Attac

30
Nov
2005

Ausgerechnet die Brüsseler Ober-Lobbyistin fordert mehr Transparenz von NGOs

Ausgerechnet die Brüsseler Ober-Lobbyistin (u.a. für Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft [INSM]) fordert mehr Transparenz von NGOs.

//www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=513

1 //www.chancenfueralle.de/Termine/Veranstaltungen/Aktuell/Was_ist_sozial__-_Vernissage_und_Empfang.html
2 //www.freitag.de/2005/45/05450601.php
3 //www.epd.de/medien/medien_index_37159.html
4 //www.lobbycontrol.de/blog/download/insm-marienhof-bewertung.pdf


Angelika Shams * Mitglied im Attac-Bundeskoordinierungskreis Egertstraße 12 * 75365 Calw-Stammheim * email: shams@attac.de Fon: 07051 / 935 675 * 0179 / 513 41 59 * Fax: 07051 / 935 677

16
Okt
2005

Nixtun war gestern: ausgestrahlt: Atomkraftwerke stillegen! Umsteigen - auf erneuerbare Energien!

Anfang November soll ein Atommüllzug mit 12 CASTOREN von der Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben rollen. Er wird voraussichtlich am Wochenende 6/7. November die deutsch - französische Grenze bei Lauterbourg/Wörth überqueren, und dann über Karlsruhe in den Norden weiterfahren.

Setzen wir ein Zeichen – nixtun war gestern!

Demonstration | 29.10.05 | 13.00 Uhr | Karlsruhe, Marktplatz

Link zum Artikel: //www.aku-wiesbaden.de/artikel_92.htm


-- Angelika Shams * Mitglied im Attac-Bundeskoordinierungskreis Egertstraße 12 * 75365 Calw-Stammheim * email: shams@attac.de Fon: 07051 / 935 675 * 0179 / 513 41 59 * Fax: 07051 / 935 677

23
Sep
2005

Gewerkschaften sind im realen Shareholderkapitalismus nicht angekommen - Die Erpressung mit der Auslagerungsdrohung

//www.omega-news.info/gl_info72005.pdf

THEMEN DER ANLAGE

Nach der Wahl - was ist zu tun?
  • * Vorschläge zur Jahreskonferenz am 1.10.05 Frankfurt/M
    * Entwurf für eine Plattform der Gewerkschaftslinken
    * Politische Krise der Gewerkschaften: Gewerkschaften sind im realen Shareholderkapitalismus nicht angekommen
    * Tarifpolitik der IGM: Wohin sollte der Weg gehen?
    * Dialog mit der Linkspartei
    * Die Erpressung mit der Auslagerungsdrohung

Gegen Billiglohn - Für Gleichbehandlung

Bitte die Demonstration unterstützen - Näheres siehe:
//www.gegenbilliglohn.de/ unter
//bi-gb.de/PDF/mindestlohninfonr.5-03.10.2005.zip kann man den aktuellen Aufruf herunterladen.

8
Sep
2005

30
Aug
2005

Spitzenverdiener würden durch Kirchhof nicht belastet, sondern massiv entlastet

'Wahlkampfmunition'

Attac Deutschland Pressemitteilung Frankfurt, 30. August 2005

* Attac deckt Rechenfehler in aktueller Spiegel-Ausgabe auf: Spitzenverdiener würden durch Kirchhof nicht belastet, sondern massiv entlastet

* Attac fordert einfaches, aber gerechtes Steuersystem

"Die von Paul Kirchhof angestrebte Radikal-Steuerreform belastet die Besserverdiener weit mehr als angenommen", schreibt der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Als Beleg dient eine Modellrechnung: Ein verheirateter Manager mit einem Jahresbrutto von 300.000 Euro und weiteren Einnahmen von 50.000 Euro zahlt nach Berechnung des Spiegel nach Kirchhofs Modell 68.224 Euro Steuern; nach dem derzeitigen Recht werden, so der Spiegel, inklusive Soldaritätszuschlag nur 61.648 Euro fällig.

Doch wie die Attac-AG Steuern beim Nachrechnen feststellte, ist diese Zahl falsch. Bei dem vom Spiegel angesetzten zu versteuernden Einkommen von 229.846 Euro fallen nach der geltenden Splittingtabelle plus Solidaritätszuschlag derzeit
85.145 Euro Steuern an. Daraus folgt: Der Manager aus dem Spiegel-Beispiel wird durch Kirchhof keineswegs zusätzlich belastet, sondern vielmehr um knapp 17.000 Euro jährlich entlastet. "Die Auswirkungen von Kirchhofs Einheitssteuersatz sind klar: Riesige Geschenke für die Spitzenverdiener", sagte Sven Giegold von der Attac-AG Steuern. "Die Spiegel-Aussage, das Kirchhof-Modell sei 'sozialer als die meisten glauben', beruht auf einer peinlichen Milchmädchenrechnung."

