Mobilfunk

1
Okt
2004

Ein Jahr Gefängnis für Fotos mit Kamera-Handy

Oliver Weiss 1|10|2004

Saudi-Arabiens höchste religiöse Autorität, Adullah bin Adul Azis, hat ein Edikt erlassen, das Handys mit integrierter Kamera verbietet. Die Handys verbreiten angeblich Obszönitäten, berichtet die Detroit News. Laut Edikt sollen alle Bürger auf Kamerahandys verzichten, da sie jedem schaden können.

Handys mit Kamera haben sich in Asien, Europa und im Nahen Osten sehr schnell verbreitet. Vor allem in ölreichen Ländern am persischen Golf, wo es nun Beschwerden über die Verletzung der Privatsphäre in Umkleidekabinen wie auch über das unerlaubte Lesen von Material in Bücherfilialen und Zeitungsständen und über Firmenspionage von Angestellten gibt. Weiters beklagen einige konservative muslimische Gesellschaften, dass Kamerahandys missbraucht werden um Frauen ohne Einverständnis zu fotografieren.

US-GESETZESENTWURF GEGEN KAMERAHANDYS

Deshalb sind Handys mit integrierter Kamera in Fitnesscentern, bei Händlern oder Unternehmen in vielen Nationen verboten. Sogar in den USA, wo die Kamerahandys immer mehr Popularität gewinnen, liegt im Kongress ein Gesetzesentwurf vor, der das illegale Fotografieren von persönlichem Eigentum als ein Verbrechen behandelt, das mit einem Jahr Gefängnis und Geldstrafen bestraft wird.

Saudi-Arabien ist das einzige Land mit einem derart drastischen Verbot, indem es den Verkauf und den Import von Kamerahandys gänzlich verbietet und sie religiös für verboten erklärt hat. Kürzlich endete eine Hochzeit in Saudi-Arabien mit einer Prügelei, da die Frauen ungefragt fotografiert wurden. Die Polizei warnt junge Männer keine heimlichen Fotos von weiblichen Einkäufern in Einkaufszentren der Vereinigten Arabischen Emirate zu machen. Hobbyfotografen riskieren dort die Beschlagnahmung ihres Handys, das Zahlen hoher Geldstrafen oder ein Jahr Gefängnisaufenthalt. (pte)

http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=85859&n=1


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

Zwei Masten, 1600 Gegner

01.10.2004 05:00

Zwei Masten, 1600 Gegner

Murauer Gemeinderat beschloss "Handymastenresolution". Bürgerinitiative gegen Errichtung von Masten veranstaltet Informationsabend.

MICHAELA FRÖHLICH

Der Ortsbildschützer der Gemeinde lehnt einen Mobilfunk-Sendemasten ab", so der Murauer Bürgermeister Herbert Bacher. Dies heißt zwar nicht, dass die beiden auf einer Murauer Bäckerei geplanten Masten nicht errichtet werden, aber ein Schritt in diese Richtung ist getan.

Wie berichtet, gründeten Fürstin Therese Schwarzenberg, Schlagerstar Jogl Brunner und der Augenarzt Hans Georg Frieß eine Bürgerinitiative gegen diese Errichtung. 1600 Unterschriften wurden im Sommer innerhalb von zehn Tagen eingeholt.

Nun organisiert diese Bürgerinitiative einen Informationsabend mit Gerd Oberfeld. Der Umweltmediziner der Salzburger Landessanitätsdirektion wird am 12. Oktober im Brauhaus Murau über "Mobilfunk und Gesundheit" sprechen. Beginn ist um 19 Uhr.

Gesundheit

Den Vertretern der Bürgerinitiative ist es wichtig, auf mögliche gesundheitliche Gefahren durch die Strahlen hinzuweisen: "Mittlerweile gibt es zunehmend Beweise, dass Mikrowellenstrahlung, die von Handys und Sendestationen ausgeht, Abläufe im Gehirn stören. Die Beschwerden reichen von Schlafstörungen, aggressivem Verhalten, Gedächtnisverlust, Konzentrationsstörungen bis hin zu Alzheimer und Krebs", ist Fürstin Schwarzenberg überzeugt.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates haben sich auch die Murauer Politiker gegen weitere Errichtungen von Mobilfunk-Masten ausgesprochen. Eine so genannte "Handymastenresolution" wurde einstimmig beschlossen.

