfähigkeit bestätigen.

"Mobilfunkkrebs erfasst Deutschland: Massenhafte Häufungen von Leukämie und Gehirntumor in der Nähe von Mobilfunkantennen". Quelle: Recherchen von Jörg Wichmann, Natur + Umwelt, 25.01.2002

Krebsskandal in Spanien weitet sich aus!

Inzwischen sind an zwei Schulen und in benachbarten Häusern offenbar bereits über 30 Menschen an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt seitdem in direkter Nachbarschaft Mobilfunksender
errichtet wurden.

Die Verantwortlichen aus Politik und Industrie versuchen seit einiger Zeit verzweifelt, eine andere Ursache für die "rätselhaft" vielen Erkrankungen der Schulkinder zu finden, hatten aber damit aber
keinen Erfolg ..."

Im spanischen Valladolid wurden zu Jahresbeginn 36 Mobilfunkantennen, die sich in der Nähe einer Schule befanden, per Gerichtsbeschluss stillgelegt. Mediziner hatten in ihnen die mögliche Ursache dafür gesehen, dass innerhalb kürzester Zeit vier Schüler an Krebs erkrankten."

Quelle: http://www.esmog-augsburg.de

Das portugiesische Bildungsministerium kündigte am 15.02.02 (Quelle: Europa Press) seine Absicht an, die Entfernung sämtlicher Mobilfunkantennen von allen Schulen anzuordnen. Dies sei eine vorbeugende Maßnahme angesichts der Sorgen der Eltern nach den Kinderkrebsfällen, die in der spanischen Schule García Quintana, Valladolid, aufgetreten sind. An einer Grundschule in Valladolid sind von 500 Schülern 11 an Leukämie und Kinderkrebs tödlich erkrankt. Grund: rings um die Schule stehen 13 Mobilfunksender. Die (viel zu hohen) EU-Grenzwerte waren zu keiner Zeit überschritten und andere Gifte wurden nicht gefunden!

Die warnenden Stimmen von Wissenschaftlern vor der neuen UMTS-Technik für Mobiltelefone mehren sich. So fordert der Frankfurter Biophysiker Professor Werner Mäntele in der Frankfurter Rundschau vom 20.02.2002 sogar den Verzicht auf die neue Handy-Generation, bis die Wirkung der elektromagnetischen Strahlung auf den menschlichen Organismus erforscht ist. "Derzeit haben wir 40 Millionen Versuchskaninchen in Deutschland", sagte Professor Mäntele im Gespräch mit der FR. "Die Quittung werden wir vielleicht in ein paar Jahren haben." Den Menschen seien "Handys in die Hand gedrückt worden", obwohl noch keine genauen Erkenntnisse über die medizinischen Folgen bekannt seien.

Der Politik wirft Biophysiker Mäntele Verantwortungslosigkeit vor. "Die Gier war größer als die Vorsicht", sagte er mit Blick auf die Milliarden-Einnahmen bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Den momentan gültigen Grenzwerten für die elektromagnetische Strahlung von Mobilfunk-Sendeanlagen räumt Mäntele keine große Aussagekraft ein. Grund: Die Grenzwerte seien "extrapoliert", das heißt: von anderen Sendeanlagen auf die Mobilfunk-Technik übertragen. "Das ist so, als wenn man einen Ochsenkarren mit einem Auto vergleicht." Es gebe "Verdachtsmomente, dass gewisse Frequenzen in Zellen Resonanzen erzeugen". Bevor diese Frage geklärt sei, sollte nach Meinung des Professors die UMTS-Technik nicht auf den Markt gebracht werden. Besonders Kindern sollte man kein Handy ans Ohr halten."

Auch Tiere sind gefährdet:

"Zu alarmierenden Ergebnissen führte auch die im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums erarbeitete bisher weltgrößte Studie über Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkanlagen." Professor Eike Georg Hensch vom Biophysikalisches Forschungsinstitut in Nienburg: "Langfristig können die technisch erzeugten Schwingungen - auch bei geringsten Intensitäten unterhalb der Grenzwerte - das natürliche Gefüge quarzhaltiger Steine (Sandstein, Granit etc.) nachhaltig stören. Obwohl die Luftverschmutzung in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, zerfallen unsere historischen Kirchenbauten derzeitig rapide. Quarze geraten durch die unharmonische Fremdeinwirkung dieser Sendesysteme in Schwingungen und das mikroskopisch feine Gefüge und damit die Gesamtfestigkeit des Steins leidet."

