7
Sep
2006

Korruption der Wissenschaft durch die Wirtschaft

http://www.buergerwelle-schweiz.org/Wissenschafts-kritik.299.0.html#1657

Korrupte Wissenschaft…

… ein starker Ausdruck! Wird da verallgemeinert und dramatisiert? – Leider nicht. Denn der Titel der Sonderausgabe des International Journal of Occupational and Environmental Health Nr.4 vom Oktober/Dezember 2005 lautet: Korruption der Wissenschaft durch
die Wirtschaft.

Diese wissenschaftliche Zeitschrift für Gesundheitsprobleme im Arbeits- und Umweltbereich weist in 14 von Spezialisten geschriebenen, sachlich formulierten Fachartikeln nach, dass die Firmen und Industrien meist über die Gesundheitsrisiken ihrer Produkte und Verfahren sehr wohl Bescheid wissen, und dies in der Regel schon von Anfang an. Zur Vermarktungsstrategie gehören die Taktiken, wie Wissenschaft, Gesetzgeber und Öffentlichkeit über die wahre Schädlichkeit der Produkte getäuscht werden sollen. – Die Quelle dieser Informationen sind Firmendokumente, die anlässlich von Schadenersatz-Gerichtsprozessen bekannt wurden.

Der Mobilfunk wird in der Sonderausgabe dieser Fachzeitschrift nicht erwähnt. Doch wer die Mobilfunkbranche genau beobachtet, der weiss, dass – international und im Gesamten gesehen – Wort für Wort dieser 14 Fachartikel auf sie genauso zutrifft.

Zur Erinnerung: Der industriefreundliche, teils mit Behörden personell in Verbindung stehende, als offizielle „Kommission" getarnte Verein der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection), von der WHO (World Health Organization) als „Fachgremium" anerkannt, schlug frühzeitig Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung vor, die nur die thermischen Auswirkungen der Strahlung berücksichtigten. Folgsam übernahmen die Staaten diese Grenzwerte. Zwar hätte man schon in den 90er Jahren wissen können, dass sie von der ICNIRP absichtlich so hoch vorgeschlagen wurden, um den Ausbau des Mobilfunks nicht zu behindern. Dadurch jedoch sind diese Grenzwerte für den Gesundheitsschutz um Grössenordnungen zu hoch.

Die Mobilfunkbranche wendet auch alle weiteren in den 14 Artikeln beschriebenen Strategien und Taktiken an, zum Beispiel

- Beeinflussung der Meinungsbildung in Wissenschaft, Journalismus und Öffentlichkeit über die Wege der Fachinformationen und über die Massenmedien

- Lobbyarbeit bei Gesetzgebung, Druck auf Behörden und Verordnungsgebung

- Bildung eigener wissenschaftlicher Beiräte oder Einflussnahme auf deren Zusammensetzung

- Beteiligung an Forschungsinstitutionen; Benützung von an Universitäten angegliederten Institutionen

- Bildung eigener Frontorganisationen, Diskussionsforen und Internetseiten und deren Tarnung als „neutral"

- Ignorieren, Bezweifeln oder Abwerten publizierter wissenschaftlicher Nachweise von Effekten, die in unabhängiger Forschung gefunden wurden

- Unterdrückung oder Nichtpublikation eigener Forschungsergebnisse, die Effekte zeigen

- „Science to Specification": Eigene Planung von wissenschaftlichen Studien (oder Einflussnahme auf deren Planung) so, dass das Ergebnis – z.B. ein Negativergebnis (= „keine Effekte") – von vornherein möglichst gesichert ist

- Einflussnahme auf die wissenschaftliche Grundsatzdiskussion, welche Kriterien ein Forschungsergebnis für den schlüssigen, allgemein akzeptierten Nachweis von Effekten erfüllen muss (= wie hoch die zu überspringenden Beweishürden sind)

- Diskreditierung von Wissenschaftern, deren Aussagen dem Firmenziel der Gewinnmaximierung schaden

- Finanzielle Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen

28.08.2006


Michael Meyer
michael_meyer_at_aon.at
Risiko Mobilfunk Österreich
Plattform Sozialstaat Österreich - Netzwerk Zivilcourage
A - 5165 Berndorf, Stadl 4
Tel/Fax 0043 - 6217 - 8576

Holland has set 0.4uT limit for new HVTL

http://www.emfacts.com/weblog/index.php?p=546

Le mélanome malin

Lettre ouverte de l'ARA à la Ligue Suisse contre le cancer suite à la désinformation médiatisée au sujet du mélanome malin. La Science universitaire n'est pas à la page ! La plupart des maux de notre société proviennent bien de l'augmentation des champs éléctromagnétiques et non pas des rayonnements UV.