Diese besagt unter anderem, dass auf öffentlichen Gebäuden und Liegenschaften keine Masten mehr installiert werden sollen.

Außerdem werden die Bürger gebeten, diesen Schritt auch auf ihrem Hab und Gut zu beherzigen - beziehungsweise vor einer möglichen Installierung eines neuen Mobilfunk-Sendemastens den Kontakt mit der Gemeinde zu suchen.

http://www.kleine.at/nachrichten/regionen/steiermark/murtal/artikel/_640714/index.jsp


Nachricht von der BI Bad Dürkheim


Handy-Masten Resolution
http://omega.twoday.net/stories/351725/

30
Sep
2004

Machen Handies und ihre Sender krank?

http://www.fortunecity.com/skyscraper/windows/1972/Vortrag.htm

„Der Mast bleibt in Schauenstein!“

30.09.2004

GESPRÄCH MIT VERTRETERN VON VODAFONE

„Der Mast bleibt in Schauenstein!“

Das Thema Mobilfunk beschäftigt zurzeit die Menschen in Schauenstein wie kaum ein anderes. Vor allem die Eltern sorgen sich um die Gesundheit ihrer Kinder, da der Sendemast in unmittelbarer Nähe der Schule installiert ist. Bei einer Unterschriftenaktion gegen die Anlage trugen sich kürzlich 300 Bürger in die Listen ein. Am Dienstag kamen zwei Vertreter der Betreiberfirma Vodafone nach Schauenstein, um mit den Stadträten und den Initiatoren des Bürgerprotestes zu reden. Doch sie stellten unmissverständlich klar: Der Mast bleibt!

SCHAUENSTEIN – Mit Diplom-Ingenieur Timm Schröder schickte die Firma Vodafone einen äußert auskunftsfreudigen und vor allem eloquenten Experten ins Rennen. Er erklärte zunächst vor Ort, wie die Anlage funktioniert (siehe nebenstehenden Artikel) und stellte sich anschließend in einer sachlichen Diskussion im Rathaus den Fragen. Auf diese Weise kamen sämtliche Befürchtungen zur Sprache.

Strahlung als Störfaktor?

Dr. Klaus Brömel, einer der Initiatoren der Unterschriftenaktion, informierte darüber, dass er auf dem EKG-Gerät in seiner Praxis Ausschläge beobachte, seit der Mast da sei. Außerdem hätten seine Patienten oft Probleme, ihre Autos mit der Fernbedienung zu öffnen. „Wenn man solche Auswirkungen merkt, frage ich mich, ob das nicht auch den Menschen beeinflussen kann“, so Dr. Brömel und sprach von einer Zunahme der Herz-Rhythmus-Störungen, die er und seine Kollegen beobachtet hätten.

Timm Schröder erklärte, dass diese technischen Geräte mit der gleichen Technik funktionierten wie die Anlage. Insofern könnten Störungen auftreten. Er verwehrte sich jedoch dagegen, dass die Anlage gesundheitliche Schäden hervorrufen könne. „Es gibt die Grenzwerte in Deutschland und auf die muss ich mich verlassen können.“

Omega: die derzeit angewandten Grenzwerte beruhen nicht auf dem Prinzip der Vorsorge. Eine verantwortungsvolle Analyse der vorliegenden Fakten ergibt die Notwendigkeit zu einer deutlichen Reduktion der Grenzwerte.

Die Berichte von Schlafstörungen, Stressgefühl, Tinnitus und anderen körperlichen Beschwerden in der Nachbarschaft von Sendeanlagen sind zahlreich. In solchen Fällen verweisen die Mobilfunkbetreiber gerne darauf, dass die amtlichen Grenzwerte weit unterschritten würden. Das stimmt zwar, doch sind diese Grenzwerte extrem hoch, weil sie nur die thermische Wirkung der Strahlung berücksichtigen. Elektromagnetische Wellen können, wie beim Mikrowellenherd, Gewebe erwärmen. Die offiziellen Grenzwerte schützen also vor glühenden Ohren beim Telefonieren, nicht aber vor biologischen Wirkungen der Felder im Körper. Unser Organismus wird von elektrischen Impulsen gesteuert, die in ihrer Frequenz und Stärke der elektromagnetischen Strahlung von Handys ähnlich sind. Kein Wunder also, dass diese Strahlung den Organismus beeinflussen kann. Weiter unter: „Grenzwerte und Mobilfunk“ http://omega.twoday.net/stories/242821/