Angesichts dieser Erkenntnisse und der mit der UMTS-Technik drohenden Ausweitung des Sendernetzes will der Verein Bürgerwelle seine Aufklärungsbemühungen bundesweit verstärken. In Deutschland gibt es inzwischen bereits 11000 Bürgerinitiativen, die sich gegen Mobilfunkanlagen in ihrer Umgebung wehren. Zu deren Kernforderungen gehört, Sendeanlagen nicht in der Nähe von Wohngebieten zu errichten und die Grenzwerte für die Strahlung drastisch zu senken.

Der jetzige Zustand ist bereits mehr als dramatisch und nicht mehr tragbar Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland haben die Bürger das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Diesem muss wieder Geltung verschafft werden.

Unser Wunsch an Sie: Helfen Sie mit zu helfen. Senden Sie dieses Informationen an Personen die Sie kennen. Alle Menschen haben ein Recht auf Information. Nur wenn alle mitmachen, können wir uns selbst und die Zukunft unserer Kinder schützen. Helfen Sie mit, damit das schlimmste noch verhindert werden kann und es nicht soweit kommt wie bei Asbest, Contergan, PCB und vielen anderen industriefreundlichen aber menschen- und überlebensfeindlichen Produkten.

Bürgerwelle e.V. (Sprecher des Vorstands: Siegfried Zwerenz) Lindenweg 10, 95643 Tirschenreuth, Tel. 09631-795736, Fax -795734).

http://omega.twoday.net/stories/293807/

UMTS-SENDER

Von Sebastian Knauer

Angesichts wachsender Proteste verkaufen findige Unternehmen getarnte Mobilfunk-Sender. Doch trotz Antennen-Mimikry fallen die Immobilien-Preise in der Nachbarschaft - aus Angst vor Gesundheitsschäden.

Die Marienkirche im sachsen-anhaltinischen Wittenberg ist ein ehrwürdiges Bauwerk. Seit der Reformationszeit erheben sich die Doppeltürme über dem zentralen Platz der Stadt. Unter der Dachkante des rechten Glockenturms ist hinter einer farbangepassten Spezialplatte im Mauerwerk modernste Technik versteckt: eine leistungsstarke Richtfunkantenne für den Mobilfunk.

Eine clevere Lösung fand auch eine Kirchengemeinde im baden-württembergischen Stuttgart-Sommerain. Um alle vier Himmelsrichtungen mit leistungsstarken Richtfunkantennen abzudecken, wurde ein kupfergedeckter Turm nachgerüstet. Hinter dem Imitat aus glasfaserverstärktem Kunststoff pulst die Antenne für den Handy-Empfang.

„Vom bloßen Anblick bedroht“

Der Kirchenvorstand nahm bei einem Besichtigungstermin die trickreich versteckte Technikanlage ab. „Unser Auftraggeber war sehr zufrieden“, erinnert sich Heiner Jahn von der Gelsenkirchener Firma Nautico, „nur die Nachwitterung des grünen Kupfers macht noch Probleme.“ Während sich bundesweit rund 1500 Bürgerinitiativen gegen die Aufstellung zusätzlicher Mobilfunkmasten organisiert haben, gehen die Hersteller ganz neue Wege. „Antennen, die man nicht sieht“, verspricht etwa die Dresdner Firma TeleCommunikation Service, die „Antennenhüllen“ vertreibt. Damit werde die „Nutzung sensibler und exponierter Standorte“ möglich, bei denen Anwohner oder Eigentümer sich „schon vom bloßen Anblick der Antennen bedroht fühlen.

Das Mobilfunk-Mimikry soll den wachsenden Widerstand gegen die vermutete Strahlengefahr brechen. Ob die Strahlen tatsächlich schädlich sind, darüber streiten Experten aber so heftig wie auf kaum einem anderen Gebiet der Umweltforschung. Die weltweit rund tausend bislang erstellten Studien über Krebsgefahren, Gewebeschädigungen oder Zellveränderungen durch die relativ junge Technik ergeben immer noch kein klares Bild.

