3
Apr
2006

Handy-Verbot an Schulen?

http://freepage.twoday.net/stories/1677088/

Ergänzende Informationen über Elektrosensible

6% Elektrosensible als Ergebnisse des Screenings im Rahmen der Studie: "Ergänzende Informationen über Elektrosensible"

In der FGF-Infoline vom 02.03.2006 der Forschungsgemeinschaft Funk wird auf den Abschluss des Projekts "Ergänzende Informationen über Elektrosensible", das zum Ziel hatte, elektrosensible Personen hinsichtlich ihrer soziodemografischen und weiterer Persönlichkeitsmerkmale zu beschreiben, hingewiesen.

Auszug: Auftrag und Zielsetzungen Im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms wurde das KATALYSE - Institut für angewandte Umweltforschung vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beauftragt, eine repräsentative sozio- und psychographische Untersuchung von Elektrosensiblen in Deutschland durchzuführen, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen für die Kommunikationsstrategie des BfS und anderer Mobilfunkakteure zu entwickeln. Die Studie wurde auf Grundlage des vorgelegten Forschungskonzeptes von einem Konsortium durchgeführt. Beteiligt waren neben dem federführenden KATALYSE-Institut für angewandte Umweltforschung in Köln das infas-Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH in Bonn und das rheingold-Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen GmbH und Co. KG in Köln. Hintergrund für diese Studie ist die Absicht des BfS, die eigene Kommunikation mit elektrosensiblen Personen zu optimieren und auch anderen Akteuren Empfehlungen zur Gestaltung ihrer Informations- und Kommunikationsmittel anzubieten. Im Rahmen des Deutschen Mobilfunkprogramms beabsichtigte das BfS daher, beschreibende Informationen über elektrosensible Personen zu gewinnen und darauf aufbauend Empfehlungen für die Information und Kommunikation mit dieser Personengruppe einzuholen.

Die Ergebnisse sowie der vollständige Abschlussbericht stehen auf der Seite:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/risikokommunikation/risikokommunikation_abges/risiko_025.html bereit.

Der Abschlussbericht als Pdf-Datei (1080 kB) unter der Adresse:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/risikokommunikation/risikokommunikation_abges/risiko_025_AB.pdf

Kommentar:

Eine aufwändige Studie die man nicht ernst nehme sollte. Sie ist vor allem mit der so genannten Typisierung (5.2.6.1) ein einziger Versuch Elektrosensible in die psychische Ecke zu stellen. Die Patienten werden einfach nicht ernst genommen. Die meisten Elektrosensiblen können sich in dieser Bewertung nicht wieder finden. Die "schweren Fälle" werden sich kaum mit einer Telefonumfrage erfassen lassen.

Unabhängig davon finden sich wichtige Daten über Beschwerden, Alter, Bildung und Regionale Verteilung in der Erfassung und Bewertung von infas. Bei der Beteiligung von derart namhaften Instituten hätte man mehr erwarten können.

Bei der Kommunikation mit dem BfS oder den anderen Akteuren wird man also in Zukunft entsprechend abgestempelt und in eine der 6 Schubladen gesteckt. Eine normale Kommunikation ist unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich. Man muss davon ausgehen, dass der Akteur auf der Gegenseite voreingenommen und dadurch kein vollwertiger Gesprächspartner ist.

Man kann nur allen Betroffenen raten diese Studie genau zu lesen damit sie wissen welche Einstellung ihr Gesprächspartner haben kann.

Ein Satz aus dem Fazit besagt alles:

- Die gewonnenen Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage, um die Kommunikation mit Personen, die sich beeinträchtigt fühlen, zu verbessern. -

Helmut Langenbach
Wetzlarer Str. 38
57074 Siegen

Strahlung schuld an Platzecks Hörsturz?

HLV INFO 42/AT

3-04-2006

Elektrosmog 2-04-06

Artikel aus Bild vom 31.03.2006

Strahlung schuld an Platzecks Hörsturz?

Sorge um Mathias Platzeck! Nach seinem Hörsturz liegt der SPD-Chef weiter in einer Potsdamer Klinik, bekommt Infusionen. Experten schließen nicht aus, daß Platzecks Vergangenheit als "Radarsoldat" bei der DDR-Volksarmee eine Rolle spielen könnte.