Als Dr. Brömel in Frage stellte, dass die Grenzwerte ohne Druck der Industrie festgelegt wurden, sagte Schröder: „Wir beeinflussen keine Forschung und machen niemanden mundtot.“

Omega: eine aktuelle Studie an der Yale School of Medicine zeigte, das 80 Prozent der Klinischen Tests die von Medikamenten Herstellern finanziert wurden positive Resultate lieferten - bei solchen Test, die von unabhängigen Instituten ausgeführt waren, waren es nur die Hälfte. Andere Studien zeigten Beweise für die Neigung, unklare Test Ergebnisse in akademischen Zeitschriften nicht zu veröffentlichen, und für die wiederholte Veröffentlichung positiver Resultate - um den Eindruck zu erwecken dass ein Medikament wesentlich effektiver ist als es wirklich ist. Quelle: http://omega.twoday.net/stories/244388/ Gleiches gilt für die Mobilfunkforschung soweit sie von der Mobilfunkindustrie mitfinanziert wird. Man kann von ihr keine Neutralität erwarten, dafür steht für sie wirtschaftlich zu viel auf dem Spiel.

Roland Meder, ebenfalls ein Initiator, erklärte, dass er die gesundheitsschädigende Wirkung des Mastes am eigenen Leib erfahre. Er hätte gerne an dem Ortstermin teilgenommen, doch ein Oberarzt aus Münchberg habe ihm wegen seines Herzschrittmachers abgeraten. „Wie kann das sein, wenn keine Gefahr besteht?“ Timm Schröder konnte sich das Phänomen nicht erklären. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Deutschland habe einen Mindestabstand zwischen Menschen und Masten vorgeschrieben und wenn dieser – wie im Fall Schauenstein – eingehalten werde, bestehe auch keine Gefahr für Träger von Herzschrittmachern. Einer seiner Kollegen bei Vodafone, der mit den Anlagen unmittelbar zu tun habe, trage selbst ein solches Herzgerät. Wolfgang Frohn, der dritte Initiator des Protestes, meinte daraufhin, dass jeder auf die Strahlung anders reagiere. Der eine sei mehr, der andere weniger sensibel.

Omega: viele Anwohner in der Nähe von Sendeanlagen klagen über Schlaflosigkeit, Nervosität und Kopfschmerzen. Bekannt sind auch Einwirkungen durch mobiles Telefonieren auf Herzschrittmacher, Insulinpumpen für Zuckerkranke und Hörimplantate. Quelle:
http://omega.twoday.net/stories/347788/

Masten in Litfaßsäulen

Meder sprach außerdem die „versteckten“ Masten in Litfaßsäulen oder Kruzifixen an. „Warum muss man sie verstecken, wenn sie unschädlich sind?“ Von verstecken könne jedoch keine Rede sein, so Schröder. „Das hat rein bautechnische Gründe.“ Mit Masten in Litfaßsäulen decke man in München Plätze ab, auf denen sich viele Menschen aufhielten und telefonieren wollten. Ein Verstecken sei sinnlos, da die Bürgermeister informiert werden müssten, wo Anlagen entstehen sollen. Außerdem seien die Standorte im Internet abfragbar.

Omega: „Das Verstecken von Mobilfunkmasten in Kaminen geschieht häufig wegen Anwohnerprotesten", sagt der Mobilfunkexperte des privaten Umweltinstituts München, Hans Ulrich-Raithel. Dutzende Beispiele hat das Institut allein in München zusammengetragen: Die Anlagen sind auf Litfaßsäulen und in bunten Werbeträgern installiert, wie ein Rauchfang ummantelt oder umgebungsgerecht im Rot der umliegenden Dachziegel gestrichen. Die Antennen seien häufig so unauffällig eingebaut, dass sie sogar für Experten nicht zu finden seien. Quelle: http://omega.twoday.net/stories/348762/

Soldaten und Radar

Wolfgang Frohn sprach die Klagen von Bundeswehrsoldaten wegen Gesundheitsschäden durch Radarstrahlung an. Doch der Vodafone-Experte hielt dagegen, dass man Radar nicht mit den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunksenders vergleichen könne. „Denn es handelt sich hier im Gegensatz zu Radar um eine nicht ionisierende Strahlung.“ Diese reiche nicht aus, um eine Zelle zu schädigen.

