From: Dr. Joachim Mutter Date: 2007/6/25
Subject: Re: AW: Amalgam-Stellungnahme, RKI-Kommission
To: EisD@rki.de
Sehr geehter Herr Dr. Eis,
es rufen viel Patienten an...
Ich weiß ja nicht, was momentan in der Kommision alles für umweltmedizinische Themen bearbeitet werden. Allerdings wurde mir zugetragen, dass Mobilfunk wohl ein wichtiges Thema wäre.
Nun wurde vom Umweltbundesamt eine beängstigende Broschüre herausgegeben:
"Späte Lehren aus frühen Warnungen"
uba@broschuerenversand.de
Darin sind Beispiele enthalten, wie die Industrie Wissenschaftler gekauft und auch die Politik so beeinflusst hat, dass Produkte mit Gesundheitsrisiko nur verzögert verboten wurden. In der Broschüre des UBA wird dabei als möglicher Faktor auch Mobilfunk genannt.
Ich bin da sehr erschrocken, und hoffe, dass solcherlei nicht in Deutschland passieren kann. Das liest sich eigentlich wie ein Krimi, und ich dachte, sowas gibt es nur in schlechten Spielfilmen.
Ich kenne mich mit Mobilfunk nicht aus, und ob Sie dieses im RKI zukünftig bearbeiten wollen. Habe nur mitbekommen, dass ein Papier über den Wert der Melatoninmessungen vorbereitet wurde.
Das UBA unterscheidet Phasen:
Phase 4: Korrumpierte Wissenschaftler treten mit Gegengutachten auf (S. 50, S. 193)
Phase 5: Berichte über Kranke und Todesfälle mehren sich, eine Protestbewegung entsteht
Phase 6: Die Regierung zweifelt die Zusammenhänge zwischen Produkt und Opfer an, beruft sich auf entwarnenden Gutachten. Kritische Beamte und Wissenschaftler bekommen Publikations- und Redeverbot, werden unter Druck gesetzt oder in Misskredit gebracht. Psychologen und Soziologen erarbeiten Konzepte zur Integration der Protestbewegung.
Phase 7: In Krisensitzungen wird regierungsintern der Vorrang der Industrie vor Gesundheitsinteressen festgelegt und Schweigen vereinbart, es wird "willentlich" ignoriert. Die Industrie hält sich zurück, beruft sich auf die Regierung und beteurt ihre Gesetzestreue.
Phase 8: Die Regierung behauptet weiter, bedenkliche Erkenntnisse lägen nicht vor, die Grenz- und Schwellenwert garantieren Sicherheit. Ein Verschleierungsvokabular wird festgelegt und Fachgespräche mit der Lobby inszeniert: "Bei behördlichen Beurteilungen kommt es häufig zu Fehleinschätzungen, weil die Entscheidungsträger bei der Risikoabschätzung auf Informationen eben derjenigen Akteure angewiesen sind, deren Produkte beurteilt werden " (S50, 210, 211) Die Industrie hat inzwischen selbst die Erkenntnisse über die Risikoen ihres Produktes, hält sie unter Verschluss und versucht "unabhängige Forschung zu verhindern. Mit einer Phase verwirrender Debatten zünden Industrie und Regierung Nebelkerzen.
Phase 9: Die Bürgerbewegung und öffentliche Kritik wächst. Die Regierung erklärt, dass sie die Sorgen ernst nimmt. Risiken können nicht mehr offen geleugnet werden: "Und doch geht die Veröffentlichung von Beweisen für Risiken gelegentlich mit heftigen, doch häufig verdeckten Auslegungstricksereien einher, mit denen versucht wird, Untätigkeit zu rechtfertigen". Die Datenlage sei nicht gesichert und reiche zum Handeln nicht aus. Regierung und Industrie leiten mit großem Presseaufwand Forschungen ein, sie stellen ein "Paralyse durch Analyse" her. Kurzzeituntersuchungen werden präsentiert, die das Ergebnis haben, dass Bedenken hinsichtlich der Risiken völlig unbegründet sind.
