Sozialabbau

8
Apr
2005

Aktionstag gegen Festung Europa

In 50 Städten in Europa wurde rund um den 2. April protestiert, gegen Lager für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht, gegen die Internierung von MigrantInnen in verschiedenen Formen von Lagern und gegen Grenzen. Auch an der Grenze zwischen San Diego/Tijuana (USA/Mexiko) fanden Proteste statt…. Siehe Bericht mit weiterführenden Links von "alles für alle" vom 02.04.2005 bei indymedia http://de.indymedia.org/index.shtml


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 24, Eintrag 5

Hartz-Gegner lassen nicht locker

Neue Aktionen von Initiativen - auch im Netz. Artikel von Peter Nowak in ND vom 2.4.05 http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=69787&IDC=3


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 24, Eintrag 5

Bundesweite Ein-Euro-Job Aktion - LidlSchluss

Erinnerung an das Treffen zur abschliessenden Vorbereitung der bundesweiten Ein-Euro-Job Aktion + Diskussion um "LIDL-Schluss" am Samstag, den 9.4.2005 von 12.00 - 16.30 Uhr im Gewerkschaftshaus in Göttingen, Obere Masch 10 (3 Min. vom Hauptbahnhof)

- Das Plakat zur Mobilisierung für den bundesweiten Aktionstag am 20.Mai gibt es am Samstag auf dem Treffen

- Ab 15.April gibt es 20.000 Zeitungen zur Kampagne

- Für die Diskussion zum Lidl-Schluss siehe "LidlSchluss". Prekäre Beschäftigung bei Lidl, Schlecker und Aldi ruft nach weiteren Initiativen. Zusammenstellung von Informationen und Ideen von "Einzelpersonen" vom 19.01.2005 bei indymedia
http://de.indymedia.org//2005/01/104489.shtml


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 24, Eintrag 5

7
Apr
2005

Die unsoziale Realität der Gesundheitsreform

URL:
http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=26773
Datum: 07.04.2005
© www.sozialisten.de


Die unsoziale Realität der Gesundheitsreform

Zur Forderungen aus SPD, Grünen und Union, die Gesundheitsreform zu korrigieren, so dass die Krankenkassen wieder die Kosten für rezeptfreie Medikamente für 13- bis 17jährige Patienten übernehmen, erklärt Katja Kipping, stellvertretende Vorsitzende:

Es wird Zeit, dass die mit der Gesundheitsreform verbundene immer stärkere Abhängigkeit der gesundheitlichen Versorgung vom Geldbeutel der Betroffenen ins Bewusstsein der verantwortlichen Politiker tritt.

Die Einsparungen der Krankenkassen, die im Übrigen immer noch nicht durch entsprechende Beitragssenkungen honoriert werden, sind kein Grund zum Jubeln, so lange sie vor allem auf dem Rücken von sozial Benachteiligten, chronisch Kranken und Behinderten abgeladen werden.

Längst liegen genug Untersuchungen vor, die belegen, dass sich die Zahl der Arztbesuche vor allem in sozial benachteiligten Quartieren drastisch reduziert hat. Die Korrekturforderungen aus den Reihen jener Parteien, die vor zwei Jahren die Gesundheitsreform verbrochen haben, können deshalb nur ein erster Schritt sein. Mindestens genauso wichtig ist die Wiedereinführung einer Härtefallklausel für sozial Benachteiligte, mit der ihnen die Praxisgebühr-Hürde vor dem Arzt-Besuch erspart bleibt.

Um jedoch den Weg in die Zwei-Klassen-Medizin wirklich stoppen zu können, gehören die solidarische Bürgerversicherung und die Wiederherstellung des Leistungskatalogs der Krankenkassen auf die Tagesordnung.