Omega: "Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wechselwirkungen elektromagnetischer Strahlungen (Anm. nicht ionisierender Strahlung) mit Biosystemen sind nicht oder nur mit der Industriebrille durchgeführt worden. Für die Erforschung der wahren Zusammenhänge gibt es kein Geld, vorhandene Erkenntnisse werden negiert und breitere Einsichten boykottiert bis in höchste Regierungskreise. Immer mehr Wissenschaftler, Mediziner und Forscher warnen daher eindringlich vor den gefährlichen Auswirkungen technischer Mikrowellen und besonders vor niederfrequent gepulsten Hochfrequenzen wie bei den D- und E-Netzen des Mobilfunks von Handys und Sendeanlagen (Basisstationen) oder den schnurlosen Heimtelefonen nach DECT Standard.“ Quelle: http://omega.twoday.net/stories/348817/

Frohn vertrat jedoch die Meinung, dass der Mensch heutzutage vielen schädlichen Faktoren ausgesetzt sei: Stress, Sorgen um den Arbeitsplatz, ungesundes Essen, Rauchen und so weiter. „Und dann kommt noch die Strahlung dazu und sie bringt das Fass zum Überlaufen. Das ist zu viel für die Zellen.“

Dies konnte Schröder so nicht bestätigen, denn dazu sei die Strahlung zu gering. Wenn jemand den technischen Fortschritt ablehne, müsse er konsequenter Weise auch auf Radio, Babyphon oder Mikrowelle verzichten. „Wenn ich Mobilfunk nutzen will, muss ich mich auf das verlassen, was die Wissenschaftler sagen“, so Schröder. Es werde weltweit viel in diese Richtung geforscht, doch es gebe keinen Beweis für eine Gesundheitsschädigung. „Wir bei Vodafone haben 112 Millionen Kunden und wir wollen sie auch noch länger behalten“, so Schröder. Dieses Argument wollte Frohn jedoch nicht gelten lassen, schließlich schere sich auch die Tabakindustrie wenig um die Gesundheit ihrer Kunden.

Omega: es stimmt nicht, dass „es keinen Beweis für eine Gesundheitsschädigung gibt“: siehe Mobilfunk und Gesundheit unter http://omega.twoday.net/stories/303598/

Niedrigere Grenzwerte im Ausland?

Stadträtin Ulla Tögel sprach die niedrigeren Grenzwerte in Ländern wie Österreich, Italien und der Schweiz an. Doch Timm Schröder bezeichnete sie mehr oder weniger als Mogelpackung. Zuerst stellte er klar, dass die Mehrzahl der Länder einen Wert von 4,5 Watt pro Quadratmeter als Grenzwert vorschreibe – so auch Deutschland. In Österreich gebe es jedoch keine Grenzwerte in diesem Sinne. Die Landessanitätsdirektion von Salzburg habe Folgendes festgelegt: Wenn sie ein Gebäude vermiete, müssten die Mobilfunkbetreiber eine Leistungsflussdichte von einem Milliwatt pro Quadratmeter einhalten. Doch die Betreiber könnten dies umgehen, indem sie ihre Masten auf privaten Gebäuden errichteten.

In der Schweiz dürfe jeder Netzbetreiber in bewohnten Gebieten nur mit einer Leistung von zehn Prozent des gängigen Wertes arbeiten. Doch in Wirklichkeit sei auch dies Augenwischerei. Sollten nämlich zehn Netzbetreiber einen Standort gemeinsam nutzen, kämen sie wieder auf 100 Prozent des Wertes, sprich auf den deutschen Wert. In Italien gebe es hingegen überhaupt keine Regulierungsbehörde, die die Grenzwerte überwache.

Kommen mehr Masten?

Ulla Tögel bat Timm Schröder um eine Zukunftsprognose. „Wenn UMTS dazukommt, steht dann alles voll mit Masten?“ Der Vodafone-Vertreter räumte ein, dass man theoretisch 40 000 zusätzliche Sendeantennen brauche, wenn sich UMTS durchsetze. „Doch es wird nicht so dramatisch“, so Schröder. Denn im Gegenzug würden zahlreiche bestehende Anlagen abgeschaltet werden.

Was passiert in Schauenstein?

