5
Sep
2004

Stimmen und Zeugenaussagen zur Elektrosensibilität

Schwarz auf Weiß - Stimmen und Zeugenaussagen zur Elektrosensibilität

Elektrosmognews vom 05.09.2004

Aus Schweden erhielten wir folgende Mitteilung, mit der Bitte um Veröffentlichung:

Rigmar Granlund-Lind und John Lind, Svart på Vitt - Röster och vittnesmål om elöverkänslighet, Mimers Brunn Kunskapsförlaget, Sala 2002, Schweden

(Schwarz auf Weiß - Stimmen und Zeugenaussagen zur Elektrosensibilität)

Eine englische Ausgabe ist geplant und kommt gegen Ende 2004.

1997 erhielt der Rat zur Erforschung des Arbeitslebens, kurz RALF genannt, von der Regierung den Auftrag, eine Übersicht und Beurteilung sowohl schwedischer als auch internationaler Forschungsergebnisse über Elektrosensibilität und die Gesundheitsrisiken von elektrischen und magnetischen Feldern vorzulegen.

Diese Arbeit legte den Grund zur Entstehung dieses Buches. Außerdem setzte man von Anfang an einen wichtigen Akzent: Die Betroffenen sollten selbst zu Wort kommen. Deshalb wurde über Zeitungsannoncen zu einer Versammlung im März 2000 in Stockholm aufgerufen, die nicht nur einen großen Saal füllte, sondern auch 405 Briefe einbrachte.

Viele Beiträge drückten Misstrauen RALF gegenüber aus, da die mit dem Auftrag befassten Personen gleichzeitig im Forschungsrat der TELIA (bis vor kurzem staatliches Telefon Monopol) saßen. Diese Befürchtungen erwiesen sich als berechtigt. Der Rapport, den RALF Ende 2000 vorlegte, kam zu dem Ergebnis, dass Elektrosensibilität im Prinzip nicht existiere.

Da in Schweden im Gegensatz zu Deutschland und der EU das Öffentlichkeitsprinzip herrscht, konnten die Herausgeber des Buches und einige interessierte Personen alle Protokolle der Anhörung und die Briefe einsehen. Und nun kann sich jedermann in diesem Buch ein Bild davon machen, in welch skandalösem Masse auch in Schweden die Öffentlichkeit manipuliert wird.

Wer die Aussagen der Betroffenen liest, wird sich fragen (wenn er nicht selbst betroffen ist), wieso diese so virulente und verbreitete Krankheit nicht schon längst
a) anerkannt und
b) allgemein bekannt ist.

Die erste Frage ist leicht beantwortet. Die Regierenden und ihre Kumpane in der Wirtschaft sind, wie in zahlreichen ähnlichen Fällen in der Vergangenheit, daran interessiert, den Deckel draufzuhalten, weil ansonsten enorme Kosten aus sie zukämen.

Zu b): Sowohl die Ursachen der Krankheit sind unsichtbar als auch die Kranken, da diese sich kaum in der Öffentlichkeit bewegen können.

Die überwältigende Ursache für Elektrosensibilität sind die Computer. Und so beschreiben
die Betroffenen ihren Zustand: "Die Symptome hatten zugenommen und gingen in Schmerzen in den Wangen, Lippen, Mund, Oberkörper und Schultern über. Selbst eine Blaufärbung der Unterlippe, des Kinns und der Nase trat auf."

Oder:

"Dann kam ein Symptom nach dem anderen in schneller Folge, wie schmerzende Zähne in Ober- und Unterkiefer, leichter Schwindel, leichtes Übelkeitsgefühl, eiskalte Füße, Schlafstörungen, Schweißausbrüche und Schüttelfrost in der Nacht und enorme Müdigkeit. Die Kopfschmerzen an Freitagen waren furchtbar ..."

Oder:

"Ich wurde krank zusammen mit meinen sieben Kollegen, als unser großes Unternehmen 1989 neue Computer kaufte. Innerhalb von zwei Wochen hatten wir alle Augenschäden oder Hautprobleme oder beides."

Aber RALF sagt, die Elektrosensibilität existiere nicht.

Übereinstimmend berichten alle Betroffenen von der fast momentanen Besserung ihres Zustandes, sobald sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Sehr häufig sind aber auch die Fälle, in denen sich die PC- Allergie (die Bezeichnung Allergie ist hier gängig) allmählich auf andere elektrische Geräte, Lichtquellen, Stromnetze etc. ausweitet. Viele Menschen werden nach und nach überempfindlich gegenüber allem, was nur entfernt mit Strom und Magnetfeldern zu tun hat.

Die Fülle der Symptome ist überwältigend. Stechen, Brennen, Ausschläge, Anschwellen und Einschlafen der Gliedmaßen, Kopfschmerz, Schwindel, Einschränkung des Denkvermögens und der Motorik, Schmerzen in Gelenken, Muskeln und Knochen. Depression, Krämpfe, Gleichgewichtstörungen usw. usf. Die Allergien können sich sogar auf Licht im allgemeinen, auf Chemikalien und Mobiltelefone ausdehnen.