Kinderarmut und Armut an Kindern

URL:
http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=26770
Datum: 07.04.2005
© www.sozialisten.de


Kinderarmut und Armut an Kindern

Familienministerin Renate Schmidt hat die Einführung eines einjährigen Elterngeldes angekündigt. Dazu erklärt die Bundesfrauenreferentin der PDS, Monika von der Lippe:

Die PDS hält ein einkommensabhängiges Elterngeld für sinnvoll, um Frauen nicht länger für ein Taschengeld aus dem Arbeitsmarkt heraus zu komplimentieren. Damit es wirken kann, muss jedoch eine Absicherung nach unten geschaffen werden!

Im Blick hat das Familienministerium in erster Linie Akademikerfamilien: Sie erlitten "massive Wohlstandsverluste" durch Erziehungskosten, dementsprechend sei hier die Geburtenrate am niedrigsten. Doch ganz so einfach ist das nicht. Wohlhabendere Familien sind auch familienpolitisch keineswegs diskriminiert - von Steuererleichterungen und Kindergeld profitieren sie am meisten - während Arbeitslosen das Kindergeld bis zum letzten Cent angerechnet wird. Die Folge: Jedes fünfte Kind in der Bundesrepublik lebt in Armut, infolge der Hartz-Gesetze erwartet der Paritätische Wohlfahrtsverband einen weiteren dramatischen Anstieg.

Wir brauchen ein existenzsicherndes Kindergeld, das alle Kinder gleichermaßen vor Armut schützt!

Die niedrige Geburtenrate bei Akademikerinnen hat verschiedene Ursachen. Einen Ausweg wies kürzlich das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Im europäischen Vergleich wirkt sich besonders die Gleichberechtigung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt positiv auf die Geburtenrate aus!

Clements unerträglicher Jubel

http://www.ftd.de/me/cl/1949.html

6
Apr
2005

Spargel löst die Arbeitsmarktprobleme

In Deutschland ist kein Rezept dumm genug, um nicht als vielversprechend zu gelten.

http://www.saar-echo.de/news.php?news_ID=20853

5
Apr
2005

ALG-II-Bezüge für April nach Suizidversuch und Sitzstreik ausgezahlt

e-Mail: information@soziale-bewegung.de Telefon: 0341-463 99 79; Fax: 0341-463 99 78, Internet: http://www.soziale-bewegung.de/Aktionen.htm

Am 7. März 2005 hat unsere Bedarfsgemeinschaft, bestehend aus mir und meiner Partnerin einen Fortzahlungsantrag auf Arbeitslosengeld II bei der Agentur für Arbeit gestellt. Ich bin Langzeitarbeitsloser, meine Partnerin Dialysepatientin und EU- Rentnerin.

Am Freitag 1. April hätte ich regulär Arbeitslosengeld II erhalten müssen. Der gestellte Antrag war jedoch gar nicht bearbeitet worden, folglich hatte ich noch keinen Arbeitslosengeld-II-Bescheid; also kein Geld, weder für den Lebensunterhalt noch für die Miete.

Meine Partnerin, die mit ihrer Rente für meinen Lebensunterhalt mit aufkommen muss, bekam daraufhin Existenzängste. Außerdem war es für sie nicht einsehbar, dass sie für die Unfähigkeit der Agentur nun bestraft wird.

Deshalb begab sie sich am Vormittag auf das Sozialamt, welches für Rentner zuständig ist, um nachzufragen, was jetzt passieren muss, damit wenigstens das Geld für die Miete gezahlt wird. Mein Vermieter will die Miete nämlich immer pünktlich haben. Im Sozialamt bekam sie aber nur zu hören: „Uns interessiert ihre Miete nicht und im Übrigen sind sie ein Schmarotzer der Gesellschaft, genau wie ihr asozialer Partner“. Da geriet sie offensichtlich in Panik und in einer Art Kurzschlusshandlung schnitt sie sich auf dem Sozialamt die Pulsadern auf. Sie wurde ins Parkkrankenhaus gebracht. Erst am Nachmittag teilte mir das Sozialamt in unverschämter Weise mit: “Wir haben ihre Partnerin zwangseinweisen lassen“, ohne auch nur im geringsten mitzuteilen, was geschehen war. Am Abend erfuhr ich dann im Krankenhaus, was wirklich geschehen war.