Wie das Steuersystem vereinfacht werden könnte, ohne dabei wie im Kirchhof-Modell die Staatsfinanzen zu ruinieren und Gutverdiener zu beschenken, haben Attac, ver.di und die IG Metall mit ihrem gemeinsamen Modell für eine "solidarische Einfachsteuer" gezeigt: Diese sieht vor, Steuerschlupflöcher für Konzerne und Spitzenverdiener konsequent zu schließen, den progressiven Steuertarif in modifizierter Form beizubehalten
(Grundfreibetrag 8000 Euro, Eingangssatz 15 Prozent) und den Spitzensteuersatz (ab 60.000 Euro) wieder auf das Niveau von
45 Prozent anzuheben. Giegold: "Es geht auch einfach und gerecht - statt, wie bei Kirchhof, einfach ungerecht."

Weitere Informationen zur Solidarischen Einfachsteuer:
* //www.attac.de/presse/presse_ausgabe.php?id=318


Malte Kreutzfeldt Pressesprecher Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M Tel.: 069/900 281-42, Mail: presse@attac.de, Fax: 069/900 281-99


-- Angelika Shams * Mitglied im Attac-Bundeskoordinierungskreis Egertstraße 12 * 75365 Calw-Stammheim * email: shams@attac.de Fon: 07051 / 935 675 * 0179 / 513 41 59 * Fax: 07051 / 935 677

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Wie Euch mittlerweile sicherlich bekannt, hat der Spiegel irreführende, falsche Angaben des "Heidelberger Instituts für Steuerrecht" (Kirchhof) ohne eigene Überprüfung übernommen. Mit diesen Angaben wurde der Anschein erweckt, als ob mit dem von Kirchhof vorgelegten Modell (FlatTax) die hohen Einkommen deutlich stärker als bisher belastet würden.

Nachdem Attac dies aufgedeckt hatte, nahm der Spiegel den betreffenden Artikel aus dem Netz (die betreffenden Seiten sind in der ePaper-Ausgabe 'aus rechtlichen Gründen' nicht mehr abrufbar). Statt dessen gab es in der online-Ausgabe eine Korrektur der ursprünglichen Ausgaben.

Die Fehler bleiben aber letztlich bestehen:

- ursprüngliche Zahlengrundlage:
a) Spiegel: Mehrbelastung Einkommen 300.000,- um 6.576,-
b) Attac: Entlastung Einkommen 300.000,- um 16.901,-

- korrigierte Zahlengrundlage:
a) Spiegel: Mehrbelastung Einkommen 300.000,- um 6.596,-
b) Attac: Mehrbelastung Einkommen 300.000,- um lediglich 927,-

Mit herzlichen Grüßen, Angelika


* Spiegel-Stellungnahme zu Attac-Vorwürfen:
* Mehr Fragen als Antworten

Als Reaktion auf die Attac-Vorwürfe, im aktuellen Heft mit falschen Zahlen für die Kirchhof-Reform zu werben
( //www.attac.de/presse/presse_ausgabe.php?id=482 ), hat der Spiegel eine Korrektur seiner Angaben ins Internet gestellt
( //www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,372262,00.html bzw. unten in der Mail).

Dabei wird zwar eingeräumt, dass die im aktuellen Heft abgedruckte Tabelle falsch ist. Allerdings, so der Spiegel, sei das Endergebnis korrekt; bei der Berechnung fehlten lediglich einige Posten, die unter dem bisherigen Steuerrecht abzuziehen seien. Die korrigierten Angaben werfen mehr Fragen auf, als dass sie Erklärungen liefern.

