Civil Rights - Buergerrechte

26
Jun
2004

Europäisches Parlament legt Berufung ein

PNR: EuGH wird angerufen

Der Justizausschuss des EU-Parlaments hatte es mit einer Zweidrittelmehrheit gefordert, Noch-Parlamentspräsident Pat Cox, der immer viel Verständnis für die Forderungen der USA und die vorauseilende Vorgangsweise der Kommission hatte, blieb nun nichts anderes übrig, als unten Angefügtes zu verkünden.

relayed by Harkank


Europäisches Parlament legt Berufung ein
Will Annullierung des Abkommen der EU-Kommission über die Weitergabe von Flugpassagierdaten an die USA
Sieht keinen ausreichenden Schutz für übermittelte Daten

Das Europäische Parlament wird den Europäischen Gerichtshof [EuGH] anrufen, um eine Annullierung des Flugdatenabkommen der EU mit den USA zu erreichen.

Dies teilte der scheidende Präsident des Europäischen Parlaments, Pat Cox, heute in Dublin mit. Auch gegen den Entscheid der Europäischen Kommission, wonach die übermittelten Flugpassagierdaten [PNR] in der ausgehandelten Regelung ausreichend geschützt würden, wird Einspruch eingelegt.

Cox hat damit auf einen Entscheid des Rechtsausschuss des Europaparlaments von Mitte des Monats reagiert, der mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit bereits eine Klage vor dem EuGH gefordert hatte.

"Diese Entscheidung spiegelt die Besorgnis einer großen Mehrheit des Europäischen Parlaments und deren Bedürfnis wider, die Grundrechte und -freiheiten der Bürger zu verteidigen", so Cox.

Quelle: quintessenz-list Digest, Vol 15, Issue 11

25
Jun
2004

Vorratsspeicherung aller Kommunikationsdaten ist verfassungswidrig

Datenschutzbeauftragte gegen Totalüberwachung: "Vorratsspeicherung aller Kommunikationsdaten ist verfassungswidrig"

25.06.04

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder halten die geplante pauschale Speicherung sämtlicher Telefonverbindungen und Daten zur Internet-Nutzung für verfassungswidrig. Eine Arbeitsgruppe des EU-Ministerrats berät derzeit über einen Richtlinien-Vorschlag, der es ermöglichen würde, Anbieter von Telekommunikations- und Internetdiensten zu verpflichten, jede einzelne Nutzung zu protokollieren und mindestens ein Jahr aufzubewahren. Eine flächendeckende Vorratsspeicherung von Kommunikationsdaten würde die Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und auf ungehinderte Unterrichtung aus allgemein zugänglichen Quellen verletzen, kritisierten die Datenschützer...

Die ganze Nachricht im Internet:

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=8762

23
Jun
2004

Inside the federal government's "Star Chamber"

Capitol Hill Blue

by Teresa Hampton

06/22/04

"Each and every weekday, 11 federal judges meet in secret in Washington and review FBI and Department of Homeland Security requests for warrants to spy on Americans. And, on average, the court approves seven warrants a day, according to records obtained under the Freedom of Information Act. ... Some privacy groups refer to the court as a 'Star Chamber,' a secret coven of judges who hold the future of Americans in their judicial hands. Although the court was created by the Foreign Intelligence Surveillance Act of 1978, it has become recent tool of the Bush Administration to wiretap, follow, investigate and harass Americans under the guise of the war against terrorism. And the law allows the court to conduct its business in secret, with no oversight from any federal agency or legislative body, including the U.S. Congress...

http://www.capitolhillblue.com/artman/publish/article_4724.shtml


Informant: Thomas L. Knapp

Das überwachte Netz: Reporter ohne Grenzen kritisiert Internet-Kontrolle

http://www.heise.de/newsticker/meldung/48503

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen[1] kritisiert in ihren neuem Internet-Bericht The Internet under Surveillance[2] die immer weiter zunehmende Überachung des Internet. Reporter ohne Grenzen hält dabei fest, dass nicht etwa nur autoritäre Regime die Internet-Kontrolle verschärfen, sondern auch demokratische Staaten. Parallel zur Vorstellung des Berichts verlieh Reporter ohne Grenzen[3] dem Chinesen Huang Qi[4] den diesjährigen Preis für "Freiheit im Internet". Der Cyberdissident ist seit vier Jahren im Gefängnis, weil er die chinesische Regierung auf seiner Webseite kritisiert hat.

