Sozialabbau

4
Feb
2005

Grundeinkommen - demokratisches Bürgerrecht für wirkliche Freiheit

"Gegen den Trend: Perspektiven eines bedingungslosen Grundeinkommens nach Hartz IV"

Text des Vortrags von Katrin Mohr auf dem Workshop "Chancen eines Grundeinkommens nach Hartz IV" beim 2. Treffen des deutschen Netzwerks Grundeinkommen am 11./12.12.2004 in Berlin (pdf):
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/mohr.pdf


Grundeinkommen - demokratisches Bürgerrecht für wirkliche Freiheit

Text der Rede von Prof. Dr. Franz Segbers, Diakonie in Hessen und Nassau, Referent für Ethik, gehalten in der Katharinenkirche/Frankfurt am 16.12.2004 (pdf):

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/segbers.pdf


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

SPD-Politiker findet "Hartz IV" voll in Ordnung

Unzitat des Tages:

"Ich käme mit 345 Euro über die Runden"

Klaus Brandner, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und seit 1988 Geschäftsführer und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gütersloh, im Interview von Ralf Wurzbacher in Junge Welt vom 17.01.2005: "SPD-Politiker findet "Hartz IV" voll in Ordnung. Eventuell kleinere Nachbesserungen - mehr aber nicht. Ein Gespräch mit Klaus Brandner."

http://www.jungewelt.de/2005/01-17/020.php

Schnüffelbogen in NRW: Datenschützer bezweifelt Rechtmäßigkeit des Vordrucks

Schnüffelbogen in NRW. Münster: ALG-II-Antragsteller sollte Zusatzformular zu seinen Wohn- und Lebensverhältnissen ausfüllen. Datenschützer bezweifelt Rechtmäßigkeit des Vordrucks. Artikel von Andreas Grünwald in junge Welt vom 25.01.2005. Darin dokumentiert: Zusätzlicher Fragebogen "Niederschrift zu den Wohn- und Lebensverhältnissen":
http://www.jungewelt.de/2005/01-25/012.php

Aus dem Text: "… So ein Formular hatte er noch nie gesehen. Nirgendwo gab es einen Vermerk, wofür die Angaben nützlich sein könnten, oder einen Hinweis auf Rechtsvorschriften. Die Fragen hingegen sind sehr detailliert: "Können Sie gelegentlich, zum Beispiel wenn Sie Besuch empfangen, auch die Räume Ihres Mitbewohners nutzen?" lautet eine der Fragen. Könnten "gelegentlich" auch Gegenstände des Mitbewohners genutzt werden? Habe man sich "in einer Notlage" schon mal gegenseitig unterstützt?..."


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

Erste Musterklage zur 58er-Regelung bei Hartz IV anhängig

Pressemitteilung des Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) vom 25.1.05 (pdf):

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/sovd58.pdf

Das Patriarchat in Aktion

"Ins Troisdorfer Frauenhaus flüchten Frauen aus ganz Deutschland vor häuslicher Gewalt. Bislang können sie vor Ort auch Sozialhilfe beantragen. Hartz IV hat solche Fälle allerdings nicht vorgesehen. Wenn Frauen in ein Frauenhaus fliehen, können sie bislang Sozialhilfe beantragen. Wenn am 1. Januar Sozial- und Arbeitslosenhilfe gemäß Hartz IV zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt werden, ist mit diesem System Schluss. "Wir sind bei der Hartz-Gesetzgebung schlicht vergessen worden", klagt Monika Engin, Mitgeschäftsführerin im Frauenhaus Troisdorf…." Artikel von Dirk Eckert in der taz Köln vom 1.10.2004:
http://www.taz.de/pt/2004/10/01/a0058.nf/text


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

Erwerbslosenverbände weisen auf gravierende Mängel des neuen Leistungsrechts hin

Ein Monat Hartz IV - eine erste Bilanz. Erwerbslosenverbände weisen auf gravierende Mängel des neuen Leistungsrechts hin. "Einen Monat nach der Einführung des Arbeitslosengeldes II gibt es keinen Grund zur Schönfärberei. Die Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI) und der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. monieren, dass viele Problemlagen von offizieller Seite heruntergespielt werden. Die massiven, gesetzlich vorgegebenen Verschlechterungen für Erwerbslose würden durch zahlreiche Pannen bei der Umsetzung und eine rechtswidrige Leistungsgewährung zusätzlich verschärft. Vielfach seien existenzielle Notlagen für betroffene Erwerbslose die Folge..." Pressemitteilung zur gemeinsamen Bilanz von KOS, BAG-SHI und Tacheles nach einem Monat Hartz IV vom 01.02.2005:
http://www.bag-shi.de/presse/archiv/050201PM-Hartz-Bilanz

siehe dazu:

Anlage zur Pressemitteilung (pdf):
http://www.bag-shi.de/presse/archiv/050201Anlage-Hartz-Bilanz.pdf

sowie

Konkrete Beispiele für die rechtswidrige und fehlerhafte Leistungsgewährung von Tacheles e.V.:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2005/ALG_II_Bescheidfehler.html


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

Wansleben oder Sri Lanka: Der Staat liefert die Zwangsarbeiter und erhält im Gegenzug eine Verwaltungsgebühr