Mit dem Aufbau des UMTS-Netzes gewinnt die alte Gefahren-Debatte jedoch neue Brisanz. Von den Betreibern werden die Folgewirkungen des neuen Mobilfunkstandards zwar als unproblematisch angesehen. „Wir bleiben unter den Grenzwerten“, sagt etwa Fritz Lauer, Leiter der Umwelttechnik von T-Mobile, „auch wenn sich die Gesamtbelastung um 50 Prozent erhöht.“ Anders als bei dem bereits eingeführten Mobilfunk-Netz nach dem Standard GSM vermindert sich die Belastung aus den Endgeräten, da die elektromagnetischen Wellen in kleinen Paketen verschickt werden.

UMTS-Aufbau um Monate zurück geworfen

Doch dafür muss die Republik flächendeckend mit neuen Sendemasten zugestellt werden. Fachleute gehen von 100.000 neuen oder aufgerüsteten Richttürmen und Antennen aus, die demnächst vor allem in Wohngebieten montiert werden müssen. „Gute Standorte sind schon heute knapp“, urteilt Antennenfachmann Jahn.

Versteckspiele mit Nautico: Die Angst vor dem Elektrosmog öffnet neue Geschäftsfelder

Für den O2-Chef Rudolf Gröger haben die Proteste den Zeitplan für den Aufbau des teuer bezahlten UMTS-Netzes jetzt schon „um drei Monate“ zurückgeworfen. Nachdem jetzt selbst die Handy-Hochburg München öffentliche Gebäude für neue Sendemasten gesperrt hat, kommen die Betreiber und möglicherweise demnächst die Bundesregierung unter Druck.

Milliarden-Rückforderungen angedroht

Einerseits habe der Staat rund 50 Milliarden Euro für die UMTS-Lizenzen kassiert. Doch jetzt stocke der Aufbau der notwendigen Netze auch durch kommunalen Einspruch. Schon droht O2-Chef Gröger mit der Rückforderung der Milliarden, denn nach dem UMTS-Vertrag müssen bis Ende 2003 mindestens 25 Prozent der Bevölkerung erreicht werden - sonst kann die Lizenz entschädigungslos zurück gegeben werden.

Um doch noch die nötigen Sende-Standorte zu finden, durchkämmen eigens geschulte Nautico-Mitarbeiter im Auftrag der Kommunikationskonzerne Stadt für Stadt. Diskret werden dann Vorverhandlungen mit den Eigentümern zur Errichtung eines Antennenturms geführt. „Je höher umso besser“, sagt Nautico-Chef Jahn.

Im Münchener Stadtteil Schwabing bekommt ein Bäckermeister in der Kaiserstraße 11 nach eigenen Angaben monatlich rund 340 Euro für die Aufstellung eines MobilCom-Turms auf einem seiner Mietshäuser. Er hat einen Zehnjahresvertrag geschlossen, der insgesamt 40.000 Euro einbringt. Proteste der Mieter aus der Nachbarschaft beantworte der Bäcker mit der Einschätzung: „Eine Aspirin ist gefährlicher“.

Wohnungen „schlecht vermittelbar“

Die Aufstellung von Mobilfunkanlagen kann aber auch zum Verlustgeschäft werden. „Solche Objekte werden von Käufern zunehmend gemieden“, urteilt der Münchner Makler Hubertus von Medinger. „Wenn sich das rumspricht, werden die Masten schnell wieder schnell verschwinden“. Als „schlecht vermittelbar“ gelten inzwischen eigengenutzte Wohnbauten auch in der Nähe von Sendemasten. „Ich würde da bei alternativen Angeboten auch nicht kaufen“ sagt der Vorsitzende des Haus -und Grundbesitzervereins München, Rudolf Stürzer. Richtig teuer wurde die Entscheidung eines Immobilienverkäufers in München-Solln, noch schnell vor dem Verkauf einen Nutzungsvertrag für eine Mobilfunkanlage abzuschließen. Den Preis der denkmalgeschützten Gründerzeitvilla musste er wegen der Antenne um 300.000 Mark senken.

http://www.buergerwelle.de/d/doc/aktuell/crash.htm

Mobilfunkbranche vor dem Crash?