Phase 10: Die Langzeitwirkungen des Produkts treten zu Tage. Die Politik lenkt ein. Nach frühestens 25 Jahren, bedingt durch wissenschaftlichen und öffentlichen Druck, katastrophalen sichtbaren Folgen, hohe staatliche Folgekosten, Versicherungsschäden, politische Rivalität und vorhandenen Alternativprodukten wird das Produkt verboten
Mit freundlichen Gruessen
Dr. med. Joachim Mutter
Institut fÜr Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg
Institute of Environmental Medicine and Hospital Epidemiology at the University Medical Center Freiburg
Kommissarischer Direktor Prof. Dr. Uwe Frank
Breisacher Straße 115 B, 79106 Freiburg
Tel. +49/(0)761/270-8201 (-8320)
Fax +49/(0)761/270-8323
e-mail: joachim.mutter@uniklinik-freiburg.de http://www.iuk-freiburg.de
EisD@rki.de schrieb:
Sehr geehrter Herr Dr. Mutter,
vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich verstehe allerdings nicht, was das beigefügte (ältere) Dokument zu bedeuten hat. Können wir das kurz am Telefon klären. Leider ist gerade unter Ihrer Nummer seit einigen Minuten besetzt. Könnten Sie kurz zurückrufen? Viele Grüße Dieter Eis Tel. 030/4547-3196
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Dr. Joachim Mutter [mailto:joachim.mutter@uniklinik-freiburg.de]
Gesendet: Freitag, 22. Juni 2007 16:51
An: Eis, Dieter
Cc: franz.daschner@uniklinik-freiburg.de; Birger.Heinzow@LGASH-KI.landsh.de; Dr. Johannes Naumann
Betreff: Re: Amalgam-Stellungnahme, RKI-Kommission
Sehr geehrter Herr Dr. Eis,
Tatsächlich ist das Papier besser geworden. Allerdings sind nicht die Forderungen enthalten, welche wir als ethisch und wissenschaftlich für angemessen halten.
Nach neueren Daten, welche am 25.5.2007 in Brüsel präsentiert worden sind, wird von EU Zahnärzten etwa 120 Tonnen Hg /y gebraucht und sie stellen damit die zweitgrößten Hg-Verbraucher in der EU dar.
Die Umweltbelastung durch Zahnärzte ist sicherlich höher als 3-5%, da Amalgam schon seit 170 Jahren eingesetzt wird und der Verbrauch früher deutlich höher war in Industrieländern (ohne Amalgamabscheider), während jetzt die Schwellenländer vermehrt nach Amalgam verlangen.
Wir fordern, Amalgam generell nicht mehr zu legen, bzw. zumindest nicht mehr bei Frauen im gebährfähigen Alter.
Auch fordern wir, Amalgam nicht nur bei Typ IV-Allergie zu entfernen, sondern auch bei Typ- IV Sensibilisierungen.
Diese sind anscheinend bedeutend häufiger als Allergien und können nicht(!) durch den Epicutantest gemesen werden, da die Zahnmetalle nicht mit der Haut, sondern mit der Schleimhaut in Kontakt steht, wo andere Immunmechanismen eine Rolle spielen. Deswegen ist der MELISA-LTT zum festellen einer Beryllium-Sensibilisierung (Inhalation- Kein Kontakt zur Epicutis) oder Arzneimittel (nur Schleimhautkontakt, kein Kontakt zur Epicutis!) anerkannt.
Die Bedeutung des Epicutantest zur Diagnose einer Typ-IV Sensibilsisierung wurde in einer kürzlichen Veröffentlichung fundiert kritisiert.
Bartram et al. Significance of the patch test and the lymphocyte transformation test in the diagnostic of type IV-sensitazion. J Lab Med 2006; 30: 101-106.
Tatsächlich ist der Epicutantest dem LTT-Test in Bezug auf Sensitivität unterlegen. Die Sensitivität des Epicutantests liegt bestenfalls zwischen 43% und 85%, je nach Untersucher. Der Epicutantest weist noch andere Schwachstellen auf (subjektive Testbewertung, Hautirritationen durch die Testsubstanzen, unterschiedliche Hautbeschaffenheit, Gefahr der iatrogenen Neusensibilisierung).
