14
Okt
2004

Bürger-Protest gegen Sendemast im Ort

Laubenheimer nach Vortrag über Gefahren einig, dass sie Mobilfunkanlage nicht wollen

Vom 13.10.2004


jsp. LAUBENHEIM In Laubenheim regt sich massiver Widerstand gegen die Absicht eines - bisher nicht genannten - Mobilfunkbetreibers, im Ort einen Sendemast aufzustellen. So hat sich eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, mit dem Ziel, die Aufstellung der Sendeanlage inmitten der Ortslage zu verhindern.

Mit gehörigem Druck, unter anderem einer Unterschriftenliste, wollen die Bürger den Gemeinderat dazu bewegen, den vom Betreiber im August gestellten Bauantrag auf seiner nächsten Sitzung abzulehnen.

Der von der BI eingeladene Diplom-Ingenieur Friedbert Lohner, Sprecher des Arbeitskreises Elektrosmog beim BUND, informierte die zahlreichen Bürger in der Naheblickhalle über mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch diese Anlage.

"Gibt es überhaupt biologische Auswirkungen auf den Menschen?" , diese Frage stand im Mittelpunkt. Dass die von den Sendemasten ausgehende hochfrequente Strahlung biologische Auswirkungen auf den Menschen habe, darüber seien sich alle Wissenschaftler einig, stellte Lohner klar. Gestritten werde lediglich über die Höhe der für den Menschen verträglichen Strahlendosis. Hier gäbe es jedoch ein großes Missverhältnis bei den in verschiedenen Ländern gültigen Grenzwerten. So liege der zulässige Grenzwert in Deutschland (5 bis 10 Millionen Mykrowatt pro Quadratmeter) um das 125-fache über dem in der Schweiz (40000). Renommierte Wissenschaftler hielten jedoch einen Wert von höchstens 5 bis 10 Mykrowatt für verträglich. Bereits bei 10 bis 100 Mykrowatt würden gesundheitliche Probleme auftreten. Wenn die elektromagnetische Strahlung der Sender auf den Menschen aufträfe, beeinflusse diese die Nervenbahnen, denn die vom Nervensystem verwendete Pulsfrequenz liege im selben Bereich wie die der hochfrequenten Strahlung. Neben der Signalstärke seien die verwendete Frequenz und die Pulsung problematisch, denn sie bewirke Veränderungen der Hirnströme. Beim D-Netz würden 900 Megahertz ausgesandt, der Körper reagiere aber bereits ab 10 Megahertz mit Beschwerden wie Kopfschmerz, Nervosität, Schlaflosigkeit oder Ohrensausen. Bei Mäusen, die 900 MHtz ausgesetzt gewesen seien, sei die Krebsrate um das Doppelte gestiegen.

Lohner kritisierte die Haltung der Betreiber, nicht über eine Verringerung der Strahlendosis reden zu wollen. "Dabei schließen sich biologische Verträglichkeit und Nutzung von Handys nicht aus," stellte er klar. Denn bereits bei einer Strahlungsdichte zwischen 0,01 bis 0,05 Mykrowatt sei ein optimaler Empfang möglich. Durch den Dauerbetrieb des Senders rund um die Uhr sei die Belastung für die Bevölkerung auf jeden Fall hoch, so Lohner.

Ein Mast weit außerhalb in der Gemarkung sei jedoch weit weniger schädlich. Dies sieht auch Ortsbürgermeister Johannes Häußling so, der sich ebenso wie viele Gemeinderatsmitglieder vehement gegen die Anlage im Ortsbereich ausspricht. Er ließ durchblicken, dass der Bauantrag im Gemeinderat wohl abgelehnt werde. Genau wie Lohner sieht er keine rechtliche, sondern nur eine politische Möglichkeit, Druck auf den Betreiber auszuüben. Er forderte daher die Bürger auf, Argumente gegen die Anlage zu sammeln. "Denn nur mit stichhaltigen Argumenten können wir etwas ausrichten". Auch die Kreisverwaltung als nächst höhere Instanz müsse man mit dem Bürgerwillen konfrontieren, forderte der Sprecher der BI, Hans-Jürgen Schnell.

"Instinktlos" sei es, so Häußling, den Mast in der Nähe des Kindergartens aufzustellen. Hier fürchtet er, ebenso wie einige Bürger, dass Eltern aus berechtigter Sorge ihre Kinder in einen anderen Kindergarten schicken werden. Man wolle dem Betreiber daher anbieten, den Mast "weit außerhalb zu bauen, so umweltverträglich wie möglich," so Häußling. Dieser Forderung konnten sich die meisten Bürger anschließen. Zum Widerstand gegen das Vorhaben im Ort sind sich die Laubenheimer jedenfalls einig. "Dann benutzen wir eben keine Handys dieses Betreibers mehr", hieß es.

http://www.az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=1646661


Nachricht von der BI Bad Dürkheim
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