Mobilfunkbranche vor dem Crash: Gesundheitswarnungen aus allen Richtungen!

Quellen für diesen Artikel: Kölner Stadtanzeiger (18.03.02), Neue Luzerner Zeitung (20.03.02), Sat1-Videotext, Seite 114 (18.03.02), La Verdad (15.03.02, Interview mit Marco F. Paya, Mediziner und Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York) sowie neue Studie der Universität Valencia

Zusammengestellt von Jörg Wichmann

Massive Warnungen vor Handys und Mobilfunksendern - Ärzte, Behörden und Ministerien weisen auf erhebliche Gesundheitsrisiken hin

Paris: Der französische Gesundheitsminister Bernard Kouchner hat in Paris vor einem allzu unbedenklichen Umgang mit dem Handy gewarnt. Folgende Empfehlungen sprach der gelernte Arzt aus: Grundsätzlich sollte man das mobile drahtlose Telefon nicht all zu lange benutzen - vor allem nicht in geschlossenen Einrichtungen wie Fahrstühlen, unterirdischen Parkhäusern oder in Autos. telefoniere. Schwangere Frauen, so der Minister, sollten ihr Handy nicht dicht am Körper bei sich tragen. Der Apparat sollte in jedem Fall möglichst fern vom Genitalbereich sein. Gespräche sollten möglichst kurz gehalten werden.

Als erste Stadt in Frankreich hat die Verwaltung von Narbonne das Handy in Kindergärten, in Vor- und in Hauptschulen verboten. Gar eine Broschüre mit Verhaltensregeln will die französische Regierung für die 35 Millionen Handybenutzer im Land herausgeben.

Mirjana Moser vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit in der Neuen Luzerner Zeitung: «Wir empfehlen, Handys nicht in der Hosentasche zu tragen - dies gilt besonders für Jugendliche.» Denn die Mikrowellen könnten vor allem bei jungen Männern den Genitalbereich erwärmen. «Ist diese Erwärmung zu stark, kann dies zu Sterilität führen.»

Dass Handystrahlen gesundheitsschädlich sein könnten, ist für Hans-U. Jakob keine Frage, sondern eine Tatsache. Der Präsident der Schweizerischen Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener sagt denn auch klar, wo Handys seiner Meinung nach hingehören: «In den Abfalleimer.» Dass das Bundesamt für Gesundheit derselben Meinung wie die französische Regierung ist, ist für Jakob «ein Schritt in die richtige Richtung», über den er sich erstaunt zeigt. Noch gebe sich der Bund aber zu vorsichtig. «Die Warnungen müssen öffentlich kommuniziert werden», fordert der 63-Jährige.

Selbst Georges Claude, Mitarbeiter des Schweizer Mobilfunkbetreibers Swisscom, und Vorsitzender für Umweltfragen des Sicta, des Schweizerischen Informatik- und Telekommunikationsverbandes, befürwortet einen maßvollen Umgang mit Handys. Bei den Strahlen der Mobiltelefone sei „Vorsicht geboten“. „Wir behaupten nicht, dass nichts passieren kann.“

Die britische Regierung hat im Januar dieses Jahres bekannt gegeben, rund 6 Millionen Euro für die Erforschung von biologischen Effekten von Mobiltelefonen und Sendemasten auf den menschlichen Körper zu investieren. Weitere 6 Millionen Euro steuert die Industrie bei. Untersucht soll in den nächsten vier Jahren unter anderem werden, ob das Benutzen eines Handys das Risiko erhöht, an einem Gehirntumor oder an Leukämie zu erkranken.

Schweiz fordert unabhängige Forschung

Für solche vom Staat mitfinanzierten wissenschaftlichen Untersuchungen fehle in der Schweiz das Geld, sagt Mirjana Moser. Dafür soll eine Forschungskooperation von der ETH und den Mobilnetzanbietern ausgebaut werden, die sich der Frage der Schädlichkeit von elektromagnetischen Wellen annimmt. «Wir wollen die Kooperation in eine Stiftung umwandeln, in der auch Umweltorganisationen mitreden können und bei der das Finanzielle und die Organisation strikte getrennt sind.» Damit unabhängige Untersuchungen garantiert seien, sagt Moser.