Erstens bei den Zahlen und Rechnungen; folgende Punkte hat der Spiegel bei der Berechnung nach dem derzeitigen Steuerrecht korrigiert:

- Neu aufgenommen wurde "Erhaltungsaufwand" für die zwei Villen in Höhe von 24.903 Euro: Die krumme Zahl (nach mündlichen Spiegel-Angaben ein "Durchschnittswert") kann schon den Eindruck erwecken, dass hier die Annahmen so angepasst worden sind, dass am Ende das gewünschte Ergebnis rauskommt. Solange die Berechnungsgrundlagen nicht offengelegt werden, ist diese Zahl ebensowenig überzeugend wie der angegebene Wert von 100.000 Euro für Abschreibung und Zinsen. Die Wahl von "zwei denkmalgeschützten Villen" für das Beispiel legt zudem den Verdacht nahe, dass hier Einzelfälle als Massenphänomen dargestellt werden sollen, denn das Angebot an denkmalgeschützten Häusern dürfte eng begrenzt sein.

- Von den 10.000 Euro Aktiendividenden müssen nur 5000 versteuert werden: Diese Korrektur ist einleuchtend.

- Bei "Vorsorgeaufwendungen, Sonderaufgaben" ist der Betrag von 4.776 auf 27.900 Euro erhöht worden. Dieser Wert (der sich nach mündlichen Spiegel-Angaben aus 20.000 Euro pro Person, die zu 60 % ansetzbar sind, plus einer Pauschale von 3.900 Euro zusammensetzt), ist falsch. Abgezogen werden müssen die steuerfreien Arbeitgeberanteile in Höhe von 6.084 Euro. Überhaupt nicht einleuchtend ist zudem die Tatsache, dass die zusätzlichen Vorsorgeaufwendungen im Kirchhof-Modell nicht abgesetzt werden. Im Gegenteil sieht sein Modell (gemäß dem Konzept der nachgelagerten Rentenbesteuerung) vor, dass diese Beiträge langfristig in voller Höhe abgesetzt werden können. Umgesetzt werden soll das über einen noch nicht näher spezifizierten Stufenplan. Realistisch ist es daher, diese Beiträge (ohne die Pauschale von 3900 Euro) auch bei Kirchhof in gleicher Höhe wie im geltenden Recht abzusetzen.

Selbst wenn man die (unrealistisch bis unseriös erscheinenden) Annahmen aus dem Spiegel zugrunde legt, zahlt der fiktive Manager bei Kirchhof also nicht, wie vom Spiegel berechnet, 6.695 Euro mehr, sondern gerade mal 927 Euro. (Details zur Rechnung und den Grundlagen im angehängten Dokument der AG Steuern.)

Ein zweiter Aspekt, der mindestens so schwerwiegend ist wie die Fehler in der Berechnung, sind die Arbeitsmethoden des Spiegel: Wie die Redaktion in ihrer Richtigstellung einräumt, stammen die Daten in weiten Teilen von Paul Kirchhofs Institut selbst. ("Die Berechnungen wurden von Kirchhofs 'Institut für Finanz- und Steuerrecht' vorgelegt.") Auf Nachfragen, etwa wieso die Vorsorgeaufwendungen in der Kirchhof-Berechnung nicht abgesetzt wurde, verwies die Spiegel-Redaktion direkt an Kirchhof. (Mail-Zitat des Autors: "ich kann Ihnen dafür keine exakte Quelle nennen und würde Sie bitten, direkt am Heidelberger Institut für Steuerrecht von Professor Kirchhof nachzufragen".)

Fazit: In der Hochphase des Wahlkampfs stützt der Spiegel seine Recherchen zum zentralen Wahlkampfthemas im Wesentlichen auf den derzeit wichtigsten CDU-Wahlkämpfer. Das Ergebnis ist sichtbar, ein Kommentar erübrigt sich.

Frankfurt, 1.9.05 Attac Deutschland


Malte Kreutzfeldt Pressesprecher Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M Tel.: 069/900 281-42, Mail: presse@attac.de, Fax: 069/900 281-99


IN EIGENER SACHE

SPIEGEL korrigiert Kirchhof-Zahlen

In der aktuellen Ausgabe berichtet der SPIEGEL über das Steuermodell des Finanzexperten Paul Kirchhof. Bei der dort abgedruckten Berechnung gibt es einen offenkundigen Fehler.

Hamburg - Bei der Modellrechnung handelt es sich um den Vergleich der Besteuerung eines fiktiven Managers mit 300.000 Euro Jahresgehalt nach dem jetzigen Steuerrecht und dem von Kirchhof geplanten. Dabei wurden mehrere nach heutigem Steuerrecht mögliche Abschreibungsvarianten zugrunde gelegt. Demgegenüber gestellt wurde die Berechnung nach dem Kirchhofschen Modell, das kaum Abschreibungsmöglichkeiten vorsieht.