Diese Frage stellte Roland Meder den Mitarbeitern von Vodafone, schließlich sei es ja das Anliegen der Bürgerbewegung, dass die Anlage verschwindet oder die Leistung gesenkt wird. Doch Timm Schröder machte den Initiatoren keine Hoffnung: „Wenn man die Strahlung reduzieren würde, wäre das nur eine politische Effekthascherei.“ Der Wert sei so gering, weshalb solle man ihn aus populistischen Gründen noch weiter senken? Es gebe für Vodafone auch keinen seriösen Grund, den Standort aufzugeben, denn er sei einfach optimal.

Missgeburten

Stadtrat Hermann Fraas gab zu bedenken, dass ein Landwirt, dessen Hof 200 Meter vom Mast entfernt steht, über eine Zunahme an Miss- und Fehlgeburten bei seinen Tieren klagt. Hier empfahl Timm Schröder, der sagte, dass er solche Fälle nicht kenne, an Umweltminister Werner Schnappauf heranzutreten. „Ich kann das nicht beurteilen, wir halten uns an die geltenden Grenzwerte. Da muss der Gesetzgeber das Problem lösen.“

Besorgte Eltern

In seiner Eigenschaft als Schulrektor erklärte Ullrich Just, dass täglich mindestens drei Eltern auf ihn zukämen und ihre Ängste wegen des Mastes äußerten. Einige hätten sogar vor, ihr Kind abzumelden. „Was soll ich diesen Eltern sagen?“ Wie Timm Schröder erklärte, befindet sich die Schule genau in der Sektorengrenze der Anlage. „Das bedeutet, die Emission ist sowieso nirgends so gering wie an der Schule.“ Ein Wert der ohnehin schon so niedrig sei, könne schwer weiter gesenkt werden. „Das wäre vielleicht beruhigend, aber sinnlos.“ Just fasste zusammen: „Wenn die Kinder wegen des Handyverbots an unserer Schule nicht telefonieren, besteht für sie allein wegen des Mastes keine Gefahr?“ „So ist es“, sagte Schröder.

Bürger fühlen sich machtlos

Wolfgang Frohn sprach die Machtlosigkeit der Bürger an. Jeder könne für sich entscheiden, ob er sich gesund ernähre oder nicht. Doch ob er einen Mast vors Haus gebaut bekomme, könne er nicht beeinflussen. Hier habe sich jedoch schon einiges getan, erklärte Schröder. Der bayerische Mobilfunkpakt ermögliche den Kommunen seit 2002 ein Mitspracherecht bei der Standortentscheidung.

Am Ende dankte Bürgermeister Volker Richter dem Vodafone-Mitarbeiter. Was die Grenzwerte anbelange, könne man in Schauenstein wenig ausrichten. Da sei die große Politik gefragt. Trotzdem überlege man, eine Messung in der Schule vorzunehmen, und zwar mithilfe des Messprogramms der Staatsregierung, das Timm Schröder empfohlen hatte.

Omega siehe dazu „Strahlenmessungen“ unter:
http://omega.twoday.net/stories/326599/
Grundsätzlich ist eine ausgewogene Mobilfunkdiskussion mit befürwortenden und kritischen Fachleuten wünschenswert. Was kann man von einem Vertreter der Mobilfunkindustrie erwarten, als dass er seinen Arbeitgeber verteidigt. Eine Veranstaltung ohne auch die Seite der mobilfunkkritischen Fachleute und Wissenschaftler zu hören, ist sinnlos und bringt nur wenig Informationswert für die Bürger. Es ist wichtig, sachliche Informationen zu geben, damit die Zuhörer sich ein eigenes, sachliches Urteil bilden können. Eventuell können auch zwei Veranstaltungen, eine pro, eine contra Mobilfunk, abgehalten werden.

CLAUDIA SEBERT

http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/resyart.phtm?id=691172


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

Masten in Litfaßsäulen

Ob als Kamin, Nistkasten, Baum, Klimaanlage oder Kirchen-Kreuz getarnt: Ungeliebte Mobilfunkmasten verschwinden vielerorts unter täuschenden Kunststoffhüllen, werden bemalt oder hinter Wänden platziert.

„Das Verstecken von Mobilfunkmasten in Kaminen geschieht häufig wegen Anwohnerprotesten", sagt der Mobilfunkexperte des privaten Umweltinstituts München, Hans Ulrich-Raithel. Dutzende Beispiele hat das Institut allein in München zusammengetragen: Die Anlagen sind auf Litfaßsäulen und in bunten Werbeträgern installiert, wie ein Rauchfang ummantelt oder umgebungsgerecht im Rot der umliegenden Dachziegel gestrichen. Die Antennen seien häufig so unauffällig eingebaut, dass sie sogar für Experten nicht zu finden seien.