Deshalb ist der LTT zum Nachweis von Arzneimittelreaktionen und einer Sensibilisierung gegenüber Beryllium ein anerkannter Standard.
• Pichler&Tilch. The lymphozyte transformation test in the diagnosis of drug hypersensitivity. Allergy 2004; 59:809-20
• Merk HF. Diagnosis of drug hypersensitivity, lymphocyte transformation test and cytokines. Toxicoogy 2005; 209:217-220.
• Stange et al. The beryllium lymphocyte proliferation test. Relevant issues in beryllium health surveillance. Am J Ind Med 2004; 46: 453-62.
Metalle, wie z.B. Beryllium oder Titan, eignen sich sogar noch besser zur LTT Testung als Arzneimittel, da sie nicht verstoffwechselt werden. Warum der LTT zur Diagnostik von Sensibilisierungen gegen Beryllium und Arzneimittel empfohlen wird, nicht aber für andere Metalle, entbehrt jeder wissenschaftlicher Grundlage. Weiterhin sind die immunologischen Verhältnisse in der Schleimhaut des Mundes und Gastrointestinaltraktes, die mit den dentalen Schwermetallen andauernd in Berührung kommen, andere als in der Haut. So können trotz Typ IV-Sensibilisierung auf Dentalmetalle, welche zudem auch noch systemische Wirkungen verursachen können, meist keine oralen Schleimhautveränderungen gefunden werden. Gerade zur Abklärung von bestehenden Typ- IV Sensibilisierungen gegenüber Dentalmetallen sollten aufgrund der hohen Sensibilisierungsrate der Epicutantest sehr zurückhaltend angewendet werden.
• Marcusson JA. Psychological and somatic subjective symptoms as a result of dermatological patch testing with metallic mercury and phenyl mercuric acetate. Toxicol Lett 1996;84:113-122.
• Bartram et al. Significance of the patch test and the lymphocyte transformation test in the diagnostic of type IV-sensitazion. J Lab Med 2006; 30: 101-106.
Ein positiver LTT beweist das Vorhandensein von allergenspezifischen T-Gedächtniszellen. Diese Typ IV-Sensibilisierung ist eine Vorbedingung für allergische Reaktionen. Aber unabhängig vom Auftreten einer Allergie bzw. Hautreaktionen können systemische Wirkungen, wie z.B. Autoimmunerkrankungen, beobachtet werden, welche nach Metallentfernung wieder besser werden können.
• Muller KE, Valentine-Thon E. Hypersensitivity to titanium: Clinical and laboratory evidence. Neuro Endocrinol Lett. 2006; 27: Suppl 1. in print
• Thomas et al. Hypersensitivity to titanium osteosynthesis with impaired fracture healing, eczema, and T-cell hyperresponsiveness in vitro: case report and review of the literature. Contact Dermatitis 2006; 55: 199-202.
• Stejskal VD et al. Diagnosis and treatment of metal-induced side effects. Neuro Endocrinol Lett. 2006; 27: Suppl 1. in print
• Valentine-Thon et al. LTT-MELISA(R) is clinically relevant for detecting and monitoring metal sensitivity. Neuro Endocrinol Lett. 2006; 27: in print
• Venclikova et al. In vivo effects of dental casting alloys. Neuro Endocrinol Lett. 2006; 27: Suppl 1. in print.
• Valentine-Thon E et al. Metallsensibilisierung: Nachweis, Validierung und Verlaufskontrolle mittels Lymphozyten-Test. Zs f Orthomol Med 2005; 1:12-15.