Als Wehrpflichtiger diente Platzeck bei einer Radar-Einheit, war gefährlicher Strahlung ausgesetzt. Er erinnert sich: "Wir haben uns um die Schlafplätze drinnen am Sender gekloppt, weil es dort am wärmsten war. Daß es Röntgenstrahlen waren, wußten wir ja nicht. Wissenschaftler wissen: Nicht die Strahlung, sondern hohe Dosen elektromagnetischer Felder um die Radaranlagen können das Immunsystem erheblich schwächen", so Dr. Hauke Brüggemeyer, Strahlenschutzexperte des Landes Niedersachsen. Könnte das zu Platzecks Hörsturz geführt haben? Möglich, sagt Dr. Michael Deeg vom Bundesverband der HNO-Ärzte: Fehlreaktionen des Immunsystems sind neben Stress und Bluthochdruck entscheidende Ursachen für einen Hörsturz.

Kommentar Elektrosmognews:

Nun trifft es auch einmal jemand aus der höheren politischen Ebene. Auch diese Herrschaften sind davor nicht geschützt. Hoffentlich merken sie jetzt, was wirklich los ist und wachen endlich auf. Nicht nur Radar sondern auch übermäßiges Telefonieren mit dem Handy kann Hörstürze und Tinnitus verursachen. Von der Strahlung im direkten Umfeld der Sendemasten und deren Schädigung mal ganz abgesehen.

--------

Mobilfunk und Hörsturz
http://omega.twoday.net/stories/1784045/

Mobilfunk und Tinnitus
http://omega.twoday.net/stories/284568/

Mobilfunk und Hörsturz

http://tinyurl.com/ohh8z

Strahlung schuld an Platzecks Hörsturz?
http://omega.twoday.net/stories/1784083/

Mobilfunk und Tinnitus
http://omega.twoday.net/stories/284568/

Kein Hirntumor durch Handys? Handys fördern Hirntumore

http://www.buergerwelle.de/pdf/hirntumor_durch_handys.htm

An die Redaktion

Apotheken Umschau
Wort & Bild Verlag
Konradshöhe

82065 Baierbrunn

c/o Chefredakteure Dr. Hans Haltmeier, Peter Kanzler
e-mail: AU@wortundbildverlag.de


Sehr geehrte Herren,

im Nachgang zu meiner am 1.04.2006 an Sie gerichteten E-Mail, erlaube ich mir Ihnen einen aktuellen Nachtrag noch zu übermitteln.

Der Aktualität entsprechend bitte ich Sie auch diesbezüglich in Ihrer nächsten Ausgabe einen Bericht abzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Tittmann


http://de.internet.com/index.php?id=2042262

1-04-2006

Forscher: Intensive Handynutzung steigert Krebsrisiko um bis zu 240 Prozent

Schwedische Forscher untersuchen Patienten mit Gehirntumoren

Ihre Meinung zum Thema...

Eine intensive Nutzung von Mobiltelefonen erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das geht aus einer gestern in Stockholm veröffentlichten Studie schwedischer Wissenschaftler vom Nationalen Institut für Arbeitsleben (Arbetslivsinstitutet) hervor. Nachdem zwei Untersuchungen in den Niederlanden und Großbritannien keine direkte Verbindung ziehen konnten, stellten die Forscher nun gezielt gesunde und kranke Intensivnutzer gegenüber.

Von 2.200 untersuchten Krebspatienten im Alter von 20 bis 80 Jahren waren 905 an einem Gehirntumor erkrankt. "Von diesen 905 waren 85 Intensivnutzer von Mobiltelefonen", heißt es in der Studie. Diese hätten bereits vor einiger Zeit mit der Handy-Nutzung begonnen und häufig mobil telefoniert. Unter gesunden Testpersonen war der Anteil der Intensivnutzer geringer.

Nach Angaben der Wissenschaftler traten die Tumore auch verstärkt auf der Seite des Kopfes auf, an die auch das Handy während des Gespräches gehalten wurde. Da Erkenntnisse über das Rauchen, das Arbeiten in ungesunder Umgebung und andere Risikofaktoren mit berücksichtigt wurden, sehen die Forscher einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Mobiltelefonie und Krebs.

