11
Nov
2005

Landesrat Rezar fordert den Bund zum Handeln auf

Eisenstadt, am 11.11.2005: Gestern, Donnerstag, den 10.November, hat der burgenländische Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar an Frau Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, Vizekanzler Gorbach und Staatssekretär Mainoni ein umweltmedizinisches Gutachten betreffend der Mobilfunkanlage Müllendorf übermittelt. Im Begleitschreiben fordert er die zuständigen Bundespolitiker - zum wiederholten Male - auf, endlich aktiv zu werden.

„Der Gutachter, Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld, kommt zum Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen den im Siedlungsgebiet Müllendorf auftretenden Krankheiten und der Mobilfunkanlage gibt. Da er Gefahr im Verzug sieht, rät Dr. Oberfeld. die im Umfeld von Müllendorf befindlichen Mobilfunkanlagen für sechs Monate außer Betrieb zu setzen“, so Rezar.

Der burgenländische Gesundheitslandesrat fordert die Bundespolitiker auf, im Sinne der betroffenen Müllendorfer Bevölkerung eine rasche Lösung herbeizuführen.

„Von Seiten des Landes gibt es einen Bescheid, in dem die nachträgliche Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Errichtung des gegenständlichen Handymastens versagt wurde. Gegen diesen Bescheid haben die Mobilfunkbetreiber berufen. Der zuständige Bundesminister hätte es nun als nächste Instanz in der Hand gehabt, den burgenländischen Bescheid zu bestätigen. Diese Chance hat er vertan und hat den burgenländischen Bescheid aufgehoben, der Handymast kann leider bleiben“, erklärt Landesrat Peter Rezar.

//www.unserburgenland.at/html1/aktuell.php?id=2498&area=1


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

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MÜLLENDORF

11.11.2005

Mobilfunkanlage entzweit SPÖ und ÖVP

Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) fordert den Bund auf, in Sachen Mobilfunkanlage Müllendorf endlich aktiv zu werden. Die zuständige Landesrätin, Michaela Resetar (ÖVP), macht das Land für die Situation verantwortlich.

Causa beschäftigt Behörden

Seit Jahren läuft die Müllendorfer Bevölkerung Sturm gegen Mobilfunkmasten in ihrem Dorf. Diese würden die Gesundheit beeinträchtigen lautet die Begründung dafür. Seit mehr als drei Jahren beschäftigen sich auch die Behörden mit dieser Causa.

Gesundheitslandesrat Rezar fordert nun den Bund auf, in der Causa endlich aktiv zu werden.

Gutachten

In einem umweltmedizinischen Gutachten sei klar ein Zusammenhang zwischen Krankheiten in Müllendorf und der Mobilfunkanlage ersichtlich, so Rezar. In Gutachten werde empfohlen, die Anlage für sechs Monate außer Betrieb zu setzen.

Resetar: Mangelnde Verkehrsplanung

Die zuständige Landesrätin Michaela Resetar macht mangelnde Verkehrsplanung des Landes für die derzeitige Situation verantwortlich.

Weil kein konkretes Eisenbahn-Ausbauprojekt für die Schleife Müllendorf vorliege, sei die nachträgliche eisenbahnrechtliche Bewilligung für den Handymast erteilt worden, sagte Resetar.

Schon Mitte Juli hatte sich Rezar erbost gezeigt über eine Aufforderung von ÖVP und BZÖ, im Streit um Mobilfunkmasten in Müllendorf einzuschreiten. Entscheiden könne nur das Infrastrukturministerium, so Rezar.

//burgenland.orf.at/stories/69750/

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Rezar: Ministerium muss entscheiden

Gesundheitslandesrat Rezar (SPÖ) zeigt sich erbost über eine Aufforderung von ÖVP und BZÖ, im Streit um Mobilfunkmasten in Müllendorf einzuschreiten. Entscheiden könne nur das Infrastrukturministerium, so Rezar.

Jahrelange Auseinandersetzung

Seit Jahren läuft die Müllendorfer Bevölkerung Sturm gegen Mobilfunkmasten in ihrem Dorf. Diese würden die Gesundheit beeinträchtigen lautet die Begründung dafür. Seit gut drei Jahren beschäftigen sich auch die Behörden mit dieser Causa.

Gesetzlich geregelt

Das Aufstellen und Betreiben von Mobilfunkmasten ist im Telekommunikationsgesetz geregelt, erklärte Gesundheitslandesrat Peter Rezar. Im Fall Müllendorf sei somit das Infrastrukturministerium zuständig, um Entscheidungen zu treffen.

Brief an Rezar

Doch nun hat Rezar nach einem Gespräch zwischen Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP), dem Bürgermeister von Müllendorf, Alfred Schlögl (ÖVP) und Staatssekretär Eduard Mainoni (BZÖ) einen Brief erhalten.

Darin wurde Rezar aufgefordert, in der Causa Müllendorf den Landessanitätsrat einzuschalten.

"Schaumschlägerei"

Der Brief sei eine reine politische Auftragsarbeit kritisierte Rezar: "Hier wird Schaumschlägerei der übelsten Sorte betrieben. Das ist ein parteipolitischer Gag der ÖVP, das ist inszeniert, um mit einem sehr sensiblen Thema vor der Landtagswahl Kleingeld zu kassieren."

"Die Steindl-ÖVP will die Bevölkerung von Müllendorf pflanzen, anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Das dient nicht der Sache. Der Herr Steindl ist sich nicht bewusst, dass er hier Lösungen torpediert", so Rezar weiter.

Rezar will Ministerium zwingen

Obwohl er nicht zuständig sei, so Rezar, werde er ein Gutachten in Auftrag geben um Gesundheits- und Infrastrukturministerium endlich zum Handeln zu zwingen.

SPÖ-Klubobmann Christian Illedits fordert eine rasche Lösung. Das hieße in einem ersten Schritt, die umstrittene Sendeanlage in Müllendorf sofort abzuschalten

Reaktionen:

ÖVP-Landtagsabgeordneter Werner Gradwohl warf Rezar vor, das Handymasten-Problem in Müllendorf nicht ernst genug zu nehmen.

Die Klubobfrau der Grünen, Grete Krojer, sprach von einem "Ping-Pong" zwischen Bund und Land auf dem Rücken der betroffenen Müllendorfer. Sie forderte den unverzüglichen Abbau des umstrittenen Handymastens.

//oesterreich.orf.at/burgenland/stories/44827/

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Omega siehe auch unter:

„Müllendorf: Krank durch Strahlen?“
//omega.twoday.net/stories/548967/ und

„Müllendorf: Aus für Handymasten“
//omega.twoday.net/stories/657046/
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