• Yaqob A, Danersund A, Stejskal VD, Lindvall A, Hudecek R, Lindh U. Metal-specific lymphocyte reactivity is downregulated after dental metal replacement. Neuro Endocrinol Lett. 2006 Apr 25;27(1-2):189-197
• Valentine-Thon et al. LTT-MELISA(R) is chlinically relevant for detecting and monitoring metal sensitivity. Neuro Endocrinol Lett. 2006; 27: in print •
Kurz: Zum Nachweis einer Typ IV Sensibilisierung von Dentalmetallen ist der LTT oder MELISA-Test besser als der Epicutantest geeignet, bei dem zusätzlich noch eine schädigende Wirkung ausgehen kann. Die durch den LTT /MELISA nachgewiesenen Sensibilisierungen und begleitende Autoimmunerkrankungen bessern sich durch geschützte Metallentfernung offensichtlich bei einem relevanten Teil der Patienten.
Weiterhin sollte mehr die Möglichkeit offen gelassen werden, auch zur Therapie von Alzheimer-Patienten, MS Patienten usw. Amalgam unter Schutz zu entfernen und auch auszuleiten (z.B. mit DMPS)
Zu Autismus gibt es noch weitere Belege dafür, dass Quecksilber eine Ursache sein kann. (Adams et al. 2007, Kern et al. 2007) Außerdem scheint die Quecksilberausleitung, welche man nach dem RKI Amalgampapier ja bei solchen ERkrankungen nicht machen soll, bei autistsichen Patienten effektiv zu sein in sofern, als dass sich erhöhte CoproporhyrinWerte normalisieren (Nataf et al. 2006, Geier & Geier 2006) und Autistische Kinder eine Besserung zeigen (Geier & Geier 2007).
Übrigens ist die Korrelation zwischen Urin-Hg und Gehirn nicht vorhanden, weshalb zur Abschätzung des Gesamtquecksilbergehaltes der Urin Hg nicht geeignet erscheint. Zudem sehen wir gerade bei Patienten mit schweren Erkrankungen (z.B. Hirntumore, ALS) Amalgamfüllungen unter Goldkronen und Amalgamtätowierungen im Kiefergewebe. Auch diese werden nicht durch Urin Hg-Messungen erfasst.
Deshalb bestehen wir weiterhin auf unserem Sondervotum und wollen als Unterzeichner (noch) nicht auf dem Amalgampapier genannt werden. Allerdings haben wir, im Gegensatz zu den von Ihnen zugezogenen externen Sachverständigen, Herrn Prof. Hickel, Herrn Prof. Halbach, Herrn Prof. Reichel und Herrn Dr. Harhammer, zuwenig wissenschaftliche Reputation in der Quecksilbertoxikologie vorzuweisen, so dass unsere Namen nur wenig Gewicht haben.
Vielen Dank für Ihre Mühe und Verständnis
Ihr
J.Mutter
PS.: Im Rahmen der Vorstellung in Brüssel wurde mir folgender wissenschaftlicher übersetzte Artikel von einer Selbsthilfegruppe zugetragen, den ich aber wegen fehlendem Bezug zur Amalgamthematik wieder abgewiesen hatte. Allerdings könnte er sich evtl. auf andere Themen in der Umweltmedizin beziehen. Vielleicht wollen Sie prüfen, ob dabei Themen als Beispiele genannt werden, welche evtl. auch vom RKI in Zukunft zu bearbeiten sind?