Die Berechnungen wurden von Kirchhofs "Institut für Finanz- und Steuerrecht" vorgelegt. Bei den von den Steuerexperten angestellten Berechnungen wurden in der Spalte "bisherige Rechtslage" drei steuerabzugsfähige Aufwendungsarten mitberechnet, aber dem SPIEGEL nicht beziehungsweise falsch übermittelt und deshalb in der Grafik nicht korrekt dargestellt. Es handelte sich dabei um Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 27.900 Euro, Erhaltungsaufwand für zwei fiktive Immobilien in Höhe von 24.903 Euro und die Steuerfreiheit von 50 % der Aktiendividende in Höhe von 5.000 Euro.

Deshalb wird in der Grafik das nach bisheriger Rechtslage zu versteuernde Einkommen zu hoch angegeben und die verbleibende Steuerschuld zu niedrig. Werden, wie in dem Planspiel vorgesehen, die theoretisch abzugsfähigen Posten berücksichtigt, geht die Rechnung auf. Außerdem verfälscht ein Zahlendreher die Steuersumme nach dem Kirchhof-Modell. Statt 68.224 Euro muss es heißen 68.244 Euro. Der SPIEGEL-Redaktion ist der Übermittlungsfehler des Kirchhof-Instituts bei der Endkontrolle leider nicht aufgefallen.


Angelika Shams * Mitglied im Attac-Bundeskoordinierungskreis Egertstraße 12 * 75365 Calw-Stammheim * email: shams@attac.de Fon: 07051 / 935 675 * 0179 / 513 41 59 * Fax: 07051 / 935 677

22
Aug
2005

9
Aug
2005

CICR findings on expression of Cry1Ac toxin in Bt Cotton

die 'Freiwillige Feldbefreiung' vor einer Woche in Strausberg samt dem Film 'Leben außer Kontrolle' sitzen mir noch dermaßen frisch in den Knochen, dass ich an dem folgenden nicht vorbeikonnte.

Bitte nehmt Euch einige Minuten Zeit für diese Eilaktion von Greenpeace Indien und dem Zentrum für Nachhaltige Landwirtschaft Indien //www.csa-india.org/cicrstudy.asp - es geht buchstäblich (wie so häufig bei unserem Globalisierungs-Thema) um Leben und Tod.

Wer den Film "Leben außer Kontrolle" gesehen hat, hat dort erfahren, dass der Einsatz der gentechnisch veränderten Hybrid-Baumwolle 'Bollgard' von Monsanto (produziert ein Gift, das laut Werbung von Monsanto wirksam gegen den Schädling Bollwurm sein soll, der die Baumwollkapseln befällt) zu ausgedehnten Missernten geführt hat. Viele der betroffenen Bauern haben infolge dessen keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als sich das Leben zu nehmen.

Nun hat das staatliche Zentral-Institut für Baumwollforschung haarsträubende Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2003 veröffentlicht:

- Das von der gentechnisch veränderten Pflanze produzierte Bt-Gift Cry1Ac ist in in den verschiedenen Pflanzenteilen unterschiedlich konzentriert:

* am stärksten in den Blättern
* am schwächsten u.a. in der Kapselrinde und im Fruchtknoten, den Hauptangriffszielen des Bollwurms - Das Gift wirkt hauptsächlich gegen den Tabakwurm, einen Baumwollschädling, der in den USA die Blätter der Baumwollpflanzen befällt - Es wurden Bollwurm-Populationen gefunden, die bereits gegen das Bt-Gift Cry1Ac resistent sind - Um Bollwurmbefall zu vermeiden, müsste deshalb auch bei den gentechnisch veränderten 'Bollgard'-Pflanzen Insektizide eingesetzt werden

Diese Ergebnisse sollen am 10. August vom Komitee für die Zulassung von Gentechnik (GEAC) diskutiert werden. Greenpeace Indien und das Znetrum für Nachhaltige Landwirtschaft Indien bitten darum, dem Vorsitzenden des Komitees, Shri Suresh Chandra, zu schreiben (Email: chandrasuresh@nb.nic.in, Fax: 0091-11-24363967). Ein Musterschreiben auf Englisch ist beigefügt.

Darin wird u.a. auch die Frage aufgeworfen, weshalb die Ergebnisse erst jetzt veröffentlicht werden und nicht zu dem Zeitpunkt ihrer Entdeckung (die fraglichen gentechnisch veränderten Baumwoll-Hybride waren im gleichen Jahr zur kommerziellen Verwendung zugelassen worden).