Consulter la lettre au format PDF
http://www.alerte.ch/alertes/alertes_01.php

6
Sep
2006

Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr-33-vom-1582006/es-droht-ein-weltweiter-atomarer-holocaust/

EMF fields in the brain increase nitric oxide levels

I have been receiving your emails regarding electromagnetic sensitivity issues. I wanted to mention two things to you:

1. There are several publications showing that EMF fields in the brain increase nitric oxide levels including the following:

147. Kim, S.S., Shin, H.J., Eom, D.W., et al. 2002, Exp Mol Med 34,53.

148. Yoshikawa, T., Tanigawa, M., Tanigawa, T., et al. 2000, Pathophysiology 7,131.

149. Miura, M., Takayama, K., and Okada, J. 1993, J Physiol 461,513.

150. Kavaliers, M., Choleris, E., Prato, F.S., and Ossenkopp, K. 1998, Brain Res 809,50.

151. Seaman, R.L., Belt, M.L., Doyle, J.M., and Mathur, S.P. 1999, Bioelectromagnetics 20,431.

This, in an of itself, does not imply the nitric oxide necessarily has a causal role in EMF sensitivity. However the role of other stressors in related illnesses that can also increase nitric oxide, and also the role of at least four classes of chemicals implicated in MCS also acting to increase nitric oxide, suggests a causal role.

2. I have suggested that the form of vitamin B12 known as hydroxocobalamin, which has been used for decades to treat this group of illnesses (primarily through IM injections of 5 to 10 mg doses) is known to be a potent nitric oxide scavenger and may be acting, in such treatment, by lowering nitric oxide levels.

Pall ML 2001 Cobalamin used in chronic fatigue syndrome therapy is a nitric oxide scavenger. J Chronic Fatigue Syndr 8(2):39-45.

It follows that if hydroxocobalamin is useful in lowering EMF sensitivity, this will help confirm a role of nitric oxide. I am unaware of any data testing this prediction.

Martin L. Pall,
Professor of Biochemistry and Basic Medical Sciences,
Washington State University

Umweltminister Sigmar Gabriel: Es gibt 1000 Konflikte dieser Art

Funkmasten – "Es gibt 1000 Konflikte dieser Art"

Herr Gabriel, die einen freuen sich über das Resultat Ihrer Bemühungen in Sachen Gadenstedter Funkmast. Andere fragen sich, ob der Bundesumweltminister keine anderen Dinge zu erledigen hat, als einzelnen Gruppen zu helfen. Dritte sprechen von Wahlkampf-Manöver. Was hat Sie zu diesem Engagement veranlasst?

Auslöser war eine Beschwerde einer Bürgerinitiative über eine Behörde des Bundesumweltministeriums. Und ich finde es eigentlich selbstverständlich, dass man als Minister Bürgerbeschwerden über die eigenen Behörden nachgeht. Bei dieser Beschwerde ging es darum, dass das Bundesamt für Strahlenschutz keinen Vertreter zu einer Diskussion über die geplanten Funkmasten entsenden konnte. Dies war nicht möglich, weil dann die Fachleute dieser Behörde, die übrigens in München sitzen, nur noch auf öffentlichen Diskussionen auftreten und nicht mehr zu ihrer eigentlichen Arbeit kommen. Denn es gibt rund 1000 derartiger Konfliktfälle um die Aufstellung von UMTS-Funkmasten. In diesem Zusammenhang haben wir uns dann natürlich auch bei der T-Mobile über den eigentlichen Sachverhalt erkundigt und dabei schriftlich die Information erhalten, dass das Unternehmen aus internen Überlegungen heraus die Planungen in Gadenstedt nicht weiterverfolgen will. Diese Information haben wir dann natürlich an die Bürgerinitiative weiter gegeben, denn damit hatte sich ja die Bitte um Entsendung eines Behördenvertreters zu einer Diskussion vor Ort erledigt. So einfach ist der Vorgang. Das danach entstandene Informationschaos haben wohl andere zu verantworten. Und es wäre auch schön gewesen, wenn sie mich vor Ihrer Berichterstattung über eine angebliche Falschinformation des Bundesumweltministeriums schon um ein Interview gebeten hätten. Jetzt ging es ja auch. (Die PN haben keine Falschinformation unterstellt, sondern zwei widersprüchliche Positionen dargelegt, d.Red.)

Wie werden Sie sich verhalten, wenn in der nächsten Woche eine Bürgerinitiative aus Oberbayern mit gleichem Anliegen auf Sie zukommt?

Wenn sich diese Bürgerinitiative über die Arbeit von Behörden meines Ministeriums beklagt, werde ich ihnen natürlich auch nachgehen. Ich hoffe, Sie machen das in Ihrer Zeitung auch so, falls sich – was sicher nur selten der Fall ist – ein Leser beschweren sollte.

Wird Ihr Ministerium das Thema nun grundsätzlich mit den Mobilfunkanbietern angehen? Wie könnte eine Lösung aussehen, die den Menschen die Ängste nehmen kann und den Unternehmen gerecht wird?

Das tun wir natürlich längst. So ist das Bundesamt für Strahlenschutz eines der Kooperationsinstitute der Weltgesundheitsorganisation. Und Ängste nimmt man Menschen am besten dadurch, dass man sie offen diskutiert und in jedem einzelnen Fall gemeinsam nach Lösungen sucht. Und das kann man nach meiner Erfahrung auch mit T-Mobile sehr gut. jf

Mittwoch, 06.09.2006

© Braunschweiger Zeitungsverlag 2006

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