3
Okt
2004

Lengenwang bekräftigt Mobilfunk-Ablehnung

02.10.2004, Allgäuer Zeitung

Lengenwang bekräftigt Mobilfunk-Ablehnung

T-Mobile will dennoch an Sender beim Bahnhof festhalten

Lengenwang (cc). - Ein überfüllter Saal bei der Gemeinderatsitzung war Zeichen der Brisanz des Tagesordnungspunkts "Mobilfunkversorgung" für Lengenwang. Nach hitzigen Diskussionen beschloss der Gemeinderat, bei einem Grundsatzbeschluss von 2001 zu bleiben, keinen Alternativstandort für Sender anzubieten und auch weiterhin Mobilfunksender im Gemeindegebiet abzulehnen. "T-Mobile" hatte aber bereits vorher angekündigt, dass sie aufgrund der Gesetzeslage trotz Bedenken von Bürgern und Gemeinde einen Sender beim Bahnhof errichten werden.

Das Thema hat Bürgermeisters Lorenz Fischer schon seit drei Jahren auf dem Tisch. Durch einen Beschluss vom April 2001 hatte der Gemeinderat verkündet, dass Lengenwang "senderfreie Zone" bleibe und dass man keinem Mobilfunksender zustimmen werde, solange die Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen werden kann. Das wurde auch mit Briefen an Bundeskanzler Gerhard Schröder und weitere Politiker des Freistaats bekräftigt. In einem Schreiben an die Gemeinde Lengenwang legte nun Mitte September T-Mobile seine Linie fest: Der Gesetzgeber hat mit T-Mobile ein Abkommen, dass diese laut Mobilfunkpakt II, eine flächendeckende Versorgung erstellen muss. Sollte bis 8. Oktober kein alternativer Standort für die Mobilfunkversorgung gefunden werden, werde die Deutsche Funkturm GmbH ab Mitte Oktober mit dem Ausbau auf dem vertraglich gesicherten Masten, zwischen Bahnübergang und Schule/Kindergarten in Lengenwang beginnen. Im Vorfeld der jetzigen Sitzung war Bürgermeister Fischer mit Verantwortlichen von T-Mobile und Gemeinderäten unterwegs, um einen Alternativstandort auf der Anhöhe zwischen den Ortschaften Weg und Hennenschwang auszumessen. Dieser Ort würde in südlicher Richtung nicht viel bringen, aber zum hauptsächlich zu versorgenden Gebiet im Norden eine Mindestversorgung erreichen, berichtete Fischer, der sich in diesem Zusammenhang auch energisch gegen "Hetzkampagnen" wandte, die sich derzeit im Ort gegen einige Bürger richten.

In der Ratsitzung verschaffte sich auch noch einmal die Bürgerinitiative Luft. Andrea Henning beharrte auf einem Beschluss des Gemeinderats gegen den Funkmasten. Fischer ergänzte, dass einige Eltern von Kindergarten- und Schulkindern ihm gegenüber auch schon kundgetan hätten, dass sie die Kinder aus diesen Institutionen nehmen würden, wenn der Mobilfunkmast auf dem Bahngelände in Betrieb genommen würde. Gemeinderat Paul Burkhard (FW) erklärte, es habe keinen Sinn, den Mast hin und her zu schieben, denn alle wollten telefonieren, nur keiner wolle den Sender. Auch Xaver Dopfer (FW) meinte, dass man keinen "scheinheiligen Beschluss" brauche: Jeder, der ein Handy hat und es benutzt, soll auch dazu stehen.

Außenwirkung bedenken

Anton Reichart (BBL) zeigte sich hingegen besorgt über die Außenwirkung, die ein Einlenken auf andere Gemeinden haben könnte, wenn der Mast nach all den Jahren nun doch ohne Gegenstimmen in Betrieb genommen werden würde. Besorgt war neben anderen Xaver Dopfer darüber, dass sich auch andere Mobilfunkbetreiber wegen Sendermontage auf dem Mast an die Firma Aurelis als Besitzer des Bahngrundstücks wenden könnten. Claudia Huber führte an, dass sich die Gemeinde als Einheit zeigen müsse, und dass durch Zusammenhalt etwas zu bewegen sei. Nach heftigen Diskussionen beschloss der Gemeinderat einstimmig am Grundsatzbeschluss von 2001 festzuhalten und die Inbetriebnahme des Masten am Bahnhof abzulehnen. Grund für die Ablehnung ist die zentrale Lage und die unmittelbare Nähe von Kindergarten und Grundschule. In diesem Gebiet würden sich einfach zu viele Personen aufhalten. Es sei nicht vertretbar und nicht vorhersehbar, welche Schäden von einer Anlage dieser Art sich für die Zukunft ergeben. Daher wolle die Gemeinde Lengenwang keine Mobilfunkanlagen auf ihrem Gemeindegebiet.

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