Es wird gefragt, was diese Technologie schlussendlich garantiere, wenn die Giftabgabe an der Stelle der Pflanze am geringsten sei, wo der Bollwurm bevorzugt angreife, und was das Komitee den Bauern garantiere, wenn es diese Hybridpflanzen zum kommerziellen Anbau freigebe? Die gesamte Situation rechtfertige die Haltung, die NGOs und unabhängige Agenturen seit Jahren einnehmen: dass diese Technologie unpräzise und nicht kontrollierbar ist und dass die Entscheidungsprozesse des Komitees unwissenschaftlich, irrational und undurchsichtig seien.

Das Schreiben schließt mit der Forderung, dass das Komitee alle bislang gegebenen Zulassungen für den kommerziellen Anbau von Bt-Baumwolle zurücknehmen soll und die Verantwortung für die Verluste der Bauern übernimmt. Darüber hinaus wird gefordert, dass alle Studien in Indien und ihre Ergebnisse - öffentlich oder privat - auf deren Grundlage das Komitee seine Zulassungsentscheidungen trifft, unmittelbar veröffentlich und so der unabhängigen Überprüfung zugänglich gemacht werden.

In der Hoffnung, auch für diejenigen, die wenig Englisch verstehen, eine halbwegs sinnvolle Gebrauchsanweisung geliefert zu haben, grüßt Euch herzlich

Angelika Shams


------- Original Message -------- Subject: Eilaktion: [Fwd: GMW: URGENT - WRITE TO INDIA'S REGULATORS NOW...GEAC DISCUSSES THE CICR STUDY] Date: Mon, 08 Aug 2005 21:25:20 +0200 From: Wolfgang Wiebecke <kigwa.ww@web.de> To: wolfgang wiebecke <kigwa.ww@web.de>

Hallo zusammen, hier sende ich Ihnen/Euch einen Hinweis auf eine Eilaktion im Bereich Globalisierung und Ökologie weiter. Da ich erst heute dazu komme, diesen Hinweis weiterzuleiten, geht mein eigenes erbetenes Schreiben an Shri Suresh Chandra chandrasuresh@nb.nic.in mit dieser Rundmail los.

-------- Ursprüngliche Nachricht -------- Betreff: GMW: URGENT - WRITE TO INDIA'S REGULATORS NOW...GEAC DISCUSSES THE CICR STUDY Datum: Sun, 7 Aug 2005 15:26:44 +0100 Von: GM WATCH <info@gmwatch.org> An: kigwa.ww@web.de <kigwa.ww@web.de>

GM WATCH //www.gmwatch.org

There's an urgent need for messages of concern to be sent to India's GM regulators - the GEAC - who are about to meet to discuss the findings of government scientists at the Central Institute for Cotton Research which show Bt cotton is ineffective against the bollworm.

It's vital that the GEAC now revoke their multiple permissions to Bt Cotton and drastically revamp their unscientific and opaque decision-making processes that made possible these disastrous approvals.

It's vital, says Kavitha Kuruganti, on bahalf of Greenpeace India and the Centre for Sustainable Agriculture in Andhra Pradesh, that as many questions as possible are now raised over how this faulty and problematic technology ever came to be approved with such damaging consequences for many cotton farmers in India.

------

Date: Sun, 7 Aug 2005 15:25:54 +0530 From: Kavitha Kuruganti <kavitha.kuruganti@gmail.com> Subject: URGENT:WRITE TO GEAC NOW...GEAC DISCUSSES THE CICR STUDY

Dear friends,

on the 10th of august, GEAC is expected to meet and discuss the shocking findings put out by CICR on Bt Cotton and on the ineffective toxin expression from the plant. for many cotton farmers of this country who had adopted Bt Cotton, this is in fact too late.

many of you must have seen the Central Institute for Cotton Research's findings on the ineffectiveness of Bt Cotton on many fronts. The findings reflect the erratic results on the ground that have been reported by many NGOs and independent agencies right from the first year of commercialisation and the fact that thousands of farmers have incurred losses with Bt Cotton while the companies and the government continue to promote it aggressively as the solution.

This brings us back to questions raised in the first instance on the technology per se as well as on the decision-making processes that this country follows with regard to genetically engineered crops.

For your information, the following links take you to two scientific studies that are relevant here, including the CICR study that has been published on july 25th and an earlier study by UAS, Dharwad on baseline resistance to Bt toxin in bollworms.

