Wissenschaft zu Mobilfunk

14
Mai
2005

Nicht-thermische DNA-Brüche durch Mobilfunkstrahlung (1800 MHz) in menschlichen Fibroblasten und in veränderten GFSH-R17 Granulosazellen von Ratten in vitro

Studie

Abstract: Rattenkulturzellen (diploide Fibroblasten und Granulosazellen) wurden in intermittierender und kontinuierlicher hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung (RF-EMF) mit verschiedenen spezifischen Absorptionsraten (SAR) und unterschiedlichen mobilfunktypischen Modulationen exponiert. Die Brüche der DNA-Stränge wurden mit Hilfe der alkalischen und neutralen Comet Assay-Methode bestimmt. Die RF-EMF Exposition (1800MHz; SAR 1,2 oder 2W/kg; unterschiedliche Modulationen; während 4, 16 und 24 Stunden; intermittierend 5 min an / 10 min aus oder kontinuierliche Wellen) bewirkte DNA Einzel- und Doppelstrangbrüche. Diese Wirkungen traten nach einer Exposition von 16 Stunden in beiden Zelltypen auf und nach unterschiedlichen Mobilfunkmodulationen. Die intermittierende Exposition zeigte stärkere Auswirkungen beim Comet Assay als die kontinuierliche Exposition, woraus die Autoren schließen, dass die Schädigung der DNA nicht durch thermische Effekte verursacht wird.

Bibliographische Angaben: Diem E, Schwarz C, Adlkofer F, Jahn O, Rudiger H., Mutat Res. 2005 Apr 30; [Elektronische Veröffentlichung vor Druck]

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/

Die Studie ist ein Teilergebnis im Rahmen des Europäischen REFLEX-Projekts.


Aus: FGF-Infoline vom 12.05.2005

Voruntersuchung zur Wirkung elektromagnetischer Felder sehr hoher Frequenzen auf das Chlorophyll der Robinie

Studie

Aus dem Abstract: Die Chlorophylle der Blätter von Robiniensämlingen (Robinia pseudoacacia L.) wurden nach Exposition in hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (400 MHz) quantitativ untersucht. Nach dreiwöchiger täglicher Exposition (1, 2, 3 und 8 Stunden) wurde die Menge des Chlorophylls gemessen. Dabei wurde festgestellt, dass die Menge an Chlorophyll-a als auch die an Chlorophyll-b gesunken war, außer bei einer Expositionszeit von zwei Stunden, bei der eine beträchtliche Steigerung zu verzeichnen war. Der Versuch zeigte, dass das Verhältnis der beiden Haupttypen des Chlorophylls logarithmisch abnahm in dem Maße wie die tägliche Exposition andauerte.

Bibliographische Angaben: Sandu DD, Goiceanu IC, Ispas A, Creanga I, Miclaus S, Creanga DE., Acta Biol Hung. 2005;56(1-2):109-17.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/


Aus: FGF-Infoline vom 12.05.2005


Robinia pseudoacacia L.
http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/html/Robinia_pseudoacacia_Foto.html

Mobilfunk und Bäume
http://omega.twoday.net/stories/523004/

Schäden an Bäumen
http://omega.twoday.net/stories/691493/

Politik soll Sofortmaßnahmen gegen das Waldsterben ergreifen
http://omega.twoday.net/stories/579364/

13
Mai
2005

Hochfrequenzen wirken auf Organismus

Dr. Cornelia Waldmann-Selsam aus Bamberg berichtete von ihren Erfahrungen mit Mobilfunksendemasten

BAD STAFFELSTEIN. "Mobilfunk macht krank" lautete das Thema eines Vortrags des Bund Naturschutz im Foyer der Adam-Riese-Halle. Referentin und Ärztin Dr. Cornelia Waldmann-Selsam aus Bamberg berichtete von ihren Erfahrungswerten und die Risiken der Hochfrequenzen.