......„Firmen und Industrien benutzen mehrere Taktiken, um die Tatsache zu verschleiern, dass ihre Produkte gefährlich oder tödlich sind. Im Blick auf die Gewinnmaximierung ist es ihr Ziel, sich ein möglichst wenig einschränkendes regulatorisches Umfeld zu sichern sowie die gesetzliche Haftung für Tod oder Körperverletzung abzuwenden. Sie arbeiten mit Anwälten und PR-Spezialisten, die ihrerseits Wissenschaftler, wissenschaftliche Beiräte, Frontorganisationen, Industrieverbände, Denkfabriken und die Medien einspannen, um die Meinung in Wissenschaft und Öffentlichkeit über ihre Produkte oder Verfahren zu beeinflussen. Diese Strategie, die von einer korrupten Wissenschaft abhängt, begünstigt die Wirtschaft auf Kosten der Volksgesundheit. Demgegenüber können im Gesundheitswesen tätige Fachleute aus der Kenntnis dieser Strategie einen Nutzen ziehen für den erfolgreichen Aufbau einer Meinungsbildung in Wissenschaft und Öffentlichkeit zugunsten der Förderung sowohl einer untadeligen [good] Wissenschaft als auch des Gesundheitswesens.“ (S.338)
• BOHM SR, DIAN Z, GILMAN DS. Gewinnmaximierung und Gesundheitsgefährdung: Wirtschaftsstrategien zur Vermeidung von gerichtlichen Schadenersatzverfahren und behördlichen Vorschriften. Int. J. Occup. Environ. Health 2005; 11:338-348.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Joachim Mutter
Institut fÜr Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg
Institute of Environmental Medicine and Hospital Epidemiology at the University Medical Center Freiburg
Kommissarischer Direktor Prof. Dr. Uwe Frank
Breisacher Straße 115 B, 79106 Freiburg
Tel. +49/(0)761/270-8201 (-8320)
Fax +49/(0)761/270-8323
e-mail: joachim.mutter@uniklinik-freiburg.de http://www.iuk-freiburg.de
EisD@rki.de schrieb:
Sehr geehrter Herr Daschner, sehr geehrter Herr Mutter,
auf der letzten Kommissionssitzung im Mai wurde die Amalgam-Stellungnahme ohne Gegenstimmen angenommen. Die redaktionelle Endbearbeitung ist inzwischen ebenfalls abgeschlossen, sodass ich Ihnen die entsprechende Datei zusenden kann. Die Stellungnahme sollte für sich stehen, also ohne die ergänzenden Materialien, die derzeit noch überarbeitet werden, gelesen und eingeschätzt werden können. Da insgesamt gegenüber dem seinerzeitigen Entwurf erhebliche Änderungen vorgenommen worden sind und das Papier - meines Erachtens - sehr viel besser geworden ist und in der jetzigen Form auch von Herrn Stück akzeptiert werden konnte, wäre mir sehr daran gelegen, wenn Sie ebenfalls Ihre Zustimmung nicht versagen würden oder sich doch zu einer Enthaltung entschließen bzw. auf ein Sondervotum verzichten könnten. In diesem Zusammenhang bitte ich auch um eine Information darüber, wie Sie am Ende der Stellungnahme (S. 7) genannt werden wollen oder ob Sie ggf. auf eine Nennung verzichten wollen. Zu einer telefonischen Rücksprache stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Dieter Eis
Robert Koch-Institut (RKI)
FG 22/Umweltmedizin
Seestraße 10, 13353 Berlin
Phone: +49(0)30-4547-3196
Fax: +49(0)30-4547-3190
E-mail: EisD@rki.de
Internet: http://www.rki.de/
In einer über dreistündigen Debatte wurde am 28. Mai 2009 im Liechtensteiner Landtag über den so genannten «Mobilfunk-Fortschrittsbericht» zur Senkung der Strahlenbelastung auf den 1.1. 2013 diskutiert. Weil die vier Mobilfunkanbieter in ihren Berichten ankündigen, dass sie das Land verlassen werden, wenn die vom Landtag im Mai 2008 beschlossene Senkung des Grenzwertes auf 0.6 V/m nicht rückgängig gemacht werde, entwickelte sich eine lebhafte und spannende Debatte.
CONCENTRATION: Speakers at a conference yesterday said that while many people work very hard to help the environment, their scattered efforts make progress slow
Loa Iok-sin
STAFF REPORTER
Saturday, Jun 06, 2009, Page 4
Decentralization, localization, ethics and more public participation may be solutions to challenges that the environmental campaign is facing worldwide, speakers said at a conference in Taipei yesterday.
“Previously, mistakes and failures by human societies were limited - in both space and time - in the damage they could achieve,” said Brendan Mackey, chairman of Earth Charter Initiative’s (ECI) International Education Advisory Committee.
In ganz Europa nimmt die Zahl der elektrosensiblen Menschen zu. Es ist deshalb sehr bedauerlich, dass das Europaparlament in der von Ihnen angesprochenen ...