1. //www.ias.ac.in/currsci/jul252005/291.pdf
2. 144.16.79.155/currsci/may252003/1304. pdf

On behalf of CSA and Greenpeace India, I request you to please take a few minutes to send a mail and/or fax to the Chairperson, GEAC demanding that they revoke their permissions to Bt Cotton and that they revamp their decision-making processes drastically. I am attaching a model letter that you could use as is or make whatever changes are necessary, to be sent to :

Shri Suresh Chandra, GEAC Chairperson at chandrasuresh@nb.nic.in or faxed to 011-24363967.

For those of us working against certain agricultural technologies and decision-making processes that promote the technologies in an unscientific and opaque manner, this CICR study epitomises what we suspected all along and therefore, it is important that we act now and put pressure on the GEAC. Could you therefore please send your mail/fax to the above contacts on the 8th and 9th, before the GEAC meets on the 10th of august? thanks.

===

August 6, 2005

To

Shri Suresh Chandra

The Chairperson

Genetic Engineering Approval Committee [GEAC]

Ministry of Environment & Forests, Paryavaran Bhawan,

CGO Complex, Lodhi Road, New Delhi.

Dear Sir

Sub: CICR findings on expression of Cry1Ac toxin in Bt Cotton – GEAC's liabilities arising out of the findings

The Central Institute for Cotton Research, which falls under the ICAR had recently published some alarming findings from a study done by the agency in the 2003 cotton season in Current Science (July 25 th 2005 edition) [1].

From this study, the following findings emerge starkly, raising several unanswered questions and concerns with regard to Bt Cotton as well as decisions taken on transgenic crops in this country. These findings are being quoted below from the recently published paper in the words of the authors as much as possible.

The quantitative levels of Cry1Ac differed significantly among the eight commercial Bollgard hybrids tested – it is 2 to 7-fold variable among the different hybrids.

The Cry1Ac expression was found to be variable also between different plant parts – the leaves of Bt Cotton plants were found to have the highest levels of Cry1Ac expression followed by squares, bolls and flowers while very importantly, the toxin expression in the boll rind, square bud and ovary of flowers was clearly inadequate to confer full protection to the fruiting parts. These are the parts which constitute the most favored sites of bollworm attack.

The higher levels of expression in leaves are more advantageous to Bt Cotton in USA where Heliothis virescens (tobacco budworm, a major pest in the USA) compared to those countries where Helicoverpa armigera is the major pest on cotton like in the case of India. Here, it is worth noting that Helicoverpa species are at least ten-fold more tolerant to the Cry1Ac protein compared to the tobacco budworm.

Increasing levels of Helicoverpa armigera survival were correlated with the toxin levels decreasing below 1.8 µg/g in the plant parts. The CICR scientists felt that from a practical standpoint in understanding farmer complaints related to bollworm survival on Bt Cotton.

The Cry1Ac expression declines progressively over the crop growth with toxin levels falling below the critical level of 1.9 µg/g after 110 DAS [Days After Sowing]. The decline in Cry1Ac expression was more rapid in some hybrids compared to the others. The results suggest that the decline in Cry1Ac expression is more rapid in medium to long duration hybrids, as was evident with Bollgard MECH 162, Bollgard RCH2 and Bollgard RCH 20.

The data available support the presumption that Bt Cotton hybrids in India may require more supplemental insecticide sprays than being used on Bt Cotton varieties elsewhere in the world.

A global analysis on the comparative performance of Bt Cotton varieties and hybrids against bollworms indicates that Bt Cotton Varieties appear to be more effective in controlling the Helicoverpa species compared to the hybrids grown in India. "Hence, the Indian farmer would have to be mentally prepared for the possibility of extra supplemental insecticide applications for bollworm control on Bt Cotton hybrids".

These findings raise several important and urgent questions especially on the functioning of Genetic Engineering Approval Committee (GEAC) that you head:

Why were such studies as the CICR one, conducted in 2003 season, not done much before Bt Cotton hybrids were commercialized in India?

What did GEAC do about asking for such studies to be done?

What kind of results can be expected if CICR did the same study over several seasons given that Bollworm survival was found to be increasing, with toxin levels decreasing?

Why did the CICR choose to publish the findings now in July 2005 in Current Science?

In what way did CICR use its findings to influence decision-making at the DBT and GEAC levels?

What did GEAC then do with the findings?

If it is known that Bt Cotton is more effective against tobacco budworm rather than cotton bollworm and is therefore a technology more suitable for the Americans than the Indian farmers, what was done about it?