Elisabeth Kraus erläuterte zu Beginn, dass das Thema Mobilfunk und dessen Risiken auch in Bad Staffelstein ganz vielen Leuten auf den Nägeln brenne: Grund dafür sei das Bestreben der Mobilfunkbetreiber, den bestehenden Sendemast zu verstärken. Problematisch sei dabei, dass sich der Sender in unmittelbarer Nähe zum Alten- und Pflegeheim, zur Obermain Therme, zu Arztpraxen und zum Klinikum befinde. Die Risiken dieser Technologie bedenke man dabei nicht: Die Hochfrequenzen hätten negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus - und außerdem sei das Bad Staffelsteiner Netz bereits jetzt ausreichend abgedeckt im Bereich des Mobilfunks.

Tumorerkrankungen

Dr. Cornelia Waldmann-Selsam berichtete von nachgewiesenermaßen erhöhten Fallzahlen von Tumorerkrankungen in unmittelbarer Nähe zu Sendemasten (Studie Naila), doch keiner gehe hin und überprüfe, warum das der Fall sei: "Der Grund liegt auf der Hand: Man will schlichtweg nichts finden", betonte die Referentin.

Gleiche Beobachtungen habe man in Hof gemacht: Hier stehe seit zehn Jahren ein Mast direkt im Wohngebiet, im Umkreis von 100 Metern sei es zu 40 Karzinom-Erkrankungen gekommen: "Diese Zahlen sind Wahnsinn - doch es passiert nichts, keiner kümmert sich." Dass elektromagnetische Felder und Hochfrequenzen keine Gesundheitsgefahren darstellen, sei eine irreführende Behauptung: "An keinem einzigen Standort Deutschlands wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz oder anderen Wissenschaftlern eine Erhebung über Kopfschmerzen oder Schlafstörungen gemacht. Außerdem sind nicht die Physiker und Radiologen Experten für die menschliche Gesundheit, sondern wir Ärzte", mahnte sie.

Erfolgreich gewehrt

In Bamberg habe sich die Bürger- und Ärzteschaft gegen weitere Sendemasten gewehrt, habe dem Stadtrat die Risiken aufgezeigt: 130 Ärzte haben sich zum "Bamberger Appell" zusammengeschlossen - und es habe gewirkt, man konnte das Aufstellen weiterer Sendemasten (vorerst) verhindern. Selbst habe sie sich ein Messgerät für elektromagnetische Felder und Hochfrequenzen gekauft. In 356 Haushalten in ganz Oberfranken habe sie dann Erhebungen und Messungen gemacht - und das Ergebnis sei erschreckend gewesen: Je höher die Belastung pro Quadratmeter, desto mehr klagten die Menschen über Schlafstörungen, Wesensveränderungen, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Unbehagen, Immunschwäche, Tinnitus, Übelkeit und mehr. "Auch der DECT-Standard bei schnurlosen Telefonen ist sehr bedenklich: 24 Stunden am Tag funkt die Basisstation, sogar durch Decken und Wände", erläuterte die Ärztin. Anders dagegen der Standard "CT1+", der nur funke, wenn man wirklich auch telefoniere. "Eine DECT-Basisstation ist nichts anderes wie ein Sendemast im eigenen Haus", unterstrich Dr. Cornelia Waldmann-Selsam. "Hochfrequenzen führen zu einem neuen Krankheitsbild mit vielen Symptomen", bilanzierte die Bambergerin. Hautnah ließen sich die Zuhörer von Gabriele Zieglschmid aus der Domstadt schildern, wie sich durch die Einwirkungen von Hochfrequenzen durch einen nahen Sendemasten ihre ganze Familie veränderte. Sie sprach sogar von seiner "Mobilfunk-Mafia", die sich nur um den Profit und nicht um die Gesundheit der betroffenen Menschen kümmere.

"Wir dürfen uns unsere Zukunft und unsere Gesundheit nicht zerstören lassen", forderte auch Dr. Cornelia Waldmann-Selsam. Sie verwies auf ein Volksgehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk", das vom 5. bis 18. Juli laufe. Ein reger Erfahrungsaustausch mit Diskussion schloss sich an. Einige Gäste allerdings mahnten, dass man so realistisch sein müsse, dass Handys für einige Berufe unabdingbar seien und nicht völlig verbannt werden können. Dennoch müsse man sich über die Risiken von Mobilfunksendern in Wohngebieten klar werden und Lösungen finden.