POLICE behaviour at the G20 protests in London could have been caused by the frequency used by officers' Airwave radios
Police Review article
5 June 09
Airwave allegations after G20 protests
Sarah Bebbington
POLICE behaviour at the G20 protests in London could have been caused by the frequency used by officers' Airwave radios interfering with their brainwaves, one expert has said...
THOUSANDS of slow-growing brain tumours could be affecting Airwave-users in the UK, according to a physicist who specialises in the health effects of radio waves.
Barrie Trower, an independent research physicist who studies the effects of radiation on the brain, has predicted that officers could feel the effect of anything between 1,090 and 7,630 cancerous growths.
Mr Trower used research from the journal Scientific American, which stated there was a 0.206 per cent increase in the chances of contracting tumours by mobile phone users, to calculate how many Airwave users could be at risk.
The figure followed a report by Prof Lawrie Challis, the Government's lead scientist on mobile phone research, published in the International Journal of Cancer in 2007, which stated there was an association between tumours and prolonged mobile phone use. Mr Trower compared this to 300,000 police officers and staff, and other Airwave users.
He said: 'This suggests a potential for a possible 1,090 slow growing tumours, but it could be much more. It could be up to 7,630. I do not want to stop police officers using Airwave if they want it, all I want is a referendum on it. I would like people to be aware of what the dangers are. In my opinion, police officers are not being told the truth about Airwave.'
Airwave, ACPO and the National Policing Improvement Agency denied these claims. An ACPO spokeswoman said: 'There is no evidence that Airwave causes cancer or is responsible for behavioural change.'
An NPIA spokesman added: 'The statements attributed to Mr Trower are wholly speculative and have no basis in fact. Airwave has been in everyday use in every force in England, Wales and Scotland for many years for every type of policing event.'
An Airwave spokeswoman said: 'Research continues to enhance scientific understanding about radio waves and health.
'The international scientific consensus is that there is no evidence of any adverse health effect within accepted exposure limits, regardless of frequency or modulation.'
Radio may face withdrawal call
THE Police Federation of England and Wales has said it will instantly call for Airwave to be withdrawn if associated ill-health effects are proven.
Paul Lewis, secretary of the federation's health and safety sub-committee, said: 'We would never advocate using any technology that would endanger the lives of police officers.
'In the past, we have stated that we would instantly call for the Airwave system to be withdrawn if it is proven to be detrimental to the health of users. We maintain that stance.
'We value scientific research and deem it to be wholly necessary, particularly where health and welfare could be at risk.'
He added: 'Police officers put their lives on the line to protect society and they need the right technology to do the job.
'In many ways Airwave has already proved itself to be an invaluable asset to policing since its complete introduction in 2005.
'There is still a debate over possible long and short term health effects. We cannot and will not ignore the risks associated with Airwave.'
A Government directive on phone mast planning applications has been effectively overturned by the Deputy Prime Minister and First Secretary of State, the Rt. Hon. John Prescott.
Government Planning Policy Guidance on masts, PPG8 (Para 98) states: "... it is the Government's firm view that the planning system is not the place for determining health safeguards. ... In the Government's view, if a proposed mobile phone base station meets the International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) guidelines for public exposure it should not be necessary for a local planning authority, in processing an application for planning permission or prior approval to consider further the health aspects and concerns about them". But a Planning Inspector who by all accounts followed that advice to the letter failed in his statutory duty - according to the Deputy Prime Minister.
An official Government Planning Guideline that is at variance with the expressed view of the Deputy Prime Minister (and final arbiter of planning issues in the UK) has no place in the planning process and should be withdrawn immediately. Until then the self-contradictory stance of the Government on this issue is untenable, making a mockery of the Democratic Process in respect of mobile phone masts.
Now read on ...
On 26 September 2003 a landmark victory was achieved for those campaigning for the British public to have a say in the safety of their own living environment and that of their families. A High Court Judge signed a Consent Order that finalised the quashing of a Planning Inspectorate appeal decision. The decision, to allow an Orange mobile phone mast to be erected in Grove Way, Chorleywood, was over-turned on the basis of the Inspector's "failure to adequately consider the weight to be given to the health concerns of the claimant in his decision letter". The First Secretary of State offered to concede the case and to pay reasonable costs.