If it was known that Bt Cotton is more effective in varieties rather than in hybrids as in the case of India, why was it allowed on hybrids, unless to help the profit-making ventures of agri-business companies which only deal with cotton hybrids and not varieties?

If the variability of toxin expression is so significant amongst different hybrids (2 to 7 fold variability), what are the implications for bio-safety? This country has decided to do away with elaborate biosafety tests once an event is approved and goes in only for agronomic tests and that too, for only one year in some cases. However, the CICR results clearly caution us about the dangers of such an approach. What are the different biosafety tests taken up for these different hybrids that have been approved so far? Does GEAC know the toxin expression levels for each of these hybrids, in different parts of the plant, across the whole season and was this information created before the approvals were granted?

If there is a rapid decline in Cry1Ac expression in certain hybrids like RCH2 Bt and RCH 20 Bt, and if these findings emerged around the same time that GEAC was taking a decision on approval for commercial release of RCH2Bt, what did CICR do about influencing the decision? What did GEAC do about the findings that CICR would have presented to it?

Equally importantly, if the toxin expression is the lowest in the most favored sites of bollworm attack – the ovary of flowers and the boll rind of green bolls – what is the technology ultimately guaranteeing? What is GEAC in turn guaranteeing to the farmers of this country when it is approving and clearing these hybrids for commercial cultivation?

If we combine the findings of this study with an earlier study done by University of Agricultural Sciences, Dharwad which shows that baseline resistance to Bt toxin is already high in several populations of bollworm in several locations of Bt Cotton hybrid cultivation, we are faced with the ludicrous situation where on the one hand, the toxin expression is the lowest in the most vulnerable parts of the cotton plant (vulnerable to bollworm attack) and on the other hand, there is already resistance existing in several cotton growing locations to such toxins!

This whole situation clearly vindicates the position that NGOs and independent agencies have been taking for years now about the technology being imprecise and out of control and your decision-making processes being unscientific, irrational and opaque. We are very concerned about the manner in which such studies are taken up only after decisions for commercialization are made, while GEAC does not wait to heed from such findings even afterwards.

In this context, we demand that the GEAC revoke all the approvals given so far for Bt Cotton commercial cultivation. GEAC should make itself liable for the losses incurred by farmers in many locations because of the failure of the technology.

We once again demand that all studies being conducted in the country and their findings – whether of the public sector or the private sector – based on which your decisions are being made be put in the public domain immediately for independent scrutiny and make your approval procedures broad-based and transparent.

Sincerely,

Name:

(Organisation, if applicable):

Address:

---

[1] "Temporal and intra-plant variability of Cry1Ac expression in Bt Cotton and its influence on the survival of the cotton bollworm, Helicoverpa armigera", Kranthi K R et al (of Central Institute for Cotton Research, Nagpur), Current Science, Vol 89, No 2, 25 July 2005



MfG

Dr. Wolfgang Wiebecke Agrargruppe von Attac-Wtal Meckelstr. 9, 42285 Wuppertal PS: Mit diesen Mails will ich Eilaktionen unterschiedlichster NROs im Bereich "Globalisierung und Ökologie" weiterleiten, die kurzfristig dringend Unterstützung brauchen und über die gängigen Mailinglisten meist zu spät ankommen. Aus zeitlichen Gründen will ich dafür keine Recherchen machen, sondern leite nur - nach kritischer Sichtung - weiter, was mir zugesendet wird. In diesem Sinn also lade ich Sie/Euch zu Ergänzungsinformationen ein! Hinweis: Diese Mails bekommen Menschen und Organisationen, deren Mailadresse in meiner Tabelle in der Spalte "Eilaktionen" mit einer "1" vermerkt ist. Das An- oder Abmelden von diesen Mails kann also unabhängig von anderen meiner "Mailinglisten" jederzeit erfolgen. Ähnliche "Mailinglisten": "Tagungen Globalisierung und Ökologie", "Informationen Globalisierung und Ökologie", "Einkaufsratgeber-Kurzfassung", "Aktionen Globalisierung und Ökologie"

20
Jul
2005

Von Peilsendern und heißen Zellen

Von: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Datum: Tue, 19 Jul 2005 21:14:12 +0200

ND 18.07.05:

Peilsender gegen Castorgegner Göttinger Student zwei Wochen lang von der Polizei verfolgt

Von Reimar Paul, Göttingen

Wenn die Castortransporte in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gestartet und auf dem Weg ins Wendland sind, dann richten Atomkraftgegner und Polizeistrategen ihren Blick auch auf das »Nadelöhr Göttingen«. Schon mehrfach gelang es Umweltschützern, hier – trotz Verbotes – an den Schienen zu demonstrieren und den Atomzug für kurze Zeit zu stoppen. Einmal rauschte der Zug bei Göttingen sogar durch eine veritable Barrikade aus Regenschirmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte deswegen ob möglichen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr, das Göttinger Amtsgericht vermochte einen solchen allerdings nicht zu erkennen und stellte das Verfahren gegen die verdächtigen Schirm-Blockierer auf Kosten der Staatskasse ein.