Das Geschäft mit der Verkleidung boomt. „In Städten wird bei uns ohne Verkleidung gar nichts mehr gebaut", sagte Stefan Scharf von der Industrieanlagenbau GmbH im österreichischen St. Stefan bei Kärnten. Die Masten der Firma senden aus bis zu 30 Meter hohen künstlichen Bäumen, die sich täuschend echt in Wälder und Parks einpassen. Rund ein Dutzend der etwa 50 000 Euro teuren Bäume seien schon verkauft worden. „Es schaut original aus wie ein Baum.“ In Städten bietet die Firma weitere Lösungen. „Wir tarnen Masten beispielsweise als Fahnenmasten – das ist bei Gemeinden sehr beliebt, zum Beispiel für Marktplätze.“
(Quelle: dpa)

Quelle:
http://www.findefux.de/forum/read.php4?f=84&i=1544&t=1238

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Mobilfunkmasten im trendigen Tarnanzug
http://www.teltarif.de/arch/2004/kw24/s13988.html

Mobilfunkmasten in Plastikhülle im Trend
http://www.mobilmedia.de/de/news_detail.htm?id=1154&which=arc

Mobilfunkmasten werden vielerorts versteckt!
http://www.web4free.at/Artikel.1007

Plumper Versuch der Einflussnahme:
T-Mobile will keinen Hinweis auf versteckte Mobilfunkantennen
http://www.umweltinstitut.org/frames/emf/mobil_versteckt.htm

Athermische Wirkungen sind Fakt

http://kornherr-net.de/sendemast/athermische_wirkungen_sind_fakt.htm

29
Sep
2004

Konzentration (Bündelung) möglichst vieler Sender auf einem Masten

Kommentar dazu von Siegfried Zwerenz:

Die mit Umweltschutz begründete Zielsetzung der Konzentration möglichst vieler Sender auf einem Masten, führt zu einer weiteren gefährlichen Erhöhung der Strahlungsbelastung.

Wenn mehrere Betreiber auf einem Mast kommen, dann erhöht sich die Strahlenbelastung durch mehrere Antennen auf dem Mast. Somit werden dann zwar einige weniger bestrahlt, dafür bekommen aber andere mehr Strahlung ab. St. Florian lässt grüßen! Dieser Vorschlag ist also auch keine Lösung.

Da nun die Sendeanlagen noch in mehreren Kilometern Entfernung Leistungen bringen, bei denen heute schon bekannt ist, dass Menschen und Tiere dadurch erkranken können, dann gibt es doch nur eine Lösung: weg mit dieser Technik! Es müssen Techniken gesucht werden, die unschädlich sind.


Omega siehe dazu auch:
Mehr Antennen, weniger Strahlung?
http://omega.twoday.net/stories/328525/

Mobilfunkindustrie muss umfassende Risikoforschung ermöglichen

Elektrosmog

Mobilfunkindustrie muss umfassende Risikoforschung ermöglichen

29. Sep. 2004

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Telefonunternehmen Vodafone, T-Mobile, O2 und E-Plus aufgefordert, ihren Widerstand gegen eine Studie des Mobilfunkforschungsprogramms des Bundesamtes für Strahlenschutz aufzugeben. Die Studie soll Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen auf das Schlafverhalten von Anwohnern in der Nähe von Funkmasten untersuchen. Die großen Netzbetreiber hätten die moralische Pflicht, den Gesundheitsschutz ihrer Kunden ernst zu nehmen. Sie dürften eine gründliche Risikoforschung nicht weiter verzögern.

Die Umwelt- und Gesundheitsrisiken des Mobilfunks dürften nicht ausgeblendet werden. Wilfried Kühling, BUND-Experte für elektromagnetische Strahlung: "Wir wissen zu wenig darüber, welche Auswirkungen hoch frequente elektromagnetische Felder auf Lebewesen haben. Vor allem die langzeitlichen Gesundheitsgefahren sind nicht ausreichend untersucht. Die Industrie muss alles tun, um eine umfassende Risikoforschung zu ermöglichen. Nur wer beweisen kann, dass sein Mobilfunknetz keine Gesundheitsbeschwerden verursacht, darf es betreiben."