Die Organisation hat für ihren Bericht die Pressefreiheit im Internet in 60 Ländern untersucht: Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 würden die Rechte von Internetnutzern, Website-Betreibern und Online-Journalisten weltweit zunehmend eingeschränkt, zieht Reporter ohne Grenzen das Fazit. Allerdings sähen auch viele Regimes durch einen freien Informationsfluss im Netz ihr Nachrichtenmonopol gefährdet.

Während Regimes wie beispielsweise in Kuba die Verfügbarkeit eines Internetzugang und Zugang zu Computern bereits streng reglementierten, würde dagegen China beispielsweise das Internet als wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum ansehen. Die Konsequenz: Nicht der physische Zugang wird eingeschränkt, sondern die staatlichen Behörden entwickelten "imer ausgefeiltere Methoden, um unliebsame Informationen aus dem Netz zu filtern". China sei auch das "weltweit größte Gefängnis für so genannte Cyber-Dissidenten": 63 Menschen seien derzeit inhaftiert, weil sie "subversive Inhalte" im Internet verbreitet haben sollen. In Vietnam sind sieben Menschen aus dem gleichen Grund eingesperrt, auf den Malediven drei, in Syrien zwei.

Reporter ohne Grenzen kritisiert scharf, dass "die Freiheit im Internet gesetzlich oft weniger geschützt als die Pressefreiheit in den traditionellen Medien". Auch in Demokratien würden viele Maßnahmen etwa gegen Kinderpornographie, Terrornetzwerke, Rechtsextermismus oder Urheberrechtsverletungen nicht mit bestehenden Gesetzen abgeglichen. Auf der Strecke blieben dann das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Privatsphäre. Dies kritisieren die Menschenrechtler etwa auch für Deutschland: Die Behörden hätten etwa Schritte zum Kampf gegen Rassismus und Pornographie im Internet unternommen, die freie Meinungsäußerung und die Vertraulichkeit von Mitteilungen gefährdeten, heißt es in der Zusammenfasung des Deutschland-Teil[5] des Berichts.

In Zusammenarbeit mit dem Internet-Angebot der Deutschen Welle stellt Reporter ohne Grenzen eine Reihe von Länder im Detail[6] vor, in denen die Pressefreiheit bedroht ist. Außerdem gibt es auf der Site weitere Informationen zu Huang Qi, dem Träger des "Cyber-Freedom Prize 2004".

Siehe dazu auch:

- Internet under Surveillance 2004[7], Bericht von Reporter ohne Grenzen zur Internet-Überwachung

- Das Netz wird enger[8], Website der Deutschen Welle zur zunehmenden Internet-Überwachung

- Petition[9] von Reporter ohne Grenzen für die Freilassung von Huang Qi

(jk[10]/c't)

Links:
1. http://www.reporter-ohne-grenzen.de/
2. http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=433
3. http://www.reporter-ohne-grenzen.de/cont_dateien/pm_anzeige_c.php?id=430
4. http://www.heise.de/newsticker/meldung/36938
5. http://www.rsf.org/article.php3?id_article=10678
6. http://www.dw-world.de/internet-ueberwachung
7. http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=433
8. http://www.dw-world.de/internet-ueberwachung
9. http://www.reporter-ohne-grenzen.de/unterst/prot/protbrief/proteste.php#huang
10. mailto:jk@ct.heise.de


siehe auch:

Auch Demokratien schränken die Freiheit im Internet zunehmend ein

Die weltweite Überwachung im Internet nimmt zu - nicht nur in autoritären Regimen, sondern auch in Demokratien - und dort meist ohne öffentliches Interesse. Dies ist das Fazit des neuen Berichts The Internet under Surveillance[1] von Reporter ohne Grenzen.

Die Menschenrechtsorganisation hat die Situation der Pressefreiheit im Internet in 60 Ländern untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 die Rechte von Internetnutzern, Website-Betreibern und Online-Journalisten weltweit zunehmend eingeschränkt werden. Doch nicht nur der Kampf gegen den Terrorismus führt zu einer Kontrolle des Internets: Viele Regimes sehen durch einen freien Informationsfluss im Netz ihr Nachrichtenmonopol gefährdet; demokratische Bewegungen via Internet würden im Keim erstickt.

