8
Nov
2004

Weltweites Moratorium gegen genveränderte Bäume

Offene Erklärung für das UN Forum on Forests

Weltweites Moratorium gegen genveränderte Bäume

Zum Appell
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Liste der Unterstützer
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Wir, die Unterzeichner, möchten darauf hinweisen, dass Staatsführer aus aller Welt in der Rio-Konvention über Biodiversität erklärten, dass sie sich des der Biodiversität inne wohnenden Wertes und des ökologischen, genetischen, sozialen, ökonomischen, wissenschaftlichen, erzieherischen, kulturellen, ästhetischen und Freizeitwertes der Biodiversität und ihrer Bestandteile bewusst waren. Ebenso waren sie sich der Wichtigkeit von Biodiversität für die Evolution und die Aufrechterhaltung lebenserhaltender Systeme der Biosphäre bewusst und betonten, dass der Schutz der Biodiversität im gemeinsamen Interesse der gesamten Menschheit lag.

Uns ist bewusst, dass Wälder ein wesentlicher Faktor zur Erhaltung des Klimas sowie des Aufbaus der Atmosphäre sind.

Wir stellen fest, dass die Wälder, ebenso wie die Ozeane, für die Verschiedenartigkeit des Lebens auf unserem Planeten entscheidend sind und diese Verschiedenartigkeit ist das Ergebnis eines Millionen von Jahren dauernden Evolutionsprozesses, der es den einzelnen Arten ermöglichte, sich an die sie umgebenden Ökosysteme anzupassen, und den Ökosystemen, sich an das umgebende Klima anzupassen.

Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass die genetische Diversität innerhalb einer Art einen Teil des Grundkapitals der Evolution darstellt und es dieser Art ermöglicht, in sich verändernden Bedingungen zu überleben, während die Diversität der Arten innerhalb eines Ökosystems zu dem Vermögen des Ökosystems gehört und es diesem möglich macht, sich an einen Klimawandel anzupassen.

Wir stellen fest, dass die im Rahmen der unter Führung der UN stehenden Kyoto-Gespräche getroffene Entscheidung der Zulassung eines Einsatzes genmanipulierter Bäume zur Anpassung an die Klimaveränderung im Gegensatz zu den Prinzipien der Konvention über die Biodiversität steht. Der Versuch, Klimaveränderungen durch die Aufzucht genmanipulierter Bäume zu bekämpfen würde weltweit zur Schaffung riesiger Plantagen genetisch modifizierter und geklonter Bäume führen. Dies würde enorme Verluste im Bereich der Biodiversität bedeuten, während die genmanipulierten Monokulturen Krankheiten, Schädlingen, und auch den Auswirkungen des Klimawandels selbst ausgesetzt wären.

Wir glauben dass die Risiken für die biologische Sicherheit, die mit der Einführung von genmanipulierten Bäumen verbunden wären, sich über Staatsgrenzen wie auch über Generationen hinweg erstrecken würden und dass man diese Risiken daher beim gegenwärtigen Wissensstand nicht eingehen sollte. Studien in Populationsgenetik zeigen, dass der genetische Austausch zwischen Bäumen sich über ganze Kontinente erstrecken kann. Es besteht ein wirkliches Risiko, durch die Einführung genmanipulierter Bäume eine Kontamination mit gentechnisch manipuliertem Material auszulösen, die sich über die gesamte Walddecke unseres Planeten ausbreiten könnte. Andere ökologisch bedenkliche Szenarien gehen von einer Stoffwechselunverträglichkeit der genmanipulierten Bäume mit ihrem ökologischen Umfeld sowie von einer Übertragung genetisch veränderten Materials auf Viren und Bakterien aus.

Aus den oben genannten Gründen fordern wir die Welt auf, die Einführung von genetisch veränderten Bäumen abzulehnen.

Unserer Meinung nach sollten wir uns in die umgekehrte Richtung bewegen. Anstatt Plantagen mit genmanipulierten Bäumen einzurichten, sollten wir darum bemüht sein, der Walddecke unseres Planeten wieder zu ihrem ehemaligen Reichtum und Überfluss zu verhelfen.

Gesunde und vitale Wälder mit unterschiedlichen Arten können die Fähigkeit unseres lebendigen Planeten, sich der gegenwärtigen Klimaveränderung anzupassen, am ehesten sichern. Sie stellen außerdem die beste Grundlage für eine vielfältige, gesunde und vitale Forstwirtschaft dar, jetzt und in Zukunft.

(Übersetzung: Pro REGENWALD, Petra Fischbäck)

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