Laut Kjell Mild, der die Untersuchung leitete, steigt das Risiko bei häufiger Handytelefonie, auf der zum Telefonieren genutzten Kopfseite, um bis zu 240 Prozent. Intensivnutzern empfahl er Freisprecheinrichtungen, durch die die Strahlungsbelastung am Kopf deutlich reduziert werde. Die aktuelle Studie war nach Angaben Milds eine der bisher umfassendsten Untersuchungen in dem Bereich. (ck/as)

Mehr zum Thema: Renommierter Umweltmediziner beklagt Behinderungen bei der Erforschung von Mobilfunkstrahlung


----- Original Message -----
From: Alfred Tittmann
To: AU@wortundbildverlag.de
Sent: Saturday, April 01, 2006 2:30 PM
Subject: Apotheken-Umschau -- Kein Hirntumor durch Handys

Apotheken Umschau Ausgabe 1. April 2006 A

Ihr Text:

“Wer mit dem Handy telefoniert, hat kein erhöhtes Risiko für Hirntumore – egal ob er dies nur gelegentlich tut ( mindestens einmal pro Woche) oder oft (mindestens 30 Minuten pro Tag). Das ergab eine Untersuchung deutscher Universitäten im Rahmen der Interphone-Studie der Weltgesundheitsorganisation. Seit dem Jahr 2000 waren in der Bundesrepublik 844 Patienten mit Hirntumor untersucht und mit 1535 Gesunden verglichen worden. Daten von Menschen, die das Handy seit mehr als zehn Jahren nutzen, werden noch geprüft.“


1. April 2006

Ihr Beitrag “Kein Hirntumor durch Handys“ Seite 6 unter Aktuell kompakt

An die Redaktion

Apotheken Umschau
Wort & Bild Verlag
Konradshöhe
82065 Baierbrunn
c/o Chefredakteure Dr. Hans Haltmeier, Peter Kanzler
e-mail: AU@wortundbildverlag.de


Sehr geehrter Herr Dr. Haltmeier,
sehr geehrter Herr Kanzler,

der Bericht stellt eine Verharmlosung dar und steht absolut im Widerspruch zur laufenden wissenschaftlichen kontroversen Diskussion.

Richtig ist, dass es sich bei der Interphone-Studie um eine von der WHO seit Herbst 2000 initiierten internationale Studie handelt, an der 13 Länder beteiligt sind, die von der "International Agency for Research on Cancer (IARC)" in Lyon koordiniert wird.

Die Studienregion in Deutschland umfasst die Zentren Bielefeld, Heidelberg, Mannheim und Mainz.

Die jetzige deutsche Veröffentlichung stellt lediglich ein Teilergebnis dar. In ihr wurde aber auch zum Ausdruck gebracht, dass “bei Langzeitnutzern eine Verdoppelung des Risikos an einem Gliom (Hirntumor) zu erkranken, beobachtet wurde.“ (Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Universität Bielefeld, Ingo Lohuis, 26.01.2006 16:07 D.h. der Langzeiteffekt ist hierbei besonders zu berücksichtigen, leider wurde dies in Ihrem Kurzbericht in dieser Form nicht erwähnt und stellt somit für die Leserschaft eine irritierende Entwarnung dar.

Eine abschließende Bewertung der Studie kann ohnehin erst dann erfolgen, wenn die Ergebnisse aller beteiligten 13 Länder vorliegen. Dies soll evtl. Ende d. Js. erfolgen.

Wie kontrovers die Wissenschaft gerade das Problem Mobilfunk und Tumore thematisiert, ersehen Sie auch an der aktuellen Nachricht (s. Anhang)


Alarmierende Analyse über Akustikusneurinome

http://omega.twoday.net/stories/1770470/

von Eileen O'Connor, publiziert am 24.1.06)

Dort heißt es eingangs:

“Washington, D.C.: In seiner Februar-Ausgabe 2006 veröffentlicht das Internationale Journal für Onkologie eine neue Analyse von Dr. Lennart Hardell und Kollegen, die eine statistisch bedeutsame Zunahme des Risikos aufzeigt, infolge von Mobiltelefonnutzung an gutartigen Gehirntumoren zu erkranken (besonders Akustikusneurinome). Die Analyse basiert auf der zusammenfassenden Auswertung zweier Fall-Kontrollstudien, die zwischen 1997 und 2003 in Schweden diagnostizierte gutartige Gehirntumore in Zusammenhang mit dem Gebrauch von Mobil- und Schnurlostelefonen bringen.