Mediziner und Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York, warnt vor Handys und Sendemasten

Der Mediziner Marco F. Paya, Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York und Experte für elektromagnetische Felder, weist in einem Interview mit der Zeitung La Verdad darauf hin, dass der menschliche Körper Schäden erleiden könne, wenn er dauerhaft Mobilfunkstrahlung ausgesetzt sei. Auch wenn das Mobiltelefon nur im Bereitschaftsmodus sei und man nicht ständig telefoniere, wäre es trotzdem schädlich, das Handy regelmäßig Wellen ausstrahle, die es mit der nächstgelegenen Antenne verbinden. Nach seinen Worten lägen weltweit Studien vor, die einen Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung und einer hohen Embryonensterblichkeit zeigten. Außerdem käme es zu einer Abnahme der wichtigen G-Immunoglobulin-Hormone, die direkten Einfluss auf die Fähigkeit unseres Organismus zum Abbau von Stress hätten. Eine Abnahme dieser Hormone würde die Fähigkeit des Organismus zum Stressabbau schwächen. Das Risiko für Grauen Star und Tumoren im Auge würde sich erhöhen. Bereits kurzfristig würde die Strahlung Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit verursachen. Kinder und Jugendliche sollten Handys überhaupt nicht benutzen, da sie noch im Wachstum seien und es zu Missbildungen in ihrem Gehirn kommen könne. Schwangere müssten den Gebrauch ebenfalls einschränken. Paya empfiehlt, auf keinem Fall neben einem eingeschalteten Handy auf dem Nachttisch zu schlafen. Das Handy müsste vom Kopf entfernt und möglichst ausgeschaltet werden. Headsets würden auch nichts nützen, da sich dadurch das Risiko für Hoden- und Eierstockkrebs erhöhe. Vom Telefonieren im Auto ohne Außenantenne rät Paya auch ab, da die Wellen schlecht aus dem Fahrzeug kämen und somit noch schädlicher wären. Ebenso in Fahrstühlen und Parkhäusern. Auf die Frage, was schädlicher sei, ein Handy oder eine Antenne, antwortete Paya: „Wenn die Antenne nicht weit von Ihrem Haus weg ist, zweifellos die Antenne. Aber wenn die Antenne weiter weg ist und das Handy mehr als 6 Minuten pro Tag benutzt wird, schädigt es langsam das Gehirn.“

Wissenschaftler der Universität Valencia weisen darauf hin, dass unter der Einwirkung von Mobilfunkstrahlung in der Nacht die Melatoninproduktion verringert wird und gleichzeitig andere Stresshormone sowie Testosteron verstärkt produziert würden. Diese Hormonveränderungen würden die Zellwucherungsrate beispielsweise des Brustgewebes erhöhen und das Immunsystem schwächen, wodurch das Brustkrebsrisiko steigen würde.

www.buergerwelle.de
Spiegel-Online 28.05.02

http://www.buergerwelle.de/d/doc/aktuell/crash.htm

Radar, Natel und Richtfunk

http://www.e-smog.ch/kurs_messtechnik/kapitel_iv/4/4.htm

19
Feb
2005

Bei Anruf Demenz

Übrigens nehme ich den Aufruf der Bürgerwelle sehr ernst und bin im Rahmen meiner Möglichkeiten als Warnerin vor Handystrahlen in meinem Kreis recht erfolgreich. Wenn jeder in seinem Bekannten- und Verwandtenkreis als Multiplikator tätig ist, kann in der Summe viel dabei heraus kommen. Sehr viele Menschen wissen immer noch nicht was sie da für HF-Geräte im Hause haben und sind dankbar für Informationen.

Helga Günther


19.FEB 05 MAGAZIN

Frankfurter Rundschau

Moden

Bei Anruf Demenz

TEXT: Tobias Moorstedt

Die Mode ist ein Feld voller Tretminen. Selten meinen die Dinge das, was sie auf den ersten Blick sagen. Man muss die Zeichen zu deuten wissen.

