29
Mai
2004

Der „Freiburger Appell“

„Funkanlagen auf Krankenhäusern unverantwortlich“

Antrag der ödp: Kreisausschuss soll für Verschwinden der Antennen sorgen -Landrätin Bruni Mayer sieht keinen Handlungsbedarf

Pfarrkirchen. Die ödp heizt die immer wieder aufkommenden Diskussionen um die Mobilfunkanlagen neu an. Ihre Kreisräte wollen die Antennen von den Dächern der Krankenhäuser verbannen.

Die Verträge mit den Betreibern der Mobilfunksendeanlagen auf den kreiseigenen Krankenhäusern in Eggenfelden und Pfarrkirchen sollen so schnell wie möglich gekündigt werden. Das fordern die Kreisräte der ödp in einem Antrag zur nächsten Sitzung des Kreisausschusses.

Nach Informationen der ödp gibt es derzeit insgesamt sechs Verträge mit den Firmen Vodafone, T-Online und E-plus, die alle Mobilfunkeinrichtungen auf den Krankenhäusern in Eggenfelden beziehungsweise Pfarrkirchen installiert haben. Die ersten Verträge könnten nach Auskunft der Geschäftsführung der Kreiskrankenhäuser gGmbH nun gekündigt werden.

In der Begründung zu ihrem Antrag verweist die ödp auf Aussagen der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED). In einem so genannten „Freiburger Appell“ vom Oktober 2002, der von zahlreichen Ärzten unterzeichnet worden sei, würden die Mediziner nach Angaben der ödp darauf hinweisen, dass sie „immer häufiger einen deutlichen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang“ zwischen dem Auftreten bestimmter Erkrankungen und dem Beginn einer Funkbelastung auch durch die Installation einer Mobilfunkanlage im näheren Umkreis der Patienten sähen. ödp-Kreisvorsitzender Sepp Rettenbeck: „Diese Ärzte machen die 1992 eingeführte und inzwischen flächendeckende Mobilfunktechnologie und die seit 1995 käuflichen Schnurlostelefone nach DECT-Standard mitverantwortlich für einen dramatischen Anstieg schwerer und chronischer Erkrankungen. Schwangere, Kinder, Heranwachsende, alte und kranke Menschen sind nach Ansicht dieser Ärzte besonders gefährdet.“

Zudem seien die oftmals als psychosomatisch fehl gedeuteten Störungen wie Kopfschmerzen, Migräne, chronische Erschöpfung, Nerven- und Weichteilschmerzen auch auf Mobilfunkanlagen und Handys zurückzuführen. Bereits im Jahre 2000 hätte eine internationale Expertenkonferenz in Salzburg unter anderem auch auf Schädigungen des Erbgutes und eine Störung des Immunsystems hingewiesen.

Vor diesem Hintergrund „stellen Mobilfunkanlagen auf und in der Nähe von Krankenhäusern ein unverantwortbares Risiko dar“, meint Sepp Rettenbeck. Zudem würden Mobilfunkanlagen dem Selbstverständnis der Kreiskrankenhaus Rottal-Inn gGmbH widersprechen, weil in einer Broschüre des Kreiskrankenhauses mit dem Satz „Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen für Ihre Gesundheit“ geworben werde. „Angesichts möglicher schädlicher Auswirkungen auf die Gesundheit führen Mobilfunkanlagen auf unseren Krankenhäusern dieses Selbstverständnis ad absurdum“, kommentieren die ödp-Kreisräte Josef Lirsch, Sepp Rettenbeck und Konrad Schützeneder diesen Sachverhalt.

Darüber hinaus würden sich sowohl in Eggenfelden als auch in Pfarrkirchen in unmittelbarer Nähe der Krankenhäuser Wohngebiete befinden, in Pfarrkirchen zusätzlich noch das Schulzentrum. „Aus Gesichtspunkten der Gesundheitsvorsorge – und die dürften in diesem Zusammenhang unzweifelhaft das entscheidende Kriterium sein – stellen die Mobilfunkanlagen an den Krankenhäusern in Eggenfelden und Pfarrkirchen äußerst ungünstige Standorte dar“, fasst Sepp Rettenbeck die Argumentation der ödp zusammen.

Anders bewertet dies Landrätin Bruni Mayer, Vorsitzende im Aufsichtsrat der Krankenhäuser. Für jede Aussage finde sich irgendein Experte. Tatsache sei, dass es bezüglich der Wirkung der Antennenstrahlung zwei Meinungen gäbe. „Im Prinzip kann jeder oder keiner Recht haben.“ Sie sei Besprechungen zu dieser Problematik im Umweltministerium dabei gewesen. Dabei sei ihr erklärt worden, dass die Krankenhäuser selbst wegen der Art der Ausbreitung von keiner Strahlung betroffen wären. „Wenn es anders wäre, gäbe es bestimmt Leute, die das tausendprozentig beweisen könnten und der Trittin (Bundesumweltminister Jürgen Trittin, d. Red.) hätte längst was dagegen unternommen.

„Wenn ich das Gefühl hätte, die Landkreisbevölkerung könnte dadurch Schaden nehmen, würde ich sofort einschreiten“, versichert Bruni Mayer. Sie werde das Thema zwar im Auge behalten, aber Handlungsbedarf könne sie derzeit nicht erkennen.

//www.pnp.de/lokales/news.php?id=22755


Nachricht von der BI Bad Dürkheim

Omega siehe auch:

Freiburger Appell
//www.igumed.de/apell.html
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