Die neue Analyse ist besonders wichtig, weil Akustikusneurinome als "Signaltumore" für andere Typen bösartiger und gutartiger Gehirnerkrankungen gelten. Diese Tumore treten auf in Gebieten, die während des Telefonierens die höchste Funkfrequenzbestrahlung aufweisen. Von größter Bedeutung ist die Erkenntnis, dass vor allem Personen, die vor dem 21. Lebensjahr der Strahlung ausgesetzt waren, das größte Risiko tragen, an solchen Tumoren zu erkranken. Somit ist das die erste veröffentlichte Studie, die direkt darauf hinweist, dass Teenager, die Mobilfunktelefone verwenden, ein höheres Risiko tragen, einen Tumor zu bekommen.“

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind auch die zwei schwedischen Lund Studien von Prof. Leif Salford Neurochirurg der Medizinischen Universität Lund, in denen mittels Mobilfunkstrahlung das Aufbrechen der Blut-Hirn-Schranke erwiesen wurde, mit den fatalen Folgen des Eindringens von Giftstoffen (Albumin) im Gehirn und der damit verbundenen Zerstörung von Nervenzellen etc. (Vergesslichkeit, Schwachsinn, Alzheimer – bei Ratten Zellzerstörung)

Fakt ist, dass die Studien von Hardell, Salford u.a. ein hohes internationales Gewicht haben, weswegen die Interpretation der deutschen Teilstudie noch sehr kritisch von Experten gewertet wird.

Abschließend empfehle ich dem Autor Ihres Kurzberichtes zukünftig sich mit der Thematik sensibler zu befassen. Richtig wäre natürlich eine Korrektur als Ergänzung zu bringen, vielleicht unter dem gerechtfertigtem Slogan “Keine grundsätzliche Entwarnung!“

Eine solche Maßnahme würde Ihrer Präventionspflicht gerecht.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Tittmann
Kettelerstr. 3 – 63486 Bruchköbel
Tel. 06181 – 7 73 76


Quellen:

Pressemitteilung

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Universität Bielefeld, Ingo Lohuis, 26.01.2006 16:07

Kein erhöhtes Hirntumor-Risiko bei Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen

Deutscher Teil der Interphone-Studie veröffentlicht, die unter anderem an der Universität Bielefeld durchgeführt wurde

Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Deshalb ist es wichtig, genau zu überprüfen, ob ihr Gebrauch gesundheitsschädlich ist. Einen Beitrag dazu liefert die Interphone-Studie*, die unter anderen von der Arbeitsgemeinschaft Epidemiologie und International Public Health der Universität Bielefeld durchgeführt wurde. Das Ergebnis: Insgesamt gesehen wurde in Deutschland bei Nutzern von Handys und Schnurlostelefonen kein erhöhtes Risiko beobachtet, an einem Hirntumor (Gliom oder Meningeom) zu erkranken. Für Personen, die seit zehn Jahren Handys nutzen, wurde ein leicht erhöhtes Risiko für Gliome gefunden. Allerdings kann dieser Befund erst nach Abschluss der internationalen Auswertung bewertet werden, da dieses Ergebnis aufgrund der kleinen Fallzahl auch ein Zufallsbefund sein könnte.

Hintergrund für die Durchführung der Interphone-Studie

Mobiltelefone (Handys) und Schnurlostelefone emittieren - im Gegensatz zu "klassischen" Telefonen mit Schnur - hochfrequente elektromagnetische Felder. Zum Schutz der Bevölkerung gibt es Grenzwerte. Elektromagnetische Felder unterhalb dieser Grenzwerte verursachen nach derzeitigem Wissen keine Gesundheitsschäden. Da Handys und Schnurlostelefone direkt an den Kopf gehalten werden, kommt die Strahlenbelastung insbesondere durch die Handys den Grenzwerten aber relativ nahe.

Trotz fehlender konkreter Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsschädigung entschloss sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) frühzeitig, wegen der starken Verbreitung der Mobilfunk- Technologie epidemiologische Studien durchzuführen. Insbesondere wollte die WHO untersuchen, ob die Nutzung von Handys ein höheres Risiko für Hirntumoren (Gliome, Meningeome und Akustikusneurinome) darstellt. Zu diesem Zweck wurde im Herbst 2000 eine internationale Studie in 13 Ländern begonnen, die von der "International Agency for Research on Cancer (IARC)" in Lyon koordiniert wird (Interphone- Studie).