Omega: wir wissen sehr viel darüber welche Auswirkungen hoch frequente elektromagnetische Felder auf Lebewesen haben. Siehe unter „Mobilfunk und Gesundheit“ http://omega.twoday.net/stories/303598/

Der Ausbau der Mobilfunknetze finde weitgehend hinter dem Rücken der Öffentlichkeit statt. Viele Anwohner in der Nähe von Sendeanlagen klagen über Schlaflosigkeit, Nervosität und Kopfschmerzen. Bekannt sind auch Einwirkungen durch mobiles Telefonieren auf Herzschrittmacher, Insulinpumpen für Zuckerkranke und Hörimplantate. Der BUND fordert die Einrichtung eines unabhängigen öffentlichen Dokumentationszentrums zur Erfassung gesundheitlicher Beschwerden durch Mobilfunkstrahlen.

Kühling: "Auch Bundesumweltminister Trittin muss seiner Verantwortung für den Schutz der Menschen und der Umwelt vor elektromagnetischer Strahlung nachkommen und für mehr Aufklärung sorgen. Dazu gehört beispielsweise die gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung der Strahlung von Funktelefonen. Es ist mehr als verdächtig, dass seit zwei Jahren kein einziger Handyhersteller den Blauen Engel für irgendeines seiner Geräte beantragt hat."

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=9401

Eine Entwarnung, eine Beruhigungspille?

Kommentar zu: „Wie hoch ist die Strahlenbelastung im Bus?“

„So spektakulär die Messergebnisse auch sein mögen, Anlass zu Panik geben sie derzeit nicht. Denn auch bei mehr als drei gleichzeitig in Betrieb genommenen Handys können innerhalb eines Fahrzeugs die gegenwärtig geltenden Grenzwerte prinzipiell nicht überschritten werden. Diese Grenzwerte jedoch sind heftig umstritten. Sie stehen zunehmend im Verdacht, viel zu hoch zu sein, um biologische Spätfolgen am Menschen sicher zu vermeiden.“

Omega siehe unter: http://omega.twoday.net/stories/346216/

Eine Entwarnung, eine Beruhigungspille?

Aber wirklich wahr!

"gegenwärtig geltenden Grenzwerte (können) prinzipiell nicht überschritten (werden)"

Die geltenden Grenzwerte können von drei, dreißig aber auch von dreihundert Handys nicht überschritten werden.... !

Wer weiß denn schon, dass es für nicht ortsfeste Funkanlagen keinen festgelegten Grenzwert gibt, der zu überschreiten wäre!

Nun versteht es jeder, warum es prinzipiell nicht geht!

Nur sollte halt sehr deutlich dazu geschrieben werden, dass dies nicht an mangelnder "Sendefähigkeit" liegt!

So dürfen die Schüler sich die erhöhte Sendeleistung von vielen Handys im Schulbus um die Ohren "hauen", in Zügen aber auch in den Klassenzimmern, wo die Lehrer "mit guten Beispiel" voraus gehen und auf ein Handy nicht verzichten wollen, da sie sonst keinen Privatgespräche in de Schule führen können (Argumentation einer Schulleiterin!).

(ich denke ja persönlich, dass wenn Lehrer im Mittel 6 Unterrichtsstunden á 45 Minuten fünf mal die Woche abhalten, sie diese 22,5 Wochenstunden auch ohne Handy leisten können sollten, gerade da sie ja nicht zu den unterbezahlten Berufsgruppen im Land gehören und zu der normalen Wochenarbeitszeit noch viele freie Ferienwochen dazu kommen, wo zumindest meine beiden Lehrerschwestern meist wenige Stunden nach Schulschluss über eine Grenze in Richtung Reiseziel verabschieden, was auch lange Tradition haben muss, denn auch viele meiner Lehrer taten dies in den 14 erlebten Schuljahren regelmäßig und oft !).

Landesverband Thüringen, Bürger gegen Elektrosmog, Öffentlichkeitsarbeit

Bernd Schreiner
Freier Architekt AK Thüringen

http://www.buerger-gegen-esmog.de

Quelle: http://de.groups.yahoo.com/group/elektrosmog-liste/message/4354

28
Sep
2004

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Familie Lange aus Bonn...
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Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
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Starmail - 12. Mär, 22:48
Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
Bitte schenken Sie uns Beachtung: Interessengemeinschaft...
Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
http://www.buergerwelle.de /pdf/effects_of_cellular_p hone_emissions_on_sperm_mo tility_in_rats.htm [...
Starmail - 27. Nov, 11:08

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