17
Nov
2005

Die Exposition von menschlichen Lymphozyten aus peripherem Blut mit elektromagnetischen Feldern in Verbindung mit Mobilfunk führt zu chromosomaler Instabilität

Abstract der Studie von Mashevich/Israel

Mashevich M., Folkman D.; u.a.
Abteilung für Humangenetik und Molekularbiologie der Universität Tel-Aviv, Israel.

Ob die Exposition von Mobilfunkstrahlung eine Gesundheitsgefährdung darstellt, steht im Brennpunkt der laufenden Debatte. Wir haben im Labor untersucht, ob die Exposition von menschlichen peripheren Lymphozyten (= m.p.L) mit einem elektromagnetischen Feld von 830 MHz zu Verlusten oder Gewinnen von Chromosomen führt. Eine größere „körperliche Änderung“ führt zu einer Instabilität des Genoms (= Gesamtheit aller Gene einer Fortpflanzungszelle) und dadurch zu Krebs.

Die menschlichen peripheren Lymphozyten wurden mit einer unterschiedlichen spezifischen Absorptionsrate (SAR) von 1,1 - 8,8 W/kg über einen Zeitraum von 72 Stunden in einer Expositionseinrichtung bestrahlt. Diese ist aus 2 Plattenresonatoren aufgebaut, die eine Temperatur zwischen 34,5 und 37,5 Grad Celsius haben. Die durchschnittliche SAR und ihre Verteilung in den Kolben mit den Gewebekulturen wurde durch Verknüpfung der Messungen und der numerischen Analyse mittels eines Simulationscode-Bauteils festgelegt.

Ein linearer Anstieg im Chromosom Nr. 17 - eine Aneuploidy - wurde als Funktion des SAR-Wertes beobachtet. Es wurde aufgezeigt, dass diese Strahlung einen gentoxischen Effekt hat. Die SAR-abhängigene Aneuploidy (= numerische Chromosomenaberration) wurde begleitet von einer abnormalen Art der Replikation der Region um Chromosom Nr. 17, bestehend aus einer Trennung (wiederholte DNS-Ansammlungen in der Nähe des Zentromer). Es ist naheliegend, dass Änderungen in der Neubildung durch die Gentoxizität der SAR bedingt ist.

Kontrollexperimente (d.h. Experimente ohne Strahlung) wurden in einem Temperaturbereich von 34,5 bis 38,5 Grad Celsius ausgeführt, sie zeigten, dass eine erhöhte Temperatur weder mit einer genetischen noch epigenetischen Veränderung einhergeht, während mit RF-Strahlung erhöhte Werte an Aneuploidy und eine geänderte Replikation der zentromeren DNS-Ansammlungen beobachtet wurde.

Die Ergebnisse zeigen auf, dass die gentoxischen Effekte von elektromagnetischer Strahlung auf nichtthermische Weise hervor gerufen werden. Überdies, die Tatschache, dass Aneuploidy als ein bekanntes Phänomen für einen Anstieg des Krebsrisikos zu betrachten ist, sollte dies bei zukünftigen Bewertungen von Grenzwerten Berücksichtigung erfahren.

Biomagnetics 24: 82-90, 2003

//www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12524674&dopt=Abstract

Übersetzung u. Nachricht v. Dr. Claus Scheingraber
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