18
Jun
2004

Outsourcen und andere Kosteneinsparung

In regelmässigen Abständen jagen Nachrichtenmeldungen durch die Medienwelt, in denen von Verlagerungen, Kosteneinsparungen und Effektivitätssteigerungen geschrieben wird. Heute unverzichtbar, wenn man den Wirtschaftsbossen glauben kann.

Ja, allgemein die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland, oder speziell vor 14 Jahren in den Osten Deutschlands, heute nach Polen, um dort einen Teil der neuen Maschinen und anderen Investitionen als Zuschuss geschenkt zu bekommen, und zum anderen, durch die neuen Anlagen einen wesentlich kleineren Mitarbeiterbedarf bei gesteigerter Produktivität zu erreichen, um dann die ursprünglichen Arbeitsstätten zu schliesen, ist einen Erscheinung, die sehr wohl als modern, und oft als unausweichlich verkauft wird.

Doch wer bekommt dann die Lohnzahlung und wie kann der Empfänger des Gehaltes damit die Produkte erwerben?

Und wo werden dann die Gewinne versteuert, die Umsätze mit den Zulieferern gemacht?

Was früher nur bei den mechanischen Produkten oder der Softwarebranche bekannt war, und vor langem in den Medien die passende Aufmerksamkeit durch die Gegenaktion "Kinder statt Inder" zu fraglichen Rum aufgestiegen war, zieht jetzt auf neue Ebenen um.

Siemens will, Verwaltung und Management verlagern, da spart man enorm Kosten sagen sie und die "human ressources" in diesem, unserem Land sind der kostentreibende Faktor. Über die Leistungsfähigkeit selbst wird kein Wort verloren, die Arbeit selbst wird ungefragt erledigt.

Amerikanische HighTeck- Entwickler sitzen auf der Strasse, und haben gelernt, dass auch in Taiwan entwickelt und profitabel delegieren werden kann.

Können wir Bürger es uns leisten, dann weiter Siemens Produkte zu kaufen? Können oder sollen wir, oder müssen wir sogar aufgrund des allgemein berechtigten Sparanforderungen überhaupt verzichten, die preiswertesten Produkte en masse zu konsumieren?

Erst lernten wir, dass Geiz geil sein, nun heist es: Kaufen, marsch, marsch.

Wie kann man bei diesem Ton als Fisch in der Masse, der mit dem Strom schwimmt, oder mehr treibt, manchmal auch schon tot, sich enthalten? Wer rennt nicht an die Front, wenn die eigenen Leute mit den Gewehren einem im Rücken sitzen?

Der Handymarkt wächst wieder um 30 %, Siemens hatte bei den Kommunikationstechnologien 50 % Umsatzzuwachs, und konnte sogar noch fast 5000 Mitarbeiter freistellen und die Anwohner der Sender wundern sich über die häufigen Krankheitsfälle unter ihnen.

Das ist ein Beispiel von erfolgreichem Wirtschaften, auf das wir, die Bürger nicht mehr verzichten sollten.

Doch weder ich- AGs und Arbeitslose, noch noch- Beschäftigte, und Dauerbeschäftigte- Versorgungsanspuchbezieher des Staats lassen sich so einfach auf ein Ziel ausrichten, so wie bei Siemens auf die Ertragssteigerung gepeilt wird.

Was wir jedoch alle zusammen können, denn wir, das Volk, sind ja der Staat, von uns geht alle Gewalt im Land aus und die Regierenden in Amt und Opposition vertreten nur unsere Interessen, können diese Interessenvertreter outsourcen um deren Effektivität und Produktivität zu steigern, den Apparat zu verschlanken und im ganzen damit erhebliche Kosten zu reduzieren um unser Bestehen in der globalisierten Welt zu sichern.

Warum Monat für Monat Sattelschlepper beladen, und alle Büros des EG- Palamentes über die Autobahn für Millionen von Euros rollen lassen, wenn wir diese gleich konzentriert in Tschechnien, Lettland oder besser nach Fernost, China böte sich auch hier an, zu für uns wesentlich besseren Gesamtkonditionen an einem Ort arbeiten zu lassen. Die Berliner Runde fliegt im Billigflieger hinterher.

Da könnten dann Milliarden eingespart werden. Da könnte die Praxisgebühr in einen Gutschein für den Biergarten, das Legoland oder den Ibizaflug umgewandelt werden, die Lohnnebenkosten und die Steuersätze enorm gesenkt werden, wie auch die Reisekostenerstattungen und die Wirtschaft hätte wieder ausreichend Luft in den Höhen des globalisierten Wirtschaftgebirges.

Warum die Krankenkosten in Deutschland verwalten, warum die Riesenberge von Steuerliteratur in Deutschland schreiben, die Prozesslawinen hier abarbeiten und für jedes Bundesland eigenen Lehrbücher, incl. Schreibschriften entwickeln, so dass ein hessisches Kind die Texte eines Thüringer 2 Klässers nicht lesen kann?

Ja, lasst uns die Verwaltung, den Wasserkopf im Land und der EG nach China verschiffen, lasst uns die Bürokratie in Containern gepackt exportieren, dann, spätestens dann, wird auch die chinesische Entwicklungwut, ob bei Kinderarbeit, Energieverbrauch oder Umweltverschmutzung verkümmern, und es bestehen sogar Chancen, dass wir durch diese innovationsfreudigen Mitbewohner dann die Chance haben, die letzten grossen Naturwälder des Planeten zu retten.

Noch viele Grüße aus Westhausen, solange es noch steht.

(Ja es gibt hier bereits Wüstungen in nächster Umgebung, und es werden nach ca. 20 jähriger Unterbrechung sicher wieder mehr) !

Bernd Schreiner
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