In Deutschland wurde die Interphone-Studie gemeinsam von der AG Epidemiologie und International Public Health der Universität Bielefeld, vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz (Studienleitung) und der AG Umweltepidemiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg durchgeführt.

Das Design der deutschen Teilstudie von Interphone

Die Studienregion in Deutschland umfasst die Zentren Bielefeld, Heidelberg, Mannheim und Mainz. Zwischen Oktober 2000 und November 2003 wurden alle in diesen Regionen wohnenden und neu an einem Hirntumor erkrankten Personen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren zur Teilnahme an der Studie eingeladen. Insgesamt nahmen 366 Patientinnen und Patienten mit einem Gliom, 381 mit einem Meningeom und 97 mit einem Akustikusneurinom teil. Dies entspricht einer Teilnahmerate von mehr als 85 Prozent. Die Kontrollgruppe waren 1535 Personen zufällig aus der Bevölkerung der Studienregion ausgewählte Personen (Teilnahmerate 63 Prozent). Mit Patienten und Kontrollpersonen wurde ein systematisches Interview durchgeführt.

Ergebnisse des deutschen Teils der Interphone-Studie

Eine regelmäßige Nutzung eines Handys (d.h. mindestens einmal pro Woche) war nicht mit einem höheren Risiko verbunden, an einem Gliom oder Meningeom zu erkranken. Es wurde kein höheres Risiko mit ansteigender Nutzungsintensität beobachtet. Auch unter intensiven Mobiltelefon-Nutzern, d.h. mindestens 30 Minuten pro Tag, zeigte sich kein höheres Hirntumorrisiko. Nur wenige Studienteilnehmer benutzten ein Mobiltelefon zehn Jahre und länger. Hierunter befinden sich vor allem Nutzer analoger C-Netz-Telefone. Für diese Langzeitnutzer wurde eine Verdopplung des Risikos beobachtet, an einem Gliom zu erkranken. Da das Ergebnis auf einer sehr kleinen Fallzahl beruht, kann dieses Ergebnis auch statistischer Zufall sein oder unbekannte Störfaktoren können eine Rolle spielen. Das Ergebnis erfordert aber Beachtung, weil in der Gruppe mit der längsten Nutzungsdauer ein Risiko auch am plausibelsten wäre.

In denjenigen Gehirnregionen (seitlich: temporal und parietal), die am stärksten durch die Strahlung der Mobiltelefone belastet werden, traten Tumore nicht häufiger auf als erwartet. Dies wiederum stützt nicht die Hypothese eines ursächlichen Zusammenhangs.

Auch für die Nutzer von Schnurlostelefonen wurde kein erhöhtes Risiko beobachtet. Zwar arbeiten Schnurlostelefone mit deutlich weniger Sendeleistung als Handys, dafür ist die Nutzungsdauer oft sehr viel länger. Bei den schnurlosen Telefonen sendet in der Regel die zugehörige Basisstation andauernd hochfrequente Funksignale zu den Handgeräten (Hörern). Die höchste Belastung durch solche Basisstation ergibt sich durch eine Aufstellung in Bettnähe, da hier von der längsten konstanten Bestrahlungsdauer ausgegangen wird. Personen, die die Basisstation ihres Schnurlostelefons in Bettnähe aufgestellt haben, hatten kein höheres Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken.

Bewertung der Ergebnisse im internationalen Kontext

Insgesamt gesehen wurde unter Nutzern von Mobiltelefonen kein höheres Risiko beobachtet, an einem Gliom oder Meningeom zu erkranken. Dieses Ergebnis des deutschen Teils der Interphone-Studie entspricht weitgehend den bereits veröffentlichten Ergebnissen der Interphone- Studie aus Schweden und Dänemark. Entgegen dieser beiden Teilstudien zeigte sich im deutschen Teil jedoch ein tendenziell erhöhtes Gliomrisiko unter Langzeitanwendern von Mobiltelefonen (zehn Jahre oder mehr). Ein wissenschaftlich belastbares Urteil über diese Nutzergruppe wird aufgrund der kleinen Fallzahlen in diesen nationalen Teilstudien allerdings erst nach Abschluss der internationalen, zusammengefassten Auswertung der Interphone-Studie aller 13 Länder möglich sein. Bei Nutzern von Schnurlostelefonen zeigte sich keine Risikoerhöhung, weder bei der Exposition durch das Handgerät noch durch die Basisstation.