Dabei seien die Methoden unterschiedlich: Länder wie Kuba, Burma und Nordkorea gewähren nur wenigen Menschen einen Zugang zum Internet. In Kuba etwa ist der Verkauf von Computern streng reglementiert. So werden kostspielige Überwachungssysteme gespart.

Anderswo gilt das Internet als wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und ist weit verbreitet. Daher würden zum Beispiel China und Vietnam immer ausgefeiltere Methoden entwickeln, um unliebsame Informationen aus dem Netz zu filtern. Chinas Technologien zur Überwachung von E-Mails und Zensur von Online-Publikationen seien daher weltweit führend. Zudem sei China auch das weltweit größte Gefängnis für so genannte Cyber-Dissidenten - 63 Menschen sind dort derzeit inhaftiert, weil sie "subversive Inhalte" im Internet verbreitet haben. In Vietnam seien sieben Menschen aus dem gleichen Grund eingesperrt, auf den Malediven drei, in Syrien zwei.

Auch die Regierungen in Saudi-Arabien, im Iran, in Tunesien und in Turkmenistan blockieren den Zugang zu vielen Internetseiten, darunter zu unabhängigen Zeitschriften, zu Seiten über Menschenrechte, über verbotene Religionen oder mit pornografischem Inhalt.

Aber auch Demokratien schränken die Freiheit im Internet zunehmend ein. Das sei positiv, wenn es darum ginge, Kinderpornografie, Terroristennetzwerke und Rechtsextremismus zu bekämpfen oder die Kulturindustrie vor Piraterie zu schützen. Doch viele Maßnahmen seien nicht mit bestehenden Gesetzen im Einklang. Inzwischen sei die Freiheit im Internet gesetzlich oft weniger geschützt als die Pressefreiheit in den traditionellen Medien. (ji)

Links:
1. http://www.rsf.org/article.php3?id_article=10806


http://www.golem.de/0406/31902.html

21
Jun
2004

Plakatkampagne für Informationsfreiheitsgesetz auf Bundesebene gestartet

Berlin

21.06.04

Mit dem Slogan "Sie dürfen zwar alles zahlen, aber nicht alles wissen!?" soll pro-information seit Montag an 250 Bus- und Tramhaltestellen, Informationsflächen und Litfass-Säulen in Berlin für ein Informationsfreiheitsgesetz auf Bundesebene werben. Mit einem solchen Gesetz hätten laut pro-information Bürger und Journalisten bessere Möglichkeiten, sich über Aktivitäten der Verwaltung zu informieren. Das Gesetz wäre ein Schutz vor Korruption und würde bürgerschaftliches Engagement erleichtern.

Bereits am 11. Juni soll die Unterschriftenkampagne http;//www.pro-information.de , die online Unterschriften für ein Informationsfreiheitsgesetz sammelt, gestartet worden sein. Die Internet-Aktion würde von namhaften Erstunterzeichnern wie Gesine Schwan, Präsidentin der Viadrina-Universität, unterstützt. Ihre Begründung: "Ineffizienz, Amtsmissbrauch und Bürgerferne führen zu Staats- und Politikverdrossenheit. Mit einem Informationsfreiheitsgesetz kann der Staat zeigen, dass er transparenter Partner der Bürger sein will - und nicht geheimnisvoller Gegner."

Die ganze Nachricht im Internet:

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=8713

America's Blind Faith in Government

by Harold Williamson

It was Alexis de Tocqueville who said that despotism can govern without faith, but liberty cannot. For Americans it has always been a matter of faith that their government's intentions were noble. But recent history has twice proven this to be delusional....

http://www.dissidentvoice.org/June04/Williamson0621.htm

Freedom, Incorporated

http://www.truthout.org/docs_04/062104A.shtml


Informant: ECOTERRA Intl.

The draft is coming back

http://tinyurl.com/2v3y2

20
Jun
2004

19
Jun
2004

The strange, sad death of the American way

Would Americans ordinarily tolerate a president who lies and exaggerates? A leader who uses fear to manipulate his people to his own ends? A president whose staff blow the deep cover of a CIA agent as political payback? A president whose Administration channels billions of dollars to crony corporations on false pretexts? A president who deems torture acceptable?...

http://www.informationclearinghouse.info/article6335.htm


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Starmail - 27. Nov, 11:08

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