The case was submitted under S288 of a challenge to an Inspector's decision based on the sole ground that as there was an ICNIRP certificate the inspector did not need to look at health further. The Treasury Solicitor, instead of going forward or even submitting any defence, has negotiated a settlement agreeing that a consent order be granted for the reason quoted above.
The Government's Planning Policy Guidance note 8 says that, where an ICNIRP Certificate exists for a proposed mast, there is no need for a Local Planning Authority to consider health issues or concerns any further. This has led to the virtual dismissal, by Planning Inspectors and therefore by LPAs, of objections on health grounds to mast applications (since all of them hold an ICNIRP certificate). Over the past year or so, however, there has been an increasing tide of evidence that so-called 'non-thermal' effects from masts are potentially harmful to people's health – and ICNIRP certification only relates to thermal effects – i.e. the microwave heating effect of mast radiation. In other words, there is a serious potential health risk recognised by many eminent scientists that is in no way covered by ICNIRP certification – and up till now it has been taboo to mention it in planning circles, thanks to PPG8.
Not any more. This Decision makes it very clear that slavish adherence to PPG8, unquestioning reliance on ICNIRP certification, is not enough. It may well be that the Government stepped in and conceded this case to forestall an otherwise inevitable High Court Ruling that would have then gone down as Case Law, to be cited in other similar situations. No matter. The point is clearly made, the cat is well and truly out of the bag.
An MM02 Airwave spokesman is quoted earlier this year as saying (with some rancour) "There is a lot of information on the Internet". He's right, there is. There is also an increasing wealth of information coming out through the media – newspapers, TV, radio – and none of it gives any cause for public confidence regarding phone mast safety. The behaviour of some of the phone mast operators (notably Airwave) is also giving rise to increasing public concern. Is it any wonder that people fear for their own health and that of their children? That fear alone is a Material Planning Consideration, it cannot be denied. It unquestionably affects people's wellbeing and quality of life (and can therefore legitimately be included in any objection to a planning application). This is of itself a substantive planning issue, quite apart from the actual health hazard posed by a mast – at the very least one could say without fear of contradiction that there is now 'reasonable doubt' as to phone mast safety. The head-in-the-sand approach is no longer tenable (though our own 'protection' body, the NRPB, still advocate this ostrich posture – see http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/3157676.stm ).
The law requires that Government guidelines be interpreted in the light of prior legislation. In the case of PPG8 this includes the Human Rights Act. In the words of previous High Court rulings, such guidelines must not be allowed to "fetter the decision-maker's discretion" in the planning process. This latest Ruling makes it crystal clear how that principle should operate in practice.
PPG8 is guidance. It is no longer (and should never have been) 'carte blanche' for masts to go up anywhere and everywhere with a total disregard for legitimate public health concerns. Yasmin Skelt's victory is a victory for us all, and a victory for commonsense and democracy.
It is more dangerous and prevalent than the swine flu. You cannot see it, taste it, or smell it. It is one of the most pervasive environmental exposures in industrialized society today. There is virtually no unexposed population.
What is it? Electromagnetic radiation (EMR) or electromagnetic fields (EMFs).
There are two types of EMFs: low frequency electromagnetic fields from electrical and electronic appliances and power lines; and radiofrequency radiation from wireless devices such as cell phones and cordless phones, cellular antennas and towers, and broadcast transmission towers.
The City of Cordova has given GCI conditional use permits to install four cellular towers within our city limits. There is a rapidly growing body of evidence – going back 30 years – that shows health risks can and do occur at low exposure levels to EMFs: everyday levels that can be thousands of times below public safety limits.
Wenn das Telefon krank...
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http://omega.twoday.net/search?q=elektromagnetische+Strahlen
http://omega.twoday.net/search?q=Strahlenschutz
https://omega.twoday.net/search?q=elektrosensibel
http://omega.twoday.net/search?q=Funkloch
https://omega.twoday.net/search?q=Alzheimer
http://freepage.twoday.net/search?q=Alzheimer
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