Förderer: Interphone-Deutschland wurde gefördert durch die Europäische Union, durch die "International Union against Cancer (UICC)", das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm der Bundesregierung, das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, das Ministerium für Umwelt Nordrhein-Westfalen und das MAIFOR Forschungsprogramm des Fachbereichs Medizin der Universität Mainz. Die UICC erhielt zum Zweck der Studienförderung Mittel vom "Mobile Manufacturers' Forum" und der "GSM Association". Über die UICC konnte die Mobilfunk-Industrie ihrer Verantwortung zur Forschungsförderung bei gleichzeitiger Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Forschungsnehmer nachkommen.

Ansprechpartner: PD Dr. Joachim Schüz (Studienleitung), Institute of Cancer Epidemiology, Kopenhagen, +45 3525 7655 Prof. Dr. Maria Blettner (Mainz), 06131/173252 Dr. Brigitte Schlehofer (Heidelberg), 06221/422383 Juniorprofessorin Dr. Gabriele Berg (Bielefeld), 0521/1062554

* Joachim Schüz, Eva Böhler, Gabriele Berg, Brigitte Schlehofer, Klaus Schlaefer, Iris Hettinger, Jürgen Wahrendorf, Katharina Kunna-Grass, Maria Blettner: Cellular phones, cordless phones, and the risk of glioma and meningioma (Interphone study group, Germany). American Journal of Epidemiology, 2006.

Pressemitteilung Nr. 22/2006 Universität Bielefeld Informations- und Pressestelle Ingo Lohuis - Pressesprecher Telefon: 0521/106-4145 (Sekretariat: 4146) Fax: 0521/106-2964 E-Mail: ingo.lohuis@uni-bielefeld.de Internet: www.uni-bielefeld.de

Arten der Pressemitteilung: Forschungsergebnisse

Sachgebiete: Gesellschaft Informationstechnologie Medien und Kommunikation Medizin und Gesundheitswissenschaften

Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news144621


Alarmierende Analyse über Akustikusneurinome

http://omega.twoday.net/stories/1770470/

von Eileen O'Connor, publiziert am 24.1.06)

Washington, D.C.: In seiner Februar-Ausgabe 2006 veröffentlicht das Internationale Journal für Onkologie eine neue Analyse von Dr. Lennart Hardell und Kollegen, die eine statistisch bedeutsame Zunahme des Risikos aufzeigt, infolge von Mobiltelefonnutzung an gutartigen Gehirntumoren zu erkranken (besonders Akustikusneurinome). Die Analyse basiert auf der zusammenfassenden Auswertung zweier Fall-Kontrollstudien, die zwischen 1997 und 2003 in Schweden diagnostizierte gutartige Gehirntumore in Zusammenhang mit dem Gebrauch von Mobil- und Schnurlostelefonen bringen.

Die neue Analyse ist besonders wichtig, weil Akustikusneurinome als "Signaltumore" für andere Typen bösartiger und gutartiger Gehirnerkrankungen gelten. Diese Tumore treten auf in Gebieten, die während des Telefonierens die höchste Funkfrequenzbestrahlung aufweisen. Von größter Bedeutung ist die Erkenntnis, dass vor allem Personen, die vor dem 21. Lebensjahr der Strahlung ausgesetzt waren, das größte Risiko tragen, an solchen Tumoren zu erkranken. Somit ist das die erste veröffentlichte Studie, die direkt darauf hinweist, dass Teenager, die Mobilfunktelefone verwenden, ein höheres Risiko tragen, einen Tumor zu bekommen.

Weitere wichtige Punkte in dieser Analyse sind: Die Analyse umfasst die bisher umfangreichste Untersuchung gutartiger Tumore und sie schließt auch Tumore ein, die bereits im Jahre 2003 diagnostiziert wurden.

Die Analyse zeigt auch eine dosisabhängige Wirkung (Dosis-Wirkung-Beziehung), wobei eine größere Anzahl von am Telefon verbrachten Stunden zu einem immer größeren Tumorerkrankungs-Risiko führt. Das ist besonders bedeutsam, weil die Ungenauigkeit in der Messung der tatsächlichen Strahlenbelastung eine Verschleierung der Risiken nach sich zieht. Somit ist die Zunahme des Risikos, welches in der Analyse angegeben ist, wahrscheinlich als zu gering angegeben. Es ist anzunehmen, dass das tatsächliche (wirkliche/reale) Risiko höher sein wird.

