24
Nov
2005

Neokonservative hoffen auf neue Terrorattacke

Die Führung der amerikanischen Regierungspartei sieht in einem neuen Terrorangrif eine Möglichkeit zur Überwindung der Krise, in der die US-Regierung und mit ihr die Republikaner stecken. In einem geheimen Memo, das unter der Parteiführung kursierte, wurde eine Terrorattacke als eine Option für den zukünftigen politischen Erfolg eingeschätzt

Die Verzweiflung wächst ganz offensichtlich in der Regierungspartei, die sich zunehmend durch die Konsequenzen, den "Fallout" der Bush-Regierung in die Enge getrieben sieht.

In dem Memo, das unter der Führungsspitze der Republikaner (GOP) kursierte wurden außerdem aufgelistet: die erfolgreiche Festname Osama Bin Ladens bzw. die Feststellung seines Todes, eine "Lösung" des Irak-Kriegs (an einen Erfolg bei der Niederschlagung des Widerstands scheint man auch dort nicht mehr zu glauben) oder eine durchgreifende Besserung der wirtschaftlichen Situation.

Die Option einer Terrorattacke wurde erwogen in Anbetracht der Erfahrung dass nach den Attentaten des 11.9. die Position von Präsident Bush und der Partei maximale Umfragewerte von fast 90% Zusimmung für die Regierungspolitik erreichte und damit die totale Meinungsführerschaft. Eine erneue Terrorattacke koennte diesen Erfolg wiederholen.

Die Möglichkeit eines solchen Terroranschlags wurde bereits im Sommer vor dem 11.9. ins Spiel gebracht in einem Papier des "Project for a New American Century" (PNAC), dem hochrangige Mitglieder der Regierung, wie Rumsfeld, Cheney, Perle und andere Neokonservative angehören. In diesem Papier, das im Sommer 2001 veröffentlicht wurde, hieß es, dass die Bereitschaft der amerikanischen Bevölkerung zur notwendigen Militarisierung und Aufrüstung zu gering sei, und dass deshalb ein desaströses Ereignis, "wie ein neues Pearl Harbour" wünschenswert sei, um einen umfassenden Stimmungsumschwung in der Bevölkerung zu erreichen, damit die langfristige strategische Dominanz der USA mit den nötigen militärischen Mitteln gesichert werden könne.

Es verging damals nur ein Vierteljahr, bis dieser Wunsch in Erfüllung ging und Aufrüstung und Militarisierung in grossem Stil vorangetrieben werden konnten. Bush schrieb am 11.9. in sein Tagebuch: "Heute erlebten wir das Pearl Harbour des 21. Jahrhunderts".

Anschliessend konnte eine radikale, rechtslastige Agenda der Neokonservativen durchgesetzt werden verbunden mit der Beseitigung von Bürgerrechten und der Einführung eines Bespitzelungsapparats sowie massiver Aufrüstung und brutalen militärischen Aktivitäten in Afghanistan und im Irak.

Bob Ceska, Kolumnist der liberalen Huffington Post, zitiert aus der Meldung zum aktuellen Memo der GOP:

"The closely-guarded memo lays out a list of scenarios to bring the Republican party back from the political brink, including a devastating attack by terrorists that could “validate” the President’s war on terror and allow Bush to “unite the country” in a “time of national shock and sorrow.”

Von verschiedenen Beobachtern wird allerdings in Frage gestellt, ob ein solches Ereignis ein weiteres Mal die gewünsche Wirkung erziele und ob es nicht eher die Führungsqualitäten des Präsidenten in Zweifel ziehe, wenn sich ein solcher Terroranschlag wiederhole.

In der republikanischen Partei selbst wird von immer mehr Parteimitgliedern bereut, der neokonservativen Agenda gefolgt zu sein:

As Republican political strategists scramble to find a message - any message - that will ring true with voters, GOP leaders in Congress admit privately that control of their party by right-wing extremists makes their recovery all but impossible.

”We’ve made our bed with these people,” admits an aide to House Speaker Denny Hastert. “Now it’s the morning after and the hangover hurts like hell.”

Und Bob Cesa stellt die Frage, welche Qualität ein Terroranschlag haben müste, damit er der Bush-Regierung wieder auf die Beine hilft:

But what'll it be this time? Dirty bomb in New York? An RPG fired at the Indian Point nuclear power plant? Suicide car bombings in Los Angeles? Or worse?

Rest assured that your Republican leaders are hard at work brainstorming ideas which include hoping for a terrorist attack in order to increase their poll numbers. This is how your Republican leadership thinks. This is their idea of "moral values". Be as corrupt as you want: lie, steal, cheat, kill, torture, pollute, protect your cronies, and collect the checks -- there's always more terrorism.

//rs.net-hh.de/redir.php?referer=&url=http%3A%2F%2Fnews.yahoo.com%2Fs%2Fhuffpost%2F20051112%2Fcm_huffpost%2F010528&user=


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