Heute: Handy-Klone

Ein Telefonanruf kann schmerzhaft sein. Auf dem Handy-Display sitzt ein blass-weißer Frosch, friedlich und ruhig. Immer aber wenn ein ankommender Anruf das Mobiltelefon erschüttert, springt die animierte Tierfigur auf, als hätte man ihr eine Chilli-LSD-Injektion verpasst: Der Frosch beginnt zu halluzinieren, plappert, brabbelt, wackelt mit den Armen, die Augen verdreht, die Zunge am Kinn, hallo, ein Anruf, hallo, Alarm!

Mobiltelefone sind zu Multimedia-Geräten mutiert, können Videos, Bilder und Musik abspielen. Ganz oben in der Handy-Hitparade stehen jedoch keine Videoschnipsel von den üblichen Stars wie Nelly oder Xtina, sondern der so genannte „bekloppte Frosch“, das Nashorn „Spike“ oder das Kücken Sweety“. Kleine, hässliche Animationen aus der Klonwerkstatt des Computers. „MTV mobile“ macht in der Very Heavy Rotation der Werbepause die Kakerlake „Roque“ zur zentralen Identifikationsfigur. Und beim Marktführer „Jamba“ sind unter der Rubrik „Stars“ neben Usher und Beyoncé auch Sweety und Spike aufgelistet, gleichwertig und gleichberechtigt, als Ikonen des mobilen Unterhaltungszeitalters.

Die Handy-Tiere sind keine niedlichen Kuschel-Kreaturen, sondern übergewichtige Dickhäuter, Nager, Ungeziefer. Um ihre schrillen Techno-Kompositionen zu vermarkten, brauchen die Klingelton-Dealer ein Gesicht. Doch im mobilen Markt ist die Aufmerksamkeitsspanne besonders kurz, man muss auffallen, und das macht man nicht mit einem perfekt modellierten Gesicht, sondern mit verzerrten Zügen, Fratzen, Grimassen, den digitalen „Freaks of nature“.

Aber ist nicht Mut zur Hässlichkeit der Anfang jeder popkulturellen Bewegung? Und David Bowie hat in einem Interview mal gesagt: „ Jedes Medium bringt auch eine neue Art von Popstar hervor.“ MTV hat die Musik ins Fernsehen gebracht, und das Auge wurde wichtiger als das Ohr, das Image wichtiger als ein schöner Ton. Nun schlüpft die Musik in das Telefon und wieder entsteht ein neuer Star – schneller, greller, heller. Roque, Sweety und der bekloppte Frosch sind Stars der dritten oder vierten Art. Für die Strategen der Musikindustrie ist das eine positive Entwicklung. Die digitalen Kreaturen sind angenehme Arbeitnehmer. Beschwerden über lange Arbeitszeit und fehlende Privatsphäre sind nicht zu erwarten. Optische Korrekturen führt man ohne Blutverlust im Photoshop-Programm durch. Und das Beste: Spike und Smash sind beliebig zu vervielfältigen. Jeder kann sie besitzen und in der Hosentasche herumtragen. Bis das nächste Update kommt und der veraltete Popstar einfach gelöscht wird. „Popmusik nimmt gesellschaftliche Entwicklungen vorweg“, hat Jacques Attali gesagt.

Was nun in Zukunft blüht, zeigt vielleicht eine Studie der Lunds-Universität in Malmö. Bei Tierversuchen fanden die Wissenschaftler heraus, dass handyartige Strahlen Nervengewebe schädigen und Alzheimer auslösen könnten. Frosch, Kakerlake und Ratte sind perfekte Haustiere für die Generation Demenz. In 20 Jahren tanzen die hässlichen Tiere ein endloses Ringelreihen in unserem Kopf, und wir werden gefangen sein, in einem Alptraum aus scheppernden Glocken und blinkenden Lichtern – immer erreichbar, aber leider nicht mehr ansprechbar.
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Wenn das Telefon krank...
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Familie Lange aus Bonn...
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Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
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Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
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Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
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Starmail - 27. Nov, 11:08

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