Den Staats- und Castorschützern blieb die listige Göttinger Anti-AKW-Szene allerdings ein Dorn im Auge. Das musste jetzt auch der Physik-Student Daniel H. erfahren. Der 25-Jährige bekam kürzlich Post von der Göttinger Polizei. Das Schreiben enthielt die Mitteilung, dass H. im Herbst 2004, in der Zeit vor der letzten Castorfuhre nach Gorleben, zwei Wochen lang rund um die Uhr beschattet und sein Telefon abgehört wurde. Eine vom Göttinger Rechtsanwalt Johannes Hentschel beantragte Akteneinsicht macht jetzt das ganze Ausmaß der polizeilichen Schnüffelei bekannt. »Vor meiner Haustür standen Tag und Nacht Beamte, die Polizisten folgten mir bis auf die Uni-Toilette und beobachteten, ob ich mich dort mit jemandem traf«, erzählt H., der von der Observation zunächst gar nichts mitbekommen hatte. Auch die Telefonate seiner Mitbewohner seien abgehört worden. Und am Auto eines Bekannten brachten Polizisten einen GPS-Peilsender an. »Offenbar reichte die Fantasie der Beamten so weit, dass sie annahmen, ich wollte das Fahrzeug auf die Schienen stellen, um damit den Castor-Zug anzuhalten.«

Dass sie ausgerechnet H. ins Visier nahmen, begründeten die staatlichen Castorschützer damit, dass der Student auch im eingestellten »Regenschirm-Prozess« angeklagt war und Mitglied im Göttinger Anti-Atom-Plenum sei. Auch die Gestaltung eines Plakates, das zu einer Anti-Atom-Party einlud, wurde H. zugeschrieben. Die Göttinger Polizeiführung, die Attacken gegen den damals bevorstehenden Castortransport befürchtete, veranlasste den Akten zufolge selbst die Observierung. Lediglich das Mithören der Telefonate musste man sich von einem örtlichen Amtsrichter genehmigen lassen. Rechtliche Grundlage für die Selbst-Ermächtigung der Polizei ist der umstrittene Paragraf 33a des kürzlich verschärften Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Polizeigesetz). Dieser Paragraf gestattet eine so weit reichende Bespitzelung, wenn »Straftaten von erheblicher Bedeutung« drohen.

»Es ist aber völlig absurd anzunehmen, dass von der Anti-Atom-Bewegung eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen ausgeht«, weist Martin M. vom Göttinger Anti-Atom-Plenum entsprechende Verdächtigungen zurück. »Menschen gefährdende Gewalt haben wir immer ausgeschlossen.« Die Wurzel des Übels ist aus Sicht von Rechtsanwalt Hentschel die vage formulierte Regelung im Niedersächsischen Polizeigesetz, die auch bei leisestem Verdacht künftiger Handlungen des Betroffenen die gesamten Überwachungsmaßnahmen zulässt. Eine Klage gegen den Paragrafen 33a ist derzeit beim Bundesverfassungsgericht anhängig.

19
Jul
2005

Menschenrechtsverletzungen in schottischen Gefängnissen wärend des G8 Gipfels

Wer noch nichts über die unglaublichen Umstände erfahren hat, mit denen der Protest gegen den G8-Gipfel in Schottland konfrontiert war, kann sich im Attac-Weblog zu G8 einen ersten Überblick verschaffen: //www.attac.de/blogs/g8/ (letzter Eintrag: heute)

Wer sich darüber hinaus in der Lage sieht, morgen in Berlin dagegen zu demonstrieren, kann gleich hier schauen: //www.attac.de/blogs/g8/?p=18

Mit herzlichen Grüßen, Angelika

-- Angelika Shams * Mitglied im Attac-Bundeskoordinierungskreis Egertstraße 12 * 75365 Calw-Stammheim * email: shams@attac.de Fon: 07051 / 935 675 * Fax: 07051 / 935 677
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