Eine Person schreibt: "Die Mobiltelefone drangen in unsere Idylle ein und ein Mast in drei Kilometer Abstand. Die Symptome: gestörtes Sprechvermögen, Atembeschwerden, Herzklopfen, Gehschwierigkeiten."

Aber Elektrosensibilität existiert nicht.

Erstaunlich immerhin, wie relativ viele Arbeitgeber die Arbeitsplätze der Erkrankten sanierten. Aber auch der Erfindungsreichtum, den viele Menschen entwickeln, um sich vor den schädlichen Strahlen zu schützen.

Häufig lassen Betroffene zuerst ihre Amalgamfüllungen entfernen, da Quecksilber offenbar zu den Stoffen gehört, die Auslöser oder Verstärker der Symptome von Elektrosensibilität sind. Sodann sanieren sie ihre Arbeitsplätze zuhause und so weit wie möglich auch in der Firma. Danach werden die ganze Wohnung (resp. das Haus) und das Auto saniert.

In Firmen, die in großen Gebäuden untergebracht sind, stößt die Sanierung natürlich auf große Schwierigkeiten. Aber irgendwann wird die gesamte Umgebung zu einem Problem, und die Betroffenen sind gezwungen, sich neue Wohnungen resp. Häuser oder Arbeitsplätze zu suchen. Und das wird zunehmend schwieriger, allein durch den rasanten Netzausbau für die Mobiltelefonie.

Es versteht sich, dass diese Maßnahmen mit großen Kosten verbunden sind. Private und kommunale Hausbesitzer weigern sich meist konsequent, die Sanierungskosten auch nur teilweise zu übernehmen. Das bedeutet, dass nur gut betuchte Familien Sanierungen durchführen können. Für die ökonomisch schlechter gestellten wird das Leben hingegen zur Hölle. Obendrein wird diesen Personen vielerorts gar nicht geglaubt, und man hält sie für Simulanten oder arbeitsscheue Elemente.

Über die Kränkungen und ständigen Schmerzen hinaus tritt für fast alle diese Menschen eine zunehmende soziale Isolierung ein. Viele können sich nur noch zuhause aufhalten, womöglich nur in abgedunkelten Räumen oder in einem Zelt im Wald. Und nicht selten gehen Freundschaften oder auch Ehen in die Brüche.

Eine weitere Frage, die in vielen Aussagen auftaucht, ist die fehlende, mangelhafte oder planlose Behandlung ihrer Krankheit, selbst dort, wo sie ernst genommen wird. Doch das hängt auch damit zusammen, dass es bislang keinerlei Heilmittel gibt.

Ein weiteres Problem ist allein die Vorstellung, was man tun soll, falls man eine banale Krankheit bekommt oder einen Unfall hat. Kaum eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus ist mit elektrosanierten Behandlungs- oder OP-Räumen ausgestattet.

Ein eigenes Kapitel ist der Forschung gewidmet. Es ist klar, dass ein paar hunderttausend Erkrankte, die sich oft in einer verzweifelten Situation befinden, sehr aufmerksam verfolgen, wo sich ein Lichtblick auftut. Es geht einerseits um die Forschung, die Beweise für die Existenz der Krankheit erhärtet und andererseits um die Forschung, die zur Linderung der Schmerzen und Erleichterung des Lebens beiträgt.

Allerdings sind die Erfahrungen, die Patienten mit der Forschung in Kliniken, bei Spezialisten und Experten aller Couleur machen, geradezu niederschmetternd. Das reicht von oberflächlichen und summarischen Urteilen bis hin zur Gehirnwäsche und reiner Quacksalberei. Forschungen werden ungenügend und/oder mit Vorbehalten und Vorurteilen durchgeführt, unerwünschte Ergebnisse werden unterschlagen, Testpersonen werden erheblichen Risiken ausgesetzt etc. Kein Wunder, dass das Vertrauen der Patienten zur Forschung erheblich beeinträchtigt ist.

Die Tatsache, dass die neuesten Produkte (ob Auto, TV, PC, Küchengeräte usw.) die Beschwerden der Patienten stark vergrößern, könnte einen fast glauben machen, dass es die Aufgabe der Forschung sei, den Menschen das Leben so höllisch wie möglich einzurichten.

Erstaunlich, dass in manchen Ländern, von denen man es nicht vermutet (Schweiz, Italien, Russland, China), die Forschung weiter gediehen zu sein scheint und die Grenzwerte etwa für Mikrowellen erheblich unter unseren liegen.

Abschließend möchte ich als "Gesunder" noch anmerken, dass die hier aufgezählten und gut dokumentierten Krankheiten (die zum Teil sogar bei Tieren festgestellt werden) für uns alle Beweis genug sein sollten, dass Strahlung nicht gesund sein kann, und dass wir uns nicht der Illusion hingeben sollten, ihr Auswirkungen könnten langfristig nicht auch uns treffen. Deshalb ist dieses Buch allen sehr zu empfehlen.

Einar Schlereth – Journalist, Publizist, Klavreström in Småland Juni 2004

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