Ein wesentlich größeres Risiko, an einem Tumor zu erkranken hat man, wenn ein Mobiltelefon länger als 15 Jahre genutzt worden ist. Dabei handelt es sich um ein Ergebnis, das auch in anderen Studien auftaucht, die zeigen, dass sich das Risiko nach 6- bzw. 10-jähriger Nutzung dramatisch erhöht.


Pooled analysis of two case-control studies on the use of cellular and cordless telephones and the risk of benign brain tumours diagnosed during 1997-2003.

Hardell L, Carlberg M, Hansson Mild K.

Department of Oncology, University Hospital, SE-701 85 Orebro, Sweden. lennart.hardell@orebroll.se

The use of cellular and cordless telephones and the risk of brain tumours is of concern since the brain is a high exposure area. We present the results of a pooled analysis of two case-control studies on benign brain tumours diagnosed during 1997-2003 including answers from 1,254 (88%) cases and 2,162 (89%) controls aged 20-80 years. For acoustic neuroma, the use of analogue cellular phones gave an odds ratio (OR) of 2.9 and a 95% confidence interval (CI) of 2.0-4.3; for digital cellular phones, OR=1.5; 95% CI=1.1-2.1; and for cordless telephones, OR=1.5, 95% CI=1.04-2.0. The highest OR was found for analogue phones with a latency period of >15 years; OR=3.8, 95% CI=1.4-10. Regarding meningioma, the results were as follows: for analogue phones, OR=1.3, 95% CI=0.99-1.7; for digital phones, OR=1.1, 95% CI=0.9-1.3; and for cordless phones, OR=1.1, 95% CI=0.9-1.4. In the multivariate analysis, a significantly increased risk of acoustic neuroma was found with the use of analogue phones.

Int J Oncol. 2006 Feb;28(2):509-18.


Newsletter von Volker Hartenstein
Quelle: Don Maisch, Australien

Nachricht von Michael Meyer michael_meyer@aon.at Risiko Mobilfunk Österreich Plattform Sozialstaat Österreich - Netzwerk Zivilcourage A - 5165 Berndorf, Stadl 4 Tel/Fax 0043 - 6217 - 8576



http://omega.twoday.net/search?q=Akustikusneurinom

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Gesundheitsrisiko Schwedische Forscher: Handys fördern Hirntumore

03.04.2006

Die Frage, ob Handystrahlen Gehirntumore auslösen können bringt regelmäßig neue Studien hervor. Die jüngste ist alles andere als beruhigend und widerspricht anderslautenden Untersuchungen.

Intensive Handy-Nutzung kann das Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken, erhöhen, heißt es in einer Untersuchung des schwedischen 'Arbetslivsinstitutet', das sich Fragen rund um das Arbeitsleben widmet. Dort hat man den Handy-Gebrauch von 905 Personen zwischen 20 und 80 Jahren analysiert, die an einem bösartigen Gehirntumor erkrankt sind. Es gebe einen Zusammenhang, so das Ergebnis der Wissenschaftler.

"In 85 dieser insgesamt 905 Fälle handelte es sich um so genannte Intensivnutzer von Mobiltelefonen, das heißt sie haben früh mit der Nutzung von Handys und/oder schnurlosen Telefonen begonnen und sie häufig benutzt", heißt es in der Studie. Die Studie zeige auch, dass das Risiko für eine Tumorbildung an der Seite des Kopfes deutlich steigt, wenn ein Telefon benutzt wurde, hieß es weiter.

Nach den Worten von Kjell Mild, der die Studie geleitet hat, steigt das Risiko an einem seitlichen Gehirntumor zu erkranken, bei intensivem Handy-Gebrauch um 240 Prozent. Von einem intensiven Gebrauch sprechen die Wissenschaftler bei Personen, die im Laufe ihres Lebens 2000 Stunden oder mehr mit dem Handy telefonieren.

"Eine Möglichkeit, das Risiko zu reduzieren, ist der Einsatz einer Freisprechanlage", so Mild gegenüber der Agentur Reuters. Nach seinen Worten ist es die größte Langzeituntersuchung zu diesem Thema. Seit 1984 seien dafür Handynutzer untersucht worden.