Wansleben oder Sri Lanka. Der Staat liefert die Zwangsarbeiter und erhält im Gegenzug eine Verwaltungsgebühr. Artikel von Hans Thie in Freitag vom 14.01.2005: http://www.freitag.de/2005/02/05020102.php

Und zur Erinnerung in diesen Zusammenhang:

Übereinkommen Nr. 29 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom 28. Juni 1930 über Zwangs- oder Pflichtarbeit vom 1. Juni 1956 (BGBL. II 1956, 640 / in der BRD in Kraft getreten am 5. Juni 1957 (pdf, Auszug):
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/euro_ilo.pdf


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

GEW Niedersachsen lehnt den Einsatz von Personal an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen auf 1-Euro-Job-Basis entschieden ab

Rechtliche Maßstäbe für die Erbringung von Arbeitsgelegenheiten für Arbeitssuchende nach § 16 Abs. 3 SGB II. Artikel von Utz Krahmer und Helga Spindler aus dem Nachrichtendienst 1/2005 des Deutschen Vereins für Öffentliche und Private Fürsorge bei Tacheles:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2005/Arbeitsgelegenheiten.html

"Ein-Euro-Jobs in Bildungseinrichtungen". Pressemitteilung der GEW Niedersachsen vom 24. 1. 2005 (pdf):
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/euro_gewns.pdf

Aus dem Text: "…Einen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur Schaffung regulärer Beschäftigungsverhältnisse leisten diese Maßnahmen nach Auffassung der GEW nicht. Die GEW Niedersachsen lehnt den Einsatz von Personal an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen auf 1-Euro-Job-Basis entschieden ab. (…) Die GEW fordert die Personalräte auf, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln den Einsatz von Arbeitslosen auf 1-Euro-Job-Basis zu verhindern…."


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

Hartz IV macht's möglich: Die Vermittlung von langzeitarbeitslosen Frauen ins Rotlicht-Milieu

Ein Job wie jeder andere

Hartz IV macht's möglich: Die Vermittlung von langzeitarbeitslosen Frauen ins Rotlicht-Milieu. Rechtlich gibt es keine Untergrenze der Zumutbarkeit bei der Jobvermittlung. Arbeitsagenturen legen sich - noch - eine Selbstbeschränkung auf. Artikel von Kai von Appen in der taz Hamburg vom 18.12.2004:
http://www.taz.de/pt/2004/12/18/a0077.nf/textdruck

Aus dem Text: "…Seit 2002 ist der Beruf der Prostituierten legalisiert. Die Tätigkeit der Sexarbeiterin ist damit ein Job wie jeder andere. Also bestünde für die Agentur für Arbeit kein Grund, nach der neuen Hartz IV-Gesetzgebung nicht in den Bereich "sexueller Dienstleistungen" zu vermitteln. "Der Beruf gilt gesetzlich nicht mehr als sittenwidrig", erläutert Mechthild Garweg, Fachanwältin für Familien- und Sozialrecht, die in Qualifizierungsgesellschaften Leute auf die Erwerbslosigkeit vorbereitet. "Es gibt juristisch keinen Hinderungsgrund, in diesen Dienstleistungsbereich zu vermitteln."

Wenn eine Muslimin im Schlachthof Schweinefleisch verarbeiten, ein junger Mann sich als Nacktputzer und eine ehemalige Call-Center-Mitarbeiterin sich in der Telefonsexagentur verdingen müsse, "warum soll dann von einer erwachsene Frau nicht verlangt werden, ihr Einkommen durch kommerzielles Vögeln zu erzielen", fügt Garweg provozierend hinzu. "Strafrechtlich gibt es auch keine Barrieren, höchstens kulturelle, gesellschaftliche und moralische Hemmungen." Das muss nach interner Recherche unter Experten auch DGB-Sprecherin Falk eingestehen. "Es gibt tatsächlich keine Untergrenze bei der Zumutbarkeit", bestätigt sie, "da hat es der Gesetzgeber versäumt, Normen zu schaffen." Trotzdem setzt sie auf Einsicht. "Es herrscht hoffentlich Konsens, dass dies nicht durchsetzbar ist." Es gibt auch einen anderen Aspekt. "Bordelle und Prostituierte zahlen Arbeitslosen-, Kranken- und Sozialversicherung, dann haben sie auch ein Recht auf Vermittlung durch das Arbeitsamt", klagt Stephanie Klee vom Bundesverband sexueller Dienstleistungen bisher Versäumtes ein. Alles andere "ist eine Diskriminierung von Prostituierten"…."

Siehe dazu auch:

If you don't take a job as a prostitute, we can stop your benefits
http://omega.twoday.net/stories/504098/


Und im LabourNet bereits vom Juli 2004: Hartz IV heiß auf billigen Sex - Ein Kommentar von Bjørn Jagnow:
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/jagnow.html


Aus: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4

If you don't take a job as a prostitute, we can stop your benefits

Article by Clare Chapman in the Telegraph 30/01/2005):
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2005/01/30/wgerm30.xml
http://disc.server.com/discussion.cgi?id=149495;article=75278;show_parent=1


From: LabourNet Nachrichtensammlung, Band 22, Eintrag 4



Unemployed could be offered brothel work
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