Wenig Interesse bei Stadträten

Moniert wurde gegen Ende, dass sich vom Stadtrat nicht gerade viele hatten blicken lassen, obwohl das Thema Bad Staffelstein derzeit akut betreffe. Anerkennenden Applaus gab es dagegen für Werner Freitag (SBUN), Heike Kolb (SPD) und Zweiten Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU), die als einzige aus dem Gremium zum Vortrag gekommen waren. -mdr-


http://portal.obermain.de/pub/index.php?mid=75&aid=408&if=71983607.html


Nachricht von der BI Bad Dürkheim



Krebs Cluster
http://omega.twoday.net/search?q=Krebs+Cluster

Wissenschaft und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/293807/

Auswirkung des Mobiltelefonierens auf die roten Blutkörperchen

http://omega.twoday.net/stories/568914/

Wissenschaft und Mobilfunk

http://omega.twoday.net/stories/293807/

Bleibende Mutationen in Fruchtfliegen durch Handy Strahlung

http://omega.twoday.net/stories/688725/ (Englisch)

Wissenschaft und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/688802/

Permanent mutations in fruit flies by cell phone radiation

Friday May 13th 2005, 10:51 am

On May 3rd on this list I posted an article on how two German high school students investigated the influence of using a mobile phone on the red blood cells.

Omega see under:
Cell Phones May Harm Blood Cells
http://omega.twoday.net/stories/592426/

Now we have a American high school student (below) researching for mutations in fruit flies exposed to wireless RF radiation. A growing trend I hope.

Its good that these young researchers didn’t first get expert advice from the likes of Motorola. According to Motorola’s brought-and-paid-for scientists, Swicord, Joyner and Elder, they already have all the data to show that all is wonderfully safe with cell phones, even for toddlers - so why waste scarce research funds on doing “unnecessary” research.

Replace “unnecessary” with “damaging” and its more to the point.

Don Maisch

PRESS RELEASE MAY 12, 2005

Permanent mutations in fruit flies by cell phone radiation
http://www.emfacts.com/weblog/index.php?p=47



Effects of mobile phone radiation on reproduction and development in Drosophila melanogaster
http://omega.twoday.net/stories/287969/

Effect of GSM 900MHz Mobile Phone Radiation on the Reproductive Capacity of Drosophila Melanogaster
http://omega.twoday.net/stories/327118/

10
Mai
2005

Cell phone base stations change EEG patterns

http://www.emfacts.com/weblog/index.php?p=44

Cell phone base stations change brain currents and cause unwellness
http://omega.twoday.net/stories/665337/

9
Mai
2005

Hirnschäden bei Ratten durch Handystrahlung

Salford-Studie
http://www.buergerwelle.de/pdf/salford_0301_bhs_bei_ratten.pdf

Ein Volk von Demenzkranken?
http://omega.twoday.net/stories/679627/

Rechenmodell weist auf nicht-thermischen elektromagnetischen Interaktionsmechanismus mit lebenden Zellen hin

Aus dem Abstract: Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass der Natriumionenkanal der Zelle bei Mikrowellenfrequenzen eine elektrische Nichtlinearität zeigt, die ein Intermodulationsspektrum erzeugt, sofern sie durch ein amplitudenmodelliertes elektrisches Feld beeinflusst wird. Intermodulationsprodukte mit Frequenzen von nur 50 MHz und sehr wahrscheinlich auch weit unter 50 MHz erscheinen möglich. Dies ist ein neuer nicht-thermischer Interaktionsmechanismus mit lebendem Gewebe, der – falls er unter 0,1 MHz beobachtet wird – eine Stimulation von reizbarem biologischem Gewebe hervorrufen und dadurch signifikante Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Sicherheit haben kann.

Bibliographische Angaben: Stoykov, N.S., Jerome, J.W., Pierce, L.C., Taflove, A.; IEEE Transactions on Microwave Theory and Techniques, Band 52, Ausgabe: 8 Study Abstract.

Study Abstract:
http://ieeexplore.ieee.org/xpl/freeabs_all.jsp?isnumber=29225&arnumber=1318802&count=27&index=22


Aus: FGF-Infoline vom 06.05.2005

Omega voller Text (Englisch) unter:
http://www.smpp.northwestern.edu/~smpp_pub/Stoykov(2004)IEEE%20Trnsactions.pdf
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