Am Montag den 4. April ging ich dann gegen 8:00 Uhr zur Agentur für Arbeit. Ich hatte mir geschworen, ich gehe nicht ohne Geld aus dem Amt. „Bewaffnet“ mit einem Schreiben des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, dem Grundgesetz, dem BGB und der Visitenkarte eines Anwaltes setzte ich mich um 9. 00 Uhr in das Zimmer der Bearbeiterin. Im Amt angekommen sagte ich: „Ich verlasse die Agentur für Arbeit erst, wenn ich meinen ALG-II-Bescheid und Geld erhalten habe. Ich verweise auf Artikel 34 des Grundgesetzes und im Zweifelsfall rufe ich meinen Anwalt an. Die Polizei können sie gern holen. Im Knast brauche ich nämlich kein Geld“. Die Polizei wurde nicht geholt, aber ein Ordner der Agentur setzte sich ganz dicht neben mich. Ich kam mir vor wie ein Untersuchungshäftling. Die Bearbeiterin sagte dann: „Sie sind in Widerspruch gegen ihren vorherigen Bescheid gegangen und da haben wir keine Akten, folglich können sie kein Geld bekommen“. Ich konterte: „1. habe ich ein Widerspruchsrecht. 2. Hat der erste Bescheid nichts mit dem zweiten zu tun. Und 3. Ist die drei Monate Bearbeitungsfrist für meinen ersten Widerspruch längst überschritten, weswegen ich dazu schon eine entsprechende Untätigkeitsklage beim Sozialgericht eingereicht habe und nun schweige ich und warte bis ich den Bescheid und das mir zustehende Geld bekomme.“ Man versuchte dann einige plumpe Provokationen gegen mich. Ich schwieg aber beharrlich.

Gegen 13 Uhr kam dann die Wende: „Wir kommen Ihnen entgegen und bearbeiten den Vorgang, denn die Akten haben wir nun doch gefunden. Wir sind ja kulant.“ – Blanker Zynismus. Gegen 14 Uhr hatte ich einen Bescheid und eine Barauszahlung der vollen Leistung für den April.

Meine Partnerin wurde am 6. April aus dem Krankenhaus entlassen. Es ist ein Skandal, wie man uns in unbedachte Handlungen treibt, wie Strafgefangene und Aussätzige behandelt und uns obendrein noch die paar Euro, welche zum Leben nicht reichen, streitig macht.

[Der Text wurde für die Veröffentlichung als Handzettel anonymisiert und der Ort des Geschehens weggelassen.]

Bitte sendet uns Eure Berichte an: information@soziale-bewegung.de
Viele von denen, die noch beschäftigt sind, glauben nicht, was derzeit passiert.

Strafgebühr für Jobvernichter gefordert

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,349713,00.html

Kein Platz für Arme?

Cohre - "Center on Housing Rights And Evictions" - hat eine ausführliche (englische) Dokumentation vorgelegt, die eine Gesamtbilanz der Stadtplanungs- und Vertreibungspolitik (neudeutsch: Segregation) von der Gründung der Stadt bis heute darstellt. Sie zeigt, neben vielem anderen, das sich die Situation der Armen in der Stadt nicht verändert hat - auch die Argumente der Stadtplaner kaum: Zuviel Müll, zu gefährlich, keine Reparatur möglich, es muss neu gebaut werden. Eine Lektion - auch in Sachen Politik "progressiver" Regierungen. Und auch für von gar nicht progressiven Regierungen Betroffenen, wie etwa in Hartz-County. Die Dokumentation "Any Room for the Poor? - Forced Evictions in Johannesburg" vom 17.Februar 2005 bei Cohre:
http://www.cohre.org/downloads/ffm-johannesburg-lo.pdf


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 24, Eintrag 2
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