Andere Studien konnten bislang keinen Zusammenhang zwischen Mobiltelefonen und Gehirntumorerkrankungen feststellen. So auch eine Untersuchung, deren Ergebnis britische Wissenschaftler im Januar veröffentlicht hatten. Und auch Nachforschungen der Weltgesundheitsorganisation WHO konnten keinen Zusammenhang feststellen, berichtet die Apothekenumschau in ihrer jüngsten Ausgabe.

© 2000-2006 silicon.de GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

http://tinyurl.com/nyoem

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Re: Apotheken Umschau - Kein Hirntumor durch Handys
http://www.buergerwelle.de/pdf/kein_hirntumor_durch_handys.htm

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HLV INFO 44/AT

9-04-2006

fgf 9-04-06

Internationale Medien thematisieren nun die jüngsten Ergebnisse von Hardell und Mild
http://omega.twoday.net/stories/1809321/

Dem hingegen berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 4/2006 unter dem Titel "WHOStudie - Handy ohne Einfluss auf Hirntumore" über die Ergebnisse des deutschen Teilergebnisses der Interphone-Studie http://www.presseportal.de/, http://www.dsltarife.net/

HLV Anmerkung:

Zum Komplex “Apotheken Umschau“ wurde entsprechend interveniert, durch

1. Herr Dipl.-Ing. Otto Einsporn 1.04.06
2. HLV Alfred Tittmann (Vorgang wurde bereits veröffentlicht)
3. Dr. Ulrich Warnke

An die presserechtlich verantwortlichen Chefredakteure Dr. Hans Haltmeier, Peter Kanzler

Apotheken Umschau + Gesundheit 1. April 2006 A Aktuell kompakt Seite 6 "Kein Hirntumor durch Handys"

Sehr geehrte Herren,

Die Kurzinformation "Kein Hirntumor durch Handys" ist nach den uns vorliegenden Informationen eine massive Verharmlosung des Handyrisikos und eine unzulässige subjektive Verkürzung des heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes in Sachen "Risikodiskussion Mobilfunk". Wir möchten uns gerne mit dem für diese Information zuständigen Redakteur in Verbindung setzen und ihn nach der korrekten vollständigen Adresse seiner Informationsquelle bzw. nach der korrekten Bezeichnung und dem Datum der Interphone-Studie der WHO befragen, der er seinen Abstrakt entnommen hat.

Mobilfunkstrahlen sind Schadstoffe! Wenn sie keine wären, bräuchten wir keine Grenzwerte, um unsere Gesundheit vor ihnen zu schützen.

Der Bericht des Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" (ISBN 3421026335, Seite 71) sagt dazu: "Wenn eine immer längere Zeit zwischen der Freisetzung eines Schadstoffes und seiner schädlichen Wirkung liegt, so wissen wir auch, dass alle Maßnahmen, diese Wirkung künftig zu vermeiden, eine ebenso verzögerte Wirkung haben. Das heißt, dass Maßnahmen, die erst ergriffen werden, wenn sich die schädlichen Wirkungen gezeigt haben, viel zu spät kommen. Diese Systeme sind außerordentlich schwierig zu beherrschen. Sie machen es erforderlich, Maßnahmen gegen Folgen in einer fernen Zukunft zu ergreifen, die für einen Großteil der augenblicklich lebenden Menschen ohne praktischen Belang sind."

Dem Gesundheitsrisiko für Mensch, Tier und Pflanze angemessene Vorsorgemaßnahmen gegen Mobilfunkstrahlen zu ergreifen ist besonders schwierig, weil die Risikodiskussion Mobilfunk für Viele eine abstrakte Diskussion ohne gegenwärtigen praktischen gesundheitlichen Belang ist. Bei den durch Mobilfunk ausgelösten technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belangen sieht es da schon ganz anders aus. Längst überfällige gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen dadurch zu erschweren, dass in einer auflagenstarken, meinungsbildenden Gesundheitszeitschrift Artikel über Mobilfunk veröffentlicht werden, die jede Objektivität in Sachen Mobilfunk und Gesundheit mißachten, ist deshalb verantwortungslos.

Wir bitten Sie, in den kommenden Ausgaben der Apotheken-Umschau der Risikodiskussion Mobilfunk einen größeren Umfang einzuräumen und auf eine objektive Darstellung des heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes zu achten.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative MwW e.V.
i.A. Otto Einsporn

Dipl.-Ing. Otto Einsporn VDI Waldstraße 48, 63477 Mantal
Tel.: 06109 65260
Fax: 06109 66417
e-mail